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Unterstützung bankbetrieblicher Entscheidungen mit dem Analytic-Hierarchy-Process

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Sommerhäuser, G. (2000). Unterstützung bankbetrieblicher Entscheidungen mit dem Analytic-Hierarchy-Process. Unter besonderer Berücksichtigung der Vertriebsformenwahl bei Kreditinstituten. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-50294-3
Sommerhäuser, Gereon. Unterstützung bankbetrieblicher Entscheidungen mit dem Analytic-Hierarchy-Process: Unter besonderer Berücksichtigung der Vertriebsformenwahl bei Kreditinstituten. Duncker & Humblot, 2000. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-50294-3
Sommerhäuser, G (2000): Unterstützung bankbetrieblicher Entscheidungen mit dem Analytic-Hierarchy-Process: Unter besonderer Berücksichtigung der Vertriebsformenwahl bei Kreditinstituten, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-50294-3

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Unterstützung bankbetrieblicher Entscheidungen mit dem Analytic-Hierarchy-Process

Unter besonderer Berücksichtigung der Vertriebsformenwahl bei Kreditinstituten

Sommerhäuser, Gereon

Untersuchungen über das Spar-, Giro- und Kreditwesen. Abteilung A: Wirtschaftswissenschaft, Vol. 170

(2000)

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Abstract

Das Treffen von strategischen Entscheidungen gilt allgemein als integraler Bestandteil auch der bankbetrieblichen Managementaufgabe. Die Unternehmensleitung ist dabei gerade in einer Zeit umwälzender Entwicklungen in allen Bereichen des Bankgeschäftes gefordert, aus einer Gesamtheit von Informationen und Handlungsoptionen eine Alternative herauszugreifen und diese als Lösung eines Problems im Unternehmen umzusetzen und der Unternehmensumwelt zu kommunizieren.

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit entwickelt der Autor einen Anforderungskatalog für den bankbetrieblichen Einsatz von Entscheidungsunterstützungsverfahren. Anschließend analysiert er verschiedene Verfahrensformen vor dem Hintergrund dieser Anforderungen. Dabei wird der Analytic-Hierarchy-Process als geeignetes Entscheidungsunterstützungssystem identifiziert, das komplexe und schlecht strukturierte Entscheidungssituationen untersucht und über einfache Vergleichsaussagen dem Management konkrete Handlungsvorschläge unterbreitet.

Der Analytic-Hierarchy-Process ist in der Lage, sowohl quantitative Daten als auch die häufig in ihrer Bedeutung unterschätzten "weichen Faktoren" einer Entscheidung, Meinungen und Gefühle, in den Entscheidungsprozeß zu integrieren. Durch die computerisierte Bearbeitung kann die Auswirkung verschiedener Bewertungen untersucht werden, Gruppenentscheidungen werden durch das System unterstützt, und die Ergebnisermittlung erfolgt transparent und nachvollziehbar für alle an der Entscheidungsfindung Beteiligten.

Die Anwendung des Modells erfolgt anhand einer Fragestellung, die eine zentrale Bedeutung für die Zukunft des marktpolitischen Instrumentariums der Banken besitzt: Die Reorganisation des Vertriebs über Geschäftsstellen. Der Analytic-Hierarchy-Process kann sich hierbei als wertvolles Instrument der Entscheidungsfindung erweisen. Er macht die Bedeutung verschiedener Attribute für eine Gesamtbewertung transparent, ermöglicht Gruppenentscheidungen und die Einbeziehung externen Wissens. Darüber hinaus erhöht er die Rationalität von Entscheidungen in der Unternehmung und kann zu dem Bestreben beitragen, auf veränderte Rahmenbedingungen im bankbetrieblichen Umsystem in Zukunft sachgerechter zu reagieren.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 5
Einleitung 13
Α. Der Analytic-Hierarchy-Process in der betriebswirtschaftlichen Entscheidungstheorie 16
I. Ableitung eines Entscheidungskalküls 17
1. Zielstrukturierung 18
a) Einfach- versus Mehrfachzielsetzungen 19
b) Hierarchische Aufspaltung 20
c) Anforderungen an den Zielkatalog 23
d) Problem des splitting-bias 27
2. Verfahrensform 28
a) Strukturen-entdeckende versus Strukturen-prüfende Verfahren 30
b) Multi-objektive versus multi-attributive Verfahren 30
c) Nicht-kompensatorische versus kompensatorische Verfahren 32
d) Nutzentheoretische versus nutzwertanalytische Verfahren 33
II. Der Analytic-Hierarchy-Process 38
1. Einordnung in die nutzwertanalytischen Verfahren 39
2. Grundlagen und axiomatische Fundierung 44
3. Stabilität und Konsistenz von Gruppenentscheidungen 49
4. Darstellung 54
a) Projektierungsphase 54
b) Bearbeitungsphase 55
aa) Hierarchisierung der Entscheidungssituation 56
bb) Erhebung der Paarvergleiche 57
cc) Ermittlung der Gewichtungsvektoren 59
dd) Konsistenzprüfung 65
c) Auswertungsphase 69
aa) Zusatzuntersuchungen 69
bb) Ergebnispräsentation 71
5. Kritik 72
a) Bandbreiteneffekt 72
b) Skalenproblematik 73
c) Einfluß irrelevanter Alternativen 75
d) Zwischenergebnis 78
6. EDV-Unterstützung des Analytic-Hierarchy-Process 80
a) Problematik der Anwenderlücke 80
b) Darstellung der Anwendungen 82
aa) Kreativitätstechniken zur Ziel strukturierung 82
bb) Evaluationstechniken 84
7. Bankbetriebliche Anwendungen des Analytic-Hierarchy-Process 85
a) Strategische Planung: Der Mergers & Acquisitions-Prozeß 86
b) Marketing: Wahl der Bankverbindung 89
c) Investment banking: Bewertung von initial public offers 91
d) Vermögensberatung: Erstellung eines individuellen Kundenbedarfsprofils 93
8. Exkurs: Weiterentwicklungen des ΑΗΡ 94
a) Analytic-Delphi-Method 94
b) Theorie der unscharfen Entscheidungen 96
aa) Einführung 96
bb) Das Verfahren von Yager 99
c) Das Supermatrix-Verfahren 100
B. Der Geschäftsstellenvertrieb als bankstrategisches Entscheidungsfeld 103
I. Einordnung in die bankbetriebliche Marktpolitik 104
1. Begriffe 104
2. Problemfelder im Privatkundenmarkt für Finanzdienstleistungen 108
a) Überbesetzung des Bankenmarktes als angebotsinduzierte Problematik 108
b) Entwicklungslinien in der Bankenloyalität als nachfrageinduzierte Problematik 112
II. Entwicklungen in der Vertriebspolitik 115
1. Einkaufswirtschaftlichkeit von Bankleistungen 115
2. Ziele der Vertriebsformenvariation 119
3. Auswirkungen der Internationalisierung des Bankgeschäftes auf den Geschäftsstellen vertrieb 122
4. Entwicklung und Perspektiven der Vertriebsformen 124
a) Geschäftsstellenvertrieb am Beispiel der Institutsgruppen 124
aa) Die Kreditbanken und die Deutsche Postbank AG 124
bb) Sparkassen 127
cc) Kreditgenossenschaften 131
b) Mobiler Vertrieb 133
c) Franchising 139
d) Kundenselbstbedienung 140
aa) Bankautomatensysteme 142
bb) POS-Lösungen 145
e) Medialer Vertrieb 146
aa) Home Banking 148
(1) PC-gestützte Verfahren 149
(2) Telefon-banking 154
(3) Anwendung: Die „virtuelle Geschäftsstelle" 157
bb) Direktvertriebsinstrumente 160
f) Anwendung: Das Direktbankkonzept 161
III. Geschäftsstellenpolitik als strategisches Handlungsfeld 167
1. Darstellung des Handlungsrahmens 167
2. Strategiedifferenzierungen 169
a) Segmentierungsstrategien 169
aa) Polarisierung der Kundensegmente 169
bb) Segmentierungstypologie 171
b) Leistungsprogrammdifferenzierung 177
aa) Leistungsprogrammabstufung im externen Leistungsbereich 177
bb) Bestimmung alternativer Fertigungstiefen im internen Leistungsbereich 179
cc) Die Stellung der Geschäftsstelle in einer virtuellen Unternehmung 181
c) Personalpolitik 185
aa) Personalbedarf 185
bb) Qualifikation und Aufstieg 186
cc) Gehaltssystem 188
d) Geschäftsstellentypologisierung 190
aa) SB-Filiale 192
bb) Vertriebsstelle 193
cc) Kopfstelle 194
dd) Stützpunkt 196
e) Öffnungszeitenvariation 196
C. Entwicklung eines Entscheidungsmodells 201
I. Hierarchiekonstruktion 201
1. Projektierungsphase 201
a) Formulierung der Problemstellung 201
b) Verfahrensfestlegung 202
2. Darstellung der Alternativen 204
3. Faktorenanalyse zur Ermittlung von Zielsystemkomponenten 209
4. Partialzielstruktur des Gesamtsystems „Bank" 211
a) Programmzielebene 213
b) Entscheidungszielebene 219
aa) Kundenzufriedenheit 219
(1) Human touch 219
(2) Leistungsprogrammqualität 220
(3) Konditionen 220
(4) Entfernung 220
bb) Wirtschaftlichkeit 221
(1) Ausschöpfen der Kundenverbindung 221
(2) Ertragserhalt 222
(3) Variabilisierung der Kosten 224
(4) Marktanteilssicherung 225
cc) Image 225
(1) Durchsetzbarkeit 225
(2) Auftragsziele 226
(3) Technik-Prestige 227
II. Validierung des Modells 227
1. Filialstruktur des Untersuchungsobjektes 227
2. Erhebung 229
a) Vorstand 230
b) Geschäftsstellenleiter 230
c) Betriebswirtschaft 231
d) Öffentlichkeitsarbeit 232
3. Attributbearbeitung 233
4. Auswertungsphase 233
a) Sensitivitätsuntersuchungen 233
b) Ergebnispräsentation 237
Ausblick 238
Anhang 240
Literaturverzeichnis 258
Sachwortverzeichnis 290