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Meurer, G. (2014). Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – § 142 StGB. Reformdiskussionen und Gesetzgebung seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54277-2
Meurer, Gabriele. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – § 142 StGB: Reformdiskussionen und Gesetzgebung seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts. Duncker & Humblot, 2014. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54277-2
Meurer, G (2014): Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – § 142 StGB: Reformdiskussionen und Gesetzgebung seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-54277-2

Format

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – § 142 StGB

Reformdiskussionen und Gesetzgebung seit dem Ausgang des 19. Jahrhunderts

Meurer, Gabriele

Schriften zum Strafrecht, Vol. 263

(2014)

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Abstract

In der vorliegenden strafrechtsgeschichtlichen Abhandlung geht es um die Entwicklungen, die zur heutigen Normfassung des § 142 StGB - unerlaubtes Entfernen vom Unfallort - geführt haben. In der Art einer Längsschnittuntersuchung werden die zurückliegenden 100 Jahre der Normgeschichte nachgezeichnet und die kritische Diskussion in der Strafrechtswissenschaft und -praxis dargestellt. Im Mittelpunkt stehen die Auseinandersetzungen um das durch die Norm geschützte Rechtsgut sowie die verfassungsrechtliche Einordnung der Norm. Die Autorin greift in ihrer Darstellung auf umfangreiche Archivarbeiten in den Bundesarchiven Berlin und Koblenz zurück und schildert detailreich die gesetzgeberischen Motive. Die Beratungen der Verkehrsgerichtstage werden in ihrer wegweisenden Funktion erkannt und nachgezeichnet. Aktualität gewinnt die Arbeit durch die Wiedereinführung der tätigen Reue in § 142 Abs. 4 StGB durch das 6. StrRG 1998, die eine etwa einhundert Jahre zuvor im Kraftfahrzeuggesetz getroffene Regelung reaktiviert.

Table of Contents.

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Erstes Kapitel: Sachliche Grundlegung: Probleme und Methoden 13
A. Problemstellung 13
B. Forschungsstand 15
C. Methoden und Fragestellungen 16
D. Darstellungsweise 17
Zweites Kapitel: Historische Grundlegung 18
A. Das deutsche Partikularrecht 18
B. Erste bundesstaatliche Automobilverordnungen 19
C. „Verordnung, die Fahrräder und Automobile betreffend“ des Großherzogtums Hessen von 1899 21
D. Die Verordnung über das Verhalten von Schiffern nach einem Zusammenstoß von Schiffen auf See von 1876 23
Drittes Kapitel: Grundzüge des Bundesrates und Kraftfahrzeuggesetz 27
A. Grundzüge des Bundesrates vom 3. Mai 1906 27
B. Gesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen (KFG) vom 3. Mai 1909 34
I. Entstehungsgeschichte 34
1. Erster Entwurf von 1906 34
2. Zweiter Entwurf von 1908 35
II. Die Idee der Zwangsgenossenschaft 43
Viertes Kapitel: Beginn der Strafrechtsreform und Weimarer Republik 48
A. Beginn der Strafrechtsreform 48
I. Vorentwurf von 1909 48
II. Reaktionen auf den Vorentwurf 49
III. Gegenentwurf von 1911 51
1. Die Denkschrift Kriegsmanns 51
2. Flucht des Führers eines Kraftfahrzeuges, § 194 GE 52
IV. Kommissionsentwurf von 1913 53
B. Weimarer Republik 54
I. Nichteinbeziehung des Kraftfahrzeuggesetzes in die Entwürfe 1919 bis 1930 54
II. Beschränkung des Täterkreises des § 22 KFG 56
III. Anpassung der Strafandrohungen 56
Fünftes Kapitel: Die Zeit des Nationalsozialismus 58
A. „Nationalsozialistisches Strafrecht“– Denkschrift des preußischen Justizministers Kerrl 58
B. Entwurf eines Deutschen Strafgesetzbuchs von 1936 60
I. Beratungen der amtlichen Strafrechtskommission 60
II. Neuerungen des § 355 E 1936 63
III. Die Kritik der Akademie für Deutsches Recht 66
C. Weitere Strafgesetzentwürfe der Jahre 1937 bis 1939 68
I. Entwurf von Juni 1938 68
II. Neufassungen des Entwurfs von April/Juni 1939 68
III. Entwurf vom Dezember 1939, § 380 RStGB 69
D. Gesetz über die Einführung der Pflichtversicherung 70
E. Verordnung zur Änderung der Strafvorschriften über fahrlässige Tötung, Körperverletzung und Flucht bei Verkehrsunfällen vom 2. April 1940 71
Sechstes Kapitel: Reformdiskussion und Gesetzgebung von 1945 bis 1975 84
A. Besatzungsrecht 84
B. Das Dritte Strafrechtsänderungsgesetz (Strafrechtsbereinigungsgesetz) 85
C. Die weiteren Entwicklungen bis zur Neufassung des § 142 StGB im Jahr 1975 86
I. Einführung 86
II. Die Beratungen der Großen Strafrechtskommission ab 1954 89
1. Die Beratungen der III. Unterkommission 90
a) Geschütztes Rechtsgut 90
b) Zur Ausgestaltung des Tatbestandes 92
2. Stellungnahmen des Automobilclubs von Deutschland und des Bundesministeriums für Verkehr 97
3. Die Beratungen der Großen Strafrechtskommission 99
a) Erste Lesung und E 1959 I 99
aa) Sachbearbeitervorschlag nebst Bemerkungen 101
bb) Die Beratung in der 101. Sitzung 103
(1) Das geschützte Rechtsgut 103
(2) Die nachträgliche Ermöglichung von Feststellungen 106
(3) Die Versuchsstrafbarkeit 107
(4) Fakultative oder obligatorische Strafmilderung 107
(5) Beschränkung auf den Straßenverkehr 110
cc) Die Beratung in der 103. Sitzung 110
dd) Stellungnahmen zum E 1959 I 114
b) Zweite Lesung und E 1959 II 115
c) Weitere Stellungnahmen zu den Entwürfen 1959 I und II 121
III. Die Entwürfe 1960 und 1962 122
1. Der Entwurf eines Strafgesetzbuches von 1960 (E 1960) 122
2. Stellungnahmen zum Entwurf 1960 124
3. Die Beratungen der Länderkommission 125
4. Der Entwurf eines Strafgesetzbuches von 1962 (E 1962) 128
5. Das Zweite Gesetz zur Sicherung des Straßenverkehrs 130
IV. Neueinbringung des Entwurfs von 1962 131
V. Die Alternativentwürfe 131
VI. Erstes und Zweites Gesetz zur Reform des Strafrechts vom 25. Juni und 4. Juli 1969 132
VII. Der Referentenentwurf von 1972 132
1. Vorstellungspflicht 134
2. Strafantragserfordernis 134
3. Verzicht auf Versuchsstrafbarkeit 134
4. Die Beratung der Landesjustizverwaltungen im Februar 1973 135
VIII. Der Referentenentwurf eines Vierzehnten Gesetzes zur Änderung des Strafgesetzbuches (14. StrÄndG) 138
1. Die Beratungen im Sonderausschuss für die Strafrechtsreform 142
2. Die Stellungnahme des ADAC 143
3. Die Neuregelung des § 142 StGB im 13. StrÄndG 144
a) Rechtsgrund der Norm 145
b) Unerlaubtes Entfernen statt Flucht 146
c) Vorstellungspflicht in § 142 Abs. 1 StGB 146
d) Nachträgliche Ermöglichung der Feststellungen 147
e) Vom Gesetzgeber nicht verwirklichte Vorschläge 147
Siebtes Kapitel: Reformdiskussion und Gesetzgebung nach der Neufassung im Jahr 1975 148
A. Die Empfehlungen der Verkehrsgerichtstage 1982 und 1986 148
I. Der 20. Deutsche Verkehrsgerichtstag 1982 148
1. Die Referate Bärs und Hammersteins 148
2. Die Empfehlungen 150
II. Der 24. Deutsche Verkehrsgerichtstag 1986 151
1. Die Referate von Heublein und Berz 151
2. Die Empfehlungen 153
B. Der Gesetzesantrag des Landes Berlin vom 27. Juni 1986 154
C. Entkriminalisierungsvorschläge der Länder Niedersachsen und Hessen 159
D. Der Gesetzesantrag des Landes Hessen vom 9. Juni 1993 160
E. Sechstes Gesetz zur Reform des Strafrechts (6. StrRG) vom 26. Januar 1998 163
F. Kritik an der Neuregelung und Reformdiskussion nach 1998 166
I. Der 41. Verkehrsgerichtstag 2003 166
II. Der Reformvorschlag Kubattas 170
III. Die Idee zur Ausgestaltung des § 142 StGB zu einem Vermögensdelikt 172
IV. Die Verfassungsmäßigkeit des § 142 StGB 173
1. Literaturansichten 174
2. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts 178
G. Die Einschränkung der Strafbarkeit wegen Unfallflucht durch das Bundesverfassungsgericht 179
Achtes Kapitel: Zusammenfassung und Würdigung 182
A. Zusammenfassung 182
B. Würdigung 190
Anhang 1: Entwürfe 197
Anhang 2: Historische Entwicklung der Tatbestände 207
Quellenverzeichnis 212
Literaturverzeichnis 221
Sachverzeichnis 229