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Sorge und Geschichte

Phänomenologische Untersuchung im Anschluss an Heidegger

Kim, Hye Young

Philosophische Schriften, Vol. 84

(2015)

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Hye Young Kim (geb. 1982 in Korea) hat seit April 2012 im Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften an der Freien Universität Berlin promoviert. Von April 2011 bis September 2014 war sie Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdiensts. Im Mai 2014 hat sie ihre Dissertation bei Prof. Wilhelm Schmidt-Biggemann (Freie Universität Berlin) und Prof. Agnes Heller (New School for Social Research New York) verteidigt.

Abstract

In »Sein und Zeit« interpretiert Heidegger den Begriff Dasein als das Seiende, $adem es in seinem Sein um sein Sein geht,$z in Bezug auf seine Seinsart. Als endlich Existierendes ist das Dasein in die Welt geworfen und entwirft die Möglichkeit seines Seins. Diese Bewegung bezeichnet Heidegger als Zeitlichkeit, in deren Struktur sich die Existenz des Daseins enthüllt. Wie die Struktur der Zeitlichkeit zur Erscheinung kommt, ist eine hermeneutische Frage, die sich auf die Phänomenologie als Methode der Ontologie des Daseins bezieht. Ein Leitfaden für eine neue Interpretation der Daseinsphänomenologie besteht darin, dass Heidegger die Existenz des Daseins als Geschehen bezeichnet. Das Sein des jeweiligen Daseins als seine eigene Geschichte soll erzählt werden, damit das Dasein als Individuum seine Existenz als sein faktisch lebendes Sein offenbaren kann.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Einleitung 15
§ 1 Die Anforderungen an eine Daseinsanalytik bei Heidegger 15
1. Schwierigkeiten der Heideggerforschung 15
2. Praxis und Theorie in der Daseinsanalytik 15
§ 2 Die Daseinsanalytik im Rahmen der Zeitlichkeit 16
1. Zeitlichkeit als beweglicher Zirkel 16
2. Die Bedingung des Zirkels 16
3. Der lebendige Prozess des Zirkels in der Einheit 17
§ 3 Einführung der Hauptthesen 18
1. Kapitel: Dasein als Verstehen 27
§ 4 Verstehen als Erschlossenheit der Möglichkeit des Daseins 27
1. „Ontologisch“ und „Ontisch“ im Rahmen des Daseinsverständnisses 27
2. Das Sein als Möglichkeit und das Verstehen des Daseins 28
§ 5 Die Frage nach dem Sinn von Sein und das Dasein 29
1. Die Grundlage der Seinsfrage 30
2. Die ontische Auszeichnung des Daseins 30
§ 6 Die Erschlossenheit des Daseins als In-der-Welt-sein 31
1. Das Dasein als In-der-Welt-sein 32
2. Die Befindlichkeit des Daseins 33
3. Die gleichursprünglichen existenzialen Strukturen des Daseins 34
§ 7 Das Verstehen als eine der existenzialen Strukturen des Seins 36
1. In-der-Welt-sein als Verstehen 37
2. Verstehen als Erschlossenheit 38
3. Entwurf auf Möglichkeiten als Seinkönnen des Daseins 39
§ 8 Die Struktur des Verstehens 40
1. Verstehen im Prozess 40
2. Grundstruktur des Verstehens als Prozess 40
2. Kapitel: Die Struktur der Zeitlichkeit 41
§ 9 Zeitlichkeit als geworfener Entwurf 41
1. Entwerfen im „Vorlaufen“ 42
2. Die „Vorweg“-Geworfenheit 43
3. Das „Vor“ in der Struktur der Sorge 44
§ 10 Zeitlichkeit als der Sinn der Sorge 45
1. Das Woraufhin des Entwurfs und der Sinn der Sorge 45
2. Der Tod als Grundbedingung der Sorge 46
3. Die Struktur der Zeitlichkeit 46
§ 11 Die Zukünftigkeit des Daseins 47
1. Das ursprüngliche Phänomen der Zukunft 47
2. Die Übernahme der Geworfenheit 48
3. Zeitlichkeit als Prozess 49
4. Werde, was du bist! 50
§ 12 Zeitlichkeit und Existenz 50
1. Ekstasen der Zeitlichkeit 50
2. Das ursprüngliche „Außer-sich“ für sich selbst 51
3. Die Einheit der Ekstasen 52
4. Das „ἐκστατικόν“ und die Transzendenz des Daseins 53
5. Zukünftigkeit der Zeitlichkeit 53
§ 13 Endlichkeit der ursprünglichen Zeit 54
1. Endlichkeit als Grundcharakter der Existenz 54
2. Das Ende als die Bedingung des Prozesses 55
3. Frage nach der Vergangenheit 55
4. Der Anfang der Existenz des Daseins 56
3. Kapitel: Vergangenheit und Geschichte 58
§ 14 Das übliche Missverständnis über die Geworfenheit 58
1. Dasein als Vergangenheit 59
2. Vergangenheit und die Freiheit des Daseins 60
3. Geschehen als Verstehen 61
§ 15 Charakterisierung der Seinsfrage durch die Geschichtlichkeit 61
1. Seinsfrage und Seinsverstehen 61
2. Das historische Verstehen der Geschichtlichkeit 62
3. Geschichte und Tradition 62
§ 16 Reproduktion der Vergangenheit: Theorie der Retention Edmund Husserls 64
1. Vergangenheit als Gewesenheit 64
2. Rekonstruktion der Vergangenheit: Reihe der Jetztpunkte 64
4. Das „soeben gewesene“ Jetzt und das „Vor“ in der Struktur der Zeitlichkeit 66
5. Theorie der Zeitlichkeit im Vergleich mit der Zeittheorie Husserls 67
4. Kapitel: Schuldigsein: Nichtigkeit und Freiheit 70
§ 17 Schuldigsein als geworfener Entwurf: Nichtigkeit 70
1. Grundsein einer Nichtigkeit 70
2. Freiheit und Nichtigkeit 71
3. Schuldigsein und Sorge 72
§ 18 Selbstrufen des Daseins: Freiheit 75
1. Selbstrufen des Daseins als der Anfang der Erzählung 75
2. Selbstrufen des Gewissens 76
3. Die Freiheit zum Tode 78
4. Die Bedeutung der Schuld im menschlichen Freisein 79
5. Aus mir und über mich 80
5. Kapitel: Transzendenz und Freiheit 82
§ 19 Zum Begriff der Transzendenz 82
1. Zur Definition 82
2. Die Begriffsgeschichte 82
a) Transzendenz als Gottesgedanke 83
b) Transzendentalphilosophie Kants 83
c) Transzendentale Phänomenologie Husserls 84
§ 20 Transzendenz in der ekstatischen Einheit der Zeitlichkeit 86
1. Die Erschlossenheit der Welt 86
2. Der Horizont der Zeitlichkeit 87
3. Die ekstatisch-horizontal fundierte Transzendenz der Welt 88
4. Transzendenz und Objektivität 89
§ 21 Transzendenz des Daseins 89
1. Transzendenz und die Frage nach dem Anfang 90
2. Der Grund der Existenz und die Transzendenz 90
3. Das ἐπέκεινα als über sich selbst 91
4. Transzendenz und Freiheit 92
5. Das Erste und das Letzte 93
6. Der Grund im Wesen des Daseins als Geschichtliches 93
§ 22 Freiheit des Daseins 94
1. Freisein als geworfener Entwurf 94
2. Grundstruktur der Freiheit 94
6. Kapitel: Ἡ ἀρχὴ καὶ τὸ τέλος im Zirkel 96
§ 23 Polemik über die Struktur des Seins im Prozess 96
1. Komplementarität 99
2. Paradox 100
3. Indetermination 101
§ 24 Der Anfang und das Ende 102
1. Der Prozess im Ganzen 102
2. Sein und Tod 102
3. Übereinstimmung des Anfangs und des Endes: Annahme der Contradictio 105
4. Ἡ ἀρχὴ καὶ τὸ τέλος 106
7. Kapitel: Sorge als Grundphänomen 108
§ 25 Mythos der Cura 108
1. Cura enim quia prima finxit 108
2. Das In-der-Welt-sein 111
3. Die zweifache Struktur der Sorge 111
§ 26 Zeitlichkeit als der Sinn der Sorge 112
1. Omne agens agit propter finem: Das Ziel der Zeitlichkeit 113
2. Der Prozess der Zeitlichkeit 113
3. Zeit als Zeitigung der Zeitlichkeit 114
§ 27 Selbstauslegung des Daseins in seinem Freisein 115
1. Perfectio hominis 115
2. Die vorontologische Auslegung des Daseins 117
3. Sorge als Grundphänomen 118
§ 28 Ontologie: phänomenologische Hermeneutik des Daseins 118
1. Phänomen 118
a) Phänomen als φαινόμενον 118
b) Schein 119
c) Erscheinung 119
2. Phänomenologie 121
a) „Zu den Sachen selbst“ 121
b) Logos als Rede 121
c) Grundstücke der phänomenologischen Methode 123
3. Hermeneutik des Daseins 125
a) Phänomenologie als die Methode der Ontologie 125
b) Logos der Phänomenologie als ἑρμηνεύειν 125
c) Der Vorrang des Daseins in der Ontologie 126
d) Veritas transcendentalis 126
§ 29 Rede als Erzählung: Phänomenologie des Daseins 127
1. Geschichte des Daseins 127
2. Daseins Logos als Erzählung 128
3. Phänomenologie des Daseins 128
8. Kapitel: Geschichte und Erzählung des Daseins 130
§ 30 Einführung zur Geschichtsphilosophie 132
1. Kontinuität der Geschichte: Lineare oder zyklische Kontinuität der Weltgeschichte 132
2. Struktur der normalen Geschichte und die Geschichte des Daseins 134
3. Die Geschichte in der Struktur des menschlichen Handelns 135
4. Das menschliche Ich und seine Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft 136
§ 31 Historisches Wissen als Erzählung 138
1. Historisches Wissen im Rahmen der Lebenspraxis 138
2. Erzählung: Narrative Aussagen und die konstruierende Struktur der Zeit 140
3. Die Problematik des Zuhörers bei dem Akt der Erzählung 141
4. Erzählung als Bedingung der Homogenität der Geschichte 142
5. Der Sinn der Erzählung im Prozess der Zeitlichkeit 143
6. Das Erzählen einer Geschichte in der Daseinsanalytik 143
§ 32 Das Dasein als Geschichtliches 145
1. Geschichte als Geschehen 145
2. Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit 145
3. Das verstehende Geschehen 146
4. Erzählen der Geschichte als je meines 146
§ 33 Geschichte und Erzählen in der Daseinsanalytik 147
1. Nicht μῦθόν τινα διηγεῖσθαι 147
2. Die Doppeldeutigkeit der Erzählung einer Geschichte 148
§ 34 Dasein, Zeit, Erzählen 148
1. Die Geschichte der Cura 148
2. Zeit, Zählen, Erzählen 149
§ 35 Erzählung als phänomenologische Methode 150
1. Das Dasein als Geschehen 150
2. Anfang – Mitte – Ende 150
3. Phänomenologie der Erzählung 150
§ 36 Die Geschichte und das Dasein 151
1. Die Geschichte und die Zeit 151
2. Die Struktur der Geschichte des Daseins 152
3. Individuelle Finalität 152
§ 37 Daseinsphilosophie und Geschichte 153
1. Entweder Rationalität oder Geschichte 153
2. Erzählen im Rahmen der Daseinsontologie 154
3. Die Überwindung der Ineffabilität der Individualität 154
Schluss: Sorge und Geschichte 156
§ 38 Geschichte 156
1. Geschichte im Sinne des Geschehens 156
2. Geschichte auf die Zukunft 158
3. Gewesenheit: Keine Rekonstruktion der Vergangenheit 161
4. Geschehen als Ganzes in der Struktur der Handlung 163
5. Struktur des Geschehens 164
§ 39 Sorge 165
1. Sorge als ontologisches Grundphänomen 165
2. Sinn der Sorge: Sorge als Handlung 167
3. Sorge und Freiheit 169
4. Individualität des Daseins 171
5. Eigentlichkeit, Uneigentlichkeit 173
§ 40 Erzählung als Phänomenologie des Daseins 174
1. Logos als Erzählung: Phänomenologie des Daseins 174
2. Erzählung als Akt des Verstehens 175
3. Uneigentliche Einzelheiten des individuellen Daseins 176
4. Sorge-Geschichte-Erzählung 177
Literaturverzeichnis 178
Sachwortverzeichnis 184