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Kommanditgesellschaften im Regelungsbereich des Investmentrechts

Eine Analyse des Spannungsverhältnisses zwischen personengesellschaftsrechtlicher Organisationsverfassung und dem System der kollektiven Vermögensverwaltung im KAGB sowie dessen Auswirkungen im Steuerrecht

Schewe, Benedikt

Schriften zum Wirtschaftsrecht, Vol. 292

(2017)

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About The Author

Benedikt Schewe studierte von 2007 bis Anfang 2013 Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück. Nach Abschluss der ersten juristischen Staatsprüfung promovierte er bei Prof. Dr. Heike Jochum, Mag. rer. publ. am Institut für Finanz- und Steuerrecht der Universität Osnabrück, wo er während der Promotionsphase auch als wissenschaftliche Hilfskraft tätig war. Daneben war Benedikt Schewe in diesem Zeitraum auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Kanzlei Bödecker Ernst & Partner in Düsseldorf tätig. Seit Januar 2016 absolviert Benedikt Schewe den juristischen Vorbereitungsdienst im Bezirk des OLG Düsseldorf.

Abstract

Mit Einführung des KAGB im Jahre 2013 wurde der Anwendungsbereich des Investmentrechts auch auf – vorwiegend in Personengesellschaftsform organisierte – geschlossene Investmentfonds ausgeweitet. Die Arbeit untersucht die Auswirkungen dieser Ausdehnung aus aufsichts-, gesellschafts- und steuerrechtlicher Perspektive. So wird aus aufsichtsrechtlicher Sicht der Frage nachgegangen, inwieweit sich ein Personengesellschaftsfonds in die v.a. für Sondervermögen und Fonds in Kapitalgesellschaftsform geschaffenen Regelungen über die Verwalter von Investmentvermögen einfügt. Nach einer Bewertung der im KAGB geregelten gesellschaftsrechtlichen Modifikationen für die Investment-KG widmet sich die Arbeit dem Spannungsverhältnis zwischen dem Grundsatz der Selbstorganschaft und der Ausübung der kollektiven Vermögensverwaltung durch externe Verwalter unter besonderer Betrachtung der inhaltlichen Grenzen der Selbstorganschaft. Daran anschließend werden die steuerrechtlichen Auswirkungen der externen Verwaltung einer Investment-KG begutachtet. »German Limited Partnerships within the Scope of Investment Regulation Law«

The publication examines the effects of the application of Investment Regulation Law to investment funds organised as Limited Partnerships from a regulatory, corporate and tax perspective. In essence it is devoted to the potential conflict between the organisational constitution of Limited Partnerships, in particular the principle of self-government, and the regulatory requirements for the organisation of the external collective management of investment funds.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsverzeichnis 13
Abkürzungsverzeichnis 24
Erstes Kapitel: Problemstellung und Gang der Untersuchung 29
A. Einführung in die Problemstellung 29
B. Gang der Untersuchung 32
Zweites Kapitel: Historische und systematische Grundlagen 34
A. Einführung 34
B. Die Entwicklung des Investmentrechts in Deutschland und Europa 34
I. Rechtsentwicklung auf nationaler Ebene 34
1. Rechtsentwicklung bis zum Erlass des KAGB 35
a) Das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften vom 16. April 1957 35
b) Das Investmentgesetz vom 15. Dezember 2003 37
2. Das Kapitalanlagegesetzbuch vom 4. Juli 2013 38
a) Wesentliche Modifikationen des bestehenden Investmentrechts 39
b) Steuerliche Folgeänderungen durch das AIFM-Steuer-Anpassungsgesetz 40
II. Rechtsentwicklung auf europäischer Ebene 41
1. Die OGAW-Richtlinien 41
2. Die AIFM-Richtlinie (2011/61/EU) 43
III. Zusammenfassung 45
C. Normenhierarchische Ordnung der europäischen und nationalen Quellen des Investmentrechts 46
I. Europäisches Sekundärrecht 46
II. Europäisches Tertiärrecht 47
III. Das KAGB als nationaler Umsetzungsrechtsakt 48
IV. Verwaltungsanweisungen 50
1. BaFin-Rundschreiben 50
2. ESMA-Verlautbarungen 51
V. Zusammenfassung 52
D. Die Stellung der Regelungen des KAGB in der Rechtsordnung 53
Drittes Kapitel: Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen des KAGB 55
A. Einführung 55
B. Der Begriff des Investmentvermögens gem. § 1 Abs. 1 KAGB 55
I. Materieller Fondsbegriff 55
II. Die Tatbestandsmerkmale des Investmentvermögensbegriffs im Einzelnen 57
1. Organismus für gemeinsame Anlagen 57
a) Organismus 58
b) Für gemeinsame Anlagen 59
2. Anzahl von Anlegern 61
3. Einsammeln von Kapital 62
4. Festgelegte Anlagestrategie 64
5. Investition zum Nutzen der Anleger 65
6. Kein operativ tätiges Unternehmen außerhalb des Finanzsektors 66
III. Zusammenfassung 67
C. Ausnahmen vom Anwendungsbereich gem. § 2 KAGB 67
D. Die Systematik der Fondskategorien des KAGB 68
I. Weitere Unterteilung in Fondskategorien als Grundlage der Systematik des KAGB 68
II. Differenzierung zwischen OGAW und AIF 69
III. Offene Investmentvermögen und geschlossene AIF 70
IV. Publikumsinvestmentvermögen und Spezial-AIF 70
1. Spezial-AIF 71
a) Professioneller Anleger 71
b) Semi-professioneller Anleger 72
c) Privatanleger 72
2. Publikumsinvestmentvermögen 72
V. Die Einordnung der Investmentkommanditgesellschaft in die Systematik des KAGB 73
E. Der Begriff des Anlegers einer Investmentkommanditgesellschaft 73
I. Relevanz des Anlegerbegriffs im Recht der Investmentkommanditgesellschaft 73
II. Der Begriff des Investmentanteils 74
1. Anteilsbegriff als Grundlage des Anlegerbegriffs 74
2. Notwendigkeit der Qualifizierung des Rechtsverhältnisses 75
3. Weiterleitung der Chancen und Risiken der Anlage als Abgrenzungskriterium 76
4. Zwischenergebnis 79
III. Gleichlauf von Anteilsbegriff und Anlegerbegriff? 79
1. Keine Übernahme von § 1 Abs. 2 Satz 2 InvStG für aufsichtsrechtliche Zwecke 79
2. Folgen der Regulierung von Personengesellschaften für den Begriff des Anlegers 80
a) Begrenzung der Anlegerstellung auf Kommanditisten 80
b) Keine Anlegerstellung von geschäftsführenden Kommanditisten 80
c) Keine Anlegerstellung der Gründungskommanditisten 81
aa) Regelmäßig keine Schutzbedürftigkeit 81
bb) Systematische Argumente 82
cc) Relevanz der Höhe der Einlage? 82
IV. Ergebnis 83
Viertes Kapitel: Die Stellung der Kapitalverwaltungsgesellschaft in der Organisationsstruktur der Investmentkommanditgesellschaft 84
A. Einführung 84
B. Begriff und Stellung der Kapitalverwaltungsgesellschaft 85
I. Legaldefinition des Begriffs in § 17 Abs. 1 Satz 1 KAGB 85
II. Stellung der Kapitalverwaltungsgesellschaft im Investmentdreieck 87
C. Externe und interne Verwaltung von Investmentvermögen 89
I. Externe Verwaltung 89
II. Interne Verwaltung 90
III. Vereinbarkeit der internen Verwaltung von Kommanditgesellschaften mit der AIFM-Richtlinie 91
1. Meinungsstand 91
2. Auslegung des Begriffs der „juristischen Person“ im Sinne der AIFM-Richtlinie 92
a) Unionsautonome Auslegung 92
b) Wortlaut 93
aa) Deutsche Sprachfassung 93
bb) Englische Sprachfassung 94
cc) Französische Sprachfassung 94
dd) Schlussfolgerungen 95
ee) Zwischenergebnis 96
c) Systematik und Telos 96
3. Ergebnis 98
D. Der Aufgabenbereich der Kapitalverwaltungsgesellschaft 98
I. Begriff der Portfolioverwaltung 98
II. Begriff des Risikomanagements 99
III. Administrative und sonstige Aufgaben 100
1. Aufgabenumfang 100
2. Administrative Tätigkeiten als originäre Aufgaben der Kapitalverwaltungsgesellschaft? 100
3. Unklarer Wortlaut der §§ 129 Abs. 1 Satz 2, 154 Abs. 1 Satz 2 KAGB 102
IV. Abgrenzung der Aufgaben der kollektiven Vermögensverwaltung von den Aufgaben der Geschäftsführung 104
1. Aufgabenumfang der Geschäftsführung der Investmentkommanditgesellschaft 104
2. Aufgabenumfang der Kapitalverwaltungsgesellschaft 105
3. Auflösung der Doppelbesetzung bei externer Verwaltung 106
a) Inhaltliche Entwertung der Organstellung 106
b) Residualaufgaben der Organe? 107
c) Folgen der Aufgabenverlagerung 108
V. Ergebnis 109
E. Die Entscheidung zwischen interner und externer Verwaltung als Bestandteil der organschaftlichen Geschäftsführungsbefugnis? 110
I. Abgrenzung zwischen gewöhnlichen und außergewöhnlichen Geschäften 110
1. Gewöhnliche Geschäfte 110
2. Außergewöhnliche und Grundlagengeschäfte 111
II. Subsumtion 112
1. Die Entscheidung zwischen interner und externer Verwaltung 112
2. Der Abschluss des Verwaltungsvertrages 114
III. Ergebnis 115
F. Die Bestimmung der Kapitalverwaltungsgesellschaft in der Fondsstruktur der Investmentkommanditgesellschaft 115
I. Problem und Nutzen der Ausführung der kollektiven Vermögensverwaltung durch Gesellschafter der Investmentkommanditgesellschaft 115
II. Die Investmentkommanditgesellschaft 117
III. Die Komplementär-GmbH 118
1. Einordnung des Komplementärs als interne Kapitalverwaltungsgesellschaft? 119
2. Einordnung des Komplementärs als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft? 121
a) Keine Einordnung als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft im bloßen Umkehrschluss 121
b) Grenzen des Begriffs der externen Kapitalverwaltungsgesellschaft 121
aa) Legaldefinition des Begriffs der „externen Kapitalverwaltungsgesellschaft“ 121
bb) Gesetzesbegründung zum AIFM-Umsetzungsgesetz 122
cc) Wertung des § 18 Abs. 1 Var. 3 KAGB 123
dd) Zwischenergebnis 124
c) Vereinbarkeit mit den Anforderungen an Risikomanagement und Haftung 124
d) Vereinbarkeit mit dem durch das Spezialitätsprinzip beschränkten Tätigkeitskreis einer Kapitalverwaltungsgesellschaft 125
aa) Gesetzliche Ausgestaltung des Spezialitätsprinzips im KAGB 125
bb) Beteiligungen als vom Spezialitätsprinzip erfasstes Geschäft 126
cc) Katalog der Dienstleistungen und Nebendienstleistungen in § 20 Abs. 3 KAGB 127
dd) Beteiligung an Unternehmen, § 20 Abs. 6 KAGB 127
ee) Anlage des eigenen Vermögens, § 20 Abs. 5 Satz 2 Alt. 1 KAGB 128
ff) Zwischenergebnis 129
3. Auflösung des sich ergebenden Widerspruchs 130
4. Ergebnis 131
IV. Der (geschäftsführende) Kommanditist 131
1. Einordnung des geschäftsführenden Kommanditisten als interne oder externe Kapitalverwaltungsgesellschaft? 132
2. Vereinbarkeit mit dem durch das Spezialitätsprinzip beschränkten Tätigkeitskreis einer Kapitalverwaltungsgesellschaft 134
a) Grundsätzliche Vergleichbarkeit mit der Behandlung des Komplementärs 134
b) Anlage des eigenen Vermögens, § 20 Abs. 5 Satz 2 Alt. 1 KAGB 134
c) Beteiligung an Unternehmen, § 20 Abs. 6 KAGB? 135
aa) Wortlaut und Systematik 136
bb) Historische und teleologische Argumente 137
3. Ergebnis 138
V. Gesamtergebnis 139
G. Zusammenfassende Bewertung 139
Fünftes Kapitel: Das Sondergesellschaftsrecht der geschlossenen Investmentkommanditgesellschaft 141
A. Einführung 141
B. Das Verhältnis des Sondergesellschaftsrechts des KAGB zu den Regelungen des HGB 142
I. Doppelfunktion der Regelungen des Sondergesellschaftsrechts 142
II. Ausdrückliche Anordnung der Spezialität des Sondergesellschaftsrechts 143
III. Erstreckung der Subsidiarität auch auf ungeschriebene Grundsätze des Gesellschaftsrechts 144
IV. Verhältnis zum richterrechtlich geprägten Sonderrecht der Publikums-Kommanditgesellschaft 145
C. Die Regelungsbereiche des Sondergesellschaftsrechts der geschlossenen Investmentkommanditgesellschaft im Einzelnen 146
I. Gesellschaftsvertrag und Anlagebedingungen 146
1. Allgemeine formelle und inhaltliche Anforderungen an den Gesellschaftsvertrag 146
a) Schriftform 146
b) Unternehmensgegenstand 147
c) Firma 147
d) Gesellschafterversammlungen 148
2. Erstellung von Anlagebedingungen 148
II. Stellung und Haftung des Anlegers als Kommanditist 149
1. Unmittelbare und mittelbare Beteiligung 149
a) Unmittelbare Beteiligung als Kommanditist 150
b) Mittelbare Beteiligung über Treuhandkommanditisten 151
2. Modifiziertes Haftungsregime für Kommanditisten 152
a) Zweck der Modifikationen 152
b) Anwendungsbereich der Regelung 153
c) Das Haftungsregime im Einzelnen 155
aa) Haftung bei Beitritt 155
(1) Kein Ausschluss von § 173 HGB 155
(2) Ausschluss der Haftung nach § 176 HGB 155
(3) Unzulässigkeit von Sacheinlagen 156
bb) Keine nachträgliche Erhöhung der Einlage 157
cc) Keine Rückgewähr der Einlagen ohne Zustimmung 158
dd) Keine Haftung nach Ausscheiden und Liquidation 158
3. Bewertung 159
III. Geschäftsführung und Vertretung 159
1. Allgemeine Regeln zur Geschäftsführung und Vertretung der Investmentkommanditgesellschaft 160
a) Keine abweichende Zuweisung der Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis 160
b) Aufsichtsrechtlich geprägter Katalog der Geschäftsführerpflichten 161
c) Vier-Augen-Prinzip des § 153 Abs. 1 Satz 1 KAGB: Einzel- oder Gesamtgeschäftsführung? 162
d) Aufgaben des Beirates einer intern verwalteten Publikums-Investmentkommanditgesellschaft 164
2. Die Zuordnung der Organbefugnisse bei extern verwalteten Investmentkommanditgesellschaften 164
a) Grundsätzliche Zuweisung der Organbefugnisse 165
b) Zuweisung von Organbefugnissen an die externe Kapitalverwaltungsgesellschaft? 165
aa) Auslegung von § 154 Abs. 1 Satz 2 KAGB 165
bb) Analoge Anwendung von § 93 Abs. 1 KAGB? 168
cc) Praktische Erwägungen 170
dd) Ergebnis 170
c) Gesetzliche Verfügungsbefugnis der Kapitalverwaltungsgesellschaft? 171
aa) Gesetzlicher Anknüpfungspunkt für eine Verfügungsbefugnis? 171
bb) § 154 Abs. 2 Nr. 1 KAGB 171
cc) § 84 Abs. 1 Nr. 3 KAGB 173
dd) Ergebnis 173
d) Bewertung 173
3. Abberufung der Geschäftsführung durch die BaFin 174
a) Grundlagen 174
b) Abberufungsverlangen in der GmbH & Co.-Struktur 176
c) Umsetzung des Abberufungsverlangens durch die Investmentkommanditgesellschaft 177
d) Ergebnis 180
IV. Sonderregelungen für Kündigung, Auflösung und Liquidation 180
1. Ausschluss des ordentlichen Kündigungsrechts des Gesellschafters 181
2. Ausschluss der Auflösungsklage nach § 133 Abs. 1 HGB 181
3. Umwidmung von dispositiven zu zwingenden Ausscheidensgründen 182
4. Auflösung der Gesellschaft bei Erlöschen des Verwaltungsrechts der Kapitalverwaltungsgesellschaft 183
5. Sonderregeln für die Liquidation der Investmentkommanditgesellschaft 184
6. Zusammenfassung 185
V. Das Gesellschaftsvermögen der geschlossenen Investmentkommanditgesellschaft 185
1. Die Zusammensetzung des Gesellschaftsvermögens bei interner Verwaltung 186
a) Betriebsvermögen 186
b) Kommanditanlagevermögen 186
c) Keine Bildung von Betriebsvermögen bei externer Verwaltung 187
2. Reichweite der Trennung von Betriebs- und Kommanditanlagevermögen 187
a) Jedenfalls rechnerische und bilanzielle Separierung 187
b) Darüber hinausgehende Haftungsseparierung? 188
aa) Grundsatz der Einheit des Gesellschaftsvermögens 188
bb) § 156 KAGB als Grundlage für eine Haftungsabgrenzung? 189
(1) Wortlaut 189
(2) Systematik 189
(3) Telos 190
(4) Historie 191
(5) Zwischenergebnis 191
cc) Analoge Anwendung von § 93 Abs. 2 Satz 1 KAGB? 192
(1) Zulässigkeit der Haftungsseparierung durch Analogieschluss? 192
(2) Planwidrige Regelungslücke? 192
(a) Sondervermögen 193
(b) Offene Investmentvermögen in Gesellschaftsform 193
(c) Investmentaktiengesellschaft mit fixem Kapital 194
(d) Bewertung 195
(3) Zwischenergebnis 195
c) Ergebnis 196
VI. Mindestkapitalanforderungen bei interner Verwaltung 196
D. Zusammenfassende Bewertung 197
Sechstes Kapitel: Das Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftsrechtlicher Organisationsverfassung und externer Verwaltung der Investmentkommanditgesellschaft 200
A. Einführung 200
B. Zum generellen Verhältnis von Aufsichtsrecht und Gesellschaftsrecht 201
I. Keine Rangordnung zwischen Aufsichts- und Gesellschaftsrecht 202
II. Bedeutung der Kollisionsnorm des § 149 Abs. 1 Satz 2 KAGB 204
1. Wortlaut der Vorschrift 204
2. Weitergehender Telos 204
3. Über Spezialitätsfälle hinausgehende Bedeutung? 205
III. Ergebnis 206
C. Die externe Verwaltung der Investmentkommanditgesellschaft im Konflikt mit dem Prinzip der Selbstorganschaft 207
I. Der zwingende Charakter des Prinzips der Selbstorganschaft 207
1. Gesetzliche Dispositionsbefugnis über Inhalt und Grenzen der Selbstorganschaft 207
2. Meinungsstand zum zwingenden Charakter der Selbstorganschaft 209
a) Zwingender Charakter 209
b) Grundsätzliche Dispositivität 210
c) Die hinter dem Prinzip stehenden materiellen Wertungen als Gründe für dessen zwingenden Charakter 210
3. Ergebnis 212
II. Der Inhalt des Prinzips der Selbstorganschaft 212
1. Jedenfalls keine formelle Organschaft Dritter 213
2. Grenzfall: unwiderrufliche Generalvollmacht 213
a) BGH: Wesensgehalt der Organstellung unberührt 213
b) Literatur: Entwertung der Organstellung 214
c) Stellungnahme 215
3. Ergebnis 216
III. Die Bewertung der externen Verwaltung an den Maßstäben der Selbstorganschaft 216
1. Vergleichbarkeit mit der Konstellation eines Betriebsführungsvertrages? 216
a) Gemeinsamkeiten und Unterschiede 216
b) Rückholbarkeit durch Umwandlung in interne Kapitalverwaltungsgesellschaft? 217
c) Zwischenergebnis 218
2. Stand der Diskussion zur Auflösung des Spannungsverhältnisses 219
a) Gestaltung der vertraglichen Beziehung zwischen Investmentkommanditgesellschaft und Kapitalverwaltungsgesellschaft 219
b) Aufsichtsrechtlich geprägter Verbandszweck 219
aa) Argumentation 219
bb) Kritik 221
c) Abwägung anhand aufsichtsrechtlicher Maßstäbe 223
3. Eigener Ansatz 224
a) Die der weiteren Betrachtung zugrunde liegenden Bewertungsmaßstäbe 224
aa) Bewertung aus gesellschaftsrechtlicher Perspektive erforderlich 224
bb) Gesetzliche Aufgabenverlagerung vom Schutzzweck des Prinzips der Selbstorganschaft erfasst? 225
b) Die Grenzen der durch den Grundsatz der Selbstorganschaft verfolgten Schutzziele 226
aa) Das Ziel der Verhinderung von Selbstentmachtung 226
bb) Das Ziel des Schutzes vor Fremdbeherrschung 227
cc) Das Ziel des Verkehrs- und Gläubigerschutzes 228
4. Ergebnis 230
D. Zusammenfassende Bewertung 231
Siebentes Kapitel: Steuerrechtliche Auswirkungen der Einbeziehung von Kommanditgesellschaften in das System der kollektiven Vermögensverwaltung 233
A. Einführung 233
B. Das Besteuerungsregime für geschlossene Investmentkommanditgesellschaften 234
I. Geltende Rechtslage seit dem AIFM-Steueranpassungsgesetz 234
II. Neufassung des InvStG durch das Gesetz zur Reform der Investmentbesteuerung zum 1. Januar 2018 236
C. Steuerliche Folgen der externen Verwaltung von geschlossenen Investmentkommanditgesellschaften 237
I. Der Mittelpunkt der geschäftlichen Oberleitung einer extern verwalteten Investmentkommanditgesellschaft 237
1. Relevanz vor allem bei grenzüberschreitender Verwaltung von Investmentvermögen 237
2. Der Begriff der Geschäftsleitung im Sinne des § 10 AO 239
a) Geschäftsleitung betrifft die Vornahme der Tagesgeschäfte 239
b) Grundsätzlich nur ein Mittelpunkt der Geschäftsleitung 241
c) Folgen des Abschlusses von Managementverträgen auf die Zuordnung der Geschäftsleitung 242
aa) Selbstorganschaft als Grenze der Delegation der Geschäftsleitung? 242
bb) Gesamtverantwortung als maßgebliches Kriterium für den Mittelpunkt der geschäftlichen Willensbildung? 244
3. Übertragung der Maßstäbe auf die besondere Aufgabenverteilung bei extern verwalteten Investmentkommanditgesellschaften 246
a) Beurteilungsmaßstab 246
b) Der gewöhnliche Geschäftsbetrieb einer geschlossenen Investmentkommanditgesellschaft 247
c) Der Aufgabenbereich der Kapitalverwaltungsgesellschaft 249
d) Residualaufgaben der Organe 250
aa) Kollektive Vermögensverwaltung zu keinem Zeitpunkt erfasst 250
bb) Entscheidungen im Zusammenhang mit der Bestellung einer externen Kapitalverwaltungsgesellschaft 251
cc) Erstellung der Anlagebedingungen 252
dd) Laufende Kontrolle der Kapitalverwaltungsgesellschaft 252
e) Gewichtung der Tätigkeiten 253
4. Ergebnis 254
II. Steuerverfahrensrechtliche Vertretung der Investmentkommanditgesellschaft 254
1. § 34 Abs. 1 AO als Anknüpfungspunkt für die steuerliche Verantwortlichkeit der Geschäftsführer 254
2. Der Geschäftsführerbegriff des § 34 Abs. 1 Satz 1 AO 255
a) Inhaltliche Anforderungen 255
b) Die externe Kapitalverwaltungsgesellschaft als Geschäftsführerin im Sinne von § 34 Abs. 1 Satz 1 AO 257
c) Verdrängung der Organe aus ihrer Geschäftsführerposition i.S.v. § 34 Abs. 1 Satz 1 AO? 257
d) Zwischenergebnis 260
3. Verpflichtung der externen Kapitalverwaltungsgesellschaft gem. § 34 Abs. 3 AO? 260
4. Ergebnis 262
D. Zusammenfassende Bewertung 262
Achtes Kapitel: Zusammenfassung und Bewertung der wesentlichen Untersuchungsergebnisse 263
A. Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse 263
B. Gesamtbewertung der Einbeziehung von Kommanditgesellschaften in den Regelungsbereich des Investmentrechts 267
Literaturverzeichnis 269
Stichwortverzeichnis 282