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Die Governance der Wasserinfrastruktur

Band 2: Nachhaltigkeitsinstitutionen zur Steuerung von Wasserinfrastruktursystemen

Editors: Gawel, Erik

Studien zu Umweltökonomie und Umweltpolitik, Vol. 12

(2015)

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About The Author

Univ.-Prof. Dr. Erik Gawel ist Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Institutionenökonomische Umweltforschung, und Direktor des Instituts für Infrastruktur und Ressourcenmanagement der Universität Leipzig. Er ist zugleich Leiter des Departments Ökonomie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Leipzig. Prof. Gawel promovierte in Köln und habilitierte sich in Augsburg im Fach Volkswirtschaftslehre zu umweltökonomischen und finanzwissenschaftlichen Themen und war Gastprofessor der Universität Bremen im DFG-Graduiertenkolleg »Risikoregulierung und Privatrechtssystem«. Nach wissenschaftlichen Stationen am Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universität zu Köln, dem Zentrum für Interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld, dem Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern (Bonn) und dem wissenschaftlichen Stab der Energie-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages ist er seit 2001 Professor für Volkswirtschaftslehre. Vor der IHK Frankfurt am Main ist er öffentlich bestellt und vereidigt für Entgeltfragen der kommunalen Ver- und Entsorgung. Er ist u.a. Mitglied der European Academy of Sciences and Arts, des umweltökonomischen Ausschusses im Verein für Socialpolitik und gehört dem wissenschaftlichen Beirat der Zeitschriften »Energies« und »Zeitschrift für Umweltpolitik und Umweltrecht« an. Als Umwelt- und Institutionenökonom blickt Prof. Gawel auf ein mittlerweile 25jähriges Schaffen im Dienste der Umweltforschung zurück. Er ist insbesondere als Brückenbauer zwischen Wirtschafts- und Rechtswissenschaft bekannt und gehört zu den profiliertesten deutschsprachigen Experten für ökonomische Instrumente in der Umweltpolitik, insbesondere für die Wasserwirtschaft.

Abstract

Die auf langlebige technische Infrastrukturen gestützten Dienstleistungen der Wasserver- und Abwasserentsorgung sind ökologisch, ökonomisch und sozial eine Schlüsselherausforderung für eine nachhaltige Entwicklung. Die zentralen Infrastruktursysteme in Deutschland und Europa geraten angesichts steigender gesellschaftlicher Anforderungen an Ressourceneffizienz und Wirtschaftlichkeit sowie als Folge globaler wie regionaler Wandlungsprozesse (Klima, Demographie, Konsummuster) zunehmend unter Veränderungsdruck. Gesucht sind flexiblere und anpassungsfähige Systemlösungen, die sich auch an kleinräumige und schnell wechselnde demographische und klimatische Veränderungen anpassen lassen. Wie aber müssen Regeln für Wasserdienstleistungen der Ver- und Entsorgung ausgestaltet werden, um eine solche nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen und anzustoßen?

Die in zwei Bänden zusammengestellten interdisziplinären Beiträge aus Wissenschaft und Praxis analysieren die Zukunftsfähigkeit der öffentlichen Wasserver- und Abwasserentsorgung in Deutschland und Europa und entwickeln auf dieser Grundlage Überlegungen zur Gestaltung von »Institutionen« zur Sicherung einer nachhaltigen Steuerung langfristiger Infrastrukturentscheidungen.
»The Governance of the Water Infrastructure«

The interdisciplinary articles from science and practice, published in two volumes, analyze the future viability of water supply and wastewater disposal in Germany and Europe. On this basis, they develop ideas for the design of »institutions« to secure a sustainable governance of long-term infrastructure decisions. The aim is to achieve more flexible and adjustable system solutions, which can be adapted to small-scale and fast alternating demographic, climatic and socio-economic changes.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
I. Die Transformation von Wasserinfrastruktursystemen aus Sicht der Neuen Institutionenökonomik 9
Norman Bedtke: Transformationsprozesse und Institutionen – eine theoretische Perspektive für die Wasserwirtschaft 9
I. Einleitung: Die Transformation wasserwirtschaftlicher Infrastruktursysteme 9
II. Theoretische Konzepte zur Abbildung von Transformationsprozessen soziotechnischer Systeme 13
1. Transformationen soziotechnischer Systeme 13
2. Verlaufsformen soziotechnischer Transformationen 17
3. Die Theorie technologischer Transitionen (Transition Management) 19
4. Zwischenfazit: Soziotechnische Transformationen als Phänomene institutionellen Wandels 25
III. Die ökonomische Theorie des institutionellen Wandels zur Analyse von Transformationsprozessen 27
1. Institutionen und Wandel – der institutionenökonomische Ansatz 27
2. Zentrale Aussagen der ökonomischen Theorie des institutionellen Wandels 29
3. Zwischenfazit: Zusammenspiel der Bedingungen für institutionellen Wandel 35
IV. Der institutionelle und technologische Wandel in der Siedlungswasserwirtschaft 37
1. Flexibilisierende Elemente und Anreize für institutionellen Wandel 37
2. Institutionelle Pfadabhängigkeiten im Wassersektor 43
a) Zur Rolle des technischen Regelwerkes 43
b) Zur Rolle der Systemkosten 46
3. Mentale Modelle und Ideologien 48
4. Zwischenfazit: Das institutionelle Gleichgewicht der Wasserwirtschaft 50
V. Implikationen für die Transformation von Wasserinfrastruktursystemen 54
1. Stärkung wettbewerblicher Strukturen 55
2. Preissignale 57
3. Information und Aufklärung 59
4. Kultur des Ausprobierens 60
5. Überwindung von Pfadabhängigkeiten und mentaler Modelle 62
VI. Fazit 63
Literatur 65
Norman Bedtke / Erik Gawel: Flexibilität von Wasserinfrastruktursystemen – Konzepte und institutionelle Ansatzpunkte 77
I. Zur Notwendigkeit flexibler Wasserinfrastruktursysteme 77
1. Wasserinfrastruktursysteme – Planung unter zunehmender Unsicherheit 77
2. Die Anpassungsfähigkeit konventioneller Wasserinfrastruktursysteme 79
3. Die Notwendigkeit flexibler Ver- und Entsorgungskonzepte 81
II. Das Konzept der Flexibilität 83
1. Flexibilität – eine Begriffsannäherung 83
2. Kategorisierung der Maßnahmen zur Flexibilisierung der Siedlungswasserwirtschaft 88
III. FlexibleWasserinfrastruktursysteme 89
1. Flexibilität von sozio-technischen Systemen 89
2. Technologische Flexibilität 90
a) Technische Flexibilisierungspotenziale im konventionellen System 91
b) Technische Flexibilisierung durch alternative Systemlösungen 95
3. Institutionelle Flexibilität 97
a) Erhöhung der institutionellen Flexibilität konventioneller Systeme 99
b) Institutionelle Anpassungen als Grundlage für technologische Flexibilität 99
IV. Flexibilität imWiderspruch zu Stabilität 109
V. Fazit 112
Literatur 115
II. Entgelte als Schlüsselinstitutionen einer Nachhaltigkeitstransformation 125
Erik Gawel: Komparative Analyse von Verfahren der Entgeltkontrolle: Kostenpreise versus Missbrauchsaufsicht 125
I. Regime der Entgeltkontrolle für Wasserpreise 125
1. Problemstellung 125
2. Aktuelle Debattenstränge 128
3. Leistungsfähigkeit von Entgeltkontrollregimen als wissenschaftliche Herausforderung 129
II. Performanzkriterien für die komparative Leistungsfähigkeit der Kontrollregime 132
III. Komparative Leistungsfähigkeitsanalyse 134
1. Materielle und prozedurale Prüfmaßstäbe 134
2. Gebührenrechtliche Kostenpreise 134
a) Materielles Kontrollkonzept 134
b) Prozedurale Sicherung durch Recht 141
c) Prozedurale Sicherung durch demokratische Kontrolle 144
3. Kartellrechtliches Vergleichsmarktkonzept 145
a) Materielles Kontrollkonzept 145
b) Prozedurale Sicherung 152
IV. Fazit: Implikationen für den rechtspolitischen Reformbedarf 154
Literatur 156
Erik Gawel: Die Berücksichtigung von Umwelt- und Ressourcenkosten nach Art. 9 WRRL – interdisziplinäre Herausforderungen für die Wasserpreispolitik 163
I. Problemstellung 163
II. Begriff der Umwelt- und Ressourcenkosten 165
III. Stellung der Umwelt- und Ressourcenkosten in der Normarchitektur des Art. 9 169
1. Problemstellung 169
2. Interpretationen der Normarchitektur 170
3. „Effiziente Ressourcennutzung“ als Schlüsselbegriff 172
4. Relevante und irrelevante URK 176
5. Zwischenergebnis 178
IV. URK als Teil der Deckung von Kosten: Was ist abzudecken? 178
1. Grundsatz der Zweckbezogenheit der Kosten 179
2. Der Kostenzweck des Art. 9 WRRL 180
3. Zustands- und funktionsabhängiges Ausmaß von URK 182
4. Zustandsbezug als Deckungskonzept: Erreichung von Umweltzielen nach Art. 4 WRRL als Abschneidegrenze? 184
a) Funktionalität der URK-Anlastung im Zielzustand 185
b) Zielbezug von Art. 9 WRRL 188
5. Zwischenfazit 191
V. Konzepte der „Berücksichtigung“ von URK: Wie ist abzudecken? 192
1. Auslegungsbemühungen im juristischen Schrifttum: Berücksichtigung als Verbindlichkeitsproblem 192
2. Berücksichtigung als Rechenproblem 195
3. Approximation von URK durch Maßnahmenkosten? 201
4. Berücksichtigungskonzepte der umweltökonomischen Theorie 205
5. Kritik an dezisionistischen Berücksichtigungskonzepten 208
6. Instrumente der Berücksichtigung 213
VI. Fazit 218
Literatur 221
Erik Gawel: Mikroverunreinigungen und vierte Reinigungsstufe: Das Leipziger Modell zur Finanzierung des Ausbaus von Behandlungsanlagen aus Mitteln der Abwasserabgabe 229
I. Hintergrund 229
II. Das Schweizer Modell als Referenz 230
III. Optionen einer Unterstützung der vierten Reinigungsstufe durch die Abwasserabgabe für ein deutsches Finanzierungsmodell 231
IV. Fördermodell mit Selbstbehalt 232
V. Die Belastungs-Architektur des Leipziger Modells 232
VI. Leipziger und Schweizer Modell im Vergleich 234
VII. Die Schlüsselrolle des Ordnungsrechts 235
VIII. Nachteile eines Fördermodells 236
IX. Simultane Aufstockung des Aufkommens durch Lenkungsertüchtigung 236
X. Belastungseffekte für Abgabenschuldner und Gebührenzahler 237
XI. Konzeptionelle Grundfragen bleiben 238
XII. Fazit 239
Literatur 239
Erik Gawel: Preise für Wasserdienstleistungen in Deutschland: Die Legende von der Kostendeckung 243
I. Problemstellung 243
II. Begriff der Wasserdienstleistungen: Zur Reichweite der Kostendeckungspflichten 245
III. Der kommunalabgabenrechtliche Kostendeckungsgrundsatz als wasserpreispolitisches Kostendeckungskonzept nach Art. 9 WRRL? 247
IV. Die empirischen Kostendeckungsbelege 253
V. Die Deckung der Umwelt- und Ressourcenkosten 254
1. Wasserordnungsrecht 254
2. Wassernutzungsabgaben 259
VI. Fazit 260
Literatur 261
Uwe Winkler: Unterstützung von Klimaanpassungsprozessen im Kanalnetz durch monetäre Anreizfunktionen in der Praxis 267
I. Einleitung 267
II. Prognostizierte Klimaänderungen 268
III. Allgemeine Anforderungen an die Niederschlagswasserentsorgung und bestehende Probleme 268
IV. Das bestehende Mischwasserkanalsystem der Stadt Leipzig 270
V. Zukünftige Anforderungen an die Niederschlagswasserbeseitigung 271
1. Wichtige perspektivische Anforderungsprofile für die Netzbetreiber 271
2. Anforderungen aus Demografie und längeren Trockenwetterperioden im Sommer infolge Klimawandel 272
3. Anforderungen aus zunehmenden Starkregenperioden im Sommer infolge Klimawandel 273
4. Anforderungen aus der abnehmenden Leistungsfähigkeit der Vorfluter infolge Klimawandel 274
5. Anforderungen zur Entfernung anthropogener Spurenstoffe 275
6. Anforderungen aus Energiekostenveränderungen 277
7. Anwendung von kostengünstigen Renovierungsverfahren bei der Kanalsanierung 277
8. Überblick über die Anforderungen an die Niederschlagswasserentsorgung 278
VI. Bestehende wirtschaftliche Anreize zur Reduzierung der befestigten Flächen 278
1. Gesplittete Entgelte 278
2. Anreizfunktion der gesplitteten Entgelte für die Ausbindung von Regenwasser 281
VII. Zusammenfassung 284
Literatur 285
III. Die Governance-Architektur der Wasserwirtschaft: Daseinsvorsorge, Wettbewerb, Planung 287
Erik Gawel / Norman Bedtke: Ordnungskonzepte der deutschen Wasserwirtschaft zwischen Modernisierung und Regulierung 287
I. Die deutsche Wasserwirtschaft zwischen Effizienzkritik und „Modernisierung“ 287
1. Die deutsche Wasserwirtschaft in der Effizienzkritik 287
2. Die Liberalisierungs- und Effizienzdebatte auf europäischer und nationaler Ebene 288
3. Die vermittelnde Strategie einer „Modernisierung“ 291
II. Modernisierungsstrategie und 8. GWB-Novelle als rechtspolitische Antworten auf die Effizienzkritik 294
1. Reichweite und Implementationsstand der „Modernisierung“ 294
a) Einführung eines Verfahrens zum Leistungsvergleich zwischen Unternehmen 294
b) Steuerliche Gleichstellung von Trink- und Abwasser 295
c) Lockerung des Örtlichkeitsprinzips 297
d) Übertragung der Abwasserbeseitigungspflicht auf Dritte 298
e) Fazit zum Ansatz einer Modernisierung 299
2. Die 8. GWB-Novelle 2013 303
3. Zwischen-Fazit 305
III. Der ökonomische Alternativenraum 306
1. Regulierungsalternativen zum jetzigen Vorgehen 306
2. Die Vorschläge der Monopolkommission 310
3. Probleme einer isolierten Effizienzstrategie 313
4. Grenzen einer sektorspezifischen Anreizregulierung im Wassersektor 319
IV. Fazit 323
Literatur 324
Mark Oelmann: Zur Beurteilung wasserwirtschaftlicher Ordnungsrahmen – Entwicklung ökonomischer Beurteilungskriterien sowie deren Anwendung auf die englische Wassermarktregulierung 333
I. Einleitung: Hintergrund des Artikels 333
II. Dimensionen der Effizienz 336
III. Effizienzdimensionen und englische Wassermarktregulierung 337
1. Das Kernstück: Bestimmung der relativen Effizienzen 338
2. Englische Wassermarktregulierung und statische Effizienz 343
3. Englische Wassermarktregulierung und dynamische Effizienz 352
4. Englische Wassermarktregulierung und technische Effizienz 353
5. Englische Wassermarktregulierung und qualitative Effizienz 355
6. Erfolg der englischen Wassermarktregulierung 363
IV. Effizienzdimensionen und der Weg gen Durchleitungswettbewerb 365
1. Durchleitungswettbewerb und Effizienz im Allgemeinen 366
2. Durchleitungswettbewerb und dynamische Effizienz 367
3. Durchleitungswettbewerb und technische Effizienz 367
4. Durchleitungswettbewerb und qualitative Effizienz 368
V. Zusammenfassung und erste Implikationen für die deutsche Wasserwirtschaft 369
Literatur 373
Mónica García Quesada: Examining Water Governance Beyond the Privatisation Debate 377
I. Introduction 377
II. Defining the Constituent Elements of Water Services Governance 379
III. Water Services Governance in England and Scotland 383
1. Access to Information Employed for the Decision-Making Process 383
2. Access to Information Regarding the Decision Making Process 384
3. Access to Information on Final Decision 385
4. Access to Information on the Reasoning Behind a Particular Decision 385
5. Formal Mechanisms to Protect the Right to Access Information 386
6. Right to Public Participation 387
7. Areas of Decision-Making Open to Public Participation 387
8. Degree of Participation in the Decision-Making Process 388
9. Obligation to Provide a Response to Consumers 389
10. Non-judicial Mechanisms AgainstWater Providers 389
11. Non-judicial Proceedings Against Relevant Authorities 391
12. Judicial Procedures Against Water Providers 392
13. Judicial Procedures Against Relevant Authorities 393
14. Financial Help for Consumers Initiating Judicial Procedures 393
IV. Conclusions: From Water Privatisation to Water Governance Debates? 394
References 396
Martin Wickel: Planung als Instrument der besseren Vernetzung von Siedlungswasserwirtschaft und Stadtentwicklung 399
I. Einleitung 399
II. Planungserfordernis 400
1. Erfordernis einer integrierten, langfristigen Planung 400
a) Zu integrierende Gesichtspunkte 400
b) Abwägung als Instrument der Auflösung von Zielkonflikten 401
c) Kognitive Entscheidungsgrundlage bei zukunftsgerichteter Entscheidung: Prognosen und Unsicherheit 402
d) Plan als Instrument der integrierten, langfristigen Entscheidung 403
aa) Äußere Struktur der Planungsentscheidung 403
bb) Innere Struktur der Planungsentscheidung 403
e) Entscheidung über siedlungswasserwirtschaftliche Infrastrukturen als Planungsentscheidung 405
2. Klimawandel 406
3. Demografischer Wandel 407
4. Berücksichtigung alternativer/dezentraler Konzepte 408
5. Sichtbarmachung und Koordinierung siedlungswasserwirtschaftlicher Belange mit der Stadtplanung 408
6. Information und Beteiligung relevanter Akteure 410
7. Gewährleistung der Verhältnismäßigkeit 410
8. Zwischenfazit 411
III. Die Planung siedlungswasserwirtschaftlicher Infrastrukturen im geltenden Wasserrecht 412
1. Allgemeine Grundsätze 412
2. Siedlungswasserwirtschaftliche Planungen im Wasserrecht des Bundes 415
3. Siedlungswasserwirtschaftliche Planungen im Wasserrecht der Länder 416
a) Überblick und Allgemeines 416
b) Überörtliche Wasserversorgungsplanung 420
c) Örtliche Wasserversorgungsplanung 421
d) Überörtliche Abwasserbeseitigungsplanung 422
e) Örtliche Abwasserbeseitigungsplanung 422
IV. Siedlungswasserwirtschaftliche Planung im Rahmen der Gesamtplanungen 426
1. Bauleitplanung 426
a) Anforderungen an eine siedlungswasserwirtschaftliche Infrastrukturplanung 426
aa) Integrierte, langfristige Planung 426
bb) Berücksichtigung des Klimawandels und der demografischen Entwicklung 427
cc) Information und Beteiligung der relevanten Akteure 427
b) Siedlungswasserwirtschaftliche Planung durch Bauleitplanung 427
aa) Konkrete Darstellungs- und Festsetzungsmöglichkeiten 427
(1) Darstellungsmöglichkeiten im Flächennutzungsplan 427
(2) Festsetzungsmöglichkeiten im Bebauungsplan 430
bb) Grenzen der Bauleitplanung 433
(1) Städtebauliche Erforderlichkeit (§§ 1 Abs. 3, 9 Abs. 1 BauGB) 433
(2) Grundlegende Zielsetzungen der Bauleitplanung 434
(3) Mangelnde Umsetzungsorientierung der Bauleitplanung 435
c) Rolle der Bauleitplanung 436
2. Raumordnung 437
a) Anforderungen an eine siedlungswasserwirtschaftliche Infrastrukturplanung 437
b) Siedlungswasserwirtschaftliche Planung durch Raumordnung 438
aa) Festlegungsmöglichkeiten nach § 8 Abs. 5 ROG 438
bb) Sachliche Teilpläne 439
cc) Grundsätze der Raumordnung 439
c) Grenzen der Raumordnung 440
V. Elemente eines Konzepts für die Planung siedlungswasserwirtschaftlicher Infrastrukturen 442
1. Zweistufige Fachplanung 442
2. Verbindlichkeit 443
3. Gewährleistung der Integration 444
4. Gewährleistung der Sichtbarmachung und Koordination mit anderen Planungen 446
a) Koordination mit der Gesamtplanung 446
b) Änderung der Gesamtplanung 447
c) Anpassung der siedlungswasserwirtschaftlichen Planung 450
5. Partizipation 450
6. Revisibilität 451
7. Inhalte 451
a) Wasserversorgung 452
aa) Überörtlicher Wasserversorgungsplan 452
bb) Örtliche Wasserversorgungskonzepte 453
b) Abwasserbeseitigung 453
aa) Überörtliche Abwasserbeseitigungspläne 453
bb) Örtliche Abwasserbeseitigungskonzepte 454
Literatur 454
IV. Transformationsprozesse am Beispiel der Niederschlagswasserbewirtschaftung 461
Stefan Geyler / Norman Bedtke / Erik Gawel: Technologische und institutionelle Anpassungsoptionen im Wechselspiel: Herausforderungen einer nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung 461
I. Einleitung: Herausforderungen der Regenwasserbewirtschaftung im Siedlungsbestand 461
1. Problemaufriss 461
2. Fragestellung und Vorgehensweise 465
II. Untersuchungsdesign: Ziele, Strategien und Steuerungsinstitutionen der Regenwasserbewirtschaftung 466
1. Dezentralisierungsoptionen und Akteure 466
2. Ziele und Strategien für die regenwasserbezogene Infrastrukturentwicklung 467
3. Institutionen als Stellschrauben der Infrastrukturentwicklung 470
4. Das vollständige Untersuchungsdesign 471
III. Steuerungsinstitutionen der Regenwasserbewirtschaftung: Theoretische Überlegungen 473
1. Der technologische Alternativenraum: Beitrag dezentraler Regenwasser-Technologien zur Zielerreichung 473
2. Steuerungsinstitutionen der grundstücksbezogenen Niederschlagswasserbewirtschaftung 477
a) Der landes- und kommunalrechtliche Anschluss- und Benutzungszwang 477
b) Niederschlagswasserentgelte 480
c) Förderprogramme und informatorische Instrumente 482
3. Zusammenspiel der Institutionen: Theoretische Analyse 482
4. Zwischenfazit 490
IV. Empirische Untersuchung 491
1. Ergebnisse der Erhebung 491
2. Diskussion 500
V. Fazit 504
Literatur 507
Axel Waldhoff / Juliane Ziegler: Zukünftiger Umgang mit Regenwasser – eine kommunale Gemeinschaftsaufgabe am Beispiel Hamburg 515
I. Herausforderungen für die Wasserwirtschaft 515
1. Ausgangssituation 515
2. Aktuelle Entwicklungen 517
a) Stadtentwicklung 517
b) Klimawandel 517
c) Gesetzliche Anforderungen 518
d) Administrative Rahmenbedingungen 518
II. Das Projekt RISA – RegenInfraStrukturAnpassung 519
1. Allgemein 519
2. Strukturplan Regenwasser 2030 (Arbeitstitel) 519
III. Pilotprojekte und Ergebnisse – Beispiele 520
1. Beispiel Planungs- und Informationssystem Regenwasser Hamburg 520
2. Beispiel Wasserwirtschaftlicher Rahmenplan Hamburg 522
3. Beispiel Neugestaltung der Entwässerung an Hamburger Schulen 523
4. Beispiel Neuerschließung eines ehemaligen Kasernengeländes 524
5. Beispiel Retentionsbodenfilter im Hamburger Trennsystem 525
IV. Ausblick 527
Literatur 527
Stefan Geyler / Christopher Krohn: Optionen dezentraler Regenwasserbewirtschaftung – eine empirische Analyse des Entscheidungsverhaltens privater Grundstückseigentümer 529
I. Einleitung 529
II. Technische Optionen dezentraler Regenwasserbewirtschaftung und ihre institutionelle Ansteuerung 532
III. Erklärungsansätze zur Wirkung von Einflussfaktoren auf die Entscheidung der Grundstückseigentümer 533
IV. Empirische Erhebung – Vorgehensweise 537
V. Ergebnisse 544
1. Überblick über die Nutzung von dezentralen RWA 544
2. Einzelergebnisse 546
a) Einflüsse auf die Nutzung dezentraler Regenwasseranlagen 547
b) Einflüsse auf die Nutzung von Zisternenlösungen gegenüber Versickerungslösungen 548
c) Einflüsse auf die Abkopplung der Grundstücke vom öffentlichen Kanal 549
d) Einflüsse auf eine Brauchwassernutzung des Regenwassers 550
e) Veränderungen bei Einführung des gesplitteten Entgelts 550
VI. Diskussion und Schlussfolgerungen 552
VIII. Anhang 557
Literatur 563
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren 565