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Lebenswege in die Altersarmut

Biografische Analysen und sozialpolitische Perspektiven

Brettschneider, Antonio | Klammer, Ute

Sozialpolitische Schriften, Vol. 94

(2016)

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About The Author

Dr. Antonio Brettschneider ist wissenschaftlicher Referent im Arbeitsbereich »Vorbeugende Sozialpolitik« des vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) in Düsseldorf. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft insbes. Sozialpolitik am Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik (ISP) sowie Mitarbeiter am Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen. Er promovierte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einer vergleichenden Arbeit zu Legitimationsdiskursen im Umbau der Alterssicherung in Deutschland und Spanien; seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Alterssicherung, vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung, präventive Sozialpolitik und industrielle Beziehungen. Ute Klammer ist seit 2007 Professorin an der Universität Duisburg-Essen und ab April 2016 Wissenschaftliche Direktorin des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ). Nach ihrer Promotion im Fach Volkswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt a.M. war sie u.a. Referatsleiterin für Sozialpolitik am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung und Professorin für Sozialpolitik an der Hochschule Niederrhein (Mönchengladbach), bevor sie an die Universität Duisburg-Essen wechselte. Dort hatte sie von 2008 bis 2015 zudem das Amt der Prorektorin für Diversity Management und Internationales inne.

Abstract

In der Sozialpolitikforschung ist »Altersarmut« inzwischen wieder zu einem breit diskutierten Thema geworden. Die Studie befasst sich mit den biografischen und strukturellen Determinanten der Grundsicherungsbedürftigkeit im Alter und darauf aufbauend mit der Frage nach zielführenden und ursachengerechten sozialpolitischen Strategien zur Begrenzung zukünftiger Altersarmut.

Gegenstand des empirischen Teils ist die typisierende Rekonstruktion und Analyse von Lebensverläufen und Altersvorsorgebiografien, die im Ergebnis zu einer Angewiesenheit auf Leistungen der Grundsicherung im Alter geführt haben. Auf der Basis biografisch-problemzentrierter Interviews mit grundsicherungsbedürftigen Seniorinnen und Senioren der Geburtsjahrgänge 1938–1947 werden zentrale Risikogruppen identifiziert sowie typische Biografiemuster und Risikokonstellationen analysiert und anhand von konkreten Fallbeispielen verdeutlicht.

Auf der Grundlage der empirischen Analysen entwickeln der Autor und die Autorin Grundzüge einer präventiv ausgerichteten, lebenslauforientierten und -begleitenden Alterssicherungspolitik, die auf die Gewährleistung eines existenzsichernden eigenständigen Alterseinkommens für alle Bürgerinnen und Bürger abzielt.
»Pathways into Old-Age Poverty«

Old-age poverty is the result of a complex interplay of individual and structural factors. Based on in-depth biographical interviews with German seniors who currently depend on means-tested basic provision in old age, the authors identify main risk groups and analyse typical life-course patterns and biographical constellations that are linked to insufficient retirement incomes. The book also presents strategic guidelines for a preventive and life-course oriented social policy approach to combat future old-age poverty.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Tabellenverzeichnis 12
Tabelle 1: Anzahl der Grundsicherungsbezieher / -innen (Alter: 65+) 38
Tabelle 2: Grundsicherungsempfänger / innen nach Altersklassen (2012) 39
Tabelle 3: Grundsicherungsempfänger / -innen (Alter: 65+) nach Bundesland (2012) 40
Tabelle 4: Grundsicherungsempfänger / -innen (Alter: 65+) nach Geschlecht 43
Tabelle 5: Grundsicherungsquoten nach Region und Geschlecht (2012) 43
Tabelle 6: Grundsicherungsempfänger / -innen nach Staatsangehörigkeit (2012) 45
Tabelle 7: Durchschnittliche Brutto- und Nettobedarfe nach Bundesland (2012) 46
Tabelle 8: Dimensionen und Risikofaktoren des Lebensverlaufs 54
Tabelle 9: Grundsicherungsbezug nach Anzahl der Erwerbsjahre 58
Tabelle 10: Personen im Alter von 65 und mehr Jahren mit und ohne ­Grundsicherungsbezug nach letzter beruflicher Stellung 58
Tabelle 11: Gesamtnettoeinkommen von Frauen (Alter: 65+) 59
Tabelle 12: Familienstand der Grundsicherungsbezieher / -innen sowie aller Personen im Alter von 65 und mehr Jahren (2007) 60
Tabelle 13: Kinderzahl und persönliche Nettoalterseinkommen von Frauen (Alter: 65+) 62
Tabelle 14: Pflege im Rentenzugang (2004) 64
Tabelle 15: Grundsicherungsbezug nach beruflichem Abschluss 71
Tabelle 16: Grundsicherungsbezug nach beruflichem Abschluss 71
Tabelle 17: Beteiligung der Geburtsjahrgänge 1936–1955 an privater Renten- oder Kapitallebensversicherung (1996 – nach soziodemografischen Merkmalen) 73
Tabelle 18: Beteiligung der Geburtsjahrgänge 1936–1955 an privater Renten- oder Kapitallebensversicherung im Ehepaarkontext (1996) 74
Tabelle 19: Armutsgefährdungsquoten nach Migrationsstatus und soziodemografischen Merkmalen (2010) 77
Tabelle 20: Bevölkerung mit Migrationshintergrund und Armutsgefährdung nach ausgewählten Herkunftsland (2010) 78
Tabelle 21: Einkommenskomponenten nach Migrationshintergrund 79
Tabelle 22: Altersrentenzahlungen an Bestandsrentner / -innen (ohne Vertragsrentner), 2012 79
Tabelle 23: Armutsgefährdungsquoten ab 65 Jahre (2012) 81
Tabelle 24: Verteilung der Fälle nach Geschlecht, Nationalität und Region 84
Tabelle 25: Persönliche Merkmale, Einkünfte und Bedarfe (in Euro / Monat) 97
Tabelle 26: Erwerbsbiografie: Dauer verschiedener Statusphasen in Jahren 102
Tabelle 27: Familienbiografie: Merkmale und Statusphasen 108
Tabelle 28: Gesundheitsbiografie: Risiko- und Belastungsfaktoren 114
Tabelle 29: Bildungsbiografie: Bildungsstand, Aus- und Fortbildung 120
Tabelle 30: Vorsorgebiografie 126
Tabelle 31: Migrationsbiografie 132
Tabelle 32: Gesamtrisikoprofil der Fälle 138
Tabelle 33: Fälle und Risikogruppen im Untersuchungssample 142
Tabelle 34: Familienorientierte (westdeutsche) Frauen im Sample 146
Tabelle 35: Geschiedene familienorientierte Frauen 155
Tabelle 36: Verwitwete familienorientierte Frauen 174
Tabelle 37: Zusatzinterviews: Finanziell abhängige westdeutsche Frauen (Auswahl) 192
Tabelle 38: Ehemalige Selbstständige im Sample 200
Tabelle 39: Ehemalige Selbstständige: Phasen der Erwerbsbiografie 223
Tabelle 40: Vorsorgestrategien von ehemaligen Selbstständigen im Grundsicherungsbezug 226
Tabelle 41: Zugewanderte Personen im Sample 229
Tabelle 42: Ausländer im Alter von 65 und mehr Jahren \rnach ausgewählten Staatsangehörigkeiten (2013) 231
Tabelle 43: Arbeitsmigranten der ersten Generation und ihre Angehörigen 234
Tabelle 44: Spätaussiedler / -innen im Untersuchungssample 256
Tabelle 45: Jüdische Kontingentflüchtlinge im Untersuchungssample 276
Tabelle 46: Durchschnittliche Rentenzahlbeträge, Bestandsrenten wegen Alters (2013) 287
Tabelle 47: Ostdeutsche Grundsicherungsbezieher / -innen im Untersuchungssample 291
Tabelle 48: „Komplex Diskontinuierliche“ im Untersuchungssample 306
Tabelle 49: Durchschnittliche projizierte Anteile und Dauern verschiedener Erwerbsstatus im Kohortenvergleich, deutsche GRV-Bezieherinnen alte Bundesländer 327
Tabelle 50: Anteil der projizierten persönlichen Nettoalterseinkommen im 65. Lebensjahr unter 700 Euro / Monat nach Geburtskohorten 340
Tabelle 51: Niedriglohnrisiko nach verschiedenen Merkmalen (2012) 347
Tabelle 52: Vermeidung von Altersarmut: Lösungsansätze und Leitunterscheidungen 353
Tabelle 53: Eingeplante Mehrausgaben im Rahmen des RV-Leistungsverbesserungsgesetzes in Mrd. Euro (heutige Werte) 388
Tabelle 54: Handlungsebenen der Altersarmutsbegrenzung 395
Abbildungsverzeichnis 15
Abbildung 1: Grundsicherungsquote (Alter: 65+) 38
Abbildung 2: Grundsicherungsquoten nach Bundesländern (2012) 41
Abbildung 3: Geschlechtsstruktur der Grundsicherungspopulation und der Gesamtbevölkerung (2012) 42
Abbildung 4: Verteilung nach Staatsangehörigkeit (2012) 44
Abbildung 5: Durchschnittliche Nettoaltersrenten und Bruttobedarf der Grundsicherung 45
Abbildung 6: Zusammensetzung des bundesdurchschnittlichen Bruttobedarfs (2012) 47
Abbildung 7: Verteilung der Bruttobedarfe (in Euro / Monat – 2012) 48
Abbildung 8: Verteilung der angerechneten eigenen Einkommen (2012) 49
Abbildung 9: Einkommensarten nach Häufigkeit (2012) 50
Abbildung 10: Verteilung der Nettobedarfe (2012) 51
Abbildung 11: Kinderzahl, Frauen im Alter von 65 und mehr Jahren 61
Abbildung 12: Zugangsrenten wegen voller Erwerbsminderung – Zahlbeträge 67
Abbildung 13: Beteiligung an Privatvorsorge (gefördert und ungefördert – 2008) 75
Abbildung 14: Zuzug von (Spät-)Aussiedlern (1985–2012) 247
Abbildung 15: Zuzug von (Spät-)Aussiedlern: Herkunftsgebiete im Vergleich 248
Abbildung 16: Zuzug jüdischer Kontingentflüchtlinge (1993–2012) 273
Abbildung 17: Arbeitslosenquoten (in % aller abhängigen zivilen Erwerbspersonen – 1991–2013) 288
Abbildung 18: Erwerbsverlaufstypen von westdeutschen Frauen: projizierte Anteile nach Kohorten 329
Abbildung 19: Erwerbsverlaufstypen von ostdeutschen Frauen: projizierte Anteile nach Kohorten 330
Abbildung 20: Anteil der Niedriglohnbeschäftigten (bundeseinheitliche Niedriglohnschwelle) 343
Abbildung 21: Standardrente und Preisentwicklung, alte Bundesländer (2000 = 100) 348
Einleitung 17
I. Grundsicherung und Grundsicherungsbedürftigkeit im Alter 27
1. Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel des SGB XII 27
a) Hintergrund und Zielsetzung 27
b) Ausgestaltung des Leistungsrechts 31
aa) Zugangsvoraussetzungen 31
bb) Leistungen und anerkannte Bedarfe 31
cc) Einkommens- und Vermögensanrechnung 33
c) Aktuelle Entwicklungen 34
aa) Neuberechnung und Dynamisierung des Regelsatzes 34
bb) Volle Finanzierung der Grundsicherung aus Bundesmitteln 35
2. Die Entwicklung der Grundsicherungsbedürftigkeit und die ­soziodemografische Struktur der Grundsicherungspopulation 36
a) Quantitative Entwicklung 37
b) Betroffenheit nach Alter 39
c) Regionale Verteilung 40
d) Geschlechtsspezifische Verteilung 41
e) Betroffenheit nach Staatsangehörigkeit 44
f) Entwicklung und Zusammensetzung der individuellen Bedarfe 45
g) Höhe und Verteilung der angerechneten eigenen Einkommen 49
h) Höhe und Verteilung der Nettobedarfe 51
II. Biografische Determinanten der Grundsicherungsbedürftigkeit im Alter: Ausgewählte Ergebnisse der Forschung 53
1. Dimensionen und Risikofaktoren im Lebensverlauf 53
2. Erwerbsbiografie 55
a) Erwerbsverläufe der Geburtskohorten 1938–1947 55
b) Erwerbsbiografische Besonderheiten der aktuellen Grundsicherungspopulation 57
3. Familienbiografie 59
a) Familienstatus 59
b) Kindererziehung 61
c) Alleinerziehungsphasen 63
d) Pflegezeiten 63
4. Gesundheitsbiografie 66
a) Soziale Selektivität des Erwerbsminderungsrisikos 68
b) Soziökonomische Situation der EM-Rentner / - innen 68
c) Ergebnisse der Grundsicherungsstatistik 69
5. Bildungsbiografie 70
6. Vorsorgebiografie 72
7. Migrationsbiografie – Bevölkerung mit Migrationshintergrund 76
III. Daten und Methoden 82
1. Fallauswahl und Fallgewinnung 82
2. Interviewführung 85
3. Auswertung 90
IV. Empirische Ergebnisse (I): Risiken und Risikodimensionen 94
1. Eigenständige Alterseinkommen und anerkannte Bedarfe 94
2. Erwerbsbiografie 100
3. Familienbiografie 106
4. Gesundheitsbiografie 113
5. Bildungsbiografie 119
6. Vorsorgebiografie 125
7. Migrationsbiografie 130
8. Risiken und Risikodimensionen: Zusammenfassung 136
V. Empirische Ergebnisse (II): Zentrale Risikogruppen 141
1. Einleitung und Überblick 141
2. Familienorientierte Frauen 145
a) Gemeinsame Merkmale und Rahmenbedingungen 145
aa) Rollenmuster im Ehe- und Familienrecht 149
bb) Heiratserstattung 150
cc) Kindererziehungszeiten 152
dd) Rente nach Mindesteinkommen / Rente nach Mindestentgeltpunkten 153
b) Teilgruppe Geschiedene Frauen 154
aa) Gemeinsame Merkmale und Rahmenbedingungen 154
bb) Ausgewählte Fallbeispiele 161
(1) Fallbeispiel 1: Frau S-08 161
(2) Fallbeispiel 2: Frau L-11 163
(3) Fallbeispiel 3: Frau V-14 166
(4) Fallbeispiel 4: Frau F-16 168
(5) Fallbeispiel 5: Frau W-34 169
c) Teilgruppe Verwitwete Frauen 172
aa) Gemeinsame Merkmale und Rahmenbedingungen 172
bb) Ausgewählte Fallbeispiele 177
(1) Fallbeispiel 1: Frau B-18 177
(2) Fallbeispiel 2: Frau J-23 180
(3) Fallbeispiel 3: Frau Z-24 182
(4) Fallbeispiel 4: Frau S-37 184
(5) Fallbeispiel 5: Frau E-40 187
(6) Fallbeispiel 6: Frau T-20 189
d) Exkurs: Finanziell abhängige Frauen 190
e) Typische Biografiemuster und Risikokonstellationen 196
3. Ehemalige Selbstständige 198
a) Gemeinsame Merkmale und Rahmenbedingungen 198
b) Ausgewählte Fallbeispiele 202
aa) Fallbeispiel 1: Herr F-25, ehemaliger Versicherungsmakler 202
bb) Fallbeispiel 2: Herr L-36, ehemaliger Gastwirt 205
cc) Fallbeispiel 3: Herr T-46, ehemaliger Inhaber einer Spezialfirma für Beleuchtungstechnik 208
dd) Fallbeispiel 4: Herr D-29, ehemaliger Taxiunternehmer 213
ee) Fallbeispiel 5: Frau M-09, ehemalige Musikerin und Journalistin 216
c) Typische Biografiemuster und Risikokonstellationen 221
aa) Das „Drei-Phasen-Modell“ gescheiterter Selbstständigkeit 221
bb) Selbstständige und ihre Altersvorsorge 225
4. Zugewanderte Personen 228
a) Ältere Personen mit Zuwanderungshintergrund: Ein Überblick 228
b) Arbeitsmigranten der ersten Generation und ihre Angehörigen 230
aa) Historische und migrationspolitische Rahmenbedingungen 230
bb) Ausgewählte Fallbeispiele 232
(1) Fallbeispiel: Ehepaar A-44, zugewandert aus der Türkei 236
(2) Fallbeispiel: Frau H-51, zugewandert aus der Türkei 239
(3) Fallbeispiel: Frau S-52, zugewandert aus der Türkei 241
cc) Typische Biografiemuster und Risikokonstellationen 244
c) (Spät-)Aussiedler und ihre Angehörigen 247
aa) Historische, zuwanderungs- und rentenrechtliche Rahmenbedingungen 247
(1) Entwicklung des Zuwanderungsrechts 249
(2) Entwicklung des Fremdrentenrechts 251
(3) Konsequenzen für die Altersrenten 254
bb) Ausgewählte Fallbeispiele 255
(1) Fallbeispiel 1: Frau T-19, zugewandert aus Kasachstan 257
(2) Fallbeispiel 2: Frau B-39, zugewandert aus Rumänien 260
(3) Fallbeispiel 3: Frau R-21, zugewandert aus Kasachstan 264
cc) Typische Biografiemuster und Risikokonstellationen 267
d) Jüdische Kontingentflüchtlinge 270
aa) Historische und zuwanderungsrechtliche Rahmenbedingungen 270
bb) Ausgewählte Fallbeispiele 275
(1) Fallbeispiel 1: Frau K-02, zugewandert aus Russland 277
(2) Fallbeispiel 2: Herr S-30, zugewandert aus der Ukraine 279
cc) Sozialpolitische Perspektiven 282
5. Umbruchsgeprägte Ostdeutsche 284
a) Historische und rentenrechtliche Rahmenbedingungen 284
b) Ausgewählte Fallbeispiele 289
aa) Fallbeispiel 1: Herr B-48 292
bb) Fallbeispiel 2: Frau M-49 297
cc) Fallbeispiel 3: Frau R-54 301
c) Typische Biografiemuster und Risikokonstellationen 303
6. „Komplex Diskontinuierliche“ 305
a) Gemeinsame Merkmale und Rahmenbedingungen 305
b) Ausgewählte Fallbeispiele 307
aa) Fallbeispiel 1: Herr G-05 307
bb) Fallbeispiel 2: Herr B-13 310
c) Typische Biografiemuster und Risikokonstellationen 314
VI. Grundsicherungsbedürftigkeit im Alter: Gegenwart und Zukunft 318
1. Einleitung: Generationenwechsel in der Grundsicherung 318
2. Risikogruppen der Gegenwart: Mittelfristige Entwicklungsperspektiven 322
a) Familienorientierte Frauen 322
b) Nicht obligatorisch gesicherte Selbstständige 331
c) Personen mit Zuwanderungshintergrund 334
d) Umbruchsgeprägte Ostdeutsche 338
e) „Komplex Diskontinuierliche“ 341
3. Risikogruppen der Zukunft: Mittel- und langfristige Perspektiven 341
a) Langjährig prekär und diskontinuierlich Beschäftigte („Arbeitsmarkt-Outsider“) 343
b) Langjährige Geringverdiener / -innen 347
4. Zwischenfazit 350
VII. „Altersarmut“ als Gegenstand der aktuellen Alterssicherungspolitik 352
1. Optionen der Altersarmutsvermeidung: Zur Systematisierung der aktuellen Reformdiskussion 352
a) Sozialpolitische Ziele 354
b) Strategien und Instrumente 356
c) Finanzierung 365
d) Zwischenfazit 366
2. Armutsvermeidung durch „Anerkennung von Lebensleistung“?\x03 Anmerkungen zur aktuellen Alterssicherungspolitik 367
a) „Kampf gegen Altersarmut“: Ziele und Restriktionen 367
b) Von der „Zuschussrente“ zur „Solidarischen Lebensleistungsrente“ 369
aa) „Rentendialog“ und „Zuschussrente“ 371
bb) „RV-Lebensleistungsanerkennungsgesetz“ 372
cc) „Alterssicherungsstärkungsgesetz“ 373
dd) „Solidarische Lebensleistungsrente“ 374
ee) Analyse und Bewertung 375
c) „Verdient, nicht geschenkt“? Das RV-Leistungsverbesserungsgesetz 379
aa) „Mütterrente“ 380
bb) „Rente ab 63“ 382
cc) Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente 384
dd) Anhebung des „Reha-Deckels“ 386
ee) Gesamtbewertung 387
d) Zwischenfazit 388
VIII. Konsequenzen und Handlungsempfehlungen 391
1. Ziele und Handlungsebenen einer lebenslauforientierten und lebensbegleitenden Alterssicherungspolitik 391
2. Ermöglichung gelungener (Erwerbs-)Biografien durch soziale Lebenslaufpolitik 396
a) Bildungspolitik: Investitionen in ein chancengerechteres Bildungssystem 398
b) Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik: Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit, Re-Regulierung des Arbeitsmarktes 401
c) Familien- und Gleichstellungspolitik: Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Fürsorgearbeit für beide Geschlechter 404
d) Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit: Stärkung von Prävention und Rehabilitation 406
e) Lebensbegleitende Beratung 407
3. Aufbau einer lückenlosen Versicherungsbiografie: Universelles Alterssicherungssystem mit Mindestbeitrag 408
4. Nachträgliche Kompensation unzureichender Alterseinkünfte: Stärkung des sozialen Ausgleichs in der GRV 417
5. Bedarfsgerechte und niedrigschwellige Ausgestaltung der Grundsicherung im Alter 420
IX. Zusammenfassung und Ausblick 424
Literaturverzeichnis 434
Sachverzeichnis 455