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Verfassung und Völkerrecht in der Verfassungsgeschichte: Interdependenzen zwischen internationaler Ordnung und Verfassungsordnung

Tagung der Vereinigung für Verfassungsgeschichte in Wien vom 24. bis 26. Februar 2014

Editors: Schneider, Gabriele | Simon, Thomas

Der Staat. Beihefte, Vol. 23

(2015)

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About The Author

Gabriele Schneider absolvierte 1981 bis 1985 ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien (Mag. iur. 1986). Von 1982 bis 1983 studierte sie Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien. Darauf folgte die Gerichtspraxis in Wien. Ab 1986 war sie als Universitätsassistentin am Institut für Österreichische und Europäische Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien tätig. 1991 promovierte sie (Dr. iur.). In den Jahren 2001 bis 2008 war sie in der Privatwirtschaft tätig und 2003 Mitgründerin einer Rechtsanwaltskanzlei. Seit 2008 ist Gabriele Schneider Assistenzprofessorin am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien. Zu den aktuellen Forschungsschwerpunkten der Autorin zählen die Geschichte des Stiftungsrechts, des Armenrechts sowie der Frauen in der Justiz.

Abstract

Die neuere verfassungs- und völkerrechtsgeschichtliche Forschung hat ihr Augenmerk verstärkt auf die Interdependenzen zwischen internationaler Ordnung und Verfassungsordnung gerichtet. Nicht zuletzt die intensive Auseinandersetzung mit dem Wiener Kongress im Zusammenhang mit dem Bicentenarium dieses diplomatischen Großereignisses hat auch die Frage ins Bewusstsein gerückt, wie sich die Konstellationen und Rahmenbedingungen der internationalen Ordnung und des Völkerrechts auf die Verfassungsstrukturen der daran beteiligten Staaten ausgewirkt haben und wie dies im Staats- und Völkerrecht der jeweiligen Zeit diskutiert wird. Die Reihe der Aufsätze dieses Bandes setzt ein mit dem Westfälischen Frieden als einem multilateralen Friedens- und Reichsverfassungsvertrag. Über den seit 1778 zwischen England und Frankreich geführten Krieg und seine Auswirkungen auf den inneramerikanischen Verfassungsdiskurs wird der Bogen gespannt bis zum Wiener Kongress mit seinen vielfältigen Implikationen für die Verfassungsentwicklung nicht nur der deutschen Staaten im 19. Jahrhundert. Weitere Aufsätze behandeln die Interdependenzen zwischen Völkerrecht und Verfassung im Britischen Empire und in der Staats- und Völkerrechtswissenschaft des Deutschen Kaiserreiches.»Constitution and International Law in Constitutional History: Interdependencies between International and Constitutional Order«

The subject of this volume are the interdependencies between international and constitutional order: How did the constellations and frameworks of the international order and of international law affect the constitutional structures of the States and how was this discussed by the players of constitutional and international law? The series of illustrative examples ranges from the Peace of Westphalia and the Congress of Vienna up to the constitutional law of the German constitutionalism in the 19th century.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 5
Vorbemerkung 7
Georg Schmidt: Der Westfälische Frieden – Ein multilateraler Reichsgrundgesetzvertrag? 11
I. Was wurde warum beschlossen? 12
II. Was bedeutete die Garantieklausel für den Reichs-Staat? 18
III. Wie europäisch war der Reichs-Staat? 23
IV. Fazit 25
Thomas Fröschl: Staatenbund und Völkerrecht in der Gründungsphase der Vereinigten Staaten: Die Verfassungsordnung der Articles of Confederation, 1776 – 1789 37
I. Vorbemerkung 37
II. Die Unabhängigkeitserklärung und die Articles of Confederation (1776 – 1778) 39
III. Der weltumspannende Krieg und die Friedensverhandlungen (1778 – 1783) 43
IV. Die vier Friedensverträge von 1783/1784 47
V. Frankreichs weltpolitisches Grand Design und die USA (1783 – 1787) 53
VI. Kritik an den Articles und die neue Constitution der USA (1787 – 1789) 55
VII. Epilog 62
Reinhard Stauber: Innerstaatliche Ordnung und internationales System auf dem Wiener Kongress 1814/15 79
I. Restauration? 80
II. Zusammenhänge von innerstaatlicher Ordnung und internationalem System 82
1. Polen 82
2. Skandinavien 85
3. Niederlande 87
III. Intervention und „intervenierende Mächte“ 88
1. Schweiz 89
2. Neapel-Sizilien 92
IV. Vorgaben für die politische Ordnung der Mitgliedsstaaten des Deutschen Bundes 93
V. Völkerrecht und globale Aspekte 96
Benedikt Stuchtey: Freiheit und Gesetz. Über Völkerrecht und Verfassung im Britischen Empire 115
I. Liberalismus und Empire 119
II. Verfassungsfrage und Völkerrechtsdebatte 124
III. Die Verfassung des „Greater Britain“, John Stuart Mill und seine Zeitgenossen 131
Jochen von Bernstorff: Innen und Außen in der Staats- und Völkerrechtswissenschaft des deutschen Kaiserreiches 137
I. Die Staatenbund-Bundestaatsdebatte 138
II. Die Staats- und Völkerrechtswissenschaft des Kaiserreiches und die Verdichtung des völkerrechtlichen Normbestands als Folge ökonomischer Globalisierungsprozesse 140
1. Die Kritik an der Publikationspraxis des Reiches 141
2. Die Staats- und Völkerrechtswissenschaft und die Entstehung eines globalen Fremden- und Wirtschaftsrechts 144
III. Die deutsche Staats- und Völkerrechtswissenschaft und der Status der Kolonien 148
IV. Fazit 151
Schlussdiskussion (Gesprächsleitung: Härter, Simon, Waldhoff) 167
Verzeichnis der Redner 179
Vereinigung für Verfassungsgeschichte 181
Satzung 181
§ 1 181
§ 2 181
§ 3 181
§ 4 182
§ 5 182
§ 6 182
§ 7 182
§ 8 182
§ 9 182
Verzeichnis der Mitglieder 183
Vorstand 183
Beirat 183
Mitglieder 184