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Kant zu Geschichte, Kultur und Recht

Hrsg. von Wolfgang Bock

Flach, Werner

Editors: Bock, Wolfgang

Philosophische Schriften, Vol. 90

(2015)

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About The Author

Wolfgang Bock, Studium der Rechtswissenschaft und der Politikwissenschaft an den Universitäten Genf, Gießen und Frankfurt am Main, seit 1979 Richter am LG Frankfurt am Main in Zivil- und Strafsachen; von 1981 bis 1983 Abordnung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das BVerwG und von 1985 bis1988 Richter am VG Wiesbaden. Von 1989 bis 2000 war Wolfgang Bock Wissenschaftlicher Referent an der FEST Heidelberg (Interdisziplinäres Forschungsinstitut der Evangelischen Kirchen). 1993 Promotion an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt am Main, in den Jahren 1996 bis 2006 folgten verschiedene Forschungsprojekte. Von 2001bis 2007 Abordnung an das Internationale Institut für Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main. Habilitation an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf im Jahr 2004. Von 2004 bis 2011 Privatdozent an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und an der Justus Liebig-Universität Gießen. Seit 2008 Lehraufträge am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien der Universität Marburg und seit 2012 a.o. Professor an der Juristischen Fakultät der Justus Liebig-Universität Gießen. Seit 2012 Studienreferent für Staats- und Völkerrecht an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin.

Werner Flach ist ein deutscher Philosoph. Er ist Vertreter einer an Kant, den Neukantianismus und insbesondere an seinen Lehrer Hans Wagner anknüpfenden Transzendentalphilosophie. Flach promovierte 1955 an der Universität Würzburg und habilitierte sich dort 1961. Seit 1968 hatte er dort eine Professur für Philosophie inne und wurde 1995 emeritiert.

Abstract

Kants philosophische Begründung der Geschichts-, Kultur- und Rechtsphilosophie ist seit eh und je hoch umstritten. Werner Flach zeigt, dass ihre primäre Einordnung in die praktisch-ethische Systematik Kants eine verkürzende Einengung darstellt. Sie berücksichtigt nicht hinreichend die für Kants Gesamtsystematik zentrale Thematik der Teleologie und damit die grundlegenden Argumente der Kritik der Urteilskraft. Erst diese aber eröffnen den Blick auf das innovative Modell Kants. Es ermöglicht Erfahrungsgewinnung ohne die traditionell vorgenommene Trennung der beiden Bereiche von empirischer und kultureller Welt des Menschen. Zentraler Begriff in diesem Modell ist der Begriff der Freiheit. Ihm kommt die fundierende Rolle sowohl beim Verstehen von Geschichte als auch bei der Wahrnehmung von Kultur und im Aufbau wie im Vollzug des Rechts zu. Diese neue Perspektive macht einerseits verständlich, dass die fragliche Thematik bislang so umstritten war; andererseits zeigt sie zukunftsweisende Wege.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort V
Inhaltsverzeichnis XI
Transzendentalphilosophie und Kritik. Zur Bestimmung des Verhältnisses der Titelbegriffe der Kantischen Philosophie 1
Die kantische Hypothek 15
Die theoretische Weltbetrachtung und die Disziplinierung der Vernunft 27
Kants Lehre von der Gesetzmäßigkeit der Empirie. Zur Argumentation der Kantischen Schematismuslehre 35
Das Problem der transzendentalen Deduktion: seine Exposition in der Kritik der reinen Vernunft und seine Wiederaufnahme im Neukantianismus der Südwestdeutschen Schule 47
I. 48
II. 52
Das Kategorienkonzept der kritischen Philosophie Kants und seine Revision in der Erkenntnislehre des Marburger Neukantianismus 59
I. Das kritische Kategorienkonzept Kants 60
II. Das neokritische Kategorienkonzept des Marburger Neukantianismus 73
III. Die vergleichende Würdigung des kritischen und des neokritischen Kategorienkonzeptes 87
Wissenschaftstheorie als Transzendentalphilosophie 93
Kritizistische oder dialektische Methode? Analyse und Bewertung 105
Kants sogenannte Reziprozitäts- oder Analytizitätsthese, seine Lehre vom Faktum der Vernunft und sein Geschichtsbegriff 119
Carl Leonhard Reinholds Aufnahme der Kantischen Faktumlehre in der Grundlegung der praktischen Philosophie und sein Freiheitsbegriff 131
Fichtes voluntativ-egologischer Begriff von Kultur und Geschichte als Revision der empiriologischen Ausrichtung der Kantischen Grundlegung des Geschichtsbegriffes 137
Kants Empiriologie 143
I. Naturteleologie als Wissenschaftstheorie 143
II. Der Gang der Wissenschaftstheorie 145
III. Die neukantianische Abkehr von Kant 147
IV. Die analytische Wissenschaftstheorie und die Fundierung der Einzelwissenschaften 149
V. Kants Lehre von der Erkenntnisqualifikation 152
VI. Kants Lehre von der empirischen Methodik 153
Zu Kants geschichtsphilosophischem „Chiliasmus“ 159
Abstract 167
Zu Kants Kultur- und Geschichtsphilosophie 169
Kants Geschichtsphilosophie 181
Kants Geschichtsphilosophie im Widerstreit 193
Zu Kants Lehre vom sensus communis aestheticus 209
Zu Kants Lehre von der symbolischen Darstellung 217
Schillers Aufnahme des Kantischen Kulturbegriffes in den Briefen über die ästhetische Erziehung 231
Zur geltungstheoretischen Grundlegung der Gartenkunst 237
Erreichung und Errichtung. Über die empiriologische Orientierung der Kantischen Geschichtsphilosophie 243
Kants Begriff der Kultur und das Selbstverständnis des Neukantianismus als Kulturphilosophie 251
Kant zur Gründung von Recht und Rechtswissenschaft 267
Angeborenes Recht und erworbene Rechte, Vollbürger und Halbbürger 281
Schriftenverzeichnis Werner Flach 289
I. Monographien 289
II. Herausgeberschaft 289
III. Aufsätze 290
IV. Rezensionen 295
Personenregister 299