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Bildungssystem und betriebliche Beschäftigungsstrategien

Beiträge der Jubiläumstagung »25 Jahre Bildungsökonomischer Ausschuß«

Editors: Backes-Gellner, Uschi | Moog, Petra

Schriften des Vereins für Socialpolitik, Vol. 279

(2001)

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Book Details

Abstract

Mit zunehmender Globalisierung und beschleunigtem technologischem Wandel kommt den sogenannten Humanressourcen eine immer größere Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes und seiner Unternehmen zu. Dabei hängt die Qualität der Humanressourcen einerseits von staatlichen Bildungsinvestitionen und den darauf aufbauenden individuellen Bildungsanstrengungen ab, andererseits aber auch von betrieblichen Bildungsentscheidungen, die wiederum weitgehend durch die institutionellen Rahmenbedingungen nationaler Bildungssysteme geprägt sind.

Dem Spannungsfeld zwischen betrieblichen Bildungsentscheidungen, die einzelwirtschaftlichen Rentabilitätskalkülen unterworfen sind, sowie nationalen Bildungsinstitutionen, die gesamtwirtschaftichen oder individuellen Rationalitätskriterien genügen müssen, widmen sich die Autoren des vorliegenden Sammelbands.

Die Beiträge basieren auf Vorträgen der Jubiläumstagung "Bildungssystem und betriebliche Beschäftigungsstrategien", die anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Bildungsökonomischen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik im März 2000 an der Universität zu Köln stattfand. Ein einleitender Rückblick auf das Forschungsprogramm und die Ergebnisse der 25-jährigen bildungsökonomischen Ausschussarbeit dokumentieren zudem die enge Verbindung zwischen aktuell diskutierten Problemen und bisheriger bildungsökonomischer Forschung.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort: 25 Jahre Bildungsökonomie im Verein für Socialpolitik 5
Inhaltsverzeichnis 13
Horst Albach: Produktionsfaktor Brains – Von der Bildungsökonomie zum Human Resources Management 15
A. Einleitung 15
B. Die ökonomische Theorie des Humankapitals 16
I. Die Theorie der beruflichen Ausbildung 16
1. Die Arbeit der Regierungskommission „Kosten und Finanzierung der beruflichen Bildung 16
2. Die Mobilitätstheorie der allgemeinen beruflichen Bildung 20
II. Die Theorie der universitären Ausbildung 21
III. Die Theorie der Weiterbildung 22
C. Die Produktionstheorie der Arbeit 23
I. Arbeit in der statischen Produktionsfunktion 23
1. Die objektbezogene und die dispositive Arbeit 23
2. Die objektbezogene und die forschende Arbeit 26
3. Die objektbezogene Arbeit, Fachpromotoren und Machtpromotoren 27
II. Arbeit in der dynamischen Produktionsfunktion 28
1. Objektbezogene Arbeit mit Anpassungskosten 28
2. Objektbezogene Arbeit, Fachpromotoren und Machtpromotoren mit Anpassungskosten 30
III. Arbeit im Produktionsregime 31
D. Die Vertragstheorie der Arbeit 32
I. Vertragstheorie und Produktionstheorie 32
II. Die Verteilungstheorie der Arbeit 33
III. Die Prinzipal-Agenten-Theorie 34
1. Die Theorie der Mitarbeiterführung 34
2. Die Theorie der Rechtsformen 36
a) Die Kommanditgesellschaft auf Aktien 37
b) Die Kleine Aktiengesellschaft 37
c) Die Arbeit von Aufsichtsräten 39
3. Die Theorie der dezentralen Organisation 40
E. Die ökonomische Theorie des Organisationslernens 42
I. Informationsnetzwerke 43
II. Informationsaustauschstellen 46
III. Internet 47
Literatur 48
Uschi Backes-Gellner und Corinna Schmidtke: Kündigungs- und Entlassungsverhalten nach beruflicher Weiterbildung 55
A. Einleitung 55
B. Der Einfluss von Weiterbildung auf Kündigungs- und Entlassungswahrscheinlichkeiten: Hypothesen 56
I. Zur Finanzierung von allgemeinen Humankapitalinvestitionen durch den Arbeitgeber: Theoretische Grundlagen 57
II. (Allgemeine) Humankapitalinvestitionen und Beschäftigungsstabilität: Eine Übertragung 58
C. Der Einfluss von Weiterbildung auf Kündigungs- und Entlassungswahrscheinlichkeiten: Empirische Befunde 59
I. Die Datenbasis 59
II. Operationalisierungen und deskriptive Befunde 60
1. Kündigungen und Entlassungen als abhängige Variablen 60
2. Die Finanzierung von Weiterbildung als erklärende Variable der Entlassungswahrscheinlichkeit 62
3. Die Betriebsspezifität von Weiterbildung als erklärende Variable der Kündigungswahrscheinlichkeit 63
4. Kontrollvariablen 64
III. Befunde auf der Basis von LOGIT-Schätzungen 65
1. Weiterbildung und Kündigungswahrscheinlichkeit 66
2. Weiterbildung und Entlassungswahrscheinlichkeit 69
D. Schlussbetrachtung 71
Literatur 72
Lutz Bellmann und Felix Büchel: Betrieblich finanzierte Weiterbildung und Unternehmenserfolg. Eine Analyse für West- und Ostdeutschland unter besonderer Berücksichtigung von Selektionseffekten 75
Abstract 75
Α. Problemstellung 76
B. Untersuchungsansatz 79
I. Datenbasis 79
II. Operationalisierung von betrieblicher Weiterbildung und Unternehmenserfolg 80
III. Konventionelles Modell 81
C. Empirische Ergebnisse 83
I. Effekt für die betriebliche Weiterbildung 83
II. Ergebnisse für die Kontrollvariablen 86
III. Ergebnisse des Heckman-Probits 86
D. Schlussfolgerungen 88
Literatur 89
Silke Becker und Matthias Kräkel: Einsatz überqualifizierter Arbeitnehmer zur Krisenbewältigung 93
A. Einleitung 93
B. Modelltheoretischer Erklärungsansatz 94
I. Einstellung von Arbeitnehmern ohne On-the-Job Training 94
II. Einstellung von Arbeitnehmern mit On-the-Job Training 98
1. Arbeitsleid ist verhandelbar (Variante 1) 99
2. Arbeitsleid ist nicht verhandelbar (Variante 2) 100
3. Diskussion 101
C. Erste empirische Befunde 104
I. Hinweise auf die Krisenbewältigungsfunktion überqualifizierter Arbeitnehmer 104
II. Empirische Untersuchung der Krisenbewältigungsfunktion überqualifizierter Arbeitnehmer 105
1. Untersuchte Fragestellung 106
2. Ergebnisse 107
3. Diskussion 109
D. Schlussbemerkungen 110
Literatur 111
Felix Büchel und Antje Mertens: Aufstiegschancen von Über- und Unterqualifizierten – Ein Test der Karrieremobilitäts-Theorie 113
A. Problemstellung 113
B. Untersuchungsansatz 115
I. Datenbasis 115
II. Operationalisierung von Fehlqualifikation 116
III. Operationalisierung von Karrieremobilität 116
IV. Auswertungsschritte 117
C. Empirische Ergebnisse 118
D. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 122
Literatur 123
Anhang 124
Andrea Schenker-Wicki: Bildungssystem und betriebliche Beschäftigungsstrategien: Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie: Neue Entwicklungen in der Schweiz 125
Abstract 125
A. Schnittstellen führen zu Problemen und zu Transaktionskosten 126
I. Analyse des Wissenschaftssystems: Innovativ und international anerkannt, aber geringe Umsetzung 126
II. Analyse der industriellen Produktivität: Innovativ – aber in den traditionellen Bereichen 129
B. Anstrengungen von Seiten des Bundes zur Optimierung der Schnittstellenproblematik 132
I. Komplexer juristischer Hintergrund: Nachahmen einer erfolgreichen Strategie 133
II. Das Schweizerische Netzwerk für Innovation: Konsequentere Ausschöpfung des Innovationspotenzials an den schweizerischen Hochschulen 134
III. Bundesprogramme zur Unterstützung von Neuunternehmen 136
C. Kleiner Exkurs in die Bildungspolitik: Der Bestand an qualifizierten Humanressourcen 137
I. Graduates 137
II. Postgraduates 139
D. Zusammenfassung 140
Literatur 142