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Kirche und Staat in Mittel- und Osteuropa

Die Entwicklung des Staat-Kirche-Verhältnisses in den Transformationsländern Mittel- und Osteuropas seit 1990

Editors: Mückl, Stefan

Staatskirchenrechtliche Abhandlungen, Vol. 56/I

(2017)

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About The Author

Stefan Mückl studierte von 1991 bis 1995 Rechtswissenschaft in Passau und Freiburg. Ablegung des Ersten Staatsexamens in Freiburg (1995) und des Zweiten Staatsexamens in Stuttgart (1999). Promotion zum Dr. iur. an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 1998, Habilitation an der gleichen Fakultät 2005. Venia für Deutsches und Ausländisches Öffentliches Recht, Kirchenrecht und Europarecht. Lehrtätigkeit in Freiburg, Speyer und Göttingen. 2008–2013 Studium der Theologie und des kanonischen Rechts in Rom. Empfang der Priesterweihe 2013. Seit 2013 Professor für kanonisches Recht an der Fakultät für Kirchenrecht der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom.

Abstract

Die »Wende« in Mittel- und Osteuropa hat in allen Staaten des ehemals kommunistischen Machtbereichs nicht nur zu großen politischen, gesellschaftlichen und sozialen Umbruchprozessen geführt, sondern auch eine Neudefinition des Verhältnisses von Kirche und Staat erforderlich gemacht. Auch gut ein Vierteljahrhundert nach dieser »Wende« stellen sich die Beziehungen zwischen Staat und Kirche in Mittel- und Osteuropa sehr unterschiedlich dar: Teilweise gibt es formelle Abkommen zwischen Staat und Kirche, teilweise wird unreflektiert an vorkommunistische Verhältnisse angeknüpft; es gibt Beispiele fruchtbarer Kooperation zwischen Staat und Kirche, aber auch Beispiele für anhaltende Konflikte. Weiterhin spielen auch die jeweiligen historischen, religionssoziologischen und aktuellen politischen Kontexte eine große Rolle.

Der Band untersucht in exemplarischer Analyse die Situation in einzelnen besonders signifikanten Staaten und arbeitet Forschungslinien für künftige vertiefende Studien heraus.
»Church and State in Central and Eastern Europe«

The epochal change of 1989–90 in the states of Central and Eastern Europe brought about a fundamental change in the relationship between church and state. This volume, containing the contributions of an international experts' conference held in February 2016, aims to reflect the current situation in selected but significant Central and Eastern European countries and at the same time to analyse emerging developments for the future elaboration of this relationship.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
I. Grundlagen 9
Nikola Eterović: Recht und Religion in europäischer Perspektive 11
Stefan Mückl: Perspektiven der Staat-Kirche-Beziehungen in Mittel- und Osteuropa 25 Jahre nach der Wende 35
II. Überwiegend katholisch geprägte Länder 53
Marcin Stebelski: Selected Issues of Application of the Law on Religioues Denominations in Courts in Poland from a Constitutional Perspective 55
Josip Baloban: Das Verhältnis zwischen Staat und Kirche in Kroatien 77
Vygantas Malinauskas, Kaunas: The Role of Accepted Concept of Justice in Shaping Church-State Relations in Lithuania 103
III. Überwiegend orthodox geprägte Länder 115
Cyril Hovorun: Church-State Relations in the Russian Church 117
Anargyros Anapliotis: Die Bedeutung der Staatsgrenzen und die Theorie des „Kanonischen Terrorismus“ aus der Sicht der Patriarchate von Rußland und Serbien 125
Aleksandar Raković: State-Church Relations in the Zepublic of Serbia (2000–2015) 141
IV. Länder mit einer religiösen Vielfalt 163
Balázs Schanda, Budapest: Kirche und Staat in Ungarn 165
Emanuel Tavala: Romania, between Tradition and Transition 189
V. Länder mit einer weitgehendreligionslosen Gesellschaft 217
Damián Němec: Kirche und Staat in Mittel- und Osteuropa seit 1990: Die Tschechische Republik 219
Ringo Ringvee: Church-State Relationship in Estonia since 1990 241
Stichwortverzeichnis 253
Personenverzeichnis 259
Autorenverzeichnis 264