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In der Mitte Europas

Deutschlandforschung aus nationaler und internationaler Perspektive

Editors: Mayer, Tilman

Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Vol. 107

(2016)

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About The Author

Tilman Mayer studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Universität Freiburg. Abschluss: Magister Artium; Promotion an der Universität Würzburg; Habilitation an der Universität Würzburg. 1989 bis 1993 Leiter eines zeitgeschichtlichen Forschungsprojekts in der Jakob-Kaiser-Stiftung in Königswinter. 1993 bis 1995 Leiter des Bonner Büros des Instituts für Demoskopie Allensbach. Seit 1997 verschiedene Gastprofessuren. Seit 2001 Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie, Ideen- und Zeitgeschichte am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn. Seit 2007 Vorsitzender der Gesellschaft für Deutschlandforschung. Seit 2009 stv. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft. Von 2010 bis 2016 war Mayer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Demografie. Forschungsschwerpunkte: Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts, Politische Kulturforschung und Demoskopie, Politische Demographie, Vergleichende Deutschlandforschung.

Abstract

»In the Centre of Europe«

Are there after 25 years of reunification still open questions? Is the Euro of german background and origin? The so called Berlin Republic: is it determined by the Bonn Republic? Should there really be any further research on the reunified Germany? What about Germany's role in the centre of Europe? Is it fully saturated?
In den Jahren 2014 und 2015 konnte man auf 25 Jahre Wiedervereinigung zurückschauen – Deutschlandforschung aktuell: So zum Beispiel den Euro analysieren, dessen Karriere – aller Dementi zum Trotz – mit der Wiedervereinigung zu tun hat. Feststellen, dass auf Deutschland eine kohäsive Aufgabe zukommt, von der Mitte aus für den Zusammenhalt in Europa zu sorgen. Erwartungen richten sich auch nach der Bonn-Ära – aus der die Wiedervereinigung hervorging und die von ihr gemanagt wurde! – auf die »Berliner Republik«, die jedenfalls unter besseren Auspizien existiert als die wortähnliche »Weimarer Republik«. Und aus österreichischer, Wiener Perspektive erklärt zu bekommen, warum Berlin nicht Bonn ist, ist apart. Sachsen z.B. ist ein Bundesland, das eine leistungs- und konkurrenzfähige Region wurde. Welches geschichtspolitische Selbstverständnis gibt es im »neuen Deutschland«? Und abschließend wird aus Perspektiven dreier Länder eruiert, wie im 25-Jahre-Zeitraum retrospektiv wie prospektiv Neues zu Tage gefördert wurde.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort des Herausgebers 5
Inhaltsverzeichnis 7
Dominik Geppert: Der Euro: Geburt aus dem Geist der Wiedervereinigung? 9
I. Die Vorgeschichte der Europäischen Währungsunion 11
II. Der Umbruch 1989/1990 16
III. Die Entwicklung nach 1990 20
IV. Das Europa der Zukunft 26
Manfred Görtemaker: Die Berliner Republik: Gibt es sie überhaupt? 31
I. Veränderungen in der Außenpolitik 34
II. Veränderungen in der Innenpolitik 35
III. Medienlandschaft und Öffentlichkeit 41
IV. Zusammenfassung 45
Ludger Kühnhardt: Deutschland, zwei Europas und die Atlantische Zivilisation 47
I. 47
II. 50
III. 52
IV. 55
Peter März: Vom August 1914 zum November 1989 59
I. Beobachtungen, Zeitkolorit 59
II. Fragestellungen 61
III. Langes 19. und kurzes 20. Jahrhundert 64
IV. Das „Zeitalter der Ideologien“ 67
V. Abstieg Europas und Globalisierung 69
VI. Nochmals: Dreißigjähriger europäischer Bürgerkrieg? 72
VII. Resümee 74
Klaus Schroeder: Bilanz der DDR-Forschung 77
I. Totalitarismusmodelle als Leitlinie zur Erforschung der DDR 77
II. Paradigmenwechsel – Die systemimmanente DDR-Forschung 83
III. Die Erforschung der DDR nach 1990 87
IV. Der Streit um die Bewertung der DDR nach 1990 89
Brigitte Seebacher: 1989 ‒ Zufall oder Notwendigkeit? 97
I. 98
II. 101
III. 104
Jan Claas Behrends: Russlands Radikalisierung ‒ Eine Herausforderung für die deutsche Ostpolitik 111
Andreas Khol: Berlin ist nicht Bonn 121
Ulrich Pfeil: Die deutsch-französischen Beziehungen in der Ära „Merkollande“ 133
I. Verschiebungen im internen Gleichgewicht der deutsch-französischen Beziehungen 136
II. Auf dem Weg zu einer neuerlichen Annäherung 139
III. Das Attentat gegen „Charlie hebdo“ als Wendepunkt 140
IV. Gemeinsame Politik im Normandie-Format 141
V. Beziehungen auf Augenhöhe? 144
VI. Fazit 148
Matthias Rößler: Die Länderneubildung und Wiederbelebung der parlamentarischen Demokratie am Beispiel des Freistaates Sachsen 149
Gian Enrico Rusconi: Eine italienische Perspektive 157
I. Damals und heute 157
II. Italiens Ratlosigkeit während des Einigungsprozesses 158
III. „Zwei-plus-Vier“ – Italien ist irritiert 161
IV. Ein diplomatisches Meisterwerk? 163
V. Hegemon oder Orientierungsnation? 164
VI. Apropos ,Merkelismus‘ ‒ Eine Anmerkung 166
Manuel Becker: Geschichtspolitik in der „Berliner Republik“ 169
I. Der Begriff Geschichtspolitik wird sowohl im öffentlichen Diskurs wie auch in der Wissenschaft noch immer sehr unscharf verwendet 171
II. Es steht zu erwarten, dass die Geschichtspolitik in der „Berliner Republik“ in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird 173
III. Die doppelte deutsche Diktaturvergangenheit beschreibt heute die wichtigste Achse in der Geschichtspolitik der „Berliner Republik“ 175
IV. Die Erinnerung an den Nationalsozialismus ist nach wie vor der sensibelste Bereich in der Geschichtspolitik der „Berliner Republik“ 178
V. Die „Berliner Republik“ verfügt über ein im Vergleich zur „Bonner Republik“ deutlich positiver akzentuiertes Geschichtsbild 180
VI. Die tradierten weltanschaulichen Lagergrenzen der „Bonner Republik“ werden in den geschichtspolitischen Debatten der „Berliner Republik“ immer wieder transzendiert 181
VII. In den geschichtspolitischen Kontroversen der „Berliner Republik“ sind Journalisten unangefochten die wirkmächtigsten „Sinnproduzenten“ 183
VIII. Geschichtspolitisches Denken und Handeln findet in der „Berliner Republik“ immer stärker im europäischen Kontext statt 185
IX. Die geschichtspolitischen Kontroversen der „Berliner Republik“ folgen noch immer einer nationalen Eigenlogik 186
X. Die Analyse der Geschichtspolitik rechtfertigt die Rede von der „Berliner Republik“ 187
Herausgeber und Autoren 189