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Kleine Schriften

Hrsg. von Alexander Proelß

Vitzthum, Wolfgang Graf

Editors: Proelß, Alexander

Wissenschaftliche Abhandlungen und Reden zur Philosophie, Politik und Geistesgeschichte, Vol. 87

(2017)

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Abstract

Die »Kleinen Schriften« des Tübinger Staatsrechtslehrers kreisen um die Aufgaben und Grenzen von Recht und Staat. Dazu wird die gentechnische Gefährdung der Garantie der Menschenwürde ebenso untersucht wie der Rechtsstaatspatriotismus der 20.-Juli-Verschwörer. Es folgt ein rechtsvergleichender Blick auf Restitutionslösungen sowie je eine verfassungstheoretische und rechtshistorische Skizze. Das Verteilungsergebnis der UNO-Seerechtsreform wird als ungerecht qualifiziert. In den Kursänderungen »Anatoliens« wird eine Gefährdung seiner EU-Perspektive gesehen. Die Einheit der Völkerrechtsordnung sieht Graf Vitzthum durch islamische und russische Rechtsvorstellungen herausgefordert. Abschließend geht es um staatsrechtliches und poetisches Wissen: um staatsrelevante Erkenntnisse aus dem staatsfernen Freiheitsreich der Dichtung, untersucht an den Demokratievorstellungen von Stefan George, Herrmann Broch, Günter Grass und Juli Zeh. Geist und Macht, wird deutlich, brauchen einander, zumal in Deutschland.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Verfassungsrecht und Rechtsgeschichte 9
Die Menschenwürde als Verfassungsbegriff 11
I. Menschenwürdebegriff und Herrschaftslegitimation 11
II. Dürig: Negativdefinition und Objektformel 14
III. Bundesverfassungsgericht und Menschenwürdegarantie 17
IV. Strafrecht und Menschenwürde 21
V. Die Menschenwürde als Wert 24
VI. Luhmann: Menschenwürde als Leistung 28
VII. Menschenzüchtung und Menschenwürde 31
VIII. Die Menschenwürde im Verfassungsgefüge 34
Eher Rechtsstaat als Demokratie: Zielvorstellungen im Widerstand 37
I. 39
II. 43
III. 45
IV. 48
V. 51
VI. 54
Qu'est-ce que la justice ? 57
I. 58
II. 58
III. 60
Bibliographie 62
Form, Sprache und Stil der Verfassung 63
A. Der Bezugspunkt: Idee und Funktion der Verfassung 63
B. Elemente der Form der Verfassung 64
I. Die Verschriftlichung der Verfassung 65
II. Das Grundgesetz: Ein Beispiel für Texttreue? 66
III. Präambel und Epilog als verbindliche Formelemente 68
C. Die Sprache als konstitutionelles Schlüsselelement 70
I. Recht und Sprache 70
II. Verfassungsadressaten und Verfassungssprachen 71
III. Das Grundgesetz als verfassungssprachliche Referenz 73
IV. Verfassungssprachvergleich, im Horizont des Grundgesetzes 74
D. Der Stil der Verfassung – die Verfassung selbst? 76
I. Ein verfassungsspezifischer Stil? 76
II. Zum Stil des Grundgesetzes und dessen Konsequenzen 77
E. Zur Leistungsfähigkeit der Verfassung 79
Ernst Kantorowicz als Rechtshistoriker 83
1. 85
2. 90
3. 94
4. 97
Völkerrecht und Europarecht 105
Materiale Gerechtigkeitsaspekte der Seerechtsentwicklung 107
I. Die Frage nach dem Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit 107
II. Die Frage nach Gerechtigkeitsaspekten der Seerechtsentwicklung 110
1. Relevanz und Realität der Gerechtigkeitsfrage 110
2. Relativität und Ambivalenz der Gerechtigkeitsfrage 114
III. Materiale Gerechtigkeitsaspekte der Meeresbodenfrage 118
1. Begünstigung der Entwicklungsländer als Leitbild 118
2. Entwicklung des Meeresbodenrechtes 1967–1980 123
IV. Konsequenzen des Zusammenhanges von Gerechtigkeit und Frieden 127
Gehört Anatolien zu Europa? 129
Die herausgeforderte Einheit der Völkerrechtsordnung 143
I. Sozialistischer Spaltungsversuch im Ost-West-Konflikt 145
II. Desintegrationstendenzen im Nord-Süd-Konflikt 147
III. Vom Islam ausgehende Desintegrationsgefahr 149
IV. Unilateralisierungsgefahren einer US-amerikanischen Hegemonie 153
V. Aufgabe der Wissenschaft 155
« L'homme ne doit pas faire de l'homme un esclave ! » 159
I. L'emblématique fauteuil en osier d'Hermann Broch dans la maison Kahler 160
II. Le projet de Princeton : Une démocratie universelle fondée sur les droits de l'homme 163
III. Le projet de Chicago : Une constitution mondiale fondée sur les devoirs et les droits de l'homme 167
IV. Le projet de Santa Barbara : Une constitution pour les océans, fondée sur le principe du patrimoine commun de l'humanité 169
V. Des idées originales comme résultat d'une coopération fraternelle et conçues dans un esprit moderne 173
Russisches Völkerrechtsdenken 175
I. Völkerrecht: Hinweise und Beispiele 175
II. Russlands geschichtliche und rechtliche Entwicklung 176
III. Russlands Haltung zum Völkerrecht – drei Beispiele 183
IV. Zusammenfassung und Ausblick 186
Staatsdichtung und Staatslehre 189
Der Dichter und der Staat 191
„Die Gesetze des Geistigen“: George, Broch, Grass 217
I. 219
II. 224
III. 233
IV. 236
Gerechtigkeit für Bosnien: Juli Zehs Bilder vom Balkan 239
I. 242
II. 248
III. 252
Le cinquième commandement et le droit au tyrannicide 257
A. 258
B. 261
C. 262
D. 264
E. 267
„Schon eure zahl ist frevel“: Stefan George und die Demokratie 269
„Jede Staatsform ist so viel oder so wenig wert wie die Menschen, die sie tragen“ 270
„Keiner ist an Rang dem anderen gleich, jeder hat den seinen“ 273
„im geistigen Bereich hat (Demokratie) nichts zu suchen“ 275
„Verschmolzen mit der tausendköpfigen menge“ 278