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Internationale Forderungspfändung

Unter besonderer Berücksichtigung der Schweiz, der Bundesrepublik Deutschland und Frankreichs

Mössle, Karen Ilka

Schriften zum Internationalen Recht, Vol. 54

(1991)

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Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 17
Einleitung 21
1. Kapitel: Völkerrechtliche Grundsätze, die die internationale Forderungspfändung beherrschen 23
§ 1 Einführung 23
A. Anwendbare staatsvertragliche Regelungen 24
B. Der Souveränitätsgrundsatz - Problemstellungen 25
§ 2 Pfändungsbeschluß 28
A. Souveränitätsgrundsatz und Forderungsbelegenheit 29
I. Forderungsbelegenheit 31
II. Bestehen eines allgemeinen Satzes des Völkerrechts zur Zulässigkeit der internationalen Forderungspfändung? 31
1. Entstehen von Völkergewohnheitsrecht 32
2. Allgemeine Praxis der internationalen Forderungspfändung? 33
3. Völkerrechtliche Relevanz nationaler Regelungen zur Lokalisierung von Forderungen 35
a) Keine allgemeine Staatenpraxis 35
b) Grundsätzliche Bedenken gegen die völkerrechtliche Relevanz nationaler Vorschriften 36
4. Ergebnis 39
III. Völkerrechtliche Zulässigkeit von Beschlagnahmemaßnahmen bei Auslandsgegenständen 39
1. Allgemeines zur Jurisdiktionslehre 39
2. Bestehen spezieller völkergewohnheitsrechtlicher Grenzen bei Beschlagnahme von Auslandsgegenständen 44
a) Internationales Konkursrecht 44
b) Internationales Enteignungsrecht 46
c) Ergebnis 47
B. Souveränitätsgrundsatz und ausländischer Drittschuldnerwohnsitz 48
I. Befehlscharakter des Zahlungsverbots 48
II. Völkerrechtliche Zulässigkeit hoheitlicher Ge- und Verbote gegenüber Auslandspersonen 50
1. Einführung 50
2. Völkerrechtliche Zulässigkeit staatlicher Ge- oder Verbote im internationalen Strafrecht und im internationalen Kartellrecht 51
a) Internationales Strafrecht 51
b) Internationales Kartellrecht 52
3. Ergebnis 53
C. Völkerrechtliche Jurisdiktionsgrenzen bei der internationalen Forderungspfändung im Hinblick auf das Erfordernis eines sinnvollen Inlandsbezugs 54
I. Kriterien für die Entscheidung darüber, wann ein sinnvoller Inlandsbezug besteht 55
II. Bezugspunkt des Erfordernisses eines Minimalbezugs bei der internationalen Forderungspfändung 59
D. Zusammenfassung 61
§ 3 Die Zustellung der Pfändungsurkunden 61
A. Förmliche Auslandszustellungen auf dem Rechtshilfeweg 62
I. Einführung 62
II. Die Haager Abkommen 63
1. Gundsätzliches 63
2. Begriff der \"gerichtlichen und außergerichtlichen Schriftstücke in Zivil- und Handelssachen\" (Anwendungsbereich der Haager Abkommen) 64
a) Gerichtliche und außergerichtliche Schriftstücke 65
b) Zivil- und Handelssachen 65
aa) Autonome Auslegung 67
bb) Qualifikation nach der lex causae 70
cc) Qualifikation nach dem Recht des ersuchenden Staats (lex fori-Lösung) 70
dd) Qualifikation nach dem Recht des ersuchten Staates 73
3. Ergebnis 73
B. Direktzustellung durch die Post 73
I. Einführung 73
II. Direkte Zustellung und die Haager Abkommen 75
1. Positive Aussage der Haager Abkommen 75
a) HZPrÜbk. und Direktzustellung nach Frankreich 76
b) HZustÜbk. und Direktzustellung nach Frankreich 76
2. Negative Aussage der Haager Abkommen 78
a) HZustÜbk 78
b) HZPrÜbk 79
3. Ergebnis 80
III. Direkte Zustellung und allgemeines Völkergewohnheitsrecht 80
1. Spezieller Satz des Völkergewohnheitsrechts im Hinblick auf Direktzustellungen? 81
a) Unterschiedliche Grundhaltung einzelner Staaten 81
b) Bedeutung der Haager Abkommen für die völkerrechtliche Beurteilung direkter Auslandszustellungen 82
c) Ergebnis 83
2. Klassische Aussage des völkerrechtlichen Souveränitätsgrundsatzes und direkte Auslandszustellungen 84
a) Allgemeine Erwägungen 84
b) Schutzfunktion des Souveränitätsgrundsatzes 85
c) Noch einmal: Bestehende Staatenpraxis 87
3. Völkerrechtliche Pflicht zur Duldung direkter Postzustellungen durch den Empfängerstaat? 89
§ 4 Zusammenfassung 92
2. Kapitel: Die internationale Forderungspfändung im deutschen Recht 93
§ 1 Der Pfändungsbeschluß - § 828 Abs. 2 ZPO 93
A. Einführung 93
B. Beschränkung von § 828 Abs. 2 ZPO auf Fälle mit inländischem Drittschuldnerwohnsitz 96
I. Entsprechender Rechtsgrundsatz im deutschen Recht? 96
II. Fehlendes Rechts schutzbedürfnis bei ausländischem Drittschuldnerwohnsitz? 98
C. Beschränkung von § 828 Abs. 2 ZPO auf Fälle mit \"ausreichender\" Inlandsbeziehung der Forderung (Beschränkung auf die ersten drei Alternativen)? 100
I. \"Nationale\" Einschränkung von § 828 Abs. 2 ZPO 101
1. Teleologische Einschränkung von § 23 ZPO und Rückschlüsse auf die Verweisung in § 828 Abs. 2 ZPO? 101
2. Teleologische Einschränkung der Verweisung in § 828 Abs. 2 ZPO auf §23 ZPO? 103
II. Völkerrechtliche Bedenken gegen die Anknüpfung internationaler Zuständigkeit zur Forderungspfändung an die Inlandsbelegenheit von Schuldnervermögen 103
IIΙ. Ergebnis 107
§ 2 Durchführbarkeit der beim Pfändungsverfahren notwendigen Zustellungen 108
A. Auslandszustellung an den Drittschuldner 108
I. Die Rechtshilfeordnung für Zivilsachen 109
II. Die Praxis der deutschen Justizverwaltungen bei der Zustellung von Drittschuldneranzeigen ins Ausland 110
ΙII. Rechtliche Beurteilung der Haltung der deutschen Justizverwaltungen 111
1. Ausgangsüberlegungen 111
a) Mögliche Rechtsgrundlagen für eine Weiterleitungspflicht 112
b) Ermes sens Spielraum der Justizverwaltungen 114
2. Souveränitätsgrundsatz als rechtliche Grundlage der Praxis der Justizverwaltungen 116
3. Gegenseitigkeit 118
a) Überprüfung der deutschen Haltung bei ausländischen Zustellungsanträgen 118
aa) Rechtslage im Anwendungsbereich der Haager Abkommen 118
aaa) Rechtlicher Charakter der Regelungen in Art. 4 HZPrÜbk. und Art. 13 HZustÜbk. 119
bbb) Art. 32 GG und Überprüfbarkeit der Praxis der deutschen Justizverwaltungen gegenüber eingehenden Zustellungsersuchen 120
ccc) Ordre public und Forderungsbelegenheit 121
ddd) Ordre public und Charakter der Forderungspfändung als ausländischer Vollstreckungsakt 121
eee) Ordre public und Gefahr der doppelten Inanspruchnahme des deutschen Drittschuldners 123
fff) Zwischenergebnis 124
bb) Fehlen einer staatsvertraglichen Regelung 125
b) Die Lehre von der Gegenseitigkeit 125
aa) Gegenseitigkeit und Völkergewohnheitsrecht 126
bb) Allgemeine Beurteilung des Gegenseitigkeitsarguments 127
4. Fehlendes Rechtsschutzbedürfnis als Rechtsgrund für die Praxis der Justizverwaltungen? (Verhältnis zur Schweiz) 128
a) Möglichkeiten einer Praxisänderung durch die Schweiz 128
b) Geringe Erfolgschancen und Rechtsschutzbedürfnis auf Weiterleitung von Rechtshilfegesuchen? 130
5. Ergebnis 131
IV. Rechtsschutzmöglichkeiten 131
1. Rechtsweg gem. § 23 Abs. 2 EGGVG 131
a) Internationaler Rechtshilfeverkehr als Justizverwaltungsangelegenheit 132
b) Klagebefugnis der Vollstreckungsgläubiger 134
aa) Inlandsgläubiger 134
bb) Auslandsgläubiger 135
aaa) Vollstreckungsanspruch und effektiver Rechtsschutz 135
bbb) Allgemeine Justizgewährleistung und Rechtshilfeverkehr 136
ccc) Haager Abkommen und Konkretisierung des allgemeinen Justizgewährleistungsanspruchs 138
2. Verfassungsbeschwerde gem. Art. 93 Abs. 1 Nr. 4 a GG 139
V. Umgehungsmöglichkeiten bei Nichtzustellbarkeit einer Drittschuldneranzeige auf dem Rechtshilfeweg 139
1. Zustellung durch Aufgabe zur Post 140
2. Öffentliche Zustellung 140
3. Anwendbarkeit von § 187 ZPO 140
a) § 199 ZPO und Direktzustellung mit anschließender Heilung über §187 ZPO 141
aa) Begriff der \"im Ausland zu bewirkenden Zustellung 141
bb) Einschränkende Auslegung von § 199 ZPO? 142
b) Heilung rechtswidriger Auslandszustellungen? 144
aa) Sinn und Zweck von § 187 ZPO und Heilung von Auslandszustellungen 145
bb) Völkerrechtliche Vorgaben 147
VI. Ergebnis 147
B. Zustellung an den Vollstreckungsschuldner im Ausland 148
I. Zustellung durch Aufgabe zur Post 148
1. Verfahren bei Zustellung durch Aufgabe zur Post (§ 175 ZPO) 148
2. Zustellung durch Aufgabe zur Post als reiner Inlandsakt? 149
II. Zustellung durch Aufgabe zur Post und staatsvertragliche Regelungen 151
1. Weltpostvertrag 151
2. Haager Abkommen 152
a) Entstehungsgeschichte der Haager Abkommen 153
b) Auswertung der Entstehungsgeschichte 154
aa) Haager Zivilprozeßübereinkommen 156
bb) Haager Zustellungsübereinkommen 156
aaa) Wortlaut von Art. 1 HZustÜbk 156
bbb) Beschränkung erklärter Vorbehalte (Art. 10 HZustÜbk.) auf \"echte\" Postzustellungen 157
III. Zustellung durch Aufgabe zur Post und allgemeines Völkerrecht 159
IV. Zustellung durch Aufgabe zur Post und Grundsatz des rechtlichen Gehör 160
1. Geltung des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs bei Vollstreckungsmaßnahmen 161
2. Grundsatz des rechtlichen Gehörs und Zustellung durch Aufgabe zur Post im allgemeinen 163
V. Zustellung der Mitteilung an den Vollstreckungsschuldner in den Formen der Haager Abkommen 164
VI. Ergebnis 165
3. Kapitel: Die internationale Forderungspfandung im französischen Recht 166
§ 1 Allgemeiner Überblick über das Forderungspfändungsverfahren in Frankreich 166
A. Exploit de saisie-arrét 166
B. Dénonciation on de l’exploit de saisie-arret und assignation en validité 167
C. Contre-dénonciation au tiers saisie und déclaration affirmative 168
D. Jugement de validité 169
I. Geldforderung 169
II. Ansprüche auf Lieferung körperlicher Gegenstände 170
§ 2 Die französische internationale Zuständigkeit zur Pfändung \"internationaler\" Forderungen 170
A. Drittschuldnerwohnsitz oder Wohnsitz des Vollstreckungsschuldners im (französischen) Inland 172
I. Anwendbare Einzelregelungen 172
1. Art. 558 anc.C.proc.civ. 172
2. Art. 560 anc.C.proc.civ. 174
3. Art. 567 anc.C.proc.civ. und Art. R-321-29 Abs. 1 i.V.m. Art. R-321-4 Nr. 3 C.org.jud. 175
II. Rechtsschutzbedürfnis und ausländischer Drittschuldnerwohnsitz 178
III. Völkerrechtliche Bedenken 179
IV. Ergebnis 181
Β. Französische Staatsangehörigkeit des Vollstreckungsschuldners oder des Vollstreckungsgläubigers (Art. 14 und 15 C.civ.) 181
I. Anwendbarkeit der Art. 14 und 15 C.civ. auf die internationale Forderungspfändung 181
1. Spezialität der Zuständigkeitsregelung im anc.C.proc.civ. gegenüber Art. 14 und 15 C.civ.? 183
2. Ausschluß einer weiten Ausdehnung der Art. 14 und 15 C.civ. aufgrund ihrer rechtspolitischen Unerwünschtheit? 184
II. Völkerrechtliche Beurteilung der Staatsangehörigkeitszuständigkeit bei der internationalen Forderungspfändung 185
C. Internationale Zuständigkeit zur Entscheidung über das Bestehen der zu vollstreckenden Forderung des saisissant 186
I. Völkerrechtliche Beurteilung im Hinblick auf staatsvertragliche Regelungen 188
1. Anwendbarkeit der bestehenden Abkommen 188
2. Entscheidungszuständigkeit nach dem EuGVÜ und dem französischschweizerischen Abkommen 190
3. Sonstige Bedenken aus völkerrechtlicher Sicht 192
4. Ergebnis 193
§ 3 Durchführbarkeit der bei der Forderungspfändung notwendigen Zustellungen 194
A. Zustellung an den ausländischen Drittschuldner 194
I. Art. 560 anc.C.proc.civ. - Zustellung des \"exploit de saisie-arrêt 194
1. Die Praxis der französischen Justizverwaltung 195
2. Möglichkeiten zur Umgehung des Rechtshilfewegs (Verhältnis zur Bundesrepublik Deutschland) 195
II. Zustellung der \"contredénonciation\" (Zustellung durch \"remise au parquet\") 197
1. Verfahren der Zustellung durch \"remise au parquet 197
2. \"Remise au parquet\" als reiner Inlandakt? 199
ΙII. \"Remise au parquet\" und staatsvertragliche Regelungen 201
1. Haager Zivilprozeßübereinkommen 202
2. Haager Zustellungsübereinkommen 202
3. \"Remise au parquet\" und allgemeines Völkerrecht 204
4. Zustellung auf dem Rechtshilfeweg 205
IV. Ergebnis 205
B. Zustellung an den Vollstreckungsschuldner im Ausland 205
I. Einführung 205
II. Duldung der an den Vollstreckungsschuldner zu richtenden Zustellungen als bloße Mitteilungen ohne rechtsgestaltenden Charakter? 206
IIΙ. Ergebnis 208
4. Kapitel: Die internationale Forderungspfändung im schweizerischen Recht 209
§ 1 Allgemeiner Überblick über das Forderungspfändungsverfahren in der Schweiz 209
A. Besonderheiten des schweizerischen Schuldbetreibungsrechts 209
I. Einleitungsverfahren 210
II. Abgrenzung zwischen Einzelzwangsvollstreckung und Konkurs 211
IIΙ. Betreibungsämter 212
B. Verfahren der Forderungspfändung 212
§ 2 Internationale Zuständigkeit zum Erlaß eines Forderungspfändungsbeschlusses 213
A. Betreibungsstände in der Schweiz 215
I. Allgemeiner Betreibung sort am Wohnsitz des Schuldners (Art. 46 SchKG) 215
II. Besondere Betreibungsstände bei fehlendem Inlandswohnsitz des Vollstreckungsschuldners 215
1. Betreibung am Aufenthaltsort (Art. 48 SchKG) 216
2. Betreibung am Ort der gelegenen Erbschaft (Art. 49 SchKG) 217
3. Betreibung am Ort der Geschäftsniederlassung (Art. 50 Abs. 1 SchKG) 218
4. Betreibung am Spezialdomizil (Art. 50 Abs. 2 SchKG) 220
5. Betreibung am Ort der belegenen Sache (Art. 52 SchKG) 222
6. Betreibung am Arrestort (Art. 52 SchKG) 222
B. Örtliche bzw. internationale Zuständigkeit und Forderungsbelegenheit (\"Pfändungskompetenz\") 223
I. Einführung 223
II. Forderungsbelegenheit 224
C. Zusammenfassung und völkerrechtliche Beurteilung 226
§ 3 Durchführbarkeit der bei der Forderungspfändung notwendigen Zustellungen 226
A. Auslandszustellung an den Drittschuldner 226
I. Haager Zivilprozeßübereinkommen 227
II. Rechtslage außerhalb des Haager Zivilprozeßübereinkommens 228
ΙII. Praktische Durchführbarkeit des Rechtshilfewegs 230
IV. Abhilfemöglichkeiten bei Nichtzustellbarkeit der Drittschuldneranzeige auf dem Rechtshilfeweg 231
1. Öffentliche Zustellung 231
2. Verzicht auf die Drittschuldneranzeige 232
B. Auslandszustellung an den Vollstreckungsschuldner 233
I. Zustellung der Betreibungsurkunden an den Vollstreckungsschuldner auf dem Rechtshilfeweg (Art. 66 Abs. 3) 234
II. Praktische Durchführbarkeit des Rechtshilfeweges 234
ΙII. Möglichkeit einer Ersatzzustellung an den Vollstreckungsschuldner 235
IV. Ergebnis 236
§ 4 Zusammenfassender Überblick 236
5. Kapitel: Überblick über die Problematik der Anerkennung ausländischer Forderungspfändungen - Ideal und Wirklichkeit 238
§ 1 Das Ideal 238
§ 2 Fehlen gesetzlicher oder staatsvertraglicher Regelungen 240
§ 3 Rechtsprechung zur Anerkennung 241
Schlußwort 243
Literaturverzeichnis 244