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Dynamische Koordinationsmechanismen für das Controlling

Agencytheoretische Gestaltung von Berichts-, Budgetierungs- und Zielvorgabesystemen

Trauzettel, Volker

Betriebswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Vol. 112

(1999)

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Abstract

Mit Hilfe von Principal-Agent-Modellen werden Gestaltungsmöglichkeiten von Anreiz- und Vorgabesystemen als Instrumente des Controlling analysiert. Wenn ein Agent (z. B. Spartenleiter) mehr Informationen als der Principal (z. B. Unternehmensleitung) besitzt, muß eine derartige asymmetrische Informationsbeziehung für eine zielgerichtete Koordination und Steuerung berücksichtigt werden. In einem Anreizvertrag wird die Höhe der Entlohnung an die Wirkung der Information (z. B. Leistungsfähigkeit des Agent) auf das Unternehmensziel geknüpft.

Zu diesem Problem werden dynamische Koordinationsmechanismen untersucht, durch die eine wahrheitsgemäße Berichterstattung des Agent erreichbar wird. Für diese gewinnt der Tatbestand eine zentrale Bedeutung, ob sich der Principal zuverlässig an einen mehrperiodigen Vertrag mit dem Agent binden kann. Ferner ist relevant, in welchem Umfang die Information in aufeinanderfolgenden Perioden identisch, zeitlich unabhängig oder zeitlich abhängig ist.

Wenn der Principal darüber hinaus die Handlungen des Agent nicht beobachten kann, sollte die Koordination und Steuerung nicht nur über Anreiz-, sondern auch über Vorgabesysteme (Ziel- und Budgetvorgaben) erfolgen. Im statischen und dynamischen Fall wird mit dem Bericht des Agent der Vorgabewert festgelegt und die Entlohnungsfunktion angepaßt.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Geleitwort 5
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Tabellenverzeichnis 12
Abbildungsverzeichnis 13
Abkürzungsverzeichnis 15
Einleitung 17
1 Koordination von Entscheidungen als zentrales Problem des Controlling 21
1.1 Koordinationsbedarf von Entscheidungen 21
1.2 Koordinationsinstrumente des Controlling 23
1.2.1 Koordinationsinstrumente bei symmetrischer Informationsverteilung zur Bewältigung von Sachinterdependenzen 24
1.2.2 Koordinationsinstrumente bei asymmetrischer Informationsverteilung zur Bewältigung von Verhaltensinterdependenzen 26
1.2.3 Koordinationsinstrumente zur simultanen Bewältigung von Sach- und Verhaltensinterdependenzen 33
1.3 Anreizmechanismen zur Koordination von Entscheidungsträgern bei Informationsasymmetrie 34
1.3.1 Der Beitrag der Informationsökonomik zur Fundierung von Koordinationsinstrumenten 34
1.3.2 Die Principal-Agent-Theorie als Basis zum Design von Koordinationsinstrumenten 35
1.4 Spieltheorie und Gestaltung eines Anreizschemas 38
1.4.1 Überführung von Principal-Agent-Modellen in spieltheoretische Modelle 39
1.4.2 Koordinationsrechnungen auf der Grundlage der Principal-Agent-Theorie 45
1.4.3 Forschungsgebiete der Gestaltung von Anreizmechanismen 48
2 Dynamische Anreizsysteme für eine wahrheitsgemäße Berichterstattung 51
2.1 Das statische Grundmodell mit Adverse Selection 52
2.1.1 Kennzeichnung anreizkompatibler Mechanismen 57
2.1.2 Bestimmung des optimalen Mechanismus 63
2.1.3 Ergebnisse aus der Betrachtung des statischen Adverse-Selection-Problems für das Controlling 92
2.2 Überblick zu dynamischen Koordinationsmechanismen 95
2.3 Mehrperiodige Mechanismen mit Bindungskraft des Principal 98
2.3.1 Entwicklung eines dynamischen Principal-Agent-Modells mit Adverse Selection 98
2.3.1.1 Zeitlich abhängige Typen 100
2.3.1.2 Zeitlich unabhängige Typen 134
2.3.1.3 Identische Typen 143
2.3.2 Ergebnisse aus der Betrachtung des dynamischen Adverse-Selection-Problems mit Bindungskraft des Principal 147
2.4 Mehrperiodige Mechanismen ohne Bindungskraft des Principal 150
2.4.1 Entwicklung eines dynamischen Principal-Agent-Modells mit Adverse Selection 150
2.4.1.1 Identische Typen 150
2.4.1.2 Zeitlich abhängige Typen 157
2.4.1.3 Zeitlich unabhängige Typen 158
2.4.2 Ergebnisse aus der Betrachtung des dynamischen Adverse-Selection-Problems ohne Bindungskraft des Principal 159
2.5 Wert der Bindungskraft des Principal in mehrperiodigen Beziehungen 162
2.6 Ergebnisse des dynamischen Adverse-Selection-Problems und Implikationen für das Controlling 168
3 Koordination von Entscheidungsträgern durch dynamische Vorgabemechanismen 171
3.1 Koordination durch Vorgabemechanismen 171
3.1.1 Kennzeichnung der Koordination durch Vorgaben 171
3.1.2 Statische Vorgabemechanismen für unabhängige Unternehmensbereiche 175
3.1.2.1 Das Weitzman-Schema 175
3.1.2.2 Der Mechanismus von Osband und Reichelstein 184
3.1.3 Statische Vorgabemechanismen für abhängige Unternehmensbereiche 187
3.1.3.1 Profit-Sharing 187
3.1.3.2 Der Groves-Mechanismus 191
3.2 Entwicklung eines dynamischen Vorgabemechanismus für unabhängige Unternehmensbereiche 193
3.2.1 Statischer Vorgabemechanismus von Reichelstein et al. 193
3.2.2 Principal-Agent-Modell mit Moral Hazard und Adverse Selection 197
3.2.2.1 Das statische Modell mit Moral Hazard und Adverse Selection 197
3.2.2.2 Beispiel für einen statischen Vorgabemechanismus 209
3.2.3 Entwicklung eines dynamischen Principal-Agent-Modells mit Moral Hazard und Adverse Selection 213
3.3 Ergebnisse der Vorgabemechanismen für die dynamische Koordinationsproblematik und das Controlling 218
4 Schlußbemerkung und Ausblick 220
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse 220
4.2 Leistung und Grenzen der Analyse 221
4.3 Ausblick und Forschungsschwerpunkte 223
Anhang 227
A.1 Stochastische Ordnungsbeziehungen 227
A.1.1 Stochastische Dominanz 227
Α.1.2 Ausfallrate 228
Α.1.3 Dominanz von Ausfallraten 229
A.2 Anhang zu Kapitel 2.1 229
A.3 Anhang zu Kapitel 2.3.1.1 230
Literaturverzeichnis 233
Personenregister 250
Sachregister 254