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Wie anfangen?

Literarische Entwürfe des Beginnens

Steierwald, Ulrike

Lectiones Inaugurales, Vol. 13

(2016)

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About The Author

Ulrike Steierwald ist Professorin für Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Literatur- und Kulturgeschichte des 18. bis 21. Jahrhunderts an der Leuphana Universität Lüneburg. Von 1994 bis 2001 war sie stellv. Direktorin der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Klassik Stiftung Weimar. Arbeiten zu Raumkonzepten des 18. Jahrhunderts, Leibniz' System einer Universalbibliothek, Sammlungstheorien der Moderne und zur Geschichte der Weimarer Klassik. Bis 2011 war Steierwald Professorin für Informationswissenschaft an der Hochschule Darmstadt (Medientheorie, Mediengeschichte, Wissensordnungen). Zum WS 2011/2012 Ruf an die Leuphana Universität Lüneburg.

Abstract

Der niemals begonnene Anfang, die gescheiterte Initiation eines Textes gehören zu den Albträumen des Autors. Würde er sich in die mythische Tradition der Wiederholung des schon Gesagten, schon Geschriebenen nahtlos einreihen, wäre sein Selbstverständnis als Urheber und Schöpfer in Frage gestellt. Produktions- wie rezeptionsästhetisch erweisen sich Versuche, Anfänge im Sinne des Originären zu begründen und festzuhalten, als nachträgliches, verspätetes Bemühen. Schließlich haben wir im Text immer schon angefangen.

Umso mehr bleibt zu klären, welche Rituale und Reflexionen uns dennoch stets aufs Neue beginnen lassen. Welche unterschiedlichen Kulturtraditionen fließen in die Inszenierungen des Anfangs ein? Das Buch erhellt die Aporien des Anfangs und präsentiert literarische Imaginationen des 18. bis 21. Jahrhunderts, die in Aufbruch wie Rückkehr, Entwicklung wie Umkehrung, in Biographien wie Thanatographien das Beginnen als unabschließbare Denkbewegung der Moderne sichtbar werden lassen.
The beginning never begun, the abortive introduction of a text, are some of the nightmares which can plague an author. Were he to conform to the mythical tradition of reiteration of what has already been said, his self-image as originator and creator would be called into question. Seen from the aspect of production and reception aesthetics, any attempt to establish and retain a beginning as original thought always proves to be a retroactive, belated effort. After all, we have always started off with the text. This book presents literary imaginings from 18th to 21st century, which reveal the beginning as an interminable movement of thought particular to modernism.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhalt 5
Wie anfangen? 7
Raum, Punkt, Komma – Strich 15
Figuren des Aufbruchs 24
Das weiße Blatt 30
Paratexte 42
Konzepte 46
Inverse Gesten des Beginnens 57
Initiationen – Individuationen 64
Getanzte Nekrologe 82
Zur Autorin 89