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Abrüstung als Wegbereiter der Wende in Europa

Holik, Josef

Zeitgeschichtliche Forschungen, Vol. 50

(2017)

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About The Author

Josef Holik, geb. 1931 im nordböhmischen Tetschen, studierte Rechts- und Politische Wissenschaften an der Universität Würzburg und Colgate University (Hamilton/USA). Erstes und Zweites Juristisches Staatsexamen, Promotion; 1961 Eintritt in den Auswärtigen Dienst, Auslandsposten in Moskau, Madras, Mogadischu, Brüssel/NATO, Wien; 1987–1995 Beauftragter der Bundesregierung für Rüstungskontrolle und Abrüstung; im Ruhestand Mitglied des Beirats des VN-Generalsekretärs für Sicherheit und Abrüstung.

Abstract

Das Ende des Kalten Krieges und die Wende in Europa sind nur mit Durchbrüchen in der Abrüstung – vor allem die doppelte Nulllösung für die nuklearen Mittelstreckenraketen und die Herstellung des Gleichgewichts bei den konventionellen Streitkräften in Europa – möglich geworden. Gorbatschow brauchte die Abrüstung – wie er selbst sagte – »als Schlüssel unseres Verhältnisses zum Westen«, um die Selbstisolierung der Sowjetunion zu überwinden und als Partner für seine Politik der Perestroika akzeptiert zu werden. Der Westen ging darauf ein, der Abbau der militärischen Konfrontation wurde mit dem Abbau der politischen Konfrontation synchronisiert.

Der Autor, von 1987 bis 1995 Abrüstungsbeauftragter der Bundesregierung, beschreibt die erfolgreichen Verhandlungen und ihre positiven Nachwirkungen auf die globale Sicherheitsdebatte, die aber leider bald nachließen. Die Nachgeschichte befasst sich mit den zukünftigen Chancen für Rüstungskontrolle, Abrüstung und Nichtverbreitung.
»Disarmament as forerunner for Europ´s turnaround«

The end of the Cold War and the turnaround in Europe have only been possible as a result of a breakthrough in disarmament - in particular the double zero solution for medium-range nuclear missiles and the establishment of a balance between the conventional armed forces in Europe. Gorbachev needed disarmament - as he himself said - “as the key to our relationship with the West”, in order to overcome the self-isolation of the Soviet Union and to be accepted as a partner for his policy of perestroika. The West responded, and the reduction of military confrontation was synchronised with the reduction of political confrontation.

The author, Federal Government Commissioner for Disarmament from 1987 to 1995, describes the successful negotiations and their positive after-effects on the global security debate, which unfortunately soon declined. What follows is about the future opportunities for arms control, disarmament and non-proliferation.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
A. Der Durchbruch 9
B. Die wichtigsten Verhandlungen 14
I. INF: Die „Nulllösung“ für die nuklearen Mittelstreckenraketen 14
1. Doppelbeschluss und Nachrüstung 14
2. Erste INF-Runde in Genf 16
3. Erfolgreiche Wiederaufnahme 19
II. Modernisierung oder Abrüstung: Ein Gesamtkonzept 21
1. Streit um Nachfolge für LANCE 21
2. Brandmauer für nukleare Abrüstung? 22
3. Entscheidung in Brüssel 25
III. Die KSE-Verhandlungen 27
1. Die Vorgeschichte 27
2. Beginn der Verhandlungen 29
3. Eine Lösung für Deutschland 30
4. Zeichnung des KSE-Vertrags 35
5. Streit um die Vertragsauslegung 37
6. Die Auflösung der Sowjetunion 39
IV. Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen 40
1. Der Helsinki-Prozess 40
2. Die Konferenz von Stockholm 41
3. Die Wiener Dokumente 42
V. Vertrag über den Offenen Himmel 44
VI. Der Abbau der nuklearstrategischen Potentiale 46
1. Die Vorgeschichte: SALT 46
2. Reagans START 49
3. Der neue START-Prozess 50
4. Die Einbindung der Nachfolgestaaten der SU in START 52
5. START I und START II 53
VII. Das Verbot chemischer Waffen 55
VIII. Die Verlängerung des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags (NVV) 60
C. Die Nachgeschichte 64
Ausgewählte Literatur 70