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Sein und Sollen

Grundfragen der Philosophie des Rechtes und des Staates. Hrsg. von Heribert Franz Köck / Cristina Hermida del Llano / Antonio Incampo / Andrzej Szmyt

Schambeck, Herbert

Editors: Köck, Heribert Franz | Hermida del Llano, Cristina | Incampo, Antonio | Szmyt, Andrzej

(2014)

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About The Author

Herbert Schambeck, geb. 1934 in Baden bei Wien. An der Universität Wien Promotion zum Dr. jur. 1958, 1959 Assistent von o. Univ.-Prof. Dr. Adolf Merkl; 1964 Habilitation an der Wiener Rechtsfakultät. 1966 ao. Univ.-Prof. für die Wissenschaft von der Politik und das österreichische Verfassungs- und Verwaltungsrecht an der Universität Innsbruck, 1967 Gastprofessor an der University of Notre Dame, Indiana, USA und hernach bis zur Emeritierung 2002 o. Univ.-Prof. für öffentliches Recht, politische Wissenschaften und Rechtsphilosophie an der Universität Linz. Dr. jur. h.c. von Universitäten in Santiago de Chile, Washington D.C., Prag, Breslau, Pitesti und Kiew; Dr. theol. h.c. der Päpstlichen Theologischen Fakultät Breslau; Dr. phil. h.c. der Internationalen Akademie für Philosophie und Dr. h.c. der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften in Sofia. Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Padua, Madrid, Düsseldorf, Mailand, Vatikan und Rom (Lincei). 1969 bis 1997 Mitglied des Bundesrates der Republik Österreich, 1975 bis 1997 in Präsidentenfunktionen des Bundesrates.

Abstract

Das Buch enthält Abhandlungen zu Grundfragen des Rechts und des Staates in philosophischer Sicht. Herbert Schambecks langes Wirken als Rechtslehrer und Parlamentarier hat sein Bemühen um eine Verbindung von Institutionalität, Legalität und Humanität bekräftigt, mit dem er sich aktuellen Aufgaben und Problemen des Rechtsdenkens und Rechtslebens stellt. Er geht auf die Realfaktoren der Gesetzgebung, die Natur und Würde des Menschen, die Voraussetzungen von Geltung und Wirksamkeit des positiven Rechts sowie die Möglichkeiten und Grenzen des Rechtspositivismus und der Naturrechtslehre ein und setzt sich dabei mit der Rechtsformenlehre wie mit der Rechtsinhaltsbetrachtung auseinander.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort V
Inhaltsübersicht IX
Inhaltsverzeichnis XI
I. 1
Der Begriff der „Natur der Sache“ 3
I. Die Natur 4
II. Die Bedeutung der Natur für das Recht 5
III. Die „Natur der Sache“ 9
1. Die „Natur der Sache“ als tatsächliche Gegebenheit 11
2. Die Natur des Menschen 18
IV. Die materielle Gerechtigkeitsvorstellung 26
Ordnung und Geltung 29
I. Die Rechtsidee und ihre Elemente 32
1. Die Gerechtigkeit 33
2. Die Rangordnung der Werte 35
3. Die allgemeinen Rechtsgrundsätze 37
4. Die Rechtssicherheit 38
II. Die Notwendigkeit des positiven Rechtes 42
III. Das Wesen der Rechtsgeltung 45
IV. Die Wirksamkeit 51
V. Die Verbindlichkeit 54
Geltung und Autorität 59
I. Die Geltung 59
1. Der Ausschließlichkeitsanspruch des positiven Rechts 60
2. Der Sinn der Geltung 65
3. Der Grund der Geltung 69
II. Die Autorität 71
1. Die autoritative Geltung 72
2. Die Werteinsicht als Autoritätsbegründung 73
Widerstand und positives Recht 75
Gedanken zu Art. 20 Abs. IV des Bonner Grundgesetzes 75
I. Widerstand und positives Recht in historischer Sicht 76
II. Die Bedeutung des deutschen positivierten Widerstandsrechtes 84
III. Das positivierte Widerstandsrecht und seine Grenzen 88
II. 95
Antikes griechisches Rechtsdenken und moderner Staat 97
I. Begriffe und Strukturen griechischen Rechtsdenkens 99
II. Entwicklungstendenzen des modernen Staates 104
III. Folgerungen in Zeitverantwortung 107
Antikes römisches Rechtsdenken und moderner Staat 113
I. Die römische Staatsverfassung und ihre Entwicklung 113
II. Der Staat und seine Entwicklung heute 127
III. Forderungen an den Staat unserer Zeit 131
Ethik und Staat 137
I. Der Anspruch des Rechts und des Gewissens 137
II. Sein und Sollen 141
III. Menschenbild und Staatsform 146
IV. Politik zwischen Dämon und Gott 150
V. Liberalismus und Demokratismus 153
VI. Friede und Gerechtigkeit 155
VII. Politik aus Verantwortung 157
Was kann der Jurist aus der Geschichte lernen? 159
I. Die Bedeutung von Gdansk (Danzig) in der Zeitgeschichte 159
II. Die Verfassungspräambel Polens als Wegweisung 161
III. Das Recht älter als der Jurist 162
IV. Der Weg des Rechts zum Gesetz 164
V. Entwicklung von Rechtsbegriffen 165
VI. Das Gesetz und sein Wert 166
VII. Menschenbild und Staatsform 167
VIII. Entstehen des Verfassungsstaates 171
IX. Demokratie und Dialog 172
X. Erfordernisse für die Zukunft 174
III. 177
Ideen und Lehren des Naturrechts 179
I. Problemstellung 179
II. Die Naturrechtsidee 183
III. Die Naturrechtslehren 187
IV. Das Wesen des Naturrechts 194
Anselm Desings Kritik an der Vernunftrechtslehre der Neuzeit 197
I. Anselm Desing und seine Rechtslehre 197
II. Naturrechtskritiken 199
III. Warnung vor der Vernunftrechtslehre 204
Die Schule von Salamanca und ihre Bedeutung heute 207
I. Politik und Ethik 207
II. Das Zeitalter Karls V. 208
III. Die Schule von Salamanca 209
1. Francísco de Vitoria und die Entstehung des modernen Völkerrechts 209
2. Naturrecht als Grundlage der menschlichen und staatlichen Beziehungen 210
3. Francisco Suárez und das Gemeinwohl der Menschheit 212
IV. Das geistige Klima zur Zeit Karls V. 213
1. Toleranz 213
2. Menschenrechtliche Ansätze 214
V. Der politische Bedeutungsverlust Spaniens und die Abkehr von der christlichen Naturrechtslehre 214
VI. Die Katastrophe der Weltkriege und die Gründung der Weltfriedensorganisationen 215
VII. Die Erneuerung der christlichen Rechts- und Staatsphilosophie in der Wiener Schule des Völkerrechts und der Rechtsphilosophie 215
VIII. Die Renaissance des Naturrechtsdenkens und ihr Niederschlag in internationalen Grundsatzdokumenten 216
IX. Katholische Staats- und Gesellschaftslehre heute 217
X. Solidarität als bleibendes Vermächtnis 220
Die natürlichen Rechtsgrundsätze des § 7 ABGB 221
I. Kodifikationsbemühungen 222
II. Der Gehalt des § 7 ABGB 227
III. Die natürlichen Rechtsgrundsätze in Judikatur und Literatur 230
IV. Die Bedeutung der natürlichen Rechtsgrundsätze 236
Naturrecht und Verfassungsrecht 239
I. Das Naturrecht 240
II. Die Verfassung 245
III. Naturrecht und Verfassungsrecht 248
IV. Das Naturrecht und die Rechtssetzung 251
V. Die Humanisierung der Staatsrechtsordnung 255
Der Stand der Naturrechtsdiskussion heute 257
I. Das Naturrecht und das Grundgesetz Deutschlands 259
II. Das Naturrecht und die Rechtsprechung 263
III. Das Naturrecht in Rechtslehre und Sozialethik 270
IV. Bedenken gegen das Naturrecht 280
V. Ergebnisse der Naturrechtsdiskussion 281
VI. Naturrecht und Werteordnung 282
Naturrecht in Zeitverantwortung 285
I. Grundsteine für Rechtsgebäude 287
II. Die Entwicklung der demokratischen Verfassungsstaatlichkeit 289
III. Verantwortung in der Politik 292
IV. Der Begriff des Naturrechts 295
V. Arten, Werte und Formen der Grundrechte 298
VI. Naturrecht und Schöpfungsverantwortung 301
VII. Die Naturrechtserkenntnis – Wegweisung zur Verantwortung 305
Möglichkeiten und Grenzen des Naturrechtes sowie des positiven Rechts 309
I. Die Naturrechtslehren und der Rechtspositivismus 310
II. Naturrecht und Verfassungsrecht 314
III. Naturrecht im formellen und materiellen Sinn 315
IV. Die Würde und Personhaftigkeit des Menschen 319
V. Die Grundrechte 319
VI. Die rechtlichen Ordnungsansprüche 321
VII. Rechtsverständnis in Österreich und Deutschland 323
VIII. Präpositiver Anspruch und positivrechtliche Sicherheit 326
IV. 327
Der Anspruch der Gerechtigkeit und die Geltung des positiven Rechts 329
I. Wertmaßstäbe 330
II. Realfaktoren des Rechts 332
III. Bedingungen der Rechtsgeltung und ihre Grenzen 335
IV. Gerechtigkeit und Rechtsgeltung im Dialog 337
Menschenbild und Staatsform 341
I. Menschenbild und Staatsform 342
II. Der Verfassungsstaat der Neuzeit 349
III. Möglichkeiten und Grenzen des Rechtsstaates 354
Die ontologische Begründung der Menschenrechte 359
I. Die Begründung der Menschenrechte 360
II. Betrachtung und Verständnis des Seins 362
III. Seins- und Rechtsbegründung 363
IV. Die Geistesnatur des Menschen 365
V. Gottesebenbildlichkeit und Menschenwürde 367
VI. Die Personhaftigkeit des Menschen 368
VII. Die Mehrdimensionalität des menschlichen Seins 371
VIII. Grundrechtsinhalte 374
Menschenbild und Menschenrechte im österreichischen Verfassungsrecht 377
I. Quellen der österreichischen Grundrechte 378
II. Die Bedeutung der Grundrechte für den Gesetzgeber 387
III. Grundrechts- und Staatsverständnis 390
Die Menschenwürde im öffentlichen Recht und in der politischen Wissenschaft 393
Der Mensch als Auftrag für Recht und Politik 393
I. 393
1. Der Mensch als Individuum und Person 393
2. Die Würde des Menschen 394
3. Die Grundrechte gegenüber dem Staat 395
II. 396
1. Die Grundrechte als Individualrechte 396
2. Die Grundrechte im demokratischen Verfassungsstaat 398
3. Das Rechtdenken der U.S.A. 399
4. Naturrecht und Rechtspositivismus 400
III. 402
1. Präambel mit Gottesbezug 402
2. Die Begründung der Menschenrechte 403
3. Der Schutz der Menschenrechte 404
IV. 405
1. Der Freiheitsbezug der Grundrechte 405
2. Das Reiben der Grundrechte 406
3. Grundrechte und Grundpflichten 407
4. Der Rechtsschutz des Lebens 408
5. Die Bedeutung der Ehe und Familie 409
V. 410
1. Die individuelle und soziale Seite der Menschenwürde 410
2. Die Gefahr des Terrors 411
3. Das Erfordernis der Globalisierung des Schutzes der Menschenwürde 412
4. Kein Naturrecht der Stärkeren 413
V. 415
Mahatma Gandhi und seine Bedeutung heute 417
I. Das Prinzip der Gewaltlosigkeit 418
1. Die westliche Tradition 418
2. Gandhis Prinzip der Gewaltlosigkeit 420
3. Gemeinsame Grundsätze der Gewaltlosigkeit 421
4. Die moralische Grundlage des „Mutes zur Gewaltlosigkeit“ 422
II. Umfassende Grundlage – die Religion 423
1. Der Transzendentalverlust im Westen 423
2. Die Religion als Zentrum von Gandhis Weltanschauung 424
III. Wahrheit und Toleranz 424
1. Wahrheit und Fortschritt 425
2. Religion in der pluralistischen Gesellschaft 425
IV. Gandhis fortwirkendes Beispiel 426
Die Rechtslehre Hans Kelsens 427
I. Die Reine Rechtslehre 428
II. Die Grundnorm 429
III. Die Lehre vom Stufenbau der Rechtsordnung 430
IV. Die Geltung der Rechtsnorm 433
V. Naturrecht und positives Recht 433
VI. Die Demokratie und der politische Relativismus 435
Ethik und Demokratie bei Adolf Merkl 437
I. Recht und Moral 437
II. Entwicklungen, Möglichkeiten und Grenzen der Demokratie 441
III. Die Verantwortung in der Demokratie 445
Johannes Messner und die Bedeutung seiner Lehre von Recht und Staat 447
I. Lebensweg 447
II. Wegweisung durch die soziale Frage 448
III. Bemühen um präpositive Rechtsbegründung 449
IV. Das Naturrecht und die Rechtsbegründung 451
V. Aufgaben der Staatsordnung 454
VI. Die Gemeinwohlverpflichtung 455
VII. Forderungen an die Demokratie 458
VIII. Zeiterfordernisse 461
IX. Messners Lehre als Zukunftsauftrag 465
Alfred Verdross als Rechtsphilosoph und die Wiener Rechtstheoretische Schule 467
I. Das Entstehen der Wiener Rechtstheoretischen Schule 468
II. Verdross Hinwendung zum Naturrecht 471
III. Merkl und der wertorientierte Rechtspositivismus 474
IV. Kelsen und seine Einstellung zum Naturrecht sowie dem positiven Recht 477
V. Bemühungen um Positivität und Humanität 479
VI. Verdross und die christliche Naturrechtslehre 481
VII. Menschheitsentwicklung und Naturrechtsverständnis 483
Veröffentlichungen zur Rechtsphilosophie und zum öffentlichen Recht von Herbert Schambeck 485
Zum Autor 486
Herausgeber 487