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Studien zur Evolutorischen Ökonomik VII

Evolutorische Ökonomik - Methodologische, ökonometrische und mathematische Grundlagen

Editors: Dopfer, Kurt

Schriften des Vereins für Socialpolitik, Vol. 195/VII

(2003)

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Book Details

Abstract

Der vorliegende Band enthält eine Auswahl von Beiträgen der Tagung des Ausschusses "Evolutorische Ökonomik" des Jahres 2000 zum Generalthema "Forschungsprogramm der Evolutorischen Ökonomik - Vielfalt und Einheit". Die Beiträge des Bandes kreisen um drei thematische Schwerpunkte. Adolf Wagner, Uwe Cantner und Horst Hanusch sowie Wolfgang Weidlich leisten in ihren Arbeiten einen Beitrag zur ökonometrischen und mathematischen Modellierung der evolutorischen Ökonomik. Carsten Herrmann-Pillath, Rolf Walter sowie Thomas Brenner und Dirk Fornahl diskutieren in ihren Beiträgen die konzeptionelle Fundierung der evolutorischen Ökonomie, wobei besonders die methodologischen Aspekte von Raum und Zeit ins Blickfeld kommen. In einem dritten thematischen Schwerpunkt schließlich präsentieren Andreas Pyka und Paolo Saviotti, Georg Erdmann sowie Reiner Hellbrück eine Reihe von evolutorischen empirischen Modellen. Das Vorwort des Herausgebers enthält neben einer Zusammenfassung der Beiträge ein Verzeichnis "Weiterführende Literatur zur Evolutionsökonomik", das wichtige jüngere Publikationen der Ausschußmitglieder umfaßt.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort des Herausgebers 5
Grundzüge der ökonometrischen und mathematischen Modellierung 6
Konzeptionelle Fundierung der Evolutorischen Ökonomik: Raum und Zeit 9
Evolutorische empirische Modelle 10
Weiterführende Literatur zur Evolutorischen Ökonomik 12
Inhalt 27
Kapitel 1: Grundzüge der ökonometrischen und mathematischen Modellierung 29
Adolf Wagner: Empirische Wirtschaftsforschung aus evolutionsökonomischer Perspektive 31
1. Empirische Wirtschaftsforschung als Einheit von drei Arbeitsfeldern 31
2. Theoriebildung aufgrund empirischer Variablenselektion? 32
3. Zur Co-Evolution von Ökonomik und Ökonometrie 34
4. Einige Hauptmerkmale der evolutorischen Ökonomik 35
5. Akzente einer empirischen Wirtschaftsforschung für die evolutorische Ökonomik 36
Literatur 39
Uwe Cantner / Horst Hanusch: Die Messung von technologischer Heterogenität und deren Veränderung. Ein Beitrag zur Empirischen Evolutionsökonomik 41
1. Einleitung 41
2. Konzeptionelles zur Heterogenität bei innovationsökonomischen Fragestellungen 42
2.1 Einige theoretische Grundüberlegungen 43
3. TFP, technologischer Fortschritt und Evolutionstheorie 50
3.1 TFP als Maß für technologische Leistungsfähigkeit 50
3.2 Struktur: Lokale Technologien und Frontierfunktionen 53
3.3 Strukturelle Dynamik: Lokaler Fortschritt, Catching-up und Falling-Behind 59
4. Zusammenfassung 62
Anhang 63
Literatur 63
Wolfgang Weidlich: Das Modellierungskonzept der Soziodynamik 67
1. Das Ziel der Soziodynamik 67
2. Die Schritte der Modellierung 67
2.1 Die Konfiguration von Makrovariablen 68
2.2 Übergangsraten zwischen Makrokonfigurationen und ihre Interpretation 68
2.3 Evolutionsgleichungen für Makrovariable 69
3. Ein Beispiel: Die Wettbewerbsdynamik zwischen Firmen 71
Literatur 75
Kapitel 2: Konzeptionelle Fundierung der Evolutorischen Ökonomik: Raum und Zeit 77
Carsten Herrmann-Pillath: Der Raum als Kategorie der Evolutorischen Ökonomik 79
1. Der Hase und der Igel 79
2. Die vielen Tore zum Raum 83
3. Zur empirischen Relevanz räumlicher Singularität und Varietät 87
4. Das Paradox des Raums: Handeln im Raum als ortsabhängige Fähigkeit von Akteuren 91
5. Raumübergreifendes Handeln als soziale Konstruktion 95
6. Raum und Grenzen 99
7. Auf der Suche nach einem Weg zum Raum 103
Literatur 105
Rolf Walter: Zum Verhältnis von Wirtschaftsgeschichte und evolutorischer Ökonomik 113
1. Einige Gedanken zu einer theoretisch fundierten Wirtschaftsgeschichte 113
2. Der „Fit“: Gemeinsamkeiten von Wirtschaftsgeschichte und evolutorischer Ökonomik 116
3. Die Kreativitäts-, Inventions- und Innovationsforschung als Beispiel und Möglichkeit fruchtbaren Zusammenwirkens von Wirtschaftsgeschichte und evolutorischer Ökonomik 120
Komponenten der Innovation oder: Die Schöpfung von Neuem 120
Kreativität als Schlüsselgröße 121
Kreativität und Lernen 123
4. Theorie und Empirie evolutorischer Wirtschaftsgeschichte am Beispiel der feinmechanisch-optischen Industrie 124
Witts Interpretation des Prozesses der wirtschaftlichen bzw. industriellen Entwicklung 124
Selbstgenerierter Wandel in der Fallstudie. Das Paradigma hat einen Namen: Ernst Abbe 125
Die Ressource „Wissen“ und der Beginn der Industriellen und Wissenschaftlichen Revolution in Jena 126
Geistiger Kontext und Impulse 127
Abbes Vorstellungen vom Wettbewerb 128
Mission und Vision – Das Stiftungsunternehmen. Das Stiftungsstatut: eine institutionelle Innovation 129
5. Resümee 131
Thomas Brenner / Dirk Fornahl: Theoretische Erkenntnisse zur Entstehung und Erzeugung branchenspezifischer Cluster 133
1. Einführung 133
2. Lokale branchenspezifische Cluster 134
3. Die Theorie branchenspezifischer Cluster 136
3.1 Selbstorganisation und die Lebensphasen eines branchenspezifischen Clusters 136
3.2 Selbstverstärkende Prozesse bei der Entstehung branchenspezifischer Cluster 139
Akkumulation von Humankapital 140
Informationsflüsse durch informelle Kontakte 140
Gegenseitige Abhängigkeiten zwischen Firmen 141
Kooperationen zwischen Firmen und die Wirkung von Netzwerken 141
Regionale Verfügbarkeit von Risikokapital 142
Einstellung in der Bevölkerung 142
Politische Unterstützung für eine Branche 143
Erkenntnisse aus den Fallstudien von branchenspezifischen Clustern 143
3.3 Voraussetzungen und unterstützende Aspekte für die Überwindung der kritischen Masse 144
Veränderungen des Marktes 144
Regionale Akteure und Netzwerke 145
Lokale Politik 146
3.4 Voraussetzungen für die selbstverstärkenden Prozesse 146
Voraussetzungen für die Akkumulation von Humankapital 146
Voraussetzungen für den Informationsfluss durch informelle Kontakte 147
Voraussetzungen für Kooperationen zwischen Unternehmen 148
Voraussetzungen für Entstehung spezieller Einstellungen in der Bevölkerung 149
4. Implikationen für politische Eingriffsmöglichkeiten auf die Entstehung von Clustern 149
4.1 Politische Ziele und Möglichkeiten 149
4.2 Überwindung der kritischen Masse in einer Region 150
Maßnahmen zur Förderung der Expansion existierender Unternehmen 152
Firmengründungen 153
Promotoren und kleine Netzwerke 154
4.3 Beeinflussung der selbstverstärkenden Prozesse in der Region 154
Akkumulation von Humankapital 155
Informationsfluss durch informelle Kontakte 155
Kooperationen zwischen Unternehmen 156
Einstellung in der Bevölkerung 157
5. Schlussbetrachtungen 158
Literatur 159
Kapitel 3: Evolutorische empirische Modelle 163
Andreas Pyka / Paolo Savio: Innovationsnetzwerke in der Biotechnologie 165
1. Einleitung 165
2. Das Modell 169
2.1 Die Abbildung der Akteure 169
2.2 Netzwerke 174
2.3 Netzwerkkonsequenzen 179
2.4 Wettbewerbsprozesse 181
3. Simulationsergebnisse 183
4. Der Vergleich von artifiziellen und realen Netzwerken 187
5. Zusammenfassung und Schlußfolgerungen 193
Literatur 194
Georg Erdmann: Nutzen des evolutionsökonomischen Forschungsprogramms am Beispiel der Chlor-Alkali-Elektrolyse 197
1. Chlor-Alkali-Elektrolyse 197
2. Verfahren der Chlor-Alkali-Elektrolyse 198
3. Technisch-wirtschaftlicher Vergleich der Verfahren 200
4. Erste Interpretation 202
5. Zur Notwendigkeit der Entwicklung von Zeitstrategien 205
6. Skizze eines evolutionsökonomischen Forschungsprogramms 207
7. Perspektiven einer politischen Umsetzung 212
8. Schlußfolgerungen 215
Danksagung 216
Literatur 216
Reiner Peter Hellbrück: Entstehung und Ausbreitung geschäftsschädigender Innovationen: ein Fallbeispiel 219
Einführung 219
Diabetesverträge 221
Regulierung 222
Entstehung 225
Ausbreitung 230
Fortführung 234
Schlußfolgerungen 237
Literatur 239