Menu Expand

Materiell-rechtliche Sanktionen bei Verletzung der prozessualen Wahrheitspflicht durch Zeugen und Parteien

Prange, Kerstin

Schriften zum Prozessrecht, Vol. 125

(1995)

Additional Information

Book Details

Pricing

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Einleitung 13
Erster Teil: Haftungsgrundlagen 15
A. Allgemeine Haflungsvoraussetzungen 15
I. Schadenseintritt 15
1. Schadensfalle im Zivilverfahren 16
a) Beeinträchtigung streitbefangener Rechte und Interessen 16
aa) Urteilsschaden 16
bb) Beschlußschaden 18
cc) Vergleichsschaden 18
b) Beeinträchtigung nicht streitbefangener Rechte und Interessen 19
aa) Prozeßkosten 19
bb) Sonstige Begleitschäden 19
2. Schadensfälle im Strafverfahren 20
a) Verurteilungsschäden 20
b) Begleitschäden 21
3. Entschädigung nach dem StrEG 22
a) Anspruchskonkurrenz 23
b) Vorteilsausgleichung 24
II. Verletzung der prozessualen Wahrheitspflicht 25
1. Parteivortrag 26
a) Gegenstand der Wahrheitspflicht 26
b) Umfang der Wahrheitspflicht 26
2. Parteivernehmung 28
3. Zeugenvernehmung 28
a) Herleitung der Wahrheitspflicht 28
b) Ausgestaltung der Wahrheitspflicht 29
III. Verschulden 32
IV. Kausalität 33
1. Unterbrechung des Kausalzusammenhangs 36
2. Hypothetischer Schadensverlauf 38
V. Zusammenfassung 43
B. Vertragliche Anspruchsgrundlagen 44
I. Positive Forderungsverletzung 45
II. 'culpa in procedendo' 47
III. Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte 50
IV. Zusammenfassung 51
C. Deliktische Anspruchsgrundlagen 52
I. Amtshaftung 52
1. Anwendung der Amtshaftungstatbestände auf den Zeugen 53
a) Spruchrichterprivileg gem. § 839 Abs.2 BGB i.V.m. Art. 34 GG 53
aa) Absicherung der materiellen Rechtskraft 53
bb) Schutz der richterlichen Unabhängigkeit 54
cc) Verhältnis beider Zwecke des Spruchrichterprivilegs zueinander 56
b) Amtshaftung gem. § 839 Abs. 1 BGB i.V.m. Art. 34 GG 57
c) Zusammenfassung 59
2. Anwendung der Amtshaftungstatbestände auf die Partei 60
II. Allgemeine Deliktshaftung 60
1. Haftung gem. § 823 Abs.1 BGB 60
a) Rechtsgutverletzung 60
aa) Freiheitsverletzung 61
bb) Eigentumsverletzung 62
cc) Das 'Recht auf Wahrheit' als sonstiges Recht 64
dd) Das allgemeine Persönlichkeitsrecht als sonstiges Recht 65
b) Rechtswidrigkeit 65
aa) Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot oder Gebot 65
bb) Rechtfertigung durch 'Inanspruchnahme des Gerichts' 67
cc) Rechtfertigung durch Wahrnehmung berechtigter Interessen (§193 StGB) 67
2. Haftung gem. § 823 Abs.2 BGB 70
a) Schutzgesetzcharakter der Aussagedelikte (§§ 153, 154, 163 StGB) 71
b) Schutzgesetzcharakter des in den §§ 392, 395, 451, 452 Abs.2 ZPO und §§ 57, 66c StPO enthaltenen prozessualen Wahrheitsgebotes 73
c) Schutzgesetzcharakter des § 138 Abs.1 ZPO 78
d) Weitere Schutzgesetze (§§ 164, 185 ff, 239, 240, 263 StGB und 1004 BGB) 81
3. § 824 BGB 82
4. § 826 BGB 83
5. Zusammenfassung 83
Zweiter Teil: Haftungsbeschränkungen de lege lata 84
A. Reichweite des Schutzzweckes der prozessualen Wahrheitspflicht 84
B. Materielle Rechtskraft 87
I. Objektive Grenzen der materiellen Rechtskraft 88
II. Subjektive Grenzen der materiellen Rechtskraft 89
1. Zeugen 90
a) Lehre von der Drittwirkung der Rechtskraft 90
b) Lehre von der Rechtskrafterstreckung auf Dritte 91
2. Parteivortrag 92
3. Parteivemehmung 94
III. Zusammenfassung 97
C. Mitverschulden des Geschädigten 98
I. Klage auf Widerruf oder Unterlassung wahrheitswidriger Parteibehauptungen oder Falschaussagen 98
II. Einlegung von Rechtsmitteln und Wiederaufnahme des Verfahrens 101
1. Schadensersatz wegen unwahrer Aussagen von Beweispersonen 101
2. Schadensersatz wegen eines unwahren Parteivortrages 103
III. Zusammenfassung 105
D. Exkurs - Haftungsprivileg des gerichtlichen Sachverständigen? 106
Dritter Teil: Haftungsbeschränkungen de lege ferenda 108
A. Haftungsbeschränkende Aspekte 108
I. Auf den Zeugen zutreffende Gründe 108
1. Individuelle Belange des Zeugen 108
2. Öffentliche Belange 110
a) Interesse an einer ungestörten Wahrheitsfindung im Prozeß 110
b) Gedanke des Rechtsfriedens und der Rechtssicherheit 111
II. Auf die vernommene Partei zutreffende Gründe 112
Β. Dogmatische Einordnung der postulierten Haftungsbegrenzung 114
I. Vorhandene Lösungsvorschläge 114
1. Amtshaftung 115
2. Subjektiver Fahrlässigkeitsmaßstab und Rechtskrafterstreckung 116
3. Evidenzhaftung 117
4. Grundsätze der gefahrgeneigten Arbeit 118
5. Tatbestandlicher Ausschluß zivilrechtlichen Ehrenschutzes 118
II. Stellungnahme 119
1. Materiell-rechtlicher oder prozessualer Lösungsansatz 119
2. Systematische Einordnung 120
a) Anknüpfung an Strafbarkeit von Zeugen- und Parteiaussagen 120
b) Anknüpfung an subjektives Verschulden 121
c) Anknüpfung an qualifiziertes Verschulden 122
aa) Vergleich mit anderen Haftungsbeschränkungen 123
bb) Differenzierungen auf der Verschuldensebene nach der herkömmlichen Zweiteilung und der arbeitsrechtlichen Haftungstrias 125
III. Reichweite der Haftungsbeschränkung 129
IV. Umsetzung der postulierten Haftungsregel 130
C. Zusammenfassung 131
Literaturverzeichnis 133