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Die Europäische Union in Umweltschutzregimen staatsfreier Räume

Weltraum, Hohe See und Antarktis

Hornung, Marcus

Chemnitzer Europastudien, Vol. 18

(2017)

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Marcus Hornung hat in Berlin, Brno und Chemnitz European Studies studiert und war u. a. an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Technischen Universität Chemnitz, der Europäischen Akademie Berlin und dem European Space Policy Institute Wien tätig. Seine fachlichen Schwerpunkte sind politische und rechtliche Aspekte des europäischen Integrationsprozesses sowie das Management von Forschung, Lehre und internationaler Kooperation.

Abstract

Die staatsfreien Räume – Weltraum, Hohe See, Antarktis – sind extrem anfällig für Umweltschäden, was weitreichende Folgen hat. Die internationalen Beziehungen zeugen allerdings mehrheitlich vom Interesse an der Nutzung, Erforschung und Ausbeutung der staatsfreien Räume und nur nachrangig von Anstrengungen im Sinne des Umweltschutzes. In diesem Spannungsfeld stellt sich die Frage, wie und durch wen ihr Umweltschutz sichergestellt werden soll.

Dem Selbstanspruch der EU als globaler Akteur im Allgemeinen und im globalen Umweltschutz im Besonderen würde es entsprechen, wenn sie sich auf internationaler Ebene für den Schutz der staatsfreien Räume einsetzte. Marcus Hornung legt die Beteiligung der EU an Umweltschutzregimen zu den staatsfreien Räumen deshalb detailliert offen. Im Ergebnis zeigt sich eine zwischen Weltraum, Hoher See und Antarktis stark differenzierte Einbindung der EU, in der sie ihren ambitionierten Zielstellungen nicht immer gerecht werden kann.
»The European Union and Environmental Protection Regimes for the Global Commons«

The environments of the global commons are extremely fragile and the European Union (EU) considers itself to be a »global actor«, in particular in the field of global environmental protection. Expectations to a global environmental actor would be met if the EU fought for the protection of the global commons on an international level. Therefore, Marcus Hornung analyses the involvement, participation, and behaviour of the EU in three environmental protection regimes – Outer Space, High Seas, and Antarctica – in depth. The results show that the EU cannot always catch up with its own ambitious goals.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abbildungsverzeichnis 10
Abkürzungsverzeichnis 11
A. Einführung 15
I. Gegenstand und These der Untersuchung 15
II. Fragestellungen und Ansatz der Untersuchung 21
III. Anlage und Methode der Untersuchung 25
B. Grundlagen 28
I. Ausgangspunkt: EU als globaler Akteur? 28
1. Begriff: „globaler Akteur“ 29
2. Analyse des globalen Akteurscharakters der EU 31
3. Analyse des umweltpolitischen globalen Akteurscharakters der EU 41
4. Zwischenfazit: Forschungsbedarf zur EU als globaler Akteur 48
II. Analytisches Fundament: Internationale Regime 49
1. Begriff und Gestalt: „Internationale Regime“ 49
2. Hintergrund: Regimeforschung 55
a) Regimeanalytik, -forschung, -konzept oder -theorie? 55
b) Entwicklung der Regimeforschung 57
c) Kritik am Regimekonzept 59
3. Regimeanalytische Untersuchungsgegenstände 60
a) Regimestruktur 60
b) Regimeakteure 64
4. Zwischenfazit: regimeanalytischer Prüfansatz 67
III. Problemfelder: Umweltverschmutzungen in staatsfreien Räumen 69
1. Weltraum 70
a) Begriff und Abgrenzung 70
b) Nutzung und Bedeutung 71
c) Umweltverschmutzung 73
2. Hohe See 79
a) Begriff und Abgrenzung 79
b) Nutzung und Bedeutung 82
c) Umweltverschmutzung 85
3. Antarktis 89
a) Begriff und Abgrenzung 89
b) Nutzung und Bedeutung 92
c) Umweltverschmutzung 95
4. Zwischenfazit: drei regimeanalytische Problemfelder 100
IV. Zwischenergebnis: Analyseschema 101
C. Regime zum Umweltschutz staatsfreier Räume und die EU 104
I. Weltraum 104
1. Prinzipien 105
2. Normen 108
a) Verbindlich 108
b) Unverbindlich 112
3. Regeln 120
a) Verbindlich 120
b) Unverbindlich 122
4. Verfahren 128
a) Kooperationsmechanismen innerhalb des Regimes 128
b) Verfahren zur Veränderung des Regimes 135
5. Akteur: Europäische Union 140
a) Policy-Rahmen: Raumfahrtpolitik 140
b) Unionale Anknüpfungspunkte an das Regime 151
6. Zwischenfazit: Umweltschutz des Weltraums und die EU 162
II. Hohe See 167
1. Prinzipien 167
2. Normen 172
a) Verbindlich 172
b) Unverbindlich 177
3. Regeln 181
a) Verbindlich 181
b) Unverbindlich 187
4. Verfahren 190
a) Kooperationsmechanismen innerhalb des Regimes 190
b) Verfahren zur Veränderung des Regimes 196
5. Akteur: Europäische Union 200
a) Policy-Rahmen: Integrierte Meerespolitik und Verkehrspolitik 200
b) Unionale Anknüpfungspunkte an das Regime 210
6. Zwischenfazit: Umweltschutz der Hohen See und die EU 223
III. Antarktis 228
1. Prinzipien 228
2. Normen 234
a) Verbindlich 234
b) Unverbindlich 239
3. Regeln 244
a) Verbindlich 245
b) Unverbindlich 251
4. Verfahren 254
a) Kooperationsmechanismen innerhalb des Regimes 254
b) Verfahren zur Veränderung des Regimes 259
5. Akteur: Europäische Union 264
a) Policy-Rahmen: Gemeinsame Fischereipolitik 265
b) Unionale Anknüpfungspunkte an das Regime 270
6. Zwischenfazit: Umweltschutz der Antarktis und die EU 282
IV. Zwischenergebnis: Fallstudienvergleich 286
D. Schlussbetrachtung 295
I. Zusammenfassung 295
II. Schlussfolgerungen 298
III. Forschungsbedarf 301
Literaturverzeichnis 305
Dokumentenverzeichnis 334
Sachwortverzeichnis 348