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Dobias, P. Mehić, A. Rohmann, A. (2000). Marktwirtschaftliche Transformation in Kroatien. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49967-0
Dobias, Peter Mehić, Ahmet Rohmann, AngelikaDobias, Peter Mehić, Ahmet Rohmann, AngelikaDobias, Peter Mehić, Ahmet Rohmann, Angelika. Marktwirtschaftliche Transformation in Kroatien. Duncker & Humblot, 2000. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49967-0
Dobias, P, Mehić, A, Rohmann, A, (2000): Marktwirtschaftliche Transformation in Kroatien, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-49967-0

Format

Marktwirtschaftliche Transformation in Kroatien

Dobias, Peter | Mehić, Ahmet | Rohmann, Angelika

Schriften zu internationalen Wirtschaftsfragen, Vol. 27

(2000)

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Abstract

Die marktwirtschaftliche Transformation postsozialistischer Volkswirtschaften wird durch zahlreiche Umstände bestimmt. Besondere Bedeutung dürfte dabei der nach dem politischen Zusammenbruch des Sozialismus vorhandenen Wirtschaftsordnung zukommen. Damit muß aber das vom sowjetischen Modell so sehr abweichende System des Selbstverwaltungssozialismus im alten Jugoslawien auch zu anderen Voraussetzungen und Problemen des Transformationsprozesses führen als die ehemaligen Planwirtschaften sowjetischen Typs, auf die sich die Analyse der Transformationsprozesse bisher vor allem konzentriert hat. Hinzu kommt, daß die Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens vor andersartigen ökonomischen Ausgangsbedingungen stehen als andere Reformländer Mittel- und Osteuropas. Sie haben nach der Auflösung des jugoslawischen Staatsverbandes eine eigene Volkswirtschaft aufzubauen und - wie im Falle Kroatiens - mit den ökonomischen Folgen der innerjugoslawischen Konflikte fertig zu werden. Damit stellen sich auch für Kroatien Bedingungen marktwirtschaftlicher Transformation, die sich deutlich von jenen anderer postsozialistischer Länder unterscheiden. Ziel der Untersuchung ist es daher, durch Analyse ausgewählter Aspekte des kroatischen Transformationsprozesses - insbesondere der Eigentums- und Wettbewerbsordnung einerseits, der Geld- und Währungsordnung andererseits - zu einem differenzierteren Verständnis nicht nur der aktuellen, sondern auch der grundsätzlichen Probleme der Systemtransformation, ihrer Zusammenhänge und Hintergründe beizutragen.

Dabei zeigt sich, daß es Kroatien seit seiner Lösung von Jugoslawien weitgehend gelungen ist, an die Stelle des alten Systems des Selbstverwaltungssozialismus neue marktwirtschaftliche Spielregeln und Institutionen zu setzen. Allerdings sagt die Einführung formaler Regeln allein noch nichts über deren Anwendung. Vielmehr besteht in Kroatien ein ausgesprochenes Spannungsverhältnis zwischen rechtlicher Normierung und tatsächlichen Abläufen. So ist denn auch nicht zu übersehen, daß Kroatien hinsichtlich der marktwirtschaftlichen Umgestaltung trotz beachtlicher Erfolge hinter den fortgeschrittenen Transformationsländern einzuordnen ist. Dafür sind neben den Problemen der Lösung von Jugoslawien und den Folgen von Krieg und Bürgerkrieg auch die außen- und innenpolitischen Bedingungen verantwortlich zu machen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Tabellen- und Abbildungsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 11
1. Vom jugoslawischen Selbstverwaltungssozialismus zur kroatischen Marktwirtschaft 13
1.1. Einleitung 13
1.2. Ökonomischer Dualismus 15
1.3. Jugoslawien unter Tito 19
1.3.1. Ausgangsbedingungen 19
1.3.2. Reformbereitschaft und -aversion im Sozialismus 21
1.3.3. Politische Aspekte 25
1.3.4. Selbstverwaltungssozialismus 31
1.4. Jugoslawien nach Tito 36
1.4.1. Politische Aspekte 36
1.4.2. Ökonomische Aspekte 40
1.5. Postsozialistisches Kroatien 44
1.5.1. Allgemeine Transformationsbedingungen 44
1.5.2. Politische Aspekte 50
1.5.3. Ökonomische Aspekte 54
1.6. Zusammenfassung 60
2. Transformation der Eigentums- und Wettbewerbsordnung 63
2.1. Einleitung 63
2.2. Gesellschaftseigentum als Transformationsproblem 65
2.3. Eigentumspolitische Konzeptionen 69
2.3.1. Jugoslawische Regierung Marković 69
2.3.2. Kroatische Regierung 76
2.4. Eigentumspolitische Maßnahmen 84
2.4.1. Institutionelle Rahmenbedingungen 84
2.4.2. Methoden und Strategien der Privatisierung 88
2.4.3. Ergebnisse privatisierungspolitischer Maßnahmen 94
2.4.4. Unternehmensgründungen 104
2.5. Wettbewerbspolitische Maßnahmen 111
2.5.1. Ziele der Wettbewerbspolitik 111
2.5.2. Ordnungspolitische Grundlagen 112
2.5.3. Institutionelle Ausgestaltung der Wettbewerbsbehörde 117
2.5.4. Ergebnisse wettbewerbspolitischer Maßnahmen 119
2.6. Zusammenfassung 124
3. Transformation der Geld- und Währungsordnung 127
3.1. Einleitung 127
3.2. Funktionsweise des Geld- und Währungssystems in Jugoslawien 128
3.2.1. Erste Reformen in den 50er und 60er Jahren 129
3.2.2. Reformversuche in den 70er Jahren und die daraus resultierende Situation in den 80er Jahren 132
3.3. Institutionelle Ausgestaltung und Gesetzgebung 137
3.3.1. Die Nationalbank Kroatiens 138
3.3.2. Das Geschäftsbankensystem 145
3.4. Transformationsprozesse der geld- und währungspolitischen Institutionen 149
3.4.1. Die Nationalbank Kroatiens 150
3.4.2. Das Geschäftsbankensystem 158
3.4.2.1. Bankenrehabilitierung und -sanierung 161
3.4.2.2. Konzentration und Wettbewerb im Bankensektor 164
3.4.2.3. Privatisierung 168
3.4.3. Die Finanzmärkte 170
3.5. Analyse und Bewertung der Transformationsprozesse 177
3.5.1. Die Nationalbank Kroatiens 177
3.5.2. Das Geschäftsbankensystem 192
3.6. Zusammenfassung 195
Literaturverzeichnis 199
Monographien und Beiträge aus Sammelwerken 199
Gesetzestexte 204
Statistiken 205