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Max Webers Theorie des modernen Staates

Herkunft, Struktur und Bedeutung

Anter, Andreas

Beiträge zur Politischen Wissenschaft, Vol. 82

(2014)

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About The Author

Andreas Anter, geb. 1960 in Detmold, ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Erfurt. Er studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik in Münster, Freiburg i.Br. und Hamburg, promovierte 1994 an der Universität Hamburg und habilitierte sich 2003 an der Universität Leipzig. Zu seinen Veröffentlichungen gehören: »Die Macht der Ordnung« (2. Aufl. Tübingen 2007); »Max Weber und die Staatsrechtslehre« (Tübingen 2016); »Theorien der Macht zur Einführung« (4. Aufl. Hamburg 2018).

Abstract

Diese vielbeachtete Studie unternimmt eine umfassende Darstellung und Interpretation der Weberschen Staatstheorie. Sie rekonstruiert die über das Werk verstreuten Fragmente, zeigt die Herkunft der einzelnen Konzepte und ihre Bedeutung für die heutige Staatslehre. Andreas Anter weist nach, wie eng Weber sich an zeitgenössische Denker anlehnt – insbesondere an Georg Jellinek und Friedrich Nietzsche – und ihre Konzepte zuspitzt und modifiziert. Zugleich wird Max Webers Ambivalenz deutlich: das Schwanken zwischen einer etatistischen Haltung, die sich an der Staatsräson orientiert, und einer individualistischen Position, die nach der Freiheit des Einzelnen fragt.

»Anter hat eine von souveränem Überblick über das Umfeld getragene, auch stilistisch ansprechende Studie geschrieben, die für jede Beschäftigung mit dem Thema unumgänglich ist.« (Stefan Breuer am 16.05.1995 zur ersten Auflage, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
»Max Weber´s Theory of a Modern State. Origin, Structure, Importance«

This highly regarded study provides a comprehensive presentation and interpretation of Weber's theory of state. It reconstructs the fragments scattered throughout the work, points to the origin of the individual concepts and their significance for contemporary state theory. Andreas Anter demonstrates how closely Weber follows contemporary thinkers – especially Georg Jellinek and Friedrich Nietzsche – and sharpened and modified their concepts. At the same time, Max Weber's ambivalence becomes clear: the wavering between an etatist attitude oriented towards state reason and an individualistic position that inquires about the freedom of the individual.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort zur 3. Auflage 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 9
Einleitung 11
I. Die Aspekte des Staatsbegriffs 19
1. Der idealtypische Charakter des Staatsbegriffs 22
2. Der Staat ohne Eigenschaften? Die Staatszweckfrage 25
3. Das Gewaltmonopol 36
4. Der Staat als Anstalt 48
5. Das Kriterium des Politischen 52
II. Staat und Herrschaft 59
1. Staat und Legitimität 65
2. Schwindelfrei über dem Abgrund: Die Legitimität der Legalität 71
3. Charismatische Herrschaft im modernen Staat? 76
4. Von persönlicher zu unpersönlicher Herrschaft: Ostelbien und der moderne Staat 80
5. Demokratie und Bürokratie im modernen Staat 85
III. Hermeneutik des Staates 95
1. Die handlungstheoretische Staatsauffassung 95
2. Der Begriff der Chance 103
3. Erkenntnis des Staates 110
IV. Staatstheorie und Werturteilslehre 117
1. Der Gesichtspunkt der Staatsräson 120
2. Der Wert der Nation 126
a) Der Begriff der Nation 130
b) Staat und Nation 133
3. Der Machtstaat 140
4. Staat und Ethik 150
5. Der Staat und der Kampf der Werte 156
6. Max Webers Ambivalenz 163
V. Archäologie des modernen Staates 166
1. Die Entstehung des modernen Staates 169
2. Die Geschichte des Staates als Geschichte der Bürokratie 175
3. Max Webers Fragestellungen 188
4. Staat und Recht 192
a) Rationales Recht, rationaler Staat 199
b) Der Sieg des Rechtspositivismus 205
5. Die Rationalisierung des Staates 208
VI. Der Staat als Maschine 215
1. Die Metapher der Staatsmaschine 216
2. Der Staat als Betrieb 222
3. Max Webers Ambivalenz 227
Schlußbemerkung 237
Literaturverzeichnis 240
Personenregister 265