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Kartengestützte Zahlungssysteme und Konsumentenverhalten

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Raab, G. (1998). Kartengestützte Zahlungssysteme und Konsumentenverhalten. Eine theoretische und empirische Untersuchung. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49038-7
Raab, Gerhard. Kartengestützte Zahlungssysteme und Konsumentenverhalten: Eine theoretische und empirische Untersuchung. Duncker & Humblot, 1998. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49038-7
Raab, G (1998): Kartengestützte Zahlungssysteme und Konsumentenverhalten: Eine theoretische und empirische Untersuchung, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-49038-7

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Kartengestützte Zahlungssysteme und Konsumentenverhalten

Eine theoretische und empirische Untersuchung

Raab, Gerhard

Beiträge zur Verhaltensforschung, Vol. 34

(1998)

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Abstract

Kartengestützte Zahlungssysteme wie Kreditkarten, Kundenkarten, Electronic Cash und elektronische Geldbörse ersetzen zunehmend das klassische Bargeld in unserer Geldwirtschaft. Der Schwerpunkt der gegenwärtigen wissenschaftlichen Arbeiten auf diesem Gebiet konzentriert sich auf die wirtschaftlichen und technologischen Fragen. Die Berücksichtigung der sozialen und psychischen Aspekte, die sich für die Verbraucher aus dieser Entwicklung ergeben, finden dagegen kaum Beachtung. Dazu gehören u. a. Fragen der Auswirkung auf das Konsumverhalten, der Verschuldung, des Datenschutzes, des Kontrollverlustes im Umgang mit Geld und der Einstellung zu spezifischen Geldformen. Die vorliegende Untersuchung versucht diese Fragen zu beantworten und Erklärungsansätze zu beschreiben.

Die Ergebnisse der theoretischen Analyse und der empirischen Untersuchung anhand von Zahlungsverkehrsdaten einer Bank sowie experimenteller Simulation und Befragung dokumentieren, daß zur Erklärung des Einflusses kartengestützter Zahlungssysteme auf das Konsumverhalten ein interdisziplinärer und interaktionistischer Ansatz notwendig sind: Interdisziplinär, da wirtschaftliches Verhalten und damit insbesondere auch der Umgang mit Geld immer ökonomische und psychologische Aspekte beinhaltet und interaktionistisch, da der Umgang mit Geld sowohl von seiner Form und den damit verbundenen Eigenschaften als auch von individuellen Merkmalen beeinflußt wird.

Zentrale Erklärungsansätze für die beobachtete Zunahme der Konsumausgaben und der Verschuldung sind die Illusion der Ausgabenkontrolle und die mit kartengestützten Zahlungssystemen verbundene Funktionsdualität des Geldes. Die Aufgabe, sich mit diesen Auswirkungen kartengestützter Zahlungssysteme zu befassen, kommt sowohl der Wissenschaft als auch den an diesen Zahlungssystemen unmittelbar und mittelbar beteiligten Institutionen (z. B. Banken, Handelsunternehmen, Kartenorganisationen, Politik, Verbraucherverbänden) zu.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Geleitwort 7
Inhaltsverzeichnis 11
Tabellenverzeichnis 15
Abbildungsverzeichnis 16
Abkürzungsverzeichnis 17
Einleitung: Fragestellung, wissenschaftliche Einordnung und Aufbau der Arbeit 19
A. Grundlagen kartengestützter Zahlungssysteme 23
I. Begriffliche Grundlagen kartengestützter Zahlungssysteme 23
1. Zahlungsmittel 23
2. Funktionen von Karten 24
a) Zahlungsservicefunktionen 25
b) Zusatzfunktionen 26
3. Kartenarten 29
a) Chargekarten 29
b) Kreditkarten 29
c) Debitkarten 30
d) Wertkarten 32
4. Kartentechnologie 34
5. Systemansätze 36
II. Elektronische Zahlungssysteme am Point of Sale (EFTPOS) 36
1. Entwicklung des elektronischen Zahlungsverkehrs 37
2. Realisierte und geplante Konzepte des elektronischen Zahlungsverkehrs 40
a) Electronic cash 40
b) Elektronisches Lastschriftverfahren 42
c) ΡΟΖ als alternatives Konzept der Banken 42
d) Abwicklungssysteme internationaler Kreditkarten 43
e) Elektronische Geldbörse 44
3. Europäische und weltweite Debitkarten 45
4. Gebrauch und Mißbrauch von Daten im elektronischen Zahlungsverkehr 47
III. Teilnehmer des Kartenmarktes 50
1. Banken 51
a) Banken als Emittenten von Karten 51
b) Zahlungsverkehr: eine Basis des Bankgeschäfts 51
c) Erhöhung des Bodensatzes durch kartengestützte Zahlungssysteme 53
2. Kreditkartenorganisationen 55
a) Interbankenvereinigungen 55
b) Bankenunabhängige Unternehmen 57
3. Handels-, Dienstleistungs- und Industrieunternehmen 60
a) Akzeptanten kartengestützter Zahlungssysteme 60
b) Kundenkarten des Handels 60
c) Kooperationen mit Banken und Kreditkartenorganisationen 62
4. Netzbetreiber 62
5. Verbraucher 64
a) Nutzen kartengestützter Zahlungssysteme für den Verbraucher 64
b) Preissteigernde Wirkung kartengestützter Zahlungssysteme 64
c) Einfluß kartengestützter Zahlungssysteme auf das Kaufverhalten 65
d) Zunahme der Verschuldung durch kartengestützte Zahlungssysteme 66
B. Verhaltenswissenschaftliche Analyse kartengestützter Zahlungssysteme 70
I. Psychologie des Geldes 70
1. Historischer Hintergrund des Geldes 70
a) Ursprung des Geldes 70
b) Entwicklung der Geldkultur 72
c) Neuer Entwicklungsabschnitt oder Regression? 74
2. Geld als polymorphes Konzept 76
3. Ausgewählte theoretische Ansätze zur Psychologie des Geldes 77
a) Lerntheorie 78
b) Entwicklungspsychologie 79
c) Form und Wertschätzung des Geldes 81
d) Symbolfunktion des Geldes 83
II. Selbstwert und das „Konsumgut" Zahlungsmittel 84
1. Kartengestützte Zahlungsmittel als vermarktetes Konsumgut 85
2. Selbstdarstellung mittels Konsumgütern 86
a) Motiv der Selbstdarstellung 87
b) Symbolische Selbstergänzung mittels materieller Symbole 89
c) Individuelle Unterschiede im Selbstdarstellungsverhalten 91
d) Konsumgüter zur Selbstdarstellung 94
3. Kompensatorisches Kaufen und Zahlungsmittel 96
III. Kontrolltheoretische Aspekte kartengestützter Zahlungssysteme 99
1. Psychologisches Konzept der Kontrolle 99
2. Interaktion von Person und Umwelt 100
a) Kontrolle als individuelles Merkmal 100
b) Kontrollierbarkeit als Merkmal der Umwelt 103
3. Fähigkeit zur Selbstkontrolle 105
a) Theoretische Grundlagen 105
b) Illusion von Kontrolle 108
c) Selbstkontrolle und Verschuldung 109
4. Kontrollierbarkeit von Zahlungssystemen 112
C. Empirische Untersuchung des Einflusses kartengestützter Zahlungssysteme auf das Konsumentenverhalten 115
I. Methodischer Ansatz der empirischen Untersuchung 115
1. Untersuchungsdesign 115
a) Zielsetzung und zentrale Hypothesen 115
b) Mehr-Methoden-Ansatz 116
c) Unternehmensgespräche 118
d) Pretest 119
e) Stichprobe der experimentellen Untersuchung 119
2. Operationalisierung relevanter Variablen der experimentellen Untersuchung 121
a) Kaufsuchtindikator 121
b) Skala zur Erfassung des Kontrollverlustes in Kaufhandlungen 122
c) Skala zur Erfassung der Selbstakzeptierung 122
d) Fragebogen zur Erfassung der Einstellungen zu Bargeld und Kreditkarten 123
e) Skala zur Erfassung irrationalen Kreditkartengebrauchs 124
f) Operationalisierung der Aspekte zum Datenschutz 124
g) Operationalisierung der als Geld wahrgenommenen Objekte 125
h) Liste zur Erfassung der Selbstdarstellung mittels Konsumgütern 125
3. Entwicklung des Kaufhausspiels - ein neuer Untersuchungsansatz 126
a) Gestaltung und Spielablauf 126
b) Externe Validität 130
c) Entwicklungsmöglichkeiten des Kaufhausspiels 132
4. Analyse von Kundendaten einer Bank 133
II. Ergebnisse der Analyse von Privatkonten einer Bank 135
1. Kontenentwicklung bei Karteninhabern und Nicht-Karteninhabern 137
2. Kontenentwicklung unter Berücksichtigung der Variable Einkommen 141
3. Kontenentwicklung unter Berücksichtigung der Variable Alter 144
4. Kontenentwicklung unter Berücksichtigung der Variable Geschlecht 146
III. Experimentelle Untersuchung und Befragung 148
1. Geldobjekte der Konsumenten 148
2. Informationsstand der Verbraucher hinsichtlich kartengestützter Zahlungssysteme 153
a) Informationsstand in bezug auf gespeicherte Daten 153
b) Wissensstand hinsichtlich der Höhe des Zinssatzes 155
3. Kartengestützte Zahlungssysteme als Mittel der Selbstdarstellung 155
a) Prinzipielle Eignung von Objekten zur Selbstdarstellung 155
b) Karteninhaber versus Nicht-Karteninhaber und Objekte zur Selbstdarstellung 157
c) „Normale" versus kompensatorische Konsumenten und Objekte zur Selbstdarstellung 158
4. Konsumausgaben in Abhängigkeit des Zahlungssystems und individueller Merkmale 160
a) Höhe der Konsumausgaben 160
b) Selbstkontrolle in Kaufsituationen 162
c) Illusion der Ausgabenkontrolle 164
5. Verschuldungsbereitschaft in Abhängigkeit vom Zahlungssystem und individueller Merkmale 166
a) Verschuldungsbereitschaft in Abhängigkeit vom Zahlungssystem 166
b) Kompensatorisches Kaufverhalten und Verschuldungsbereitschaft 168
c) Höhe des Zinssatzes und die Bereitschaft zur Kreditaufnahme mittels Karte 169
6. Geldeinstellungen und Geldformen 171
a) Subjektive Eigenschaften des Geldes 171
b) Dimensionen der Geldeinstellung 173
c) Individuelle Merkmale und Geldeinstellung 176
7. Tabellarische Zusammenfassung der Überprüfung der zentralen Hypothesen 178
D. Schlußbetrachtung: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Ausblick 181
Anhang 186
Literaturverzeichnis 203
Stichwortverzeichnis 232