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Leistungsorientierte Ressourcensteuerung in Hochschulsystemen

Ein internationaler Vergleich

Liefner, Ingo

Abhandlungen zu Bildungsforschung und Bildungsrecht, Vol. 9

(2001)

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Abstract

In der öffentlichen Diskussion wird deutschen Hochschulen vorgeworfen, sie seien weniger leistungsfähig als Spitzenuniversitäten im Ausland, v. a. in den USA. Als Gründe dafür werden ein Mangel an Wettbewerb sowie veraltete Organisationsformen genannt.

Der Autor untersucht das Management führender Hochschulen in der Schweiz (ETH Zürich, Universität Basel), den Niederlanden (Universität Twente), Großbritannien (University of Bristol) und den USA (UT Austin, MIT). Ziel ist es, deren Erfahrungen zu bewerten und für das Hochschulmanagement in Deutschland nutzbar zu machen. Ingo Liefner konzentriert sich auf die Finanzflüsse von den Staaten an die Universitäten und innerhalb der Universitäten. Dabei steht im Mittelpunkt, woher die Hochschulen Einnahmen beziehen, nach welchen Verfahren diese Mittel verteilt werden und wie sich die Verteilungsverfahren auf Lehre und Forschung auswirken. Es lässt sich nachweisen, dass die von den Staaten und Hochschulleitungen verwendeten Verfahren der Finanzsteuerung Einfluss auf Lehre und Forschung haben. Leistungsbezogene Vergabe der Budgets, z. B. mit Hilfe von Formelsystemen, ist mit einer Erhöhung des Engagements und einer Verlagerung der Tätigkeitsschwerpunkte verbunden. Es besteht allerdings die Tendenz, Risiken zu umgehen. Das Leistungspotential der Universitäten lässt sich dagegen durch die Form der Finanzsteuerung nicht erhöhen. Abschließend bietet Ingo Liefner allgemeine Handlungsempfehlungen für Hochschulpolitik und -management.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Α. Problemstellung und Konzeption der Arbeit 17
B. Theoretische Grundlagen 20
I. Strukturmerkmale von Hochschulen und Hochschulsystemen 20
1. Abgrenzung des Hochschulbegriffs 20
2. Hochschulsysteme 22
3. Abgrenzung zu privatwirtschaftlichen Unternehmen 25
II. Steuerungsprinzipien und -kriterien 26
1. Staatliche Finanzierung der Hochschulen 27
2. Koordinierungs- und Steuerungsalternativen 29
a) Staatliche Steuerung 29
b) Steuerung über Märkte 32
c) Quasimärkte 34
3. Kriterien der Steuerung von Hochschulsystemen 35
a) Inputorientierte Steuerung 36
b) Outputorientierte Steuerung 37
c) Indikatoren zur Hochschulsteuerung 38
III. Erfolg und Belohnung in Hochschulsystemen 42
1. Principal-Agent-Theorie und Anreizsysteme 43
2. Allgemeines Modell zur Steuerungsproblematik 44
a) Vereinfachende Annahmen 44
b) Herleitung erfolgsabhängiger Belohnungsfunktionen 46
c) Kritik des allgemeinen Modells 50
3. Übertragung auf Hochschulsysteme 50
a) Principal-Agent-Konstellationen in Hochschulsystemen 51
b) Wirkungen erfolgsabhängiger Belohnung in Hochschulsystemen 54
c) Zusammenfassung 58
4. Motivation und Anreize in Hochschulsystemen 59
a) Motivation als Handlungsgrundlage 59
b) Anreizmechanismen 61
5. Internationale Unterschiede und regionale Einflüsse 64
IV. Zusammenfassung und Untersuchungshypothesen 65
C. Empirisches Vorgehen 68
I. Untersuchungsdesign 68
II. Methoden der Datenerhebung 71
III. Aufbau der Auswertung 73
D. Nationale Rahmenbedingungen und Charakterisierung der Fallbeispiele 75
I. Das deutsche Hochschulsystem im Vergleich 76
1. Umfang und Finanzierung nationaler Hochschulsysteme 76
2. Rahmenbedingungen im deutschen Hochschulsystem 80
II. Hochschulsystem Schweiz 84
1. Merkmale des nationalen Hochschulsystems 84
a) Universitäten 84
b) Organisation und Finanzierung 84
c) Hochschulpolitik 88
d) Wirtschafts- und Wissenschaftssystem 89
2. Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ) 89
a) Rechtsstellung, Aufgaben und Ziele 89
b) Finanzierung 91
c) Schwerpunkte 92
d) Organisation und Abläufe 96
e) Regionale Einbindung 97
3. Universität Basel 98
a) Rechtsstellung, Aufgaben und Ziele 98
b) Finanzierung 99
c) Schwerpunkte 100
d) Organisation und Abläufe 102
e) Regionale Einbindung 104
III. Hochschulsystem USA 105
1. Merkmale des nationalen Hochschulsystems 105
a) Universitäten 105
b) Organisation und Finanzierung 106
c) Hochschulpolitik 110
d) Wirtschafts-und Wissenschaftssystem 113
2. The University of Texas at Austin 114
a) Rechtsstellung, Aufgaben und Ziele 114
b) Schwerpunkte 116
c) Organisation und Abläufe 121
d) Regionale Einbindung 123
3. Massachusetts Institute of Technology (MIT) 123
a) Rechtsstellung, Aufgaben und Ziele 123
b) Finanzierung 124
c) Schwerpunkte 126
d) Organisation und Abläufe 130
e) Regionale Einbindung 132
IV. Hochschulsystem Niederlande 132
1. Merkmale des nationalen Hochschulsystems 132
a) Organisation und Finanzierung 133
b) Hochschulpolitik 137
c) Wirtschafts-und Wissenschaftssystem 138
2. Universiteit Twente 139
a) Rechtsstellung, Aufgaben und Ziele 139
b) Finanzierung 139
c) Schwerpunkte 140
d) Organisation und Abläufe 143
e) Regionale Einbindung 145
V. Hochschulsystem Großbritannien 146
1. Merkmale des nationalen Hochschulsystems 146
a) Organisation und Finanzierung 146
b) Hochschulpolitik 151
c) Wirtschafts-und Wissenschaftssystem 153
2. University of Bristol 154
a) Rechtsstellung, Aufgaben und Ziele 154
b) Finanzierung 154
c) Schwerpunkte 156
d) Organisation und Abläufe 159
e) Regionale Einbindung 161
VI. Zusammenfassung und Überblick 162
1. Grundzüge der vier betrachteten Hochschulsysteme 162
2. Fallbeispiele im Überblick 164
E. Angewandte Steuerungsinstrumente und Anreize 167
I. Formen und Wirkungen staatlicher Zuweisung 167
1. ΕΤΗ Zürich 167
2. Universität Basel 169
3. University of Texas at Austin 170
4. Massachusetts Institute of Technology 173
5. Universiteit Twente 173
6. University of Bristol 175
7. Zusammenfassung 179
II. Formen und Wirkungen hochschulinterner Mittelverteilung 182
1. Eidgenössische Technische Hochschule Zürich 182
a) Fortschreibung 183
b) ΕΤΗ-Gesuche 184
c) Bonus 29 185
2. Universität Basel 186
a) Fortschreibung 187
b) Gezielte Inputsteuerung 188
3. The University of Texas at Austin 188
a) Fortschreibung und gezielte Zuweisung 188
b) Projektgebundene Budgetierung (AUF; ARP; ATP) 190
4. Massachusetts Instituts of Technology 191
a) Wirkungen und Beurteilung 193
5. Harvard University 194
6. Universiteit Twente 195
a) Erster Geldstrom, Lehre 198
b) Erster Geldstrom, Forschung 198
7. University of Bristol 199
a) Lehrbudget 202
b) Forschungsbudget 203
c) Interne Reallokation 203
8. Wirkungen der Budgetierung im Überblick 204
9. Veränderungen im Leistungsspektrum 206
III. Monetäre Steuerung auf Fachbereichsebene 210
1. ΕΤΗ Zürich 210
a) Departement Elektrotechnik 210
b) Departement Physik 212
2. Universität Basel 214
a) Geistes- und Kulturwissenschaften 214
b) Biozentrum 214
3. University of Texas at Austin 215
4. Massachusetts Institute of Technology 216
5. Universiteit Twente 217
a) Toegepaste Onderwijskunde 218
b) Technische Natuurkunde 220
c) Chemische Technologie 220
d) Werktuigbouwkunde 221
6. University of Bristol 222
a) Physik 222
b) Ingenieurwissenschaften 223
7. Zusammenfassung 224
8. Dezentralisierung und interne Subventionen 225
IV. Weitere Anreizmechanismen 227
1. ΕΤΗ Zürich und Universität Basel 228
a) Leistungsabhängige Bezüge 228
b) Anstellung auf Lebenszeit 229
2. UT Austin und MIT 230
a) Leistungsabhängige Bezüge 230
b) Anstellung auf Lebenszeit 232
3. Universiteit Twente 233
a) Leistungsabhängige Bezüge 233
b) Anstellung auf Lebenszeit 234
4. University of Bristol 234
a) Leistungsabhängige Bezüge 234
b) Anstellung auf Lebenszeit 235
5. Zusammenfassung 235
F. Steuerungsmechanismen und Steuerungskriterien 236
I. Erfolgsfaktoren 237
II. Steuerungsmechanismen 240
III. Steuerungskriterien 244
IV. Zusammenfassung 253
G. Fazit und Handlungsempfehlungen 255
I. Finanzierung und Budgetierung 258
II. Staatliches Vorgehen 259
III. Maßnahmen der Hochschulleitung 261
IV. Steuerung auf Fachbereichsebene 262
Literaturverzeichnis 265
Statistiken und Veröffentlichungen der Hochschulen 290
Anhang: Interviewpartner 297
Stichwortverzeichnis 301