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Emissionshandel in der dritten Handelsperiode

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Schlüter, W. (2013). Emissionshandel in der dritten Handelsperiode. Die Fortentwicklung des nationalen Emissionshandelsrechts unter Berücksichtigung der Rechtsprechung der ersten beiden Handelsperioden. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54157-7
Schlüter, Wiebke. Emissionshandel in der dritten Handelsperiode: Die Fortentwicklung des nationalen Emissionshandelsrechts unter Berücksichtigung der Rechtsprechung der ersten beiden Handelsperioden. Duncker & Humblot, 2013. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54157-7
Schlüter, W (2013): Emissionshandel in der dritten Handelsperiode: Die Fortentwicklung des nationalen Emissionshandelsrechts unter Berücksichtigung der Rechtsprechung der ersten beiden Handelsperioden, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-54157-7

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Emissionshandel in der dritten Handelsperiode

Die Fortentwicklung des nationalen Emissionshandelsrechts unter Berücksichtigung der Rechtsprechung der ersten beiden Handelsperioden

Schlüter, Wiebke

Schriften zum Umweltrecht, Vol. 178

(2013)

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About The Author

Wiebke Schlüter studierte Rechtswissenschaften an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) mit dem Schwerpunkt Staat und Verwaltung. Nach der ersten juristischen Prüfung 2010 erfolgte im Anschluss ebenfalls an der Viadrina die Promotion zum Thema »Emissionshandel in der dritten Handelsperiode«. Seit 2012 ist sie Referendarin am Kammergericht Berlin.

Abstract

Gegenstand der Arbeit ist die Fortentwicklung des nationalen Emissionshandelsrechts, welches auf der Treibhausgas-Emissionshandelsrichtlinie 2003/87/EG beruht. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen dabei die zentralen Vorschriften der dritten Handelsperiode, die am 1. Januar 2013 begann. Nach einer Einführung in das Emissionshandelssystem auf internationaler und nationaler Ebene analysiert die Autorin zunächst die in den ersten beiden Perioden zum Emissionshandel ergangene Rechtsprechung, soweit sich diese auf die grundlegenden Fragen des Handelssystems bezieht. Aus dieser Analyse leitet die Autorin sechs zentrale Forderungen ab, deren Umsetzung sie als maßgebend für ein recht- und zweckmäßiges Handelssystem der dritten Periode bewertet. Soweit es dabei für das Verständnis des nationalen Rechts erforderlich ist, bezieht die Autorin das europäische Recht mit ein. Im Anschluss untersucht sie, inwieweit der Gesetzgeber bei der Schaffung der Rechtsvorschriften für die dritte Periode diese sechs Kernforderungen berücksichtigt hat. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass der Gesetzgeber für die dritte Handelsperiode ein rechtmäßiges Emissionshandelssystem geschaffen und die Streitfragen der ersten beiden Perioden gelöst hat. Soweit aber bezüglich der Effizienz des Handelssystems Spielräume für den nationalen Gesetzgeber verblieben, hat er diese nach Auffassung der Autorin nicht vollständig ausgeschöpft.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 13
A. Einleitung 17
I. Problemstellung 17
II. Untersuchungsgegenstand 18
III. Gang der Untersuchung und Begrenzung des Untersuchungsgegenstands 18
B. Einführung 22
I. Völkerrechtliche Grundlage – Das Kyoto-Protokoll 22
II. Europarecht 25
1. Umsetzung des Protokolls durch die Richtlinie 2003/87/EG 25
2. Zentrale Regelungen der EH-RL 26
3. Modifikationen der RL 2003/87/EG 28
a) RL 2004/101/EG 28
b) RL 2008/101 EG 28
III. Nationales Recht 30
1. Treibhausgasemissionshandelsgesetz 30
a) Zuteilungsperiode 2005 bis 2007 31
b) Zuteilungsperiode 2008 bis 2012 32
2. Nationaler Allokationsplan 32
a) Zuteilungsperiode 2005 bis 2007 33
b) Zuteilungsperiode 2008 bis 2012 34
3. Gesetz über den nationalen Zuteilungsplan 35
a) Zuteilungsperiode 2005 bis 2007 35
b) Zuteilungsperiode 2008 bis 2012 36
4. Projekt-Mechanismen-Gesetz 37
5. Verordnungen 37
C. Analyse des Regelungssystems 38
I. Treibhausgasemissionshandelsgesetz 38
1. Zuständigkeitsordnung des TEHG 38
2. Verstoß gegen Grundrechte 39
a) Prüfungsmaßstab 39
b) Eigentumsfreiheit 41
aa) Schutzbereich 42
(1) Emissionsbefugnis als öffentlich-rechtliche Position 42
(2) Emissionsbefugnis als Teil des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs 43
(3) Emissionsbefugnis als Teil des Anlageneigentums 43
bb) Einschränkung 45
cc) Rechtfertigung 45
c) Berufsfreiheit 52
d) Allgemeiner Gleichheitsgrundsatz 53
aa) Verstoß durch die EH-RL 54
(1) Bildung von Vergleichsgruppen 55
(2) Ungleichbehandlung 55
(3) Rechtfertigung 56
(a) Legitimes Ziel 56
(b) Vorliegen eines objektiven Differenzierungskriteriums 56
(c) Verhältnismäßigkeit 57
(aa) EuGH 57
(bb) Literatur 58
(cc) Stellungnahme 59
bb) Verstoß durch das TEHG 62
cc) Bewertung 63
3. Berichterstattung, Kontrolle und Sanktionen 64
II. Nationaler Allokationsplan 67
1. Rechtsform und Aufstellung des Nationalen Allokationsplans 67
a) Allgemeines 67
b) Vereinbarkeit mit dem Parlamentsvorbehalt 68
aa) Keine Verletzung des Parlamentsvorbehalts 69
bb) Verletzung des Parlamentsvorbehalts 70
cc) Stellungnahme 70
2. Kontrolle der Allokationspläne 74
3. Ex-post-Korrekturen 75
4. Vereinbarkeit mit dem Transparenzgebot der Richtlinie 76
5. Bewertung 76
III. Zuteilungsgesetz 77
1. Versteigerung der Zertifikate gem. §§ 19 bis 21 ZuG 12 78
a) Vereinbarkeit der Versteigerung mit der Finanzverfassung 78
aa) Finanzverfassungsrechtliche Einordnung 78
bb) Sachliche Rechtfertigung 80
(1) Allokationseffizienz 80
(2) Abschöpfungsfähiger Sondervorteil 86
cc) Fiskalische Zwecke als Rechtfertigungsgrund – Die Sportwettenentscheidung des BVerfG 88
b) Vereinbarkeit mit dem Parlamentsvorbehalt 89
c) Vereinbarkeit der Versteigerung mit Grundrechten 93
aa) Prüfungsmaßstab 93
bb) Berufsfreiheit, Art. 12 I i. V. m. Art. 3 I GG 93
(1) Schutzbereich – Recht auf Teilhabe 94
(2) Verletzung des Rechts auf Teilhabe 96
cc) Eigentumsfreiheit, Art. 14 GG 97
(1) Schutz der Emissionsbefugnis als Teil des Anlageneigentums 97
(2) Schutz der Emissionsbefugnis als Teil des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs 98
(3) Schutz der Emissionsbefugnis als auf eigener Leistung beruhende öffentlich-rechtliche Position 98
(4) Vertrauensschutz 98
2. Veräußerungskürzung 101
a) Eigentumsfreiheit, Art. 14 GG 101
b) Berufsfreiheit, Art. 12 I i. V. m. Art. 3 I GG 101
c) Allgemeiner Gleichheitsgrundsatz 102
3. Versteigerung der Zertifikate nach § 5 III ZuG 12 104
a) Entstehung der Norm 104
b) Vereinbarkeit mit der Finanzverfassung 105
c) Vereinbarkeit mit dem Parlamentsvorbehalt 107
4. Bewertung 107
IV. Conclusio 108
1. Effizienz des Handelssystems 108
a) Theoretische Erwägungen 108
b) Bewertung des nationalen Emissionshandelssystems 109
c) Ursachen und Lösungsansätze 111
aa) Überallokation 111
bb) Kostenlose Zuteilung der Zertifikate 113
cc) Sonderregelungen 114
dd) Nationale Energiepolitik 115
d) Versteigerung als Lösungsansatz 116
2. Fazit der Analyse des Regelungssystems 117
3. Forderungen für die dritte Handelsperiode 118
a) Ausweitung des Handelssystems auf andere Sektoren 118
b) Kontroll- und Sanktionssystem 118
c) Wahrung der parlamentarischen Rechte 118
d) Nationale Zertifikatskontingente 118
e) Vollständige Versteigerung der Zertifikate 119
f) Deckung der Kosten des Emissionshandels 119
D. Fortentwicklung in der dritten Handelsperiode 120
I. Überblick über den rechtlichen Rahmen der dritten Handelsperiode 120
1. Völkerrecht 120
2. Europarecht 123
3. Nationales Recht 127
II. Umsetzung der Forderungen durch die Legislative 128
1. Ausweitung des Handelssystems auf andere Sektoren 128
a) Rechtspflicht zur Ausdehnung gem. Art. 3 I GG 129
b) Ausdehnung aufgrund einer Schutzpflichtverletzung 134
2. Kontroll- und Sanktionssystem 136
a) Überwachung und Berichterstattung 137
b) Sanktionen 138
3. Wahrung der parlamentarischen Rechte 139
a) Vorgaben der EU-Zuteilungsregelungen 140
b) Übertragung von Durchführungsbefugnissen 141
aa) Umsetzung der Zuteilungsvorschriften durch RVO 141
(1) Delegation an die Exekutive 141
(2) Vorgaben des Art. 80 I 2 GG 142
(a) Anwendbarkeit des Art. 80 I 2 GG 143
(b) Überprüfung des § 10 S. 1 TEHG 11 am Maßstab des Ar‍t. 80 I 2 GG 144
bb) Dynamische Verweisung 146
(1) Demokratieprinzip 146
(2) Regelungszuständigkeit 148
(3) Bestimmtheitsgrundsatz 149
c) Genehmigungsvorbehalt und Zustimmungsfiktion 150
4. Nationale Zertifikatskontingente 151
5. Vollständige Versteigerung der Zertifikate 154
a) Grundrechte 155
aa) Eigentumsrecht 155
bb) Berufsfreiheit 156
cc) Gleichheitsgrundsatz 156
(1) Diskriminierungsfreie Ausgestaltung des Verfahrens 157
(2) Schrittweise Einführung der Vollversteigerung 158
(a) Ungleichbehandlung vergleichbarer Sachverhalte 158
(b) Rechtfertigung 158
(3) Sonderregelungen für die vom „Carbon Leakage“ bedrohten Anlagen 162
(a) Ungleichbehandlung vergleichbarer Sachverhalte 162
(b) Rechtfertigung 162
b) Vertrauensschutz 165
6. Deckung der Kosten des Emissionshandels 167
E. Schlussbetrachtung 169
I. Rechtmäßigkeit 169
II. Zweckmäßigkeit 169
III. Conclusio und Ausblick 172
Literaturverzeichnis 175
Stichwortverzeichnis 199