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Röck, T. (2016). Physis als bewegte Existenz. Eine Ontologie des Konkreten. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54693-0
Röck, Tina. Physis als bewegte Existenz: Eine Ontologie des Konkreten. Duncker & Humblot, 2016. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54693-0
Röck, T, (2016): Physis als bewegte Existenz: Eine Ontologie des Konkreten, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-54693-0

Format

Physis als bewegte Existenz

Eine Ontologie des Konkreten

Röck, Tina

Metaphysik und Ontologie, Vol. 3

(2016)

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Abstract

Ein fundamentales Vorurteil der klassischen Ontologie besteht darin, das $aSein$z als eigentlich Wirkliches zu setzen und das $aWerden$z als Kennzeichen des Scheinbaren zu deuten. Im vorliegenden Band wird dieses Vorurteil in einer historischen und systematischen Untersuchung näher beleuchtet.

Als Alternative zum klassischen Verständnis von Sein und Bewegung wird die $abewegte Existenz (physis)$z als ein Seinsbegriff vorgeschlagen, der $aSein$z und $aWerden$z miteinander verbindet. Diese Alternative dient im historischen Teil als Lektüreschlüssel zur Deutung jener Fragmente der Vorsokratiker, mit welchen die Frage nach dem Verhältnis von $aSein$z und $aWerden$z im antiken Griechenland begann. Diese historische Untersuchung führt zu dem Ergebnis, dass der Seinsbegriff der $a»physis«$z kein üblicher Seinsbegriff sein kann, denn er benennt nämlich nicht eine Existenzweise des »eigentlichen« Seins, sondern nur die Existenzweise des $avielfältigen, veränderlichen und singulären Seienden – des Konkreten.$z Der systematische Teil der Arbeit befasst sich infolge mit den Problemen und Implikationen, die eine Ontologie des Vielfältig-Konkreten mit sich bringt.
»Physis as Moving Existence – an Ontology of the Concrete«

There is an ancient ontological preconception concerning the relation of being and becoming that still leads many contemporary metaphysicians to only consider $abeing$z to be truly real, while $abecoming$z is usually considered to be the mark of mere appearance. The present investigation considers the issue of being and becoming in its historical and its systematic dimensions, proposing an alternative explication of the relation of being and becoming, namely $amoving existence (physis)$z.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Einleitung 13
Erster Teil: Propädeutikum 18
Kapitel 1: Methode und Begriffsklärung 18
§ 1 Methode: Eine Hermeneutik des Möglichen 18
§ 2 Die Grundbegriffe der Untersuchung 20
A. Der Seinsbegriff 20
B. Die Bewegung 26
C. Die Erfahrung der bewegten Existenz 30
Kapitel 2: Das gängige Vorverständnis und das neue Vorverständnis des Verhältnisses von Sein und Bewegung 31
§ 3 Das gängige Vorverständnis – das Sein 31
A. Die theoretischen Ursachen des gängigen Vorverständnisses: Die Aporien der Bewegung 33
B. Ein Beispiel der scheinbaren Vermittlung von Sein und Bewegung im gängigen Vorverständnis: Platon 36
C. Nietzsches Kritik am gängigen Vorverständnis 41
§ 4 Die sprachlichen Wurzeln des neuen Vorverständnisses 45
A. φύσις 45
B. τὸ ὄν‘ und τὸ εἶναι‘ 54
C. λόγος 57
Zweiter Teil: Historische Untersuchung 62
Kapitel 3: Vorüberlegungen 62
§ 5 Der Leitfaden 62
§ 6 Die Suche nach der ἀρχή 63
Kapitel 4: Thales von Milet 66
§ 7 Traditionelle Deutungsweisen – Wasser als Materialursache oder Prinzip 68
§ 8 Eine andere Möglichkeit der Deutung – Das Wasser als das dynamische Woher des Seienden 71
Kapitel 5: Anaximander von Milet 77
§ 9 Das ἅπειρον als ἀρχή 77
§ 10 Das Verhältnis von ἅπειρον und ἀρχή 79
§ 11 Die Beschaffenheit des ἅπειρον 80
§ 12 Inwiefern ist das ἅπειρον selbst bewegt? 83
§ 13 Das erhaltene Fragment in mehrfacher Deutung 88
Kapitel 6: Heraklit von Ephesus 93
§ 14 Heraklits Schrift 94
§ 15 Heraklit und die entstehenden Wissenschaften 97
§ 16 Der Ausgangspunkt des Weges zur Weisheit im Eigenen 102
§ 17 Die besondere Bedeutung des λόγος bei Heraklit 103
§ 18 Exkurs: Das Eigene und das Andere – Weisheit und φύσις 110
§ 19 Die Gegensätze und ihr Verhältnis zueinander 112
A. Die begriffliche Verbundenheit der Gegensätze als Dialektik 113
B. Die ontologische Verbundenheit von νομός und φὐσις 115
C. Die Gegensätze als Implikation 117
D. Die Gegensätze als Verbundenheit durch Abfolge 119
E. Die genauere Bestimmung der Verbundenheit der Gegensätze 124
§ 20 Führt die Einheit der Gegensätze zu einer Harmonie? 126
§ 21 Das Denken der verbundenen Gegensätze und die Logik 128
§ 22 Bewegung und Stabilität bei Heraklit 135
A. Die Bewegung der Seienden – Die Fluss-Metapher 135
B. Die Bewegung des Seienden und die sinnliche Wahrnehmung 139
C. Das Feuer – Die kosmische Bewegung 140
Kapitel 7: Parmenides von Elea 143
§ 23 Xenophanes als Eleate 145
§ 24 Parmenides – der große Bruch im griechischen Denken? 149
§ 25 Philosophie als Entrückung und Dichtung 153
§ 26 Das Sein ist und das Nichtsein ist nicht 157
A. Die ontologische Deutung 158
B. Die wahrheitstheoretische Interpretation 160
C. Die aussagenlogische Interpretation 161
D. Steckt eine Absicht hinter der Unbestimmtheit des ‚es ist‘? 165
§ 27 Das Denken – νοεῖν 167
A. Denken und Sein – νοεῖν und εἶναι 168
B. Heideggers Kritik an drei Formen der klassischen Deutung des Verhältnisses von εἶναι und νοεῖν als Identität 170
C. Das νοεῖν und das ἐόν 173
§ 28 Die Eigenschaften als Zeichen am Weg 176
A. Die Zeichen am Weg als Eigenschaften des ἐόν 176
B. Was kennzeichnet die Göttin in ihrer Rede mit diesen Zeichen? 180
§ 29 Das Meinen der Vielen und die Sprache 183
A. Die traditionelle Deutung als Trennung des Sinnlichen vom Denken 184
B. Die andere Deutung – Meinung als mangelnder Einsatz der Sinne 188
§ 30 Überzeugungskraft und Wahrheit des Lehrgedichtes 190
A. Parmenides als Argumentationstheoretiker 191
B. Der göttliche Weg zur Wahrheit 192
§ 31 Der Parmenides des Proömiums als Denker des Denkens 195
§ 32 Parmenides’ Lehrgedicht als Wurzel der Trennung von Denken (λόγος) und bewegter Existenz (φύσις) 199
Dritter Teil: Der λόγος περὶ φύσεως der bewegten Existenz als der dritte Weg der Forschung 202
Kapitel 8: Der Weg von der ursprünglichen Ambivalenz der bewegten Existenz zum Sein 203
§ 33 Die Wurzeln der gängigen Seinsvorstellung im Denken 204
§ 34 Zwei klassische Wege zum Sein: Idealisierung und Abstraktion 205
A. Erster Weg zum Sein – Platons Methode der Idealisierung 205
B. Zweiter Weg zum Sein – Aristoteles’ ἐπαγογή 209
§ 35 Das Sein ist dem Denken verbunden 213
Kapitel 9: Der λογος des Seins und der λογος der Bewegung 215
§ 36 Die Verbindung von Sein, Urteil und Metaphysik in der klassischen Logik 218
§ 37 Der ursprüngliche λόγος als Vorgang der Sammlung und Ordnung 226
§ 38 Der Logik des konkreten Seienden – der λόγος περὶ φύσεως 229
§ 39 Ein Beispiel einer möglichen Logik des Bewegten – Heraklit 233
Kapitel 10: Auswirkungen der bewegten Existenz 237
§ 40 Bewegte Existenz als Gegenstand von Wissenschaft 238
§ 41 Konkrete Anwendungen der bewegten Existenz 242
§ 42 Zur Begründung dieser Arbeit 245
Literaturverzeichnis 249
Sachregister 260