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Ziele für die betriebswirtschaftliche Theoriebildung

Ein entscheidungstheoretischer Ansatz

Graumann, Matthias

Betriebswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Vol. 126

(2004)

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Abstract

Die traditionsreiche Frage, durch welche Eigenschaften eine gute Theorie gekennzeichnet ist, hat vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren geführten Diskussion um die Evaluation wissenschaftlicher Leistungen eine neue Aktualität bekommen. In der hier vorliegenden Untersuchung wird diese Frage aus einer entscheidungstheoretischen Perspektive beantwortet, indem die Eigenschaften in eine Mittel/Zweck-Relation zu Zielen für die betriebswirtschaftliche Theoriebildung gesetzt werden. Es wird eine Zielordnung erarbeitet, die vier Ebenen umfasst und gemäß der beiden Hauptanliegen der Betriebswirtschaftslehre - der Verstehensunterstützung und der Entscheidungsunterstützung - in einen verstehensorientierten sowie in einen entscheidungsorientierten Zweig aufgeteilt ist. Die Zielordnung kann von Betriebswirten einerseits dazu verwendet werden, im Prozeß der Theoriebildung zwischen konkurrierenden theoretischen Handlungsalternativen eine rationale Auswahl zu treffen. Sie verbessert darüber hinaus die Voraussetzungen für eine nachvollziehbare Evaluation bereits vorliegender Forschungsleistungen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abbildungsverzeichnis 13
Erstes Kapitel: Grundlegung 17
A. Thema der Untersuchung 17
I. Was ist ein Ziel? 18
II. Warum ist das Wissen um Ziele nutzenrelevant? 19
III. Wo kommen Ziele her? 21
IV. Welche Anforderungen sind an eine Zielordnung zu stellen? 24
V. Deontischer Anspruch der Untersuchung 41
B. Stand der Forschung 44
I. Zielordnungen sind Mangelware 44
II. Paradigmen 45
III. Ansätze auf der Grundlage des funktionalistischen Paradigmas 52
1. Allgemeinwissenschaftliche Zielordnung 53
2. Sozialwissenschaftliche Zielordnung 66
3. Zwischenfazit 74
4. Betriebswirtschaftliche Ansätze 75
C. Ziel und Aufbau der Untersuchung 98
I. Ziel der Untersuchung 98
II. Aufbau der Untersuchung 99
III. Zusatzbemerkungen 102
Zweites Kapitel: Primäre Kategorien für die Betriebswirtschaftslehre 110
Α. Über Kategorien 110
I. Kategorien im nicht-sprachlichen Ansatz und im sprachlichen Ansatz 111
II. Kategorien als bezeichnete Gegenstände 115
III. Kategorien und das Begründungsproblem 116
IV. Bewährung von Kategorien 119
V. Explizite Kategorien oder implizite Kategorien? 120
B. Primäre Kategorien der Wissenschaft 123
I. Warum Wissenschaft? 123
II. Urteile der Wissenschaftler 127
1. Kognition, Sinn und Urteil 127
2. Arten von Urteilen 138
3. Wahre und falsche Urteile 142
4. Wahrheitstheorien 145
5. Wahrheitsbegriff – Fazit 158
6. Wahrheitsfähigkeit von Urteilen 160
III. Ziele für wissenschaftliche Handlungen 169
1. Ansatz 169
2. Exkurs: Kommunikation 170
3. Ansatz (Fortsetzung) 182
4. Ziele der Anbieter von wissenschaftlichen Publikationen 185
5. Ziele der Nachfrager von wissenschaftlichen Publikationen 186
6. Erste Konzeption der wissenschaftlichen Zielordnung 199
7. Theorien 204
8. Urteilsbezogene wissenschaftliche Ziele der Zielebenen 2 und 3 216
9. Zwischenfazit 233
IV. Aufgaben der Wissenschaftler 235
C. Primäre Kategorien für die Betriebswirtschaftslehre 239
I. Betriebe als empirischer Bezugsbereich der Betriebswirtschaftslehre 240
1. Ansatz: Arbeitsdefinition von ,Betrieb’ 240
2. Funktionen von Betrieben in der Originalwelt 248
3. Zweckerreichung als Hauptfunktion von Betrieben: Instrumentaler Betriebszweck versus fundamentaler Betriebszweck 256
4. Definition von ,Betrieb’ 259
5. Private Haushalte 259
6. Arten von Betrieben 261
II. Urteile, Ziele, Theorien und Aufgaben in der Betriebswirtschaftslehre 265
1. Urteile von Betriebswirten 266
2. Betriebswirtschaftliche Ziele der Zielebenen 1, 2 und 3 266
3. Betriebswirtschaftliche Theorien und Aufgaben der Betriebswirte 269
Drittes Kapitel: Sekundäre Kategorien für die Betriebswirtschaftslehre 274
A. Verstehensorientierte sekundäre Kategorien für die Betriebswirtschaftslehre 286
I. Konstruktion eines betriebswirtschaftlichen Verstehensmodells 292
1. Zeichen als Wirkungen von Verstehensmodell-Konstruktionshandlungen 292
2. Gegenstände als Denotate der Zeichen von Verstehensmodellen 305
a) Wesen von Gegenständen 308
b) Existenz und Modalitäten von Gegenständen 312
aa) Existenz versus Wesen 312
bb) Ontische Modalitäten 318
cc) Rein-ontische Modalitäten versus deontische Modalitäten 330
dd) Kombinationen von deontischen Modalitäten und ontischen Modalitäten 337
ee) Arten von Regeln 338
ff) Alethische Modalität versus epistemische Modalität 340
gg) Nutzen aus der Beschäftigung mit Modalitäten 344
c) Grundlegende Bestimmungen von Gegenständen 351
aa) Grundlegende Bestimmungen als Komplemente 351
bb) Einheit versus Mannigfaltigkeit 356
cc) Innenhorizont versus Außenhorizont 357
dd) Gesamtheit versus Element 359
ee) Abstraktum versus Konkretum 362
ff) Relation versus Substrat 370
gg) Gegensatz versus Dimension 375
hh) Klassifikatorische Gegenstände versus topologische Gegenstände versus metrische Gegenstände 394
ii) Grenze versus Kontinuität 395
jj) Stoff versus Form 398
kk) Passung versus Widerstreit 403
ll) Erläuterung der Abweichungen von der ontologischen Bezugsordnung und weitere grundlegende Bestimmungen von Gegenständen 406
mm) Zusammenfassung 413
3. Arten von Verstehensmodell-Konstruktionshandlungen 416
a) Konstitutionshandlungen 418
b) Bezeichnungshandlungen 426
4. Ziele für die Verstehensmodell-Konstruktionshandlungen 429
a) Semantische Eigenschaften von betriebswirtschaftlichen Verstehensmodellen 433
aa) Bedeutungsbezogene Eigenschaften von betriebswirtschaftlichen Verstehensmodellen (sowohl urteilsfördernd als auch handhabbarkeitsfördernd) 433
bb) Denotatbezogene Eigenschaften von betriebswirtschaftlichen Verstehensmodellen (entweder urteilsfördernd oder handhabbarkeitsfördernd) 445
(1) Speziell urteilsfördernde Eigenschaften 445
(2) Speziell handhabbarkeitsfördernde Eigenschaften 455
b) Pragmatische Eigenschaften von betriebswirtschaftlichen Verstehensmodellen (speziell urteilsfördernd) 456
c) Zusammenfassung der Ziele der Zielebene 4 463
d) Beurteilung im Hinblick auf die entscheidungswissenschaftlichen Anforderungen 465
e) Hinweis zur Verwendung der Zielebene 4 467
II. Begründung der Konstruktion eines betriebswirtschaftlichen Verstehensmodells 470
III. Verdeutlichung der Konstruktion eines betriebswirtschaftlichen Verstehensmodells 484
IV. Kennzeichnung von aus der Literatur übernommenen Aussagen 486
V. Zusammenfassung 487
B. Entscheidungsorientierte sekundäre Kategorien für die Betriebswirtschaftslehre 489
I. Verstehensmodell der Entscheidung 490
1. Verhalten und Handlung 490
2. Entscheidung und Entscheidungsträger 492
3. Handlung und Operation 495
4. Entscheidungsunabhängige versus entscheidungsabhängige Aufteilung der betriebswirtschaftlichen Modellwelt 497
5. Grundentscheidung versus Subentscheidung 506
6. Bestandteile von Grundentscheidungen 507
a) Grundentscheidungs-Prozesse 508
aa) Zeitliche Aufteilung von Grundentscheidungs-Prozessen in Phasen A und Β 509
bb) Subentscheidungen über Entscheidungsinstrumente in Phasen A 521
(1) Entscheidungsinhalt 522
(2) Entscheidungsmethode 524
(3) Entscheidungsmodell 531
(4) Rangordnung der Handlungsalternativen 540
cc) Urteile in Phasen Β 541
(1) Inhalte von Urteilen versus Eigenschaften von Urteilen 542
(2) Kerneigenschaften von Urteilen 544
(3) Exkurs: Wissen und Information 551
(a) Begriff des Wissens 551
(b) Arten von Wissen 558
(c) Information 564
(d) Arten von Wissen (Fortsetzung) 570
(4) Fundierungsgrad als Zusatzeigenschaft von rein-ontischen Urteilen 573
b) Grundentscheidungs-Ergebnisse 585
7. Eigenschaften von Grundentscheidungen 587
a) Komplexität 588
b) Rationalität 598
c) Handhabbarkeit 606
8. Metaentscheidungen 610
II. Ziele der Zielebene 4 im Hinblick auf entscheidungsorientierte betriebswirtschaftliche Theorien 616
1. Ziele der Zielebene 4 619
2. Beurteilung im Hinblick auf die entscheidungswissenschaftlichen Anforderungen 622
3. Hinweis zur Verwendung der Zielebene 4 624
4. Einordnung in das Verstehensmodell der Entscheidung 628
Viertes Kapitel: Ergebnis der Untersuchung 631
Literaturverzeichnis 636
Sachregister 678