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Politisches Denken. Jahrbuch 2014

Editors: Gerhardt, Volker | Kauffmann, Clemens | Kraus, Hans-Christof | Mehring, Reinhard | Nitschke, Peter | Ottmann, Henning | Thompson, Martyn P. | Zehnpfennig, Barbara

Politisches Denken. Jahrbuch, Vol. 24

(2014)

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About The Author

Hans-Christof Kraus studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Georg-August-Universität zu Göttingen. 1992 Promotion im Fach Mittlere und Neuere Geschichte. Berufliche Tätigkeit und akademische Lehre an verschiedenen Forschungsinstitutionen und Hochschulen, u.a. in Berlin, München, Speyer, Stuttgart, Jena. 2002 Habilitation für das Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2007 Ordinarius und Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Passau. Mitglied u.a. der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Kommission für die Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, der Historischen Kommission zu Berlin, der Preußischen Historischen Kommission.

Reinhard Mehring, Erstes und Zweites Staatsexamen, 1988 Promotion; 1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg; 1993 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität Berlin, dort 2000 Habilitation; Tätigkeit als Privatdozent, Schuldienst; seit 2007 Professor für Politikwissenschaft und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Peter Nitschke, Dr. phil. habil., Studium der Neueren Geschichte, der Philosophie und der Politikwissenschaft an der Universität Münster (1981–89). Preisträger der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, hist.-philos. Klasse (1989). Habilitationsstipendiat der Fritz Thyssen Stiftung (1990–93), Gastprofessuren in Münster, Essen und am Kulturwissenschaftlichen Institut (1994–97). Universitätsprofessor für Wissenschaft von der Politik an der Universität Vechta seit 1997, Gründungsdirektor des Instituts für Sozialwissenschaften (2000), Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung (2002–04), Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens (DGEPD) seit 2007. Forschungsschwerpunkte in der Politischen Theorie und Ideengeschichte, der Europapolitik und der Globalisierung.

Martyn P. Thompson is Associate Professor and Senior Political Theorist in the Department of Political Science. His main fields of interest are the history of political thought since the Renaissance, literature and politics, and contemporary German political philosophy. Professor Thompson has two doctorates, the first from the London School of Economics, the second (the Habilitation) from Tuebingen University. He has been a faculty member in the universities of London, Cambridge and Tuebingen. His honors include a Fellow Commonership at Churchill College, Cambridge University; Fellowships at the Huntington Library and the William Andrews Clark Library in California; and honorary life membership of the R.G. Collingwood Society. Professor Thompson founded the Deutsche Gesellschaft zur Erforschung des politischen Denkens in 1989. He was President of the International Conference for the Study of Political Thought from 1995 to 2002 and he was President of the Michael Oakeshott Association from 2008 to 2010.

Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig lehrt als Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Passau. Ihre Schwerpunktthemen sind antike Philosophie, amerikanisches Verfassungsdenken und Totalitarismus, letzterer speziell im Hinblick auf die Erforschung seiner ideologischen Grundlagen. Seit 2004 ist sie Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens (DGEPD), seit 2006 Mitherausgeberin des »Jahrbuchs Politisches Denken«.

Abstract

Das Jahrbuch würdigt das 25-jährige Bestehen der »Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens« (DGEPD). Es beinhaltet in diesem Zusammenhang einen Beitrag zu deren Gründungsgeschichte. Ein zweiter Schwerpunkt lenkt den Blick auf Methodenfragen. In vier Beiträgen wird die Relevanz hermeneutischer, historischer und philosophischer Ansätze für die Erforschung des politischen Denkens und seiner Funktion für die Gegenwartsgesellschaft, über Fach- und Schulgrenzen hinweg, verdeutlicht. Der dritte Teil erörtert das Spektrum des politischen Denkens in seiner ganzen Bandbreite von der griechischen und römischen Antike über Aufklärung und Romantik bis hin zu aktuellen Fragestellungen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 5
Editorial 7
I. 25 Jahre „Deutsche Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens“ 9
Norbert Herold: Zur Gründungsgeschichte der „Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens“ 11
Literatur 17
Julian Nida-Rümelin: Volker Gerhardt zum 70. Geburtstag 19
Volker Gerhardt: Die Menschheit in der Person eines jeden Menschen. Zur Theorie der Humanität. Abschiedsvorlesung in der Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal am 10. Juli 2014 21
Literatur 42
Herfried Münkler: Nachruf auf Iring Fetscher 45
II. Schwerpunktthema „Methodenfragen“ 47
Peter Nitschke: Über das „Verstehen“ in der Geschichte politischer Ideen 49
I. Jenseits von Gadamer 49
II. Das Verstehen von Realität durch das Lesen von Texten 52
III. (Dialektische) Zuordnung 56
IV. Aussageformen 59
V. Der epistemologische Anspruch 64
Literatur 66
Werner Plumpe: Ökonomie – Geschichte – Wirtschaftsgeschichte 69
Abstract 69
I. 69
II. 73
III. 76
IV. 81
Literatur 82
Joachim Rückert: Rechtsgeschichte, Rechtswissenschaft, Rechtspolitik – ein Essay 85
I. Ambivalenzen und Prämissen 85
1. Zwei Hauptpositionen 86
2. Einige Konsequenzen 89
3. Gefangen in großen Erzählungen? 93
II. Rechtswissenschaft im modernen Verfassungsstaat 94
1. Jus magister historiae? 94
2. Kodifikation, Profession und Geschichte 95
3. Autonome Rechtswissenschaft? 96
III. Geschichte, Recht und Politik im modernen Verfassungsstaat 97
IV. Aussichten 99
1. Rechtswissenschaft 99
2. Ein modernes Konzept für Rechtsgeschichte 99
a) „Neue“ Probleme und obsolete Probleme 100
b) Langzeitprobleme 101
3. Recht und Geschichte 102
4. Ein aktuelles Beispiel 102
V. Resümee 104
Andreas Urs Sommer: Fiktion und politisches Denken 107
I. Videtur 107
II. Sed contra 109
III. Respondeo 109
Literatur 114
III. Aufsätze 115
Manuel Becker: Immanuel Kants Traktat „Zum Ewigen Frieden“. Eine Bilanz zur Anschlussfähigkeit der Friedensschrift an die aktuelle Forschung 117
Abstract 117
I. Einleitung 117
II. Zeithistorische Einordnung 119
III. Die Idee der „peace loving democracies“ 120
IV. Die Idee eines Völkerbundes 124
V. Kants Weltbürgerrecht 128
VI. Fazit 132
Literatur 133
Alexander Demandt: Die Erfindung der Freiheit. Ein Blick auf Athen und Rom 137
I. 137
II. 140
III. 144
IV. 148
V. 149
VI. 151
Literatur 152
Harald Kleinschmidt: Wie neu sind die „Neuen Kriege“? Kriegsdenken im langen 20. Jahrhundert 155
I. Einleitung 155
II. Die Normativität kriegerischen Handelns 158
III. Unterschiedliche Wahrnehmungen von Handlungen nach internationalem Recht 169
IV. Anwendung der Denkmuster der Ideologie der Kolonialherrschaft auf den Umgang mit den sogenannten Befreiungsbewegungen in postkolonialen Staaten 178
V. Kleine, asymmetrische und neue Kriege 181
Hans-Christof Kraus: Kontinuität und Reform. Zur Geschichte des politischen Denkens in Deutschland zwischen Spätaufklärung und Romantik 183
I. 183
II. 185
III. 187
IV. 190
V. 195
VI. 202
Tom van Malssen: Of Beasts and Men: Jonathan Swift’s Quarrel with the Ancients and the Moderns 205
Abstract 205
I. 205
II. 206
III. 208
IV. 219
References 224
Klaus Weber: Europa in der Sackgasse. Überlegungen zur Verfasstheit der Europäischen Union 229
Abstract 229
I. Einleitung 229
II. Rechtliche Gleichheit versus faktische Ungleichheit der EU-Mitgliedstaaten 230
1. Rechtliche Gleichheit der Mitgliedstaaten 230
2. Faktische Ungleichheit der Mitgliedstaaten 230
III. Die unterschiedliche Qualität der Staatlichkeit von EU und Mitgliedstaaten 232
1. Staatlichkeit der Bundesrepublik Deutschland (BRD) 232
2. „Staatlichkeit“ der EU 233
3. Fragen der Souveränität 234
4. Supranationalität in der EU 235
IV. Implikationen der Europäisierung 235
1. Europafreundlichkeit der Mitgliedstaaten 235
2. Demokratieprinzip und Demokratiedefizit der EU 236
3. Entparlamentarisierung der nationalen Parlamente 238
4. Das Prinzip der Gewaltenteilung 238
5. Implikationen eingeschränkter Staatlichkeit 239
6. Die EU als Elitenprojekt 241
V. Zum Vorrang des Unionsrechts vor dem nationalen Recht 241
1. Zum Vorrang des Unionsrechts 241
2. Supranationalität und der Vorrang des Unionsrechts 243
3. Die Rolle des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) 243
VI. Der europäische Bundesstaat als Argument 244
VII. Die EU als Bund, Konföderation, Imperium oder Teil eines Weltstaats 246
1. Die EU als Bund 246
2. Die EU als Konföderation 247
3. Die EU als Imperium 248
4. Die EU – Teil eines Weltstaats? 249
VIII. Einige Gefährdungen der EU 250
1. Gefährdung durch Austritt großer Mitgliedstaaten 250
2. Gefährdung durch Krieg 250
3. Gefährdung durch Überdehnung von Größe und Macht 251
IX. Abschlussbetrachtungen und Vorschläge 251
1. Die EU als Konföderation mit begrenzter Supranationalität 251
2. Relativierung wichtiger Begriffe 253
3. Positive Errungenschaften des Nationalstaats 253
4. Vorschläge für eine besser verfasste EU 254
Literatur 257
IV. Rezensionen 261
Andreas Hess: The Political Theory of Judith N. Shklar: Exile from Exile. (Hannes Bajohr) 263
Literatur 267
Norbert Kersken/Grischa Vercamer (Hrsg.): Macht und Spiegel der Macht: Herrschaft in Europa im 12. und 13. Jahrhundert vor dem Hintergrund der Chronistik (Deutsches Historisches Institut Warschau. Quellen und Studien; Bd. 27). (Franz-Reiner Erkens) 269
Heinrich de Wall (Hrsg.): Reformierte Staatslehre in der Frühen Neuzeit. (Martin Hille) 275
Ulrich Sieg: Geist und Gewalt. Deutsche Philosophen zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus. (Hans-Christof Kraus) 277
Klaus-Michael Kodalle: Verzeihung denken. Die verkannte Grundlage humaner Verhältnisse. (Barbara Zehnpfennig) 279
Autorenverzeichnis 283