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Pluralismus in der sozialwissenschaftlichen Bildung

Zur Relevanz eines politikdidaktischen Prinzips

Engartner, Tim

Lectiones Inaugurales, Vol. 8

(2014)

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Tim Engartner, Jg. 1976, ist Professor für Didaktik der Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt schulische Politische Bildung am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt a.M. sowie Direktor der Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung. Er absolvierte durch den DAAD, das Europäische Parlament, die Hans-Böckler-Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung geförderte Studien- und Forschungsaufenthalte. Tim Engartner ist Träger des 1822-Universitätspreises für exzellente Lehre an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. (2014), des Günter Reimann Wissenschaftspreises (2009), des Förderpreises der Gregor-Louisoder-Umweltstiftung (2008) sowie des Deutschen Studienpreises (2006).

Abstract

Pluralismus kann im Kontext sozialwissenschaftlicher Bildung nur im Zusammenspiel der verschiedenen sozialwissenschaftlichen Teildisziplinen existieren, d.h. die Legitimität konkurrierender Ideen, alternativer methodologischer Zugänge und unterschiedlicher disziplinärer Interpretationen muss anerkennt werden. Welches aber sind die Vorzüge einer von Pluralismus geprägten sozialwissenschaftlichen Bildung? Worin liegen die Risiken monistischer Deutungsmuster? Weshalb droht der pluralistische Charakter sozialwissenschaftlicher Bildung verloren zu gehen, wenn die Trias der vormals gleichberechtigten Disziplinen Politik, Ökonomie und Soziologie innerhalb der sozialwissenschaftlichen Integrationsfächer »Politik und Wirtschaft«, »Gemeinschaftskunde«, »Sozialwissenschaften « etc. in Richtung ökonomischer Bildung verschoben wird? Und warum birgt die ausschließlich wirtschaftswissenschaftliche Fundierung ökonomischer Bildung die Gefahr von Monoperspektivität – und damit von Monismus? Diese und benachbarte Fragen sollen hier Antworten erfahren. Denn die Prinzipien des Pluralismus zu verkennen, hieße nicht nur, die Berufsethik sozialwissenschaftlicher Bildner/innen zu missachten, sondern auch, der sozialwissenschaftlichen Theorien-, Paradigmen- und Wertevielfalt den Boden zu entziehen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhalt 9
I. Merkmale einer pluralistischen Anspruchshaltung in Wissenschaft und Gesellschaft 11
II. Theorien-, Paradigmen- und Wertevielfalt in der sozialwissenschaftlichen Bildung 15
III. Universeller und universitärer Stellenwert pluralistischer Prinzipien 20
IV. Multidisziplinarität statt disziplinistischer Strukturen 25
V. Arbeitsweltorientierung im Interesse der Mehrheit statt Entrepreneurship Education im Dienste der Minderheit 32
VI. Wer will was warum? Akteure und Interessen in der ökonomischen Bildung 36
VII. Notwendigkeit der Reflexion von Alternativen 44
VIII. Chancen zur Belebung des pluralistischen Prinzips 46
Literatur 51
Zum Autor 57