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Paradigmata des Konsumentenverhaltens: Die Rolle der Nachfrage im Innovationsprozeß

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Engelhard, P. (1999). Paradigmata des Konsumentenverhaltens: Die Rolle der Nachfrage im Innovationsprozeß. Ein sozialökonomischer Beitrag zur subjektivistischen Theorie der Wahlhandlungen von Konsumenten. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49694-5
Engelhard, Peter. Paradigmata des Konsumentenverhaltens: Die Rolle der Nachfrage im Innovationsprozeß: Ein sozialökonomischer Beitrag zur subjektivistischen Theorie der Wahlhandlungen von Konsumenten. Duncker & Humblot, 1999. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49694-5
Engelhard, P (1999): Paradigmata des Konsumentenverhaltens: Die Rolle der Nachfrage im Innovationsprozeß: Ein sozialökonomischer Beitrag zur subjektivistischen Theorie der Wahlhandlungen von Konsumenten, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-49694-5

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Paradigmata des Konsumentenverhaltens: Die Rolle der Nachfrage im Innovationsprozeß

Ein sozialökonomischer Beitrag zur subjektivistischen Theorie der Wahlhandlungen von Konsumenten

Engelhard, Peter

Volkswirtschaftliche Schriften, Vol. 497

(1999)

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Abstract

Der Autor analysiert aus einer dynamisch-evolutionären Mikroperspektive die Entstehung persistenter Verhaltens- und Wahlhandlungsmuster von Konsumenten sowie deren Bedeutung für die Profitabilität und die Diffusion von Produktneuerungen. Damit wird das von der evolutionären Ökonomik lange vernachlässigte Thema der Bedeutung der Nachfrageseite für den Wirtschaftsprozeß grundlegend erörtert.

Den Ausgangspunkt bildet die subjektive Rationalität wirtschaftlichen Handelns. Hieran anknüpfend wird erstmals die Entstehung von Verhaltensregeln, von Institutionen und Gruppennormen, denen jeder Mensch in seinem Alltagsleben unterliegt, ökonomisch konsistent erklärt. Ausführlich wird die Interaktion zwischen dem wirtschaftlichen Handeln der einzelnen Wirtschaftssubjekte und der Entwicklung institutioneller Arrangements dargelegt. Indem diese Aspekte mit den Prinzipien des Lernens und der Bildung wirtschaftlicher Erwartungen verknüpft werden, gelingt ein wesentlicher Beitrag zur theoretischen Endogenisierung der Bildung von Präferenzen. In einem weiteren Schritt interpretiert Engelhard die Erkenntnisse über die Entstehung von Nachfragestrukturen als Bedingung für die Existenz innovationsbezogener Quasi-Renten-Potentiale, die wiederum die Leitgröße für das Unternehmerverhalten darstellen. Somit zeigt der Autor einen Ansatzpunkt für eine vollständigere evolutionäre Theorie der Koordination von Angebot und Nachfrage auf.

Table of Contents

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Inhaltsverzeichnis 7
Α. Technisch-ökonomische Paradigmata der Fortentwicklung von Gütern und Dienstleistungen: Innovationsmuster auf der Angebotsseite nichtstationärer sozialökonomischer Systeme 13
I. Überblick über das weitere Vorgehen und Vorbemerkungen zur Methode 14
II. Angebotsseitige Neuerungs- und Innovationsprozesse im Güterraum nichtstationärer sozialökonomischer Systeme: Muster des Innovationsprozesses 17
1. Radikale versus inkrementelle Innovation 17
2. Systemische versus autonome Innovation 19
III. Technisch-ökonomische Paradigmata und Trajektorien 19
IV. Übergänge zwischen und Modifikationen von Innovationsmustern: Die Wettbewerbsperspektive 20
V. Von der Angebotsseite zur Nachfrageseite der technisch-ökonomischen Trajektorie 23
VI. Innovationsbezogene Quasirenten und die Rolle der Nachfragestruktur auf Konsumgütermärkten 24
B. Der einzelne Konsument im Zentrum der Nachfrageanalyse: Wahlhandlungsantrieb und die logische Form der Wahlhandlung 26
I. Bedürfnis und zweckgerichtetes Handeln: Ausgangspunkt und Grundtatsachen des Konsumentenverhaltens 28
1. Das Bedürfnis als vorökonomische Handlungsmotivation 28
2. Von der vorökonomischen Handlungsmotivation zum zweckgerichteten Handeln 30
3. Zeitrichtung und personale Interdependenz: Konstitutive Elemente zweckgerichten Handelns 31
4. Interdependenz und Zeitbedingtheit der Wohlfahrtsposition des Konsumenten 32
II. Die logische Form zweckgerichteten Handelns 33
1. Die Rationalität des Handelns als Verhaltenserklärung 33
a) Voraussetzungen des Wahlhandelns 36
aa) Alternativen und Präferenzen 36
bb) Die Wahlhandlungsrelevanz der Knappheit 37
(1) Rationalität, Optimierung und Logik des Wahlhandelns unter dem Gesichtspunkt der Knappheit 38
(2) Knappheit und die Gutseigenschaften von Mitteln 40
cc) Präferenzen und Logik des Wahlhandelns 41
dd) Der logische Aufbau der Wahlhandlung als Voraussetzung der interpretierenden Analyse des Konsumentenverhaltens 43
ee) Grundlagen der logischen Klassifikation von Wahlhandlungen 45
b) Logische und empirische Handlungsmuster 46
c) Die grundsätzliche Verstandesautonomie der Wahlhandlung 47
d) Zum normativen Verhältnis zwischen Wahlhandlungslogik und dem Inhalt des Wahlhandelns 49
2. Das individuelle Gleichgewicht als Leitgröße des Wahlhandelns von Konsumenten 51
a) Gleichgewichtsstreben und personale Interdependenz 52
b) Individualgleichgewicht und Wirtschaftsperiode 53
c) Gleichgewichtsrichtung des Wahlhandelns und prozessuale Nichtindifferenz des Individuums 54
3. Kurzer Zwischenhalt 55
C. Die Wahlhandlung des Konsumenten im sozialökonomischen Prozeß: Möglichkeiten und Bedingungen 58
I. Ein Überblick 58
1. Die Umwelt und der Entwurf der Wahlhandlung 58
a) Die Wahl zwischen Wahlhandlungsentwürfen 59
b) Wahlhandlungsentwurf und Erfolgskontrolle 60
c) Wahlhandlungsentwurf und Wirtschaftsperiode 60
2. Logik, Empirie und Wahrscheinlichkeit 61
II. Die Generik der Konsumwahl 64
1. Transformations- und Substitutionsbeziehungen zwischen Mitteln und Zwecken 65
2. Die gesellschaftliche Bedingtheit individueller Zwecke: Formierung von Präferenzen 66
3. Die innere Ordnung der Wahlhandlung: Sukzession der Mittelspezifik 70
a) Die Zeit als unspezifisches intermediäres Grundmittel der Wahlhandlung 72
b) Psychische Energie 73
c) Monetäres Einkommen 74
III. Das Wissen des Konsumenten 76
1. Bezugsfelder des Lernens 76
2. Zur Methode der Erklärung individuellen Handelns des Konsumenten in der Gesellschaft 77
3. Fähigkeitenpotentiale des Konsumenten 77
4. Spezialisierung des Wahlhandelns und Lernen unter Ungewißheit 79
5. Der investive Charakter des Lernens 79
6. Die Technik der Wahlhandlung 80
a) Wahlhandlungstechnik als deklaratives Wissen 82
b) Pfade des Lernens 84
c) Veränderung und Konsistenz des Wissens 85
7. Grundelemente der Wahlhandlungstechnik: Apriorisches Wissen über die Logik der Wahlhandlungen 86
a) Die Phylogenese des zweckgerichteten Wahlhandelns: Evolution als Lernprozeß 87
b) Physis und Verstand: Das ontogenetische a priori zweckgerichteten Handelns 89
c) Die einheitliche Logik von Wahrnehmung und Handeln 89
d) Synthetisches a priori, Verhaltensanpassung und Individualgleichgewicht 91
e) Freiheitsgrade des zweckgerichteten Handelns: Die Isomorphie der Kategorie des Handelns zur Umwelt des Menschen 92
f) Von der Kausalität der Lebenswelt zur Teleologie individuellen Handelns 94
g) Teleologie und interpersonelles Verstehen von Wahlhandlungen 97
h) Wahlhandlungslogik als quasiformales Wissen 99
i) Formen der logischen Deduktion 100
IV. Die sozialökonomischen Umsetzungsbedingungen der Logik der Wahlhandlungen 103
1. Die Einbindung des Konsumenten in den Ablauf der Realzeit 104
2. Wahlhandlungsentwurf und Erwartungen 106
3. Das Preissystem als sozialökonomische Bedingung des Wahlhandelns 108
a) Die organisierte Komplexität des Marktes 108
b) Preissystem und Information 109
c) Das Preissystem und Findigkeit des Konsumenten 111
d) Einschränkungen preislicher Koordination 113
4. Die Ungewißheit der Möglichkeiten und Bedingungen von Wahlhandlungen des Konsumenten 116
a) Irrtum und die Ungewißheit der Wahlhandlungsergebnisse 118
b) Individuelles Gleichgewicht, Irrtum und Marktprozeß 119
c) Lernen im Marktprozeß: Die Korrektur von Feldern 121
d) Erfolgskontrolle des Wahlhandelns im sozialökonomischen Prozeß 122
e) Ein Einschub: Der Doppelaspekt der Ungewißheit – Begrenzung und logische Voraussetzung der Wahlhandlung 123
f) Der Umgang des Konsumenten mit der Ungewißtheit des Wahlhandelns: Kompetenz und Entscheidungserfordernis 124
g) Ungewißtheit mittleren Grades 125
5. Die kollektive Bewältigung von Ungewißheit durch Institutionen: Zur Bedeutung gesellschaftlicher Verhaltensregeln für das Wahlhandeln von Konsumenten 126
a) Die allgemeine Orientierungsfunktion von Institutionen 127
b) Institutionen und Lernprozesse 130
c) Zwei konzeptionelle Gesichtspunkte 134
aa) Institutionen und der Verlauf der Realzeit 134
bb) Die Institution im Verhältnis zur Wahlhandlungstheorie 134
d) Die Institution als Begrenzung individueller Handlungsspielräume 136
e) Von der Institution als Begrenzung zur Institution als Leitgröße des Wahlhandelns 137
aa) Orientierung, Koordination und Typisierung 138
bb) Idealtypen und Rollen 141
cc) Gesellschaftliche Rolle und gesellschaftliche Position 144
dd) Binnenkonventionen gesellschaftlicher Gruppen 146
ee) Rolle, Position und Situationsbedingtheit der Wahlhandlung 146
ff) Rollenkonformität und die Symbolfunktion spezifischer Konsumgüter 147
gg) Lebensstil und Lebensstandard: Gesellschaftliche Gruppennormen als Referenzpunkte der Wahlhandlung des einzelnen Konsumenten 150
hh) Vom Lebensstandard zum Konsumenten 152
ii) Der Konsumstandard als Erfolgskriterium – Divergenz und Konvergenz von Wahlhandlungen 153
V. Vom logischen Wahlhandlungsprinzip zum realweltlichen Wahlhandeln des Konsumenten 156
1. Handlungslogische Entwurfsprinzipien im Prozeß des Handelns 156
a) Das Opportunitätskostenkalkül des Wahlhandelns 158
aa) Informationskosten bei Ungewißheit 160
bb) Institutionelle Sanktionen und das Opportunitätskostenkalkül 167
cc) Das Opportunitätskostenkalkül der gesellschaftlichen Mobilität des Konsumenten 169
dd) Datenänderungen: Gesellschaftlicher Auf- und Abstieg des einzelnen Konsumenten unter Gesichtspunkten der Opportunitätskosten 171
ee) Das Opportunitätskostenkalkül der Informationsbewertung und der Präferenzformierung 173
ff) Das Opportunitätskostenkalkül der Veränderungen der sozialökonomischen Position eines Konsumenten 174
gg) Das Opportunitätskostenkalkül des Wandels von Konsumstandards 177
b) Die Rangordnung der Präferenzen 182
c) Die Rangordnung der Präferenzen in temporaler Sicht: Das Grenznutzenprinzip 184
2. Handlungslogische Prinzipien und empirische Daten 189
a) Konzeptioneller Ausgangspunkt 189
b) Das Prinzip der „reflektierenden Abstraktion“ 190
c) Die Erfolgskontrolle des Wahlhandelns als kognitive Rückkoppelung 192
d) Handlungslogische und empirische Regeln des Wahlhandelns 193
e) Wahlhandlungsrelevante Operationsweisen des Gehirns 194
f) Gedächtnisbasierte Regelformierung durch „reflektierende Abstraktion“ 199
g) Diachronische und synchronische Regeln des Handelns 201
h) Wahlhandlungen und Gewohnheiten als konzeptionelle Einheit 201
aa) Formen der Vergangenheitsorientierung 205
bb) Die Formung stereotyper Handlungssequenzen 206
cc) Stereotype Handlungssequenzen und Institutionen 207
dd) Die Tiefe der Reflexion von Wahlhandlungen 209
ee) Regelhandeln und reflektiertes Räsonnement der Wahlhandlung 211
ff) Konkurrenz und Komplementarität von kognitiven Regeln 216
i) Paradigmata der Wahlhandlung und das Prinzip der erfahrungsbegrenzten Kreativität des Wahlhandelns 216
aa) Anpassung an Datenänderungen bei erfahrungsbegrenzter Kreativität 218
bb) Adaption und Effizienz des Regelhandelns 220
j) Kognitive Aspekte der Erwartungsbildung 222
aa) Kognitiv-handlungslogische Wahrscheinlichkeiten 223
bb) Hypothetisch-deduktive kognitive Projektion 224
3. Vom Wahlhandlungsentwurf zum Konsumplan: Die längerfristige individuelle Koordination von Wahlhandlungen 229
a) Die Planleitung des Wahlhandelns 230
b) Konsumplan, Handlungsentwurf und Mittelallokation 231
c) Determinierung und Offenheit von individuellen Konsumplänen 233
d) Konsumplan und Umweltadaption 234
e) Konsumpläne im Verlauf der Realzeit 235
aa) Die Pfadabhängigkeit der Konsumplanentwicklung 235
bb) Zeitpräferenz der Mittelbindung und die temporale Spaltung von Präferenzen 237
cc) Eigenkontrolle des Konsumenten: Die Dominanz sekundärer Präferenzen 239
dd) Techniken der Eigenkontrolle 240
ee) Eigenkontrolle unter Opportunitätskostenaspekten 243
ff) Die Ausführungsperspektive von Konsumplänen: Budgetierung als „geistige Buchhaltung“ des Konsumenten 244
gg) Planungsrealismus als Komplement zur Selbstbindung 247
hh) die Umkehr der Regelbindung: Rationale Spontaneität im Handelns des Konsumenten 248
4. Der Konsumplan als Definition eines ipsativen Möglichkeitenraumes von Wahlhandlungen 250
D. Zusammenfassung und Ausblick 253
I. Einige zusammenfassende Schlußfolgerungen 253
II. Ausblick auf eine integrative Marktprozeßtheorie 256
1. Der evolutionäre Zusammenhang zwischen den ökonomischen Lernprozessen der Anbieter und der Nachfrager 258
2. Die Koordination der Anbieter und Nachfrager von Konsumgütern im Marktphasenzusammenhang 259
a) Schnittstellenkonfigurationen von Angebot und Nachfrage im Marktprozeß 260
b) Wirtschaftsstrukturelle Gesichtspunkte einer integrativen Prozeßperspektive 261
3. Schluß 265
Literaturverzeichnis 266
Sachwortregister 293