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Dynamik von Unternehmenskooperationen

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Schwerk, A. (2000). Dynamik von Unternehmenskooperationen. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49777-5
Schwerk, Anja. Dynamik von Unternehmenskooperationen. Duncker & Humblot, 2000. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-49777-5
Schwerk, A (2000): Dynamik von Unternehmenskooperationen, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-49777-5

Format

Dynamik von Unternehmenskooperationen

Schwerk, Anja

Betriebswirtschaftliche Schriften, Vol. 151

(2000)

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Abstract

In der vorliegenden Arbeit entwickelt die Autorin ein Modell zur Dynamik von Unternehmenskooperationen.

Im theoretischen Teil werden die existierenden Forschungsstränge geordnet und auf ihren Beitrag zu einer dynamischen Betrachtung von Kooperationen untersucht. Anja Schwerk berücksichtigt sowohl die betriebswirtschaftliche und soziologische Forschung als auch die ökonomische Forschung mit ihren industrieökonomischen und spieltheoretischen Modellen. Erstmalig werden sowohl Phasen als auch Prozesse innerhalb eines Modells integriert. Dabei zeigt sich, daß die entscheidenden Triebkräfte für die Bildung von Kooperationen externe markt- und wettbewerbsspezifische Faktoren und die sich daraus ergebenden Ressourcen- und Verhaltensinterdependenzen sind. Das industrielle und soziale Netzwerk, in dem sich die Unternehmen befinden, unterstützt die externen Triebkräfte in ihrer Wirkung. Externe und interne partnerspezifische Faktoren determinieren die Anfangsbedingungen einer Kooperation. Zeitlich aufeinanderfolgende Phasen mit spezifischen Inhalten und permanent ablaufende phasenübergreifende Prozesse kennzeichnen die Eigendynamik der Kooperation. Die Stabilitätsvariablen Vertrauen, Kommunikation, "commitment" und Lernen wirken auf die phasenübergreifenden Prozesse und den Kooperationswert. Sie sind in der Lage, kooperationsschädigende Entwicklungen externer und interner Faktoren auszugleichen.

Im empirischen Teil testet die Verfasserin die verschiedenen Aspekte des Modells mit Hilfe einer Querschnittanalyse legalisierter deutscher Kartelle und einer Fallstudienanalyse der Kooperationen der Deutschen Lufthansa AG.

Neben ihrem theoretischen Beitrag liefert die Arbeit auch für Praktiker sowohl allgemeine als auch phasenspezifische Hinweise zur erfolgreichen Gestaltung einer Kooperation.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Geleitwort 5
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 9
Tabellenverzeichnis 15
Abbildungsverzeichnis 16
Abkürzungsverzeichnis 19
Α. Einführung 21
Β. Kooperation und Dynamik 26
I. Kooperation 26
1. Systematisierung von Kooperationen 31
a) Anzahl der Kooperationspartner 32
b) Allgemeine Kooperationserfahrung 33
c) Interaktions- und Kooperationshäufigkeit 33
d) Kooperationsrichtung 33
e) Nationalität und kulturelle Ähnlichkeit der Partner auf Länderebene 36
f) Kulturelle und organisationsspezifische Kompatibilität der Partner 37
g) Zielkompatibilität der Partner 38
h) Vertrauen zwischen den Partnern 38
i) Zeitdauer 39
j) Kooperationsformen 39
k) Ressourcenkonfiguration 51
l) Funktionale Ausrichtung 52
m) Verteilung des Kapitals und der Managementkontrolle 54
n) Organisations-/Formalisierungsgrad, Bindungsintensität und „commitment“ 56
o) Risiko- und Unsicherheitsgrad 56
p) Erfolg 57
2. Fazit: Systematisierung von Kooperationen 57
3. Abgrenzung verschiedener Koordinationsformen 58
II. Dynamik: Phasen und Prozeß 64
III. Dynamische Betrachtung von Kooperationen 66
C. Stand der theoretischen und empirischen Forschung 70
I. Ökonomische Ansätze 70
1. Transaktionskostenansatz 71
2. Industrieökonomische Ansätze 82
a) Arten und Einflußfaktoren von Kollusion 87
b) F+E-Kooperationen 99
c) Neue Spieltheorie 109
3. Evolutionstheoretischer Ansatz 123
II. Managementansätze 125
1. Strategisches Management und organisationstheoretische Ansätze 126
a) Externe umfeld- und industriespezifische Faktoren: Motive, Kooperationsformen und Stabilität 129
b) Interne partner- und kooperationsspezifische Faktoren: Management und Stabilität 137
2. „Resource-Based-View“ und „Resource-Dependence“-Ansatz 140
3. Netzwerkansätze 148
4. Lerntheoretische Ansätze 155
5. Ansätze zur Bedeutung von Vertrauen 160
III. Fazit: Theoretische Ansätze und ihr Erklärungsgehalt für die Dynamik von Kooperationen 167
IV. Empirische Kooperationsforschung 181
1. Kooperationscharakteristika, Einflußfaktoren auf die Entstehung und Motive 183
a) Quantitative Entwicklung und geographische Verteilung von Kooperationen 183
b) Anzahl und Größe der Partner sowie Kooperationsrichtung 190
c) Kooperationsformen und Kapitalanteile 191
d) Kooperationsinhalte bzw. -tätigkeitsbereiche 193
e) Branchenverteilung und branchenspezifische Einflußfaktoren 196
f) Kooperationsnetzwerke 202
g) Kooperationsmotive 206
2. Stabilitäts- und Erfolgsfaktorenforschung 210
a) Lebensdauer von Kooperationen 213
b) Performancewirkung 214
aa) Externe umfeld- und industriespezifische Stabilitäts- und Erfolgsfaktoren 218
bb) Interne Stabilitäts- und Erfolgsfaktoren 221
(1) Partnerspezifische Faktoren 221
(2) Kooperationsspezifische Faktoren 224
3. Fazit: Empirische Kooperationsforschung 228
D. Eklektische Ansätze zum Lebenszyklus von Kooperationen 230
I. Phasenmodelle 231
1. Modell der Entwicklung von Krankenhaus-Verbänden von D‘Aunno und Zuckerman (1987) 231
2. Modell über Käufer-/Verkäufer-Beziehungen von Dwyer, Schurr und Oh (1987) 232
3. „Transaction Value“-Modell von Zajac und Olsen (1993) und Shortell und Zajac (1988) 234
4. Phasenmodell von Larson (1991, 1992) 236
5. Entscheidungsprozeß-Modell von Tallman und Shenkar (1994) 239
6. Dialektisches Modell von Das und Teng (1996, 1996a, 1997, 1997a) 240
7. Modell von Spekman, Isabella, MacAvoy und Forbes (1996) 242
II. Phasenspezifische Erfolgsfaktorenstudien 243
1. Performance-Management-Studie von Achrol, Scheer und Stern (1990) 243
2. Drei Studien phasenspezifischer Erfolgsfaktoren (Zielke 1992, Eisele 1995 und Trommsdorff/Schuchardt/Lesche 1995) 244
III. Prozeßmodelle 245
1. „Fit“-Modell von Niederkofler (1991) 245
2. Modell der Balance zwischen formellen und informellen Prozessen von Van de Ven (1976) und Ring und Van de Ven (1994) 248
3. Modell der Evolution durch Lernen von Doz (1996) 254
IV. Studien zu dynamischen Aspekten 257
1. Einfluß von internen und externen Faktoren (Kogut 1988, 1991) 258
2. Dynamisches Lernmodell (Parkhe 1993) 260
3. Stufenmodell zur Entwicklung von Managementteams (Salk 1993) 261
4. Organisationsentwicklung in Kooperationen und Veränderung der Verhandlungsmacht (Gray 1990, Gray/Yan 1992, Yan/Gray 1994) 261
5. Übernahmeentscheidungen bei Kooperationen (Bleeke/Ernst 1995) 263
6. Einfluß externer Faktoren auf die Netzwerkentwicklung (Madhavan/Koka/ Prescott 1998) 264
7. Divergente und konvergente Entwicklung von JV (Nakamura/Shaver/ Yeung 1996) 265
V. Fazit: Modelle und Studien zur Dynamik von Kooperationen 266
E. Dynamisches Kooperationsmodell 276
I. Komplementäre Wirkung von internen und externen Einflußfaktoren 279
1. Unternehmensexterne Einflußfaktoren 281
a) Informationsaspekte 282
b) Produkteigenschaften 283
c) Nachfrage 284
d) Interdependenz der Marktakteure 285
e) Faktornutzung 287
f) Marktphase 289
g) Nicht-ökonomische Faktoren 290
2. Interne unternehmensspezifische Faktoren 292
a) Relative Wettbewerbsvorteile 293
b) Strategie 293
c) Performance 294
d) Unternehmensgröße, Struktur und Kultur 294
e) Reputation 296
f) Kooperationserfahrung 297
g) Netzwerkposition 297
3. Anfangsbedingungen 298
a) Partnerhistorie und Grad der Verflechtung 299
b) Kooperationsrichtung 300
c) Motive 300
d) Kooperationsinhalt und -gegenstand 306
e) Kooperationsdauer 308
f) Partner-„fit“ 309
g) Unsicherheit/Risiko 311
h) Verhandlungsmacht, strategische Bedeutung und gegenseitige Abhängigkeit 313
i) Erwartungen über Partner, Kooperationsstruktur, Dauer, Verlauf und Erfolg 316
j) Anzahl der Kooperationsteilnehmer 316
k) Vertrauensbasis 317
l) Kooperationsstruktur und -„stakeholder“ 320
II. Prozeßkreislauf 322
1. Kooperationswert 325
2. Innerer und äußerer Kreis des Prozeßkreislaufs 326
3. Prozeßsequenzen 327
4. Stabilitätsvariablen 327
5. Interne und externe Dissonanzen 330
III. Kooperationsphasen 331
1. Initialisierungs- und Verhandlungsphase 332
2. Aufbauphase 337
3. Betriebsphase 340
4. Rekonfigurationsphase 341
F. Empirische Untersuchung 344
I. Allgemeine Vorgehensweise, untersuchungsleitende Thesen und Fragestellungen 344
II. Querschnittanalyse: Legalisierte Kartelle 347
1. Empirische Kartellforschung 347
2. Legalisierte Kartelle im deutschen Kartellrecht 348
3. Branchenverteilung 361
4. Konditionen- und Mittelstandskartelle 364
a) Motive, Formen und Inhalt 364
b) Datenbeschreibung 367
c) Lebenszyklus 371
5. Externe Einflußfaktoren auf Bildung und Lebensdauer von Konditionen- und Mittelstandskartellen 382
6. Interpretation der Ergebnisse 384
7. Fazit: Dynamik legaler Kartelle 388
III. Fallstudienanalyse: Kooperationen der Lufthansa 389
1. Externe Einflußfaktoren im Luftverkehrsmarkt 389
a) Produkteigenschaften 389
b) Nachfrage 390
c) Interdependenz der Marktakteure 391
d) Faktornutzung 395
e) Nicht-ökonomische Faktoren 396
2. Interne Einflußfaktoren 399
a) Größe, Struktur und Kultur 402
b) Relative Wettbewerbsvorteile 404
c) Strategie 406
d) Reputation 407
e) Performance 407
f) Kooperationserfahrungen 409
3. Anfangsbedingungen 410
a) Motive 410
b) Unsicherheit und Risiko 412
c) Kooperationsinhalte 413
d) Partnerhistorie 414
e) Partner-„fit“ 415
f) Verhandlungsmacht 416
g) Vertrauensbasis 417
4. Kooperationsphasen 417
a) Initialisierungs- und Verhandlungsphase 419
b) Aufbauphase 421
c) Betriebsphase 422
d) Rekonfigurationsphase 426
5. Fazit: Dynamik der LH-Kooperationen im Überblick 427
a) Bedeutung der externen Faktoren 429
b) Bedeutung der internen und kooperationsspezifischen Faktoren 431
IV. Defizite der empirischen Untersuchung 434
G. Schlußbetrachtung 436
Anhang 439
Literaturverzeichnis 499
Stichwortverzeichnis 535