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Das Prinzip der umweltverträglichen Energieversorgung in energiewirtschaftsrechtlichen Ausprägungen und umwelt(energie)rechtlichen Verzahnungen

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Stecher, M. (2015). Das Prinzip der umweltverträglichen Energieversorgung in energiewirtschaftsrechtlichen Ausprägungen und umwelt(energie)rechtlichen Verzahnungen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54595-7
Stecher, Michaela. Das Prinzip der umweltverträglichen Energieversorgung in energiewirtschaftsrechtlichen Ausprägungen und umwelt(energie)rechtlichen Verzahnungen. Duncker & Humblot, 2015. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54595-7
Stecher, M (2015): Das Prinzip der umweltverträglichen Energieversorgung in energiewirtschaftsrechtlichen Ausprägungen und umwelt(energie)rechtlichen Verzahnungen, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-54595-7

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Das Prinzip der umweltverträglichen Energieversorgung in energiewirtschaftsrechtlichen Ausprägungen und umwelt(energie)rechtlichen Verzahnungen

Stecher, Michaela

Schriften zum Deutschen und Europäischen Infrastrukturrecht, Vol. 3

(2015)

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Abstract

Die Energiewende in Deutschland bedarf zu ihrem Gelingen weit mehr als einer besonderen Einspeiseförderung für erneuerbar erzeugten Strom. Eine Reihe von Regelungen in verschiedenen Gesetzen knüpft daran an und begleitet den Paradigmenwechsel in der Energieversorgung. Die Autorin untersucht, welche Stellung und Funktion das EnWG als sogenanntes »Grundgesetz der Energiewirtschaft« in diesem Zusammenspiel übernimmt. Welche Umsetzung das in § 1 als Gesetzesziel deklarierte Prinzip der umweltverträglichen Energieversorgung im EnWG erfährt, wird entlang der Wertschöpfungsstufen der Energiewirtschaft analysiert. Strukturelle Verknüpfungen mit anderen energie(umwelt-)rechtlichen Regelungen und gesetzesübergreifende Schnittstellen werden aufgezeigt und bewertet. Der eigenständige Beitrag des EnWG zur Energiewende ist dabei nicht (mehr) nur symbolischer Natur, sondern knüpft, wie gezeigt wird, mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen an unterschiedlichen Stellschrauben der Wertschöpfungskette an.»The Principle of Environmental Sustainability in Electricity Supply, Its Transposition in the German Energy Act and Interconnections with Energy(environmental-) Provisions«

As a basic and regulatory law of the energy industry the German Energy Act of 7 July 2005 does not primarily attain to foster the environmental sustainability of electricity supply, still the principle of environmental compatibility is cited as a general target of the act. In her thesis the author examines to what extent the provisions of the Geman Energy Act enhance the environmental sustainability of electricity supply apart from and interconnecting with technology supporting statutes.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 15
Einleitung 19
A. Problematik und Erkenntnisinteresse 19
B. Gang der Untersuchung 26
Teil 1: Bereitstellung der Primärenergieträger 28
A. Die Bereitstellung von Primärenergieträgern und ihre Umweltauswirkungen 28
I. Fossile Energieträger 29
1. Kohleförderung 29
a) Umweltauswirkungen 29
b) Rechtsregime und Regulierungsweisen 31
2. Erdgas- und Erdölförderung 32
a) Umweltauswirkungen 32
b) Rechtsregime und Regulierungsweisen 33
II. Uranerzförderung 33
1. Umweltauswirkungen 33
2. Rechtsregime und Regulierungsweisen 34
III. Gewinnung von Biomasse 35
1. Umweltauswirkungen 35
2. Rechtsregime und Regulierungsweisen 38
a) Allgemeine rechtliche Vorgaben zum Umweltschutz in der Landwirtschaft 38
b) Energierechtliche Vorgaben zur Förderung der Verstromung nachhaltig produzierter Biomasse 39
IV. Abfallaufkommen 40
1. Umweltbelastungen 40
2. Rechtsregime und Regulierungsweisen 41
B. Anknüpfungspunkte des EnWG 41
C. Fazit 42
Teil 2: Stromerzeugung 44
A. Umweltauswirkungen der Stromerzeugung 44
I. Fossil gefeuerte Kraftwerke 44
1. Emissionen 45
a) Treibhausgase 45
aa) Kohlenstoffdioxid, Lachgas und Methan 45
bb) Umweltauswirkungen von Treibhauseffekt und Klimawandel 46
b) Klassische Luftschadstoffe 49
2. Weitere Umweltauswirkungen 51
3. Rechtsregime und Regulierungsweisen 52
a) Anlagengenehmigung 52
b) Treibhausgas-Emissionszertifikatehandel 54
c) Carbon Dioxide Capture and Storage (CCS) 55
II. Kernkraftwerke 56
1. Umwandlungstechnik 56
2. Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie 56
3. Umweltauswirkungen 57
4. Rechtsregime 58
III. Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien 59
1. Windenergieanlagen an Land 59
a) Umweltauswirkungen 59
b) Rechtsregime und Regulierungsweisen 60
aa) Anlagengenehmigung 60
bb) Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz 61
2. Windenergieanlagen auf See 63
a) Umweltauswirkungen 63
b) Rechtsregime und Regulierungsweisen 64
aa) Anlagengenehmigung 64
bb) Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz 65
3. Biomassekraftwerke und Biogasanlagen 65
a) Umweltauswirkungen 65
b) Rechtsregime und Regulierungsweisen 66
aa) Anlagengehmigung 66
bb) Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz 66
4. Photovoltaikanlagen 67
a) Umweltauswirkungen 67
b) Rechtsregime und Regulierungsweisen 68
aa) Anlagengenehmigung 68
bb) Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz 68
5. Wasserkraftanlagen 69
a) Umweltauswirkungen 69
b) Rechtsregime und Regulierungsweisen 70
aa) Anlagengenehmigung 70
bb) Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz 71
6. Energetische Abfallverwertung 71
a) Umweltauswirkungen 71
b) Rechtsregime und Regulierungsweisen 72
aa) Anlagengenehmigung 72
bb) Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz 72
7. Verpflichtende Direktvermarktung des EEG 73
IV. Zukunftstechnologien 73
B. Anknüpfungspunkte des EnWG 74
I. Elektrizitätserzeugung als Gegenstand des Umweltverträglichkeitsbegriffs gem. § 3 Nr. 33 EnWG 74
1. Nachhaltiger, insbesondere rationeller und sparsamer Umgang mit Energie, § 3 Nr. 33, 1. Fall EnWG 74
2. Gewährleistung einer schonenden und dauerhaften Nutzung von Ressourcen, § 3 Nr. 33, 2. Fall EnWG 76
3. Möglichst geringe Belastung der Umwelt, § 3 Nr. 33, 3. Fall EnWG 78
4. Besondere Bedeutung von Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien 78
a) Kraft-Wärme-Kopplung 79
b) Erneuerbare Energien 80
c) Fazit 82
II. Vorrang des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes gem. § 2 Abs. 2 EnWG 82
1. Spezialgesetzliche Verpflichtungen des EEG und KWKG 82
2. Vorbehalt zu Gunsten der §§ 13, 14 EnWG 83
3. Fazit 84
III. Ausschreibung neuer Erzeugungskapazitäten im Elektrizitätsbereich gem. § 53 EnWG 85
IV. Gewährleistung der technischen Sicherheit durch Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gem. § 49 Abs. 1 EnWG 88
V. Ausnahmen von der Pflicht zur Rechnungslegung und Buchführung für Erneuerbare-Energien- und KWK-Anlagen gem. § 117a EnWG 89
C. Fazit 89
Teil 3: Elektrizitätsversorgungsnetze 93
A. Umweltauswirkungen des Netzbetriebs 94
I. Freileitungen 94
II. Erdkabel 95
B. Rechtsregime und Regulierungsweisen 96
I. Elektrizitätsversorgungsnetze als Gegenstand des Umweltverträglichkeitsbegriffs gem. § 3 Nr. 33 EnWG 96
II. Umweltverträglicher Betrieb von Energieversorgungsnetzen 97
1. Einsatz von erzeugungsunabhängigen Techniken zur Gewährleistung der Netzstabilität 97
2. Verordnungen zu technischen Anforderungen an Erzeugungsanlagen 98
3. Einführung von Steuerungselementen für intelligente Netze 100
a) Ab- und zuschaltbare Lasten auf Hoch- und Höchstspannungsebene gem. § 13 Abs. 4a EnWG 100
b) Steuerbare Verbrauchseinrichtungen auf Niederspannungsebene gem. § 14a EnWG 102
c) Fazit 103
III. Netzausbau 104
1. Ausbaupflichten 104
2. Netzausbaubedarf, Bedarfsermittlung und Netzentwicklungsplanung 105
a) Bedarfsfeststellung bei Übertragungsnetzen 107
aa) Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) 107
(1) Gesetzliche Bedarfsfeststellung zur Beschleunigung dringend erforderlicher Planungs- und Genehmigungsverfahren 107
(2) Verfolgung von Umweltverträglichkeitszielen 108
bb) Regelungen des EnWG zur Bedarfsfeststellung bei Übertragungsnetzen 109
(1) Verfolgung energiepolitischer Ziele der Bundesregierung durch den Szenariorahmen gem. § 12a EnWG 110
(2) Einsatz verlustarmer Übertragungstechnologien 111
(3) Bezugnahme auf Anforderungen des UVPG 112
(4) Pflicht der Regulierungsbehörde zum Datenaustausch gem. § 12f EnWG 113
b) Bedarfsfeststellung bei Elektrizitätsverteilernetzen 113
c) Refinanzierung der Netzausbaumaßnahmen 116
d) Fazit 117
3. Planfeststellung von Elektrizitätsversorgungsnetzen 118
a) Netzausbaubeschleunigungsgesetz Übertragungsnetz 119
b) Planfeststellung gem. §§ 43 ff. EnWG 122
aa) Materielle Planungsbindungen 123
(1) Planrechtfertigung 123
(a) Zielkonformität 124
(b) Gebotenheit des Vorhabens 126
(2) Zwingendes materielles Recht 127
(a) Raumordnungsverfahren 128
(b) Naturschutzrecht 130
(aa) Netz Natura 2000 130
(bb) Artenschutz 131
(cc) Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung 132
(c) Immissionsschutzrecht 138
(d) Weitere zwingende Normen des Umweltrechts 139
(e) Grundsätzliche Erdverkabelung bei neuen Hochspannungsleitungen gem. § 43h EnWG 139
(3) Fachplanerische Abwägung 140
(a) Planung alternativer Trassenverläufe 141
(b) Berücksichtigung umweltrechtlicher Normen als öffentliche Belange im Rahmen der fachplanerischen Abwägung 142
(aa) Umweltverträglichkeitsprüfung 142
(bb) Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege gem. § 1 BNatSchG 143
(c) Verbleibender Abwägungsspielraum 144
(4) Fazit 145
bb) Formelle Planungsbindungen (Verfahrensvorschriften) 146
(1) Beteiligung von Naturschutzvereinigungen 146
(2) Verzicht auf die Durchführung von Erörterungsterminen 148
(a) Allgemeiner Ausschluss nach § 43a Nr. 5 S. 2 EnWG 149
(b) Höchst prioritäre Vorhaben gem. § 43b Nr. 1 EnWG 150
(c) Plangenehmigungsverfahren gem. § 43b Nr. 2, 3 EnWG 151
cc) Fazit 152
4. Netzanbindung von Windenergie auf See 153
a) Förderung der Offshore-Anlagen durch abweichende Kostentragungsregelungen 153
b) Minimierung von Umweltauswirkungen durch Sammelanbindung 156
IV. Umweltverträglichkeitsaspekte im Rahmen von Wegenutzungsverträgen gem. § 46 EnWG 157
V. Regulierung des Netzbetriebs 158
1. Ziele der Regulierung 158
a) Allgemeine Ziele der Liberalisierung des Energieversorgungssektors und dessen Regulierung 158
b) Regulierungsziele des § 1 Abs. 2 EnWG 163
c) Das Umweltverträglichkeitsziel in der Regulierung des Netzmonopols 166
aa) Grundsätzlich unterschiedliche Zielrichtungen von Umweltschutz und Wettbewerb 166
bb) Vorteilhafte und nachteilige Folgen des Wettbewerbs für die Umweltverträglichkeit der Energieversorgung 167
cc) Notwendige umweltrechtliche bzw. -politische Flankierung 170
2. Umweltverträglichkeitsaspekte der Regulierungsinstrumente des EnWG 172
a) Netzanschluss 173
aa) Netzanschluss gem. § 17 EnWG 173
bb) Allgemeine Anschlusspflicht gem. § 18 EnWG 175
b) Netzzugang 178
c) Netzentgeltregulierung 179
aa) Umlage nicht beeinflussbarer Kostenanteile auf Netzentgelte 179
bb) Umlagemöglichkeit bei Investitionen in Hochspannungsgleichstrom-Übertragungssysteme 180
cc) Vermiedene Netzentgelte 181
dd) Erdverkabelung 181
C. Zusammenfassung und Fazit 182
I. Förderung von Erneuerbare-Energien- und KWK-Anlagen 182
II. Förderung der Integration von Erneuerbare-Energien- und KWK-Anlagen 183
III. Weitere Beiträge zur Minimierung von Umweltbelastungen im Zusammenhang mit dem Netzausbau 184
Teil 4: Speicherung elektrischer Energie 187
A. Umweltauswirkungen 187
B. Rechtsregime und Regulierungsweisen 189
I. Förderung durch EEG und KWKG 189
II. Netzentgeltbefreiung gem. § 118 Abs. 6 EnWG 190
C. Fazit 192
Teil 5: Vertrieb 193
A. Umweltauswirkungen 193
B. Rechtsregime und Regulierungsweisen 193
I. Grundversorgung trotz Eigenversorgung aus Erneuerbare-Energien- bzw. KWK-Anlagen 193
II. Informationen zur Herkunft des Stroms: Stromkennzeichnungspflicht gem. § 42 EnWG 196
1. Informationen zum Energieträgermix gem. § 42 Abs. 1 Nr. 1 EnWG 197
2. Informationen zu Umweltauswirkungen gem. § 42 Abs. 1 Nr. 2 EnWG 198
a) Kohlendioxidemissionen 199
b) Radioaktiver Abfall 199
c) Einzubeziehende Wertschöpfungsstufen 199
d) Der Begriff der „Umweltauswirkungen“ 201
e) Weitergehende Angaben 204
3. Ergänzung der Durchschnittswerte und Darstellung der Stromkennzeichnung gem. § 42 Abs. 2 EnWG 205
4. Wirkungsweise und Wirksamkeit des Instruments 205
5. Fazit 208
III. Informationen zur Höhe des Stromverbrauchs gem. § 40 EnWG 210
1. Regelmäßiger Verbrauchsvergleich 210
2. Wirkungsweise und Wirksamkeit des Instruments 211
3. Fazit 213
C. Fazit 214
Teil 6: Stromverbrauchsmessung 218
A. Umweltauswirkungen 218
B. Steuerung des Verbrauchsverhaltens durch smart meter und lastvariable Stromtarife 218
I. Einführung intelligenter Messsysteme 219
1. Anforderungen an intelligente Messsysteme gem. §§ 21c bis 21e EnWG 219
2. Technische Möglichkeit und wirtschaftliche Vertretbarkeit des Einbaus 222
3. Anbindung von EEG- und KWKG-Erzeugungsanlagen an Messsysteme gem. § 21c Abs. 3 EnWG 223
II. Tarife mit Anreizen zur Energieeinsparung oder Steuerung des Energieverbrauchs gem. § 40 Abs. 3 und Abs. 5 EnWG 224
III. Wirkungsweise und Zusammenwirken der Instrumente 225
C. Fazit 228
Teil 7: Ergebnisse I: Anknüpfungspunkte und Strukturen des Umweltverträglichkeitsprinzips im EnWG 230
A. Primärenergieträgergewinnung 230
B. Umweltauswirkungen der Energieversorgung 230
C. Regelungen zur Reduktion des Stromeinsatzes 231
D. Regelungen zur Förderung der Stromerzeugung in Erneuerbare-Energien- und KWK-Anlagen und deren Aufnahme in das Netz der allgemeinen Versorgung 234
E. Regelungen zur Vermeidung lokaler Umweltauswirkungen durch Netzausbau 239
Teil 8: Ergebnisse II: Die normative Bedeutung des Umweltverträglichkeitsprinzips im EnWG 244
A. Umfasst das Umweltverträglichkeitsziel des EnWG die Umweltziele des Energieumweltrechts? 244
B. Symbolizität des Umweltverträglichkeitsziels im Energiewirtschaftsgesetz 247
C. Umweltverträglichkeit im Regulierungsregime des EnWG 251
Fazit und Ausblick 254
Thesen 257
Literaturverzeichnis 263
Sachwortverzeichnis 283