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Der Schadensersatzanspruch wegen der Missachtung einer internationalen Gerichtsstandsvereinbarung

Ries, Felix

Schriften zum Bürgerlichen Recht, Vol. 478

(2018)

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About The Author

Felix Ries, Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen und Aix-en-Provence (Abschluss: Maîtrise en droit 2011), studentische und wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Tübingen, erstes Staatsexamen 2013, Referendariat im Landgerichtsbezirk Marburg mit Stationen in Wirtschaftskanzleien in Frankfurt a.M. und San Francisco, zweites Staatsexamen 2015, seit 2016 Rechtsanwalt in einer Wirtschaftskanzlei in Frankfurt a.M., Promotion 2017.

Abstract

Felix Ries geht der Frage nach, ob und in welchem Umfang die Missachtung einer internationalen Gerichtsstandsvereinbarung zum Schadensersatz verpflichtet. Während die Diskussion um diesen Schadenersatzanspruch in Deutschland erst in den letzten Jahren begonnen hat, existiert sie in den angloamerikanischen Rechtsordnungen bereits seit Jahrzehnten. Dabei untersucht der Autor sowohl außervertragliche als auch vertragliche Schadensersatzansprüche wegen der Missachtung einer Gerichtsstandsvereinbarung. Ferner sichert er die gewonnenen Erkenntnisse auch durch einen Überblick über den Schadensersatzanspruch wegen der Missachtung einer Schieds-, Mediations- und Rechtswahlvereinbarung ab. Schwerpunkt der Untersuchung ist die Vereinbarkeit des Schadensersatzanspruchs mit der EuGVVO. Daneben betrachtet der Autor aber auch die Vereinbarkeit des Schadensersatzanspruchs mit dem Luganer Parallelübereinkommen und dem Haager Gerichtsstandsübereinkommen. »Damages for Disregard of an International Choice-of-Court Agreement«

Felix Ries analyzes the question whether disregard of an international choice-of-court agreement can result in liability for damages. The author examines contractual and extra-contractual damages and concludes his analysis with an overview over damage claims for disregard of an arbitration, mediation or choice-of-law clause. The focus of this analysis is the compatibility of the damage claim for disregard of an international choice-of-court agreement with the Brussels I regulation.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 8
Inhaltsverzeichnis 10
Einleitung 16
A. Einführung 16
B. Fragestellung 18
C. Gang und Methodik der Untersuchung 20
1. Teil: Abgrenzung der Prozessverträge 23
A. Gerichtsstandsvereinbarung 23
B. Schiedsvereinbarungen 26
C. Mediationsvereinbarungen 30
D. Rechtswahlvereinbarungen 34
E. Ergebnis 37
2. Teil: Außervertraglicher Schadensersatz wegen der Missachtung einer internationalen ­Gerichtsstandsvereinbarung 38
A. § 826 BGB 39
I. Die Entscheidung des RG von 1938 40
II. Die neuere Rechtsprechung 42
III. Rechtsvergleichender Überblick 44
IV. Anwendung auf Gerichtsstandsvereinbarungen 46
V. Zwischenergebnis 51
B. § 823 Abs. 1 BGB 51
I. Gewerbebetrieb 52
II. Das right not to be sued abroad 54
III. Zwischenergebnis 57
C. § 823 Abs. 2 BGB 57
D. Ergebnis 60
3. Teil: Vertraglicher Schadensersatz wegen der Missachtung einer internationalen Gerichtsstandsvereinbarung 62
A. Gerichtsstandsvereinbarungen nach der EuGVVO 62
I. Reichweite des Schadensersatzanspruchs 62
1. Anwendungsbereich der EuGVVO 62
2. Abgrenzung zu anderen Regelungsregimen 65
3. Wirksame Gerichtsstandsvereinbarungen nach Art. 25 EuGVVO 69
a) Formelle Wirksamkeit 70
b) Materielle Wirksamkeit 72
4. Die Ausschließlichkeit der Gerichtsstandsvereinbarung 75
5. Gläubiger und Schuldner des Schadensersatzanspruchs 78
6. Rügelose Einlassung 82
7. Zwischenergebnis 83
II. Schuldverhältnis 84
1. Materiellrechtliche Verpflichtungen aus Gerichtsstandsvereinbarungen 84
2. Der Primäranspruch 91
3. Gerichtsstandsvereinbarungen und ausschließliche Zuständigkeiten 96
4. Argumente für den Schadensersatzanspruchs 98
5. Auslegung der Willenserklärungen 102
a) Ausdrückliche Vereinbarungen 103
b) Konkludente Vereinbarungen 103
c) Einschränkungen bei der Auslegung 106
d) Zwischenergebnis 108
6. Die Rechtsprechung in anderen Ländern 108
a) Vereinigtes Königreich 108
b) Australien 113
c) USA 115
d) Spanien 118
e) Zwischenergebnis 119
7. Das Prinzip des gegenseitigen Vertrauens 121
a) Rechtshängigkeit der Klage vor dem forum derogatum 123
b) Das forum derogatum erklärt sich für unzuständig 124
c) Das forum derogatum erklärt sich für zuständig Zwischenergebnis 126
d) Das forum derogatum entscheidet nicht über die Gerichtsstandsvereinbarung 129
e) Zwischenergebnis 130
8. Die Anerkennung des Urteils des forum derogatum 131
9. Die Rechtskraft des Urteils des forum derogatum 132
a) Die Rechtskraft der Zuständigkeitsentscheidung 134
b) Die Rechtskraft des Sachurteils 135
c) Die Rechtskraft der Kostenentscheidung 135
d) Zwischenergebnis 138
10. Zwischenergebnis 138
III. Pflichtverletzung 140
1. Die pflichtwidrige Klage 140
a) Missverständnisse und Unkenntnis 141
b) Prozessaufrechnung und Widerklage 143
2. Das Verhalten des forum derogatum 147
a) Art. 31 Abs. 2 EuGVVO 147
b) Art. 25 Abs. 1 Satz 1 HS 2 EuGVVO 154
3. Zwischenergebnis 157
IV. Vertretenmüssen 158
1. Die BGH-Rechtsprechung 159
2. Rechtsvergleichender Überblick 162
3. Modifizierung von § 276 Abs. 1 Satz 1 BGB 163
4. Darlegungs- und Beweislast 167
5. Zwischenergebnis 167
V. Schaden 168
1. Außergerichtliche Kosten 168
2. Verzögerungs- und Zinsschäden 171
3. Zwischenergebnis 173
VI. Das auf den Schadensersatzanspruch anwendbare Recht 173
1. Die lex fori 174
2. Die lex causae des Hauptvertrags 175
3. Die lex fori prorogati 177
4. Das Statut der Gerichtsstandsvereinbarung 179
5. Zwischenergebnis 180
VII. Die Zuständigkeit für die Schadensersatzklage 180
VIII. Alternative Absicherungsmöglichkeiten 182
1. Vereinbarung eines Kostenerstattungsanspruchs 183
a) Vereinbarkeit mit der EuGVVO 184
b) Vereinbarung in AGB 187
c) Anwendbares Recht 191
2. Vereinbarung einer Vertragsstrafe 191
3. Zwischenergebnis 194
IX. Ergebnis 195
B. Internationale Gerichtsstandsvereinbarungen außerhalb der EuGVVO 197
I. Reichweite des Schadensersatzanspruchs 197
1. Anwendungsbereich des LugÜ 198
2. Anwendungsbereich des HGÜ 201
3. Anwendungsbereich des autonomen Rechts 203
4. Zwischenergebnis 205
II. Wirksame Gerichtsstandsvereinbarungen 206
1. LugÜ 206
2. HGÜ 208
3. Autonomes Recht 211
4. Zwischenergebnis 214
III. Schuldverhältnis 215
1. LugÜ 216
2. HGÜ 220
3. Autonomes Recht 223
4. Zwischenergebnis 226
IV. Pflichtverletzung 227
1. Prozessaufrechnung und Widerklage 227
2. Das Verhalten des forum derogatum 231
a) LugÜ 232
b) Außerhalb von Abkommen 235
c) Abredewidrige Klagen in den USA nach derzeitigem Recht 237
d) Änderungen durch das HGÜ 244
3. Zwischenergebnis 252
V. Schaden 253
1. Prozessurteil des forum derogatum 254
2. Sachurteil des forum derogatum zugunsten des Beklagten 255
3. Sachurteil des forum derogatum zugunsten des Klägers 256
4. Zwischenergebnis 260
VI. Alternative Absicherungsmöglichkeiten 261
VII. Ergebnis 263
4. Teil: Schadensersatz wegen der Missachtung vergleichbarer Verträge 265
A. Schiedsvereinbarung 265
I. Reichweite des Schadensersatzanspruchs 266
II. Schuldverhältnis 267
III. Schaden 274
IV. Alternative Absicherungsmöglichkeiten 275
V. Zwischenergebnis 275
B. Mediationsvereinbarung 276
I. Reichweite des Schadensersatzanspruchs 277
II. Schuldverhältnis 278
III. Alternative Absicherungsmöglichkeiten 282
IV. Zwischenergebnis 283
C. Rechtswahlvereinbarung 283
I. Reichweite des Schadensersatzanspruchs 284
II. Schuldverhältnis 285
III. Zwischenergebnis 287
D. Ergebnis 287
Abschließende Betrachtung 289
A. Zusammenstellung der wesentlichen Ergebnisse 289
B. Ausblick 291
Literaturverzeichnis 293
Sachwortverzeichnis 312