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Gloe, M. Haarmann, L. Thieme, T. (Eds.) (2016). Standortbestimmung Deutschlandforschung. Duncker & Humblot. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54944-3
; Gloe, Markus; Haarmann, Lutz and Thieme, Tom. Standortbestimmung Deutschlandforschung. Duncker & Humblot, 2016. Book. https://doi.org/10.3790/978-3-428-54944-3
Gloe, M, Haarmann, L, Thieme, T (eds.) (2016): Standortbestimmung Deutschlandforschung, Duncker & Humblot, [online] https://doi.org/10.3790/978-3-428-54944-3

Format

Standortbestimmung Deutschlandforschung

Editors: Gloe, Markus | Haarmann, Lutz | Thieme, Tom

Schriftenreihe der Gesellschaft für Deutschlandforschung, Vol. 108

(2016)

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About The Author

Markus Gloe, Studium der Fächer Geschichte, Gemeinschaftskunde und Deutsch auf Lehramt an Realschulen, 2000 bis 2003 Promotion an der Pädagogischen Hochschule Freiburg zum Thema »Deutschlandpolitik im Zeichen des Kalten Krieges: Der Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands«, 2005 bis 2008 Berufsschullehrer an den Haus- und Landwirtschaftlichen Schulen Offenburg mit den Fächern Politik, Geschichte, Deutsch und Wirtschaftslehre, 2008 bis 2010 Akademische Ratsstelle für Politikwissenschaft und Politikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, 2008 bis 2009 Lehraufträge an der Technischen Universität Berlin, 2010 bis 2011 Hauptgeschäftsführer und Pressesprecher der CDA Deutschlands; 2010 bis 2014 Dozent an der Steinbeis Hochschule Berlin für den Bachelor-Studiengang für Erzieherinnen und Erzieher für den Bereich Personalmanagement, seit 2011 Leiter der Lehreinheit Didaktik der Sozialkunde am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 2014 bis 2015 Vertretung der Professur Politikwissenschaft III: Politische Bildung und Didaktik der Sozialkunde an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP), Mitglied der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB), Mitglied der Gesellschaft für Politikdidaktik und Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE) und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Deutschlandforschung (GfD).

Lutz Haarmann, Studium u.a. der Politischen Wissenschaft, Neueren deutschen Literatur, Deutschen Sprache und älteren deutschen Literatur sowie Skandinavistik an den Universitäten Bochum und Bonn. Von 2008 bis 2011 Wissenschaftliche Hilfskraft bei Prof. Dr. Tilman Mayer am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie (IPWS) der Universität Bonn sowie Lt. des Bonner Büros der Gesellschaft für Deutschlandforschung (GfD). Seit 2011 Wiss. Mitarbeiter und Studiengangsmanager am IPWS der Universität Bonn. 2014 Erasmus-Gastdozentur am Seminar für Politikwissenschaft der Universität Luzern/CH. Seit 2015 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied (kommissarisch) der GfD. Mitgliedschaften in der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP) und Deutsche Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW). Forschungsschwerpunkte: Politische Zeit- und Ideengeschichte der Bundesrepublik.

Tom Thieme, 1998–2004 Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Sozial- und Wirtschaftsgeographie an der Technischen Universität Chemnitz. Seit 1998 freier Journalist und Autor für verschiedene Institute, Zeitungen und Zeitschriften (Hannah-Arendt-Institut, Jahrbuch Extremismus & Demokratie, Freie Presse, DPA). 2004–2006 Promotion zum Thema »Parteipolitischer Extremismus in Osteuropa« in Chemnitz, Moskau und Berlin. 2004–2006 Promotionsstipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung e.V. 2007–2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Chemnitz am Lehrstuhl Politische Systeme, Politische Institutionen. 2007–2011 Redaktionsassistent des Jahrbuchs »Extremismus & Demokratie«. Seit 2010 Lehrbeauftragter an der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität Ústí nad Labem (CZ) und an der TU Dresden. 2013 Habilitation zum Thema »Systemwechsel in der DDR und in Ostmitteleuropa. Die Rolle der Parteieliten im Prozess der Demokratisierung im Vergleich« im Fach Politikwissenschaft und Ernennung zum Privatdozent an der TU Chemnitz. 2011–2013 Habilitationsstipendiat der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Seit 2013 Privatdozent an der TU Chemnitz am Lehrstuhl Politische Systeme. 2014–2015 Kommissarischer Leiter des Lehrstuhls Politische Systeme. Seit 2015 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Geschäftsführenden Direktors am Institut für Politikwissenschaft. Zudem bestehen Mitgliedschaften im Institutsrat des Instituts für Politikwissenschaft an der TU Chemnitz, der Vergabekommission für das Deutschlandstipendium an der TU Chemnitz, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO), Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft (DGfP) sowie der Gesellschaft für Deutschlandforschung (GfD).

Abstract

Mit dem Begriff Deutschlandforschung wird ein multi- und interdisziplinäres Feld bezeichnet. Vor dem Hintergrund der deutschen Teilung wird der Terminus für Forschung verwendet, die sich mit Gegenständen in Bezug auf die Sowjetische Besatzungszone (SBZ-Forschung), die DDR (DDR-Forschung), die deutsch-deutschen Beziehungen und den Vergleich der beiden deutschen Staaten, die Deutschlandpolitik der beiden deutschen Staaten (vergleichende Deutschlandforschung) sowie den Prozess und die Folgen der Wiedervereinigung beschäftigt (Transformationsforschung).

Den aktuellen Entwicklungstrends der Deutschlandforschung verpflichtet, entstand im Jahr 2013 innerhalb der GfD die Idee einer Nachwuchstagung. Diese fand am 6./7. November 2014 in Kooperation mit dem Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der Technischen Universität Dresden statt. Die im Band versammelten Beiträge lassen sich entlang von vier Gegenstandsbereichen strukturieren: DDR, Bundesrepublik (vor 1989), Transformationsprozesse und Systemvergleiche.
»Current Trends of German Studies«

Committed to the current trends of German Studies, in 2013 the idea of a youth conference was created. This event took place on 6/7. November 2014 – held in cooperation with the Hannah Arendt Institute for the Research on Totalitarianism e.V. at the Technical University Dresden. The articles in this edition can be structured along four subject areas: GDR, Federal Republic (before 1989), transformation processes and system comparisons.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Markus Gloe / Lutz Haarmann / Tom Thieme: Standortbestimmung Deutschlandforschung – Grundlagen, Bilanz und Perspektiven 9
I. Begriffsbestimmung 9
II. Von der SBZ-Forschung bis zur Dominanz des systemimmanenten Ansatzes in der Deutschlandforschung (1945–1978) 9
III. „Nach dem Boom“: Zeit- und ideengeschichtliche Perspektiven auf die DDR- und vergleichende Deutschlandforschung (1978–1989) 15
IV. Deutschlandforschung nach 1989/90 23
V. Zu den Beiträgen in diesem Band 28
DDR 33
Uta Bretschneider: Um-Deutungen – Zeitgenössische und aktuelle Darstellungsmodi von Bodenreform und Kollektivierung 35
I. Um-Deutungen? 35
II. Bodenreform und Kollektivierung als Zäsuren 36
III. Bodenreform: Neubeginn vs. Zusammenbruch – Kollektivierung: Letzte Chance vs. zweite Enteignung 38
1. Darstellungsmodi der Bodenreform und der Kollektivierung in der DDR 38
2. Darstellungsmodi der Bodenreform und der Kollektivierung heute 44
IV. (Un)‌Vergessen? Erinnerungsorte 47
V. Schlussbetrachtung 54
Marie-Thérèse Heinrich: Zur „operativen Bedeutung“ der Westtouristen in der DDR 1971–1989 55
I. Einleitung 55
II. Unbekanntes Land – Die DDR als Reiseziel bundesdeutscher Touristen 56
III. Filtrierung des grenzüberschreitenden Verkehrs 57
IV. Freiwillige Helfer 59
V. Auf dem Weg zum Interhotel 60
VI. 1976: „In 10 Stunden die Deutsche Teilung überwinden“ – Sonderrolle: Schiffstourismus 63
VII. 1981: „Ich hoffe, wir sehen uns wieder.“ – Tourismus unter weltoffenen Bedingungen? 65
VIII. Schlussbetrachtung 69
Bundesrepublik Deutschland (vor 1989) 71
Mathias Schütz: Mit und gegen Deutschland? – Das „deutsche Problem“ in der westeuropäischen Einigungsdiskussion 73
I. Die europäische Einigung und das „deutsche Problem“ 73
II. Foren europäischer Einigungsdiskussion nach dem Zweiten Weltkrieg 76
III. Die Gründung der Bundesrepublik – Eskalation des „deutschen Problems“? 80
IV. Catastrophic Europeanism: Das „deutsche Problem“ als europäischer Erfahrungsraum 84
Ulrich Schuster: Deutschlands konfliktives Rollenverständnis im transatlantischen Verhältnis (1997–2011) 89
I. Einleitung: Deutschland als untreuer Bündnispartner? 89
II. Diskussionsschwerpunkte der politikwissenschaftlichen Debatte über Deutschlands Rolle im transatlantischen Verhältnis 90
III. Präzisierung: Wie ist Deutschlands Rolle zu bemessen? 92
IV. Das deutsche Rollenverständnis im zeitlichen Umfeld des Kosovokrieges 93
1. Militäreinsatz gegen Totalitarismus 93
2. Deutschland als Ordnungsmacht 95
V. Die Debatte nach dem 11. September 2001 97
1. Wertewechsel 97
2. Solidarität im Eigeninteresse 99
VI. Die Irakkrise 101
1. Von der westlichen Wertegemeinschaft zur Zivilmacht 101
2. Sicherheitspolitisches Eigeninteresse und Zunahme machtpolitischer Bekenntnisse 102
VII. Libyenkrieg 2011 105
1. Westliche Werte ohne Gemeinschaft 105
2. Pragmatismus und kategoriale Übereinstimmung im Umgang mit Statusängsten und bündnispolitischem Eigeninteresse 106
VIII. Fazit: Deutschland als berechenbarer Konfliktpartner 108
Transformationsprozess 111
Marcus Böick: Das letzte Gefecht? – Die ökonomischen Debatten über eine „Wirtschaftsreform“ innerhalb der DDR um die Jahreswende 1989/90 113
I. Einleitung: Das reformkommunistische Interregnum 113
II. „Eine Flut von Vorschlägen“: Der Auftakt der Reformdiskussionen im November 1989 114
III. „Dieser Sozialismus muß reformierbar sein“: Reformkonzeptionen der Modrow-Regierung 123
IV. „Wirtschaftsfragen“ als Nebensache? ‒ Reformdebatten am Runden Tisch bis Januar 1990 127
V. Fazit: Das abrupte Ende der „sozialistischen Traumtänzereien“ 131
Ines Langelüddecke: Bauernland in Junkerhand? – Die Rückkehr des brandenburgischen Adels und die Auseinandersetzungen mit den Bauern nach 1989/90 133
I. Einleitung 133
II. Der Konflikt zwischen Adel und Bauern in Siebeneichen 135
III. Die Pastorin als Vermittlerin 137
IV. Der Adlige als Landvermesser 138
V. Die Bauern und die Erinnerung an die Zwangskollektivierung 139
VI. Der Adel und das Verhältnis zum eigenen Besitz und zur Enteignung 141
VII. Das Ernte-Ritual auf dem Feld 144
VIII. Räume und zeitlich geschichtete Erinnerungen 145
IX. Raumvorstellungen und Rollenverständnisse der Akteure 146
X. Der Streit um das Land und die Räume von Adel und Dorf 147
Systemvergleiche 149
Christoph Lorke: Die Ordnung des Sozialen im Vergleich – „Armut“ im geteilten Deutschland 151
I. Einleitung 151
II. „Armut“ im doppelten Deutschland: Überlegungen zu einer integrierten deutsch-deutschen Wahrnehmungs- und Kommunikationsgeschichte des Sozialen 152
III. „Armut“ in Nachkriegsdeutschland: Zwischen Neuanfängen und Traditionen 157
IV. (Wieder-)‌Entdeckungen und soziale Grenzziehungen: Jahre des Wachstums 161
V. Eingeständnisse, restaurative Tendenzen und Normalisierungen: „Armut“ nach dem „Boom“ 165
VI. Schlussbetrachtung 167
Manuel Becker: Nationalsozialismus und DDR im Vergleich – Zwei Ideokratien in Deutschland 169
I. Einleitung 169
II. Das analytische Potenzial des Ideokratie-Begriffs 171
III. Zwischen machttaktischem Kalkül und überzeugtem Dogmatismus 174
IV. Die Funktionen der Ideologie im Herrschaftsgefüge einer Ideokratie 176
V. Die Aporie der Ideokratie 183
Kathleen Schröter: Zur westdeutschen Rezeption ostdeutscher Kunst seit 1945 – Eine Chronologie 185
I. Einleitung 185
II. Offenheit und gesamtdeutsches Denken (1945–1949) 185
III. Kalter Krieg: Politische und ästhetische Ablehnung (1950–1955) 186
IV. Erste Annäherung (1956–1967) 188
V. Interesse am Sozialistischen Realismus (1968–1977) 192
VI. Museale, publizistische und politische Würdigung (1978–1989) 195
VII. Der deutsch-deutsche Bilderstreit (ab 1990) 199
Auswahlbibliographie 203
Autorenverzeichnis 209