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Die Besetzung des Aufsichtsrats der atypischen Kommanditgesellschaft auf Aktien

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Neumann-Duesberg, A. (2015). Die Besetzung des Aufsichtsrats der atypischen Kommanditgesellschaft auf Aktien. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54763-0
Neumann-Duesberg, Axel. Die Besetzung des Aufsichtsrats der atypischen Kommanditgesellschaft auf Aktien. Duncker & Humblot, 2015. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54763-0
Neumann-Duesberg, A (2015): Die Besetzung des Aufsichtsrats der atypischen Kommanditgesellschaft auf Aktien, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-54763-0

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Die Besetzung des Aufsichtsrats der atypischen Kommanditgesellschaft auf Aktien

Neumann-Duesberg, Axel

Schriften zum Wirtschaftsrecht, Vol. 273

(2015)

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About The Author

Axel Neumann-Duesberg; Studium und Rechtsreferendariat in Bonn und Köln; Promotion in Zürich. Rechtsanwalt und Syndikus im Beteiligungsmanagement einer Finanzholdinggesellschaft in Hamburg mit Schwerpunkten im Handels- und Gesellschaftsrecht sowie im Bankaufsichtsrecht.

Abstract

Bertelsmann, Fresenius, Henkel, Merck, der 1. FC Köln und wohl bald auch Axel Springer - die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) erfreut sich zunehmender Beliebtheit, seitdem die persönliche Haftung des Komplementärs durch Einbindung einer haftungsbeschränkten Gesellschaft faktisch beseitigt werden kann. Unklar ist, ob für Geschäftsleiter und Gesellschafter einer Komplementär-Gesellschaft dieselben Beschränkungen bei der Besetzung des Aufsichtsrats gelten, die das Gesetz in der klassischen KGaA für (natürliche) persönlich haftende Gesellschafter vorsieht. Diese können weder dem Aufsichtsrat angehören noch über dessen Besetzung mitentscheiden. Der BGH und mit ihm die Mehrzahl der Stimmen in der Literatur vertreten zumindest mit Blick auf die Gesellschafter einer Komplementär-Gesellschaft einen weniger restriktiven Standpunkt. Axel Neumann-Duesberg arbeitet heraus, dass dies weder in der Begründung noch im Ergebnis überzeugen kann, sondern zum Schutz der Kapitalgeber eine konsequente Anwendung beider Vorschriften geboten ist.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 12
Erster Teil: Einführung 15
§ 1 Ziel des Vorhabens und Gang der Untersuchung 15
§ 2 Entwicklung der Problemstellung 18
A. Kurzdarstellung der KGaA 18
I. Zusammenspiel der §§ 278 ff. AktG 19
1. § 278 Abs. 2 AktG 21
2. § 278 Abs. 3 AktG 23
3. §§ 279 ff. AktG 25
II. Zusammenfassung 25
III. Realtypen 26
IV. Attraktivität der KGaA 27
B. Struktur der „atypischen“ KGaA 31
C. Stellung und Aufgaben des Aufsichtsrats im Organisationsgefüge der KGaA 32
I. Überwachungskompetenz 35
1. Inhalt der Überwachungstätigkeit 36
2. Überwachung anderer Geschäftsführungsorgane? 37
a) Verlagerung der Geschäftsführungsbefugnis 38
b) Schaffung weiterer Geschäftsführungsorgane 43
c) Untersuchung 44
d) Ergebnis 46
II. Ausführungskompetenz 46
III. Vertretungskompetenz 47
1. § 287 Abs. 2 S. 1 AktG 47
2. §§ 278 Abs. 3, 112 AktG 50
3. Dispositivität? 53
4. Handlungsmaxime 54
IV. Annexkompetenzen 55
V. Ergebnis 56
Zweiter Teil: Inhabilität von Geschäftsleitern bzw. Gesellschaftern einer Komplementär-Gesellschaft in analoger Anwendung von § 287 Abs. 3 AktG 57
§ 3 Ratio § 287 Abs. 3 AktG 57
A. Normzweck 57
I. Darstellung der Literatur und Rechtsprechung 58
II. Untersuchung 58
1. Überwachung der Geschäftsführung 59
a) Erweiternde Auslegung von § 287 Abs. 3 AktG? 60
b) Einschränkende Auslegung von § 287 Abs. 3 AktG? 60
2. Vertretung der Kommanditaktionäre bzw. der Gesellschaft gegenüber den persönlich haftenden Gesellschaftern 62
III. Ergebnis Normzweck 63
B. Systematische Auslegung 64
I. Unvereinbarkeit von Vorstands- und Aufsichtsmandat in der Aktiengesellschaft 65
II. Unvereinbarkeit von Vorstands- und Aufsichtsmandat in Genossenschaft, SE mit dualistischer Führungsstruktur und SCE mit dualistischer Führungsstruktur 66
III. Ergebnis systematische Auslegung 66
C. Gesetzgebungsgeschichte 67
D. Ergebnis § 287 Abs. 3 AktG 69
§ 4 Analoge Anwendung von § 287 Abs. 3 AktG auf Geschäftsleiter bzw. Gesellschafter einer Komplementär-Gesellschaft 69
A. Geschäftsleiter 70
I. Darstellung der Literatur und Rechtsprechung 70
II. Untersuchung 70
1. Ratio von § 287 Abs. 3 AktG übertragbar? 71
2. Systematische Auslegung 72
a) Vergleichbare Inkompatibilitätsregelungen in anderen Gesellschaften 73
b) Verbot der Überkreuzverflechtung (§ 100 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 AktG) 73
c) Verbot der gleichzeitigen Mitgliedschaft im Überwachungsorgan der Mutter- und im Geschäftsleitungsorgan der abhängigen Tochtergesellschaft (§ 100 Abs. 2 S. 1 Nr. 2 AktG) 74
d) Kein Verbot der gleichzeitigen Mitgliedschaft im Geschäftsführungsorgan der Mutter- und im Überwachungsorgan der Tochtergesellschaft 75
e) Unvereinbarkeit von Aufsichtsmandat und Prokura/Generalhandlungsvollmacht (§§ 278 Abs. 3, 105 Abs. 1 AktG) 75
f) Zulässigkeit der vorübergehenden Übernahme eines Vorstandsmandats durch Mitglieder des Aufsichtsrats in Gesellschaften mit dualistischer Führungsstruktur 76
g) Verbot der Doppelvertretung (§ 181 2. Alt. BGB) 76
h) Kredite der KGaA an Geschäftsleiter einer Komplementär-Gesellschaft 77
i) Sonstige Rechtsgeschäfte zwischen der KGaA und Geschäftsleitern einer Komplementär-Gesellschaft 77
j) Anmeldungen zum Handelsregister 77
k) Ergebnis systematische Auslegung 78
3. Gesetzgebungsgeschichte 78
III. Ergebnis § 287 Abs. 3 AktG analog (Geschäftsleiter) 78
B. Gesellschafter 79
I. Darstellung der Literatur und Rechtsprechung 79
II. Untersuchung 82
1. Ratio von § 287 Abs. 3 AktG übertragbar? 83
a) Erster Normzweck 83
aa) Einfluss auf Geschäftsführung 83
(1) Relevanz des Kriteriums 83
(2) Aktive Einflussnahmemöglichkeit („maßgeblich“) 85
(a) Aktiengesellschaft 85
(b) GmbH 86
(c) Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Offene Handelsgesellschaft, Kommanditgesellschaft 87
(d) Relevante weitere Komplementär-Gesellschaften 88
(e) Zwischenergebnis 91
(3) Passive Einflussnahmemöglichkeit („mehr als nur unmaßgeblich“) 93
(4) Beteiligungsquote und -wert variabel 93
(5) Zwischenergebnis 94
bb) Vergleich typische/atypische KGaA 96
cc) Sonderrecht? 96
dd) Zwischenergebnis 99
b) Zweiter Normzweck 100
aa) Sphäre („Machtbalance“) 100
bb) Arbeitnehmervertreter 101
cc) Vertretungszuständigkeiten des Aufsichtsrats 102
dd) Zwischenergebnis 105
c) Ergebnis Übertragbarkeit Ratio § 287 Abs. 3 AktG (Gesellschafter) 105
2. Systematische Auslegung 106
a) Trennungsprinzip 106
b) Wertung Konzernrecht 108
c) Wertung § 112 AktG 109
d) Wertung § 114 AktG 110
e) Wertung § 284 AktG 110
f) Wertungen gesetzlich normierter Grenzwerte 112
aa) §§ 285 Nr. 11, 289 Abs. 4 Nr. 3 HGB 112
bb) § 319 Abs. 2, Abs. 3 Nr. 1 HGB 113
cc) § 39 Abs. 5 InsO 115
dd) § 138 Abs. 2 Nr. 1 InsO 115
ee) Ziffer 5.4.1 DCGK 117
ff) § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 10 KWG 117
gg) § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG 118
hh) Zwischenergebnis 118
g) Systeme Stellung von § 287 Abs. 3 AktG 119
h) Satzungsgestaltungen 119
i) Vergleich mit der Aufsichtsratsbesetzung in der Aktiengesellschaft 121
j) Vergleich mit der Aufsichtsratsbesetzung in der AG & Co. KG 123
k) Vergleich mit monistischem System 123
l) Offenlegung oder Stimmverbot als mildere Mittel? 123
m) Folgen eines fehlerhaft besetzen Aufsichtsrats 125
n) Ergebnis systematische Auslegung 126
3. Gesetzgebungsgeschichte 126
III. Ergebnis § 287 Abs. 3 analog (Gesellschafter) 128
Dritter Teil: Stimmausübungsverbot von Geschäftsleitern bzw. Gesellschaftern einer Komplementär-Gesellschaft in analoger Anwendung von § 285 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 AktG 131
§ 5 Ratio § 285 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 AktG 132
A. Normzweck 132
I. Darstellung der Literatur und Rechtsprechung 132
II. Untersuchung 132
1. Funktion des Stimmausübungsverbots des § 285 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 AktG 133
a) Sicherung der Kontrollfunktion 134
b) Sicherung der Vertretungsfunktion 134
c) Ergebnis 135
2. Suspendierung etwaiger Entsendungsrechte 135
3. Schutz vor Umgehungen 136
4. Ausnahme 136
5. Folgen eines Verstoßes 137
III. Ergebnis Ratio § 285 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 AktG 137
B. Systematische Auslegung 137
I. Aufsichtsratswahl in anderen Gesellschaftsrechtsformen 138
1. Aufsichtsratswahl in der Aktiengesellschaft/SE 138
2. Aufsichtsratswahl in der Genossenschaft/SCE 139
3. Ergebnis 139
II. Allgemeine Stimmausübungsverbote 139
1. Aktienrechtliche Stimmrechtsbeschränkungen 140
2. Personengesellschaftsrechtliche Stimmrechtsbeschränkungen 141
3. Ergebnis 142
III. Stimmausübungsverbot bei der Aufsichtsratswahl wechselseitig beteiligter Unternehmen 142
IV. Stimmausübungsverbot bei der Beschlussfassung über die Bestellung von Sonderprüfern 143
V. Ergebnis systematische Auslegung 143
C. Gesetzgebungsgeschichte 144
D. Ergebnis § 285 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 AktG 147
§ 6 Analoge Anwendung von § 285 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 AktG auf Geschäftsleiter bzw. Gesellschafter einer Komplementär-Gesellschaft 148
A. Geschäftsleiter 148
I. Darstellung der Literatur 148
II. Untersuchung 149
1. Ratio § 285 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 AktG übertragbar? 149
2. Systematische Auslegung 149
3. Gesetzgebungsgeschichte 150
III. Ergebnis § 285 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 AktG analog (Geschäftsleiter) 151
B. Gesellschafter 151
I. Darstellung von Literatur und Rechtsprechung 151
II. Untersuchung 153
1. Ratio von § 285 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 AktG übertragbar 153
2. Systematische Auslegung 154
3. Gesetzgebungsgeschichte 157
III. Ergebnis § 285 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 AktG analog (Gesellschafter) 159
Vierter Teil: Gesamtergebnis und Thesen 161
Literaturverzeichnis 165
Sachwortregister 178