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Tendenzschutz im Tarifrecht

Dörrwächter, Jan Christoph

Schriften zum Sozial- und Arbeitsrecht, Vol. 161

(1998)

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Abstract

Manche Unternehmen verfolgen neben wirtschaftlichen auch ideelle Ziele. Diesem Umstand tragen im Mitbestimmungs- sowie im Betriebsverfassungsrecht eine Reihe sogenannter Tendenzschutzvorschriften, etwa § 118 Abs. 1 BetrVG, Rechnung, die den arbeitnehmerischen Einfluß auf die Verfolgung solcher ideellen Ziele beschränken bzw. ausschließen sollen. Das Tarifrecht hingegen kennt keine derartigen Bestimmungen. Der Autor untersucht daher Existenz und Ausgestaltung eines tarifrechtlichen Tendenzschutzes. Er kommt zu dem Ergebnis, daß in erster Linie die tendenzschützenden Grundrechte des Arbeitgebers der tarifautonomen Betätigung auf Arbeitnehmerseite Schranken ziehen können, vor allem infolge der Grundrechtsbindung des Tarifvertrages. Eine Analogie zu § 118 Abs. 1 BetrVG und damit einen umfassenden einfachgesetzlichen Tendenzschutz im Tarifrecht lehnt der Autor ab. Schließlich werden Voraussetzungen und Wirkungsweise des tarifrechtlichen Tendenzschutzes, insbesondere Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zur Regelung des § 118 Abs. 1 BetrVG herausgearbeitet.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Abkürzungsverzeichnis 22
§ 1 Einleitung 27
A. Problemstellung und thematische Einführung 27
B. Gegenstand, Ziel und Gang der Untersuchung 28
C. Abgrenzung des Themas 28
D. Begriffliches 29
Teil 1: Einführung in die Problematik 31
1. Abschnitt: Grundlagen 31
§ 2 Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie im System des Arbeitsrechts 31
A. Der Begriff der Koalition i.S.v. Art. 9 Abs. 3 GG 31
B. Die verfassungsrechtliche Garantie von Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie 32
I. Individuelle Koalitionsfreiheit 33
II. Kollektive Koalitionsfreiheit 33
1. Berechtigung 34
2. Inhalt 35
a) Bestands- bzw. Existenzgarantie, Organisationsautonomie 35
b) Betätigungsgarantie 35
c) Garantie der Arbeitskampfmittel 37
C. Die Ausgestaltung der Tarifautonomie durch den Gesetzgeber 37
I. Der Gestaltungsauftrag 38
II. Die rechtliche Ausgestaltung des Tarifvertragssystems durch das Tarifvertragsgesetz 39
1. Der normative Teil 39
a) Inhalt der Tarifnormen 39
b) Der Streit um die Begründung der Tarifwirkung 39
aa) Rechtsgeschäftliche Erklärung 40
bb) Normativer Erklärungsansatz 41
cc) Stellungnahme 42
dd) Ergebnis 43
2. Der schuldrechtliche Teil 44
§ 3 Der gesetzlich geregelte Tendenzschutz 45
A. Überblick über das Recht der Betriebs- und Unternehmensverfassung 46
B. § 118 Abs. 1 BetrVG 47
I. Die Voraussetzungen des Tendenzschutzes nach § 118 Abs. 1 BetrVG 47
1. Betrieb und Unternehmen 47
2. Die einzelnen Bestimmungen 48
a) § 118 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG 48
b) § 118 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 BetrVG 49
II. Die Rechtsfolgen der Tendenzeigenschaft nach § 118 Abs. 1 BetrVG 50
C. § 1 Abs. 4 S. 1 MitbestG 52
D. § 81 Abs. 1 BetrVG 1952 53
E. Die übrigen Tendenzschutzbestimmungen 54
2. Abschnitt: Die Relevanz des Problems 56
§ 4 Das Verhältnis von Tarifvertrag und Mitbestimmung 56
A. Die Zweispurigkeit der kollektiven arbeitnehmerischen Interessenwahrnehmung 57
B. Berührungspunkte von Tarifautonomie und Mitbestimmung 58
I. Sachlich-gegenständliche Überschneidungen 59
1. Betriebsverfassungsrecht 59
a) Soziale Angelegenheiten und Inhaltsnormen 59
b) Soziale Angelegenheiten und Betriebsnormen 60
c) Personelle Angelegenheiten und Abschluß- bzw. Beendigungsnormen 61
2. Unternehmensmitbestimmung 61
3. Zwischenergebnis 62
II. Die Regelung betriebs- und unternehmensverfassungsrechtlicher Fragen durch Tarifvertrag 63
1. Die Regelung betriebsverfassungsrechtlicher Fragen 63
2. Die Regelung unternehmensverfassungsrechtlicher Fragen 64
C. Folgerungen 64
I. Personelle Maßnahmen 65
II. Soziale Angelegenheiten 65
III. Mögliche Rechtfertigung 66
IV. Ergebnis 67
§ 5 Tendenzschutz als Rechtsfigur des Tarifrechts 67
A. Die grundsätzliche Möglichkeit eines Tendenzschutzes im Tarifrecht 67
I. Die prinzipielle Beschränkung des Anwendungsbereiches der gesetzlichen Tendenzschutzvorschriften 67
II. Die möglichen Auswirkungen der Tendenzverfolgung außerhalb des Mitbestimmungsrechts 68
1. Tendenz als Eigenschaft des Betriebes bzw. Unternehmens 68
2. Auswirkung der Tendenz im allgemeinen Arbeitsrecht 69
III. Die Bedeutung der gesetzlichen Tendenzschutzbestimmungen für einen möglichen Tendenzschutz außerhalb des Mitbestimmungsrechts 71
1. Rechtsfolgen der Tendenzeigenschaft 71
2. Voraussetzungen eines Tendenzschutzes 72
a) Unmittelbarer und überwiegender Dienst an einer Tendenz 73
b) Kein einheitlicher Begriff des Tendenzbetriebes 73
IV. Ergebnis 74
B. Mögliche Formen eines tarifrechtlichen Tendenzschutzes 75
I. Ansatzpunkte für einen möglichen Tendenzschutz im Tarifrecht 75
1. Tarifvertrag 76
2. Koalitionszugehörigkeit, Tarifautonomie 76
II. Mögliche Auswirkungen eines tarifrechtlichen Tendenzschutzes 76
1. Unvereinbarkeit von Koalitionszugehörigkeit und Tendenz 76
2. Absoluter Ausschluß der tariflichen Regelungsmacht für bestimmte Betriebe oder Unternehmen 77
3. Auswirkung der Tendenz beim einzelnen Tarifvertrag 78
III. Ergebnis 78
Teil 2: Die Existenz eines Tendenzschutzes im Tarifrecht 79
1. Abschnitt: Historische Vorgaben 79
§ 6 Historische Grundlagen von Mitbestimmungsrecht, Tendenzschutz und Tarifvertrag 80
A. Die Entwicklung des Mitbestimmungsrechts und insbesondere des Tendenzschutzes 80
I. Das Betriebsrätegesetz von 1920 80
II. Die Entwicklung nach 1945 82
III. Das Betriebsverfassungsgesetz von 1952 83
IV. Das Betriebsverfassungsgesetz von 1972 84
V. Das Mitbestimmungsgesetz von 1976 85
VI. Zusammenfassung und Zwischenergebnis 86
B. Die Entwicklung des Tarifvertragsrechts 87
I. Die Zeit der Weimarer Republik 87
II. Das Tarifvertragsgesetz von 1949 89
III. Die Rechtslage in der Französischen Besatzungszone 90
IV. Das Tarifrecht der Bundesrepublik und die weitere Entwicklung 91
V. Zwischenergebnis 91
C. Gesamtergebnis 92
2. Abschnitt: Sinn und Zweck eines tarifrechtlichen Tendenzschutzes 93
§ 7 Der Normzweck des gesetzlich geregelten Tendenzschutzes 93
A. Der Normzweck des § 118 Abs. 1 BetrVG 93
I. Darstellung der Ansichten und Kritik 94
1. Sicherung des ungestörten Betriebsablaufes 94
2. Gewährleistung eines Freiraumes 96
a) Schutz der Tendenzverfolgung um ihrer selbst willen 97
b) Absicherung des bestehenden Herrschaftssystems 97
3. Privilegierung nichtwirtschaftlicher Zielsetzung 99
a) Historischer Hintergrund 99
b) § 118 Abs. 1 BetrVG 1972 100
aa) Gegensatz von Tendenzverfolgung und wirtschaftlicher Zielsetzung? 100
bb) Keine Antinomie zwischen Tendenz und Gewinnstreben 101
cc) Weitere Kritikpunkte 102
4. Gewährleistung von Grundrechtsentfaltungen durch den Unternehmer 103
II. Rechtsprechung 106
1. Bundesarbeitsgericht 106
2. Bundesverfassungsgericht 107
III. Eigene Ansicht 107
1. Argumente für den Verfassungsbezug des Tendenzschutzes 107
a) Fassung des § 118 Abs. 1 BetrVG 107
b) Verfassungsrechtliche Erforderlichkeit des Tendenzschutzes 110
aa) Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts 111
bb) Arbeitszeitmaßnahmen des Arbeitgebers 114
cc) Personelle Maßnahmen 115
dd) Folgerungen 116
2. Kritik an der These vom Grundrechtsbezug des Tendenzschutzes 117
a) Historisches Argument 117
b) Überflüssigkeit der Tendenzschutzregelung 118
c) Grundrechtsschutz auch für andere Unternehmen und Betriebe 119
d) Begrenzte Geltung der Arbeitgebergrundrechte 119
3. Ergebnis 120
B. Der Normzweck des § 1 Abs. 4 S. 1 MitbestG 121
I. Meinungsstand 121
II. Stellungnahme 121
1. Fassung und Systematik des § 1 Abs. 4 S. 1 MitbestG 121
2. Gesetzesmaterialien 122
3. Verfassungsrechtliche Gebotenheit des § 1 Abs. 4 S. 1 MitbestG 122
a) Verfassungsrechtliche Ausgangslage 122
b) Mitwirkungsbefugnisse des Aufsichtsrats ohne Tendenzschutz 123
c) Folgerungen 125
C. Der Normzweck der §§ 81 Abs. 1 BetrVG 1952 und 32 Abs. 1 S. 2 SprAuG 125
D. Zusammenfassung und Ergebnis 126
§ 8 Der allgemeine Tendenzschutz im Arbeitsrecht 126
A. Der Tendenzschutz als allgemeines verfassungsrechtliches Prinzip 126
I. Schutz der Grundrechtsausübung 126
II. Erforderlichkeit des Grundrechtsschutzes 128
B. Das Problem des normativen Anknüpfungspunktes 129
I. Die Erforderlichkeit eines Anknüpfungspunktes 129
II. Anknüpfungspunkte eines Tendenzschutzes im Tarifrecht 130
C. Ergebnis 130
3. Abschnitt: Der Meinungsstand zum tarifrechtlichen Tendenzschutz 131
§ 9 Der tarifrechtliche Tendenzschutz in der Literatur 131
A. Meinungsstand 131
I. Wiedemann/Stumpf 131
II. Dütz 132
1. Presse 132
a) Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG 132
b) § 118 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 BetrVG 133
c) Arbeitszeitregelungen im allgemeinen 134
2. Koalitionen 134
III. Hanau 135
1. § 118 BetrVG als Schranke der Tarifmacht 135
2. Folgerungen für die Zulässigkeit tariflicher Ausbildungsregelungen 136
IV. Weiss/Weyand 136
1. Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG 136
a) Grundrechtskollision 137
b) Folgerungen für tarifliche Ausbildungsordnungen 138
2. § 118 BetrVG 138
V. Löwisch/Rieble 138
VI. Däubler 139
1. Tendenzschutz als Grundrechtsproblem 139
2. Mittelbare Grundrechtswirkung 140
3. Unmittelbare Grundrechtswirkung 140
B. Bewertung und Folgerungen 141
I. In der bisherigen Diskussion offengebliebene Fragen 141
II. Eigene Vorgehensweise 142
4. Abschnitt: Verfassungsrechtliche Vorgaben für einen Tendenzschutz im Tarifrecht 144
§ 10 Die verfassungsrechtlichen Schranken der individuellen Koalitionsfreiheit und der Tarifautonomie im allgemeinen 144
A. Die vorbehaltlose Gewährleistung in Art. 9 Abs. 3 GG und die Schrankensystematik des Grundgesetzes 145
I. Die vorbehaltlose Gewährleistung der Koalitionsfreiheit 145
II. Die Schrankensystematik des Grundgesetzes 145
B. Die Beschränkung der Koalitionsfreiheit auf die “Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen” i.S.d. Art. 9 Abs. 3 S. 1 GG 146
I. Begrenzung der individuellen Koalitionsfreiheit 146
II. Begrenzung der Tarifautonomie 147
III. Der Inhalt der “Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen” 149
IV. Bedeutung für tarifliche Regelungen mit Tendenzbezug 150
C. Die Schranke des Art. 9 Abs. 2 GG 151
D. Die allgemeinen Gesetze i.S.d. Art. 5 Abs. 2 GG 152
E. Kollisionsrechtliche Beschränkungen 153
F. Die Kernbereichslehre 154
I. Individuelle Koalitionsfreiheit 155
II. Tarifautonomie 156
G. Grundrechtsbindung des Tarifvertrages 158
§ 11 Die Vorgaben der Grundrechte für einen Tendenzschutz im Tarifrecht 158
A. Koalitionszugehörigkeit des Arbeitnehmers und Tendenzschutz 159
I. Unvereinbarkeit von Gewerkschaftsmitgliedschaft und Tendenz 159
II. Wirkung der Unvereinbarkeit 160
III. Verfassungsrechtliche Fragestellung 160
IV. Die Wirkung der Grundrechte im Privatrecht im allgemeinen 161
1. Die Lehre von der “unmittelbaren Drittwirkung” der Grundrechte 162
2. Die Lehre von der “mittelbaren Drittwirkung” der Grundrechte 163
3. Stellungnahme 164
a) Entscheidung für die mittelbare Drittwirkung 164
b) Spezielle Begründungsansätze 165
c) Ergebnis 166
V. Auswirkung der Tendenz auf die Koalitionszugehörigkeit des Arbeitnehmers 166
1. Gewerkschaftszugehörigkeit als verhaltens- oder personenbedingter Umstand 167
2. Pflichtverletzung 168
a) Inhalt der Tendenztreuepflicht 168
b) Gewerkschaftszugehörigkeit als Tendenztreuepflichtverstoß 170
c) Konkrete Berührung des Arbeitsverhältnisses 173
3. Interessenabwägung 173
a) Bedeutung der Grundrechte für die Interessenabwägung 174
b) Beeinflussung der Interessenabwägung durch grundrechtliche Wertungen 174
c) Abwägung der widerstreitenden Grundrechtspositionen 175
aa) Verfassungsrechtliche Vorgaben für die Konfliktlösung 175
bb) Verzicht 177
4. Mögliche Kollisionen von Tendenz und Gewerkschaftszugehörigkeit 179
5. Tendenzgrundrechte als maßgeblicher Anknüpfungspunkt eines Tendenzschutzes 179
VI. Zusammenfassung und Ergebnis 180
B. Tarifautonomie und Tendenzschutz 180
I. Mögliche Kollisionsfälle 181
1. Gewerkschaften 181
a) Arbeitnehmerkoalitionen als Arbeitgeber 181
b) Abgrenzung der rechtlichen Problematik 182
2. Sonstige Tendenzunternehmen 183
II. Verfassungsrechtliche Bewertung des Konflikts und Lösung 184
1. Gewerkschaften 184
a) Unmittelbare grundgesetzliche Vorgaben fur die Konfliktlösung 185
b) Mitglieder der Gewerkschaft als deren Arbeitnehmer 186
aa) Loyalitätspflichten 186
bb) Aufeinanderbezogenheit der jeweiligen Koalitionsrechte 187
cc) Berücksichtigung der Interessen der Gewerkschaftsbeschäftigten 189
c) Nichtmitglieder der Gewerkschaft als Arbeitnehmer 190
aa) Beschränkbarkeit des tarifautonomen Betätigungsrechts 190
bb) Verzicht 191
cc) Institutionelle Beschränkung der Koalitionsfreiheit 192
dd) Folgerungen 192
d) Zusammenfassung und Ergebnis 193
2. Sonstige Tendenzunternehmen 194
C. Tarifvertrag und Tendenzschutz 194
I. Die Grundrechtsbindung der Tarifnormen – Meinungsstand und Kritik 195
1. Unmittelbare Grundrechtsbindung 195
a) Allgemeine Drittwirkung der Grundrechte im Privatrecht 195
b) Tarifnormen als Gesetze im materiellen Sinne 196
c) Delegation 197
aa) Delegation der Rechtsetzungsmacht 197
bb) Rechtsnormqualifikation 198
d) Soziale Macht 198
e) Minderheitenschutz 199
f) Kollisionslösung 201
g) Öffentliche Funktion der Koalitionen 202
h) Drittbezogenheit der Normsetzung 203
2. Mittelbare Grundrechtsbindung 204
a) Meinungsstand und Argumentation 204
b) Kritik 205
II. Eigener Lösungsversuch 207
1. Entscheidung für die unmittelbare Grundrechtsbindung 207
a) Vergleichbarkeit von staatlicher und tariflicher Rechtsetzung 208
b) Entscheidende Gesichtspunkte für die unmittelbare Grundrechtsbindung 208
2. Zum Ansatz Däublers 209
III. Die Grundrechtsbindung des schuldrechtlichen Teils des Tarifvertrages 210
IV. Differenzierung beim Firmentarifvertrag 211
V. Bedeutung der Grundrechtsbindung für einen tarifrechtlichen Tendenzschutz 211
D. Zusammenfassung und Ergebnis 212
5. Abschnitt: Einfachgesetzliche Vorgaben für einen Tendenzschutz im Tarifrecht 213
§ 12 Die einfachgesetzlichen Schranken der Tarifautonomie im allgemeinen 213
A. § 1 Abs. 1 TVG 213
I. Begrenzung der Tarifmacht durch § 1 Abs. 1 TVG 214
1. Tarifnormen 214
2. Schuldrechtliche Abreden 214
a) Meinungsstand 214
b) Stellungnahme 215
II. Bedeutung für tendenzbezogene Regelungen im Tarifvertrag 216
B. Bindung des Tarifvertrages an zwingendes Gesetzesrecht 217
§ 13 Tarifrechtlicher Tendenzschutz aus einfachgesetzlichen Regelungen 218
A. Unmittelbare Anwendung von Tendenzschutzbestimmungen 219
I. § 118 Abs. 1 BetrVG 219
1. Überschneidung von § 118 Abs. 1 BetrVG und tarifvertraglicher Regelungsbefugnis 219
2. Zwingender Charakter des § 118 Abs. 1 BetrVG 220
a) Meinungsstand 220
b) Stellungnahme 221
aa) Wortlaut, Entstehungsgeschichte 221
bb) Systematik 222
cc) Normzweck des § 118 Abs. 1 BetrVG 224
3. Ergebnis 227
II. §§ 1 Abs. 4 S. 1 MitbestG, 81 Abs. 1 BetrVG 1952 227
B. Entsprechende Anwendung der gesetzlichen Tendenzschutzbestimmungen 227
I. Analoge Anwendung des § 118 Abs. 1 BetrVG auf einzelne Tarifverträge 228
1. Abgrenzung 228
2. Das Problem der Gesetzeslücke 229
a) Lücke 230
b) Planwidrigkeit 230
c) Immanente Gesetzesteleologie 231
d) Regelungsbedürfnis 231
3. Zwischenergebnis 233
II. Entsprechende Heranziehung des § 118 BetrVG im Wege gesetzesübersteigender Rechtsfortbildung 233
III. § 118 Abs. 1 BetrVG als Lösung sonstiger Konflikte des Art. 9 Abs. 3 GG mit der Tendenzverfolgung 235
1. Regelungslücke 235
2. Aussage des § 118 Abs. 1 BetrVG 236
C. Zusammenfassung und Ergebnis 237
Teil 3: Die Ausgestaltung des tarifrechtlichen Tendenzschutzes 238
§ 14 Voraussetzungen des tarifrechtlichen Tendenzschutzes 239
A. Inhaber des Tendenzschutzes 240
I. Grundrechtsträgerschaft 240
II. Tendenzschutz und Betrieb 241
B. Die geschützten Tendenzen 242
C. Der maßgebliche Anknüpfungspunkt des tarifrechtlichen Tendenzschutzes 243
I. Bezugspunkt 243
II. Konsequenzen 244
1. § 118 Abs. 1 BetrVG 244
2. Tarifrechtlicher Tendenzschutz 245
D. Unmittelbarer und überwiegender Dienst an einer Tendenz 246
I. Unmittelbar 246
1. § 118 Abs. 1 BetrVG 246
2. Tarifrechtlicher Tendenzschutz 247
II. Überwiegend 248
1. § 118 Abs. 1 BetrVG 248
2. Tarifrechtlicher Tendenzschutz 249
a) Maßgeblichkeit der einzelnen Tätigkeit 249
b) Überwiegende Tendenzbezogenheit der einzelnen Tätigkeit 250
E. Gewinnstreben 251
§ 15 Wirkungen des tarifrechtlichen Tendenzschutzes 252
A. Die Übertragbarkeit der Maßstäbe des § 118 Abs. 1 BetrVG 252
I. Meinungsstand 253
II. Voraussetzung für die Übernahme der Maßstäbe des § 118 Abs. 1 BetrVG in das Tarifrecht 254
III. Das Verhältnis des § 118 Abs. 1 BetrVG zum Grundgesetz 255
1. § 118 Abs. 1 BetrVG als Umsetzung des grundrechtlich geforderten Mindestschutzes 255
a) Bundesarbeitsgericht 255
b) Schrifttum 256
2. § 118 Abs. 1 BetrVG als gesetzgeberische Entscheidung 257
a) Bundesverfassungsgericht 257
aa) Einseitiger Schutz der Tendenzverfolgung 257
bb) Folgerungen 258
cc) Wirkungsweise des § 118 Abs. 1 BetrVG 259
b) Gesetzgeberischer Gestaltungsspielraum 259
IV. Ergebnis 261
B. Der Schutz der Tendenzverfolgung durch die Grundrechte 261
I. Schutzbereich 262
1. Allgemeine Bestimmung des Schutzbereiches 262
a) Pressefreiheit 262
b) Andere Tendenzgrundrechte 263
c) Zusammenfassung 264
2. Konkrete tendenzgrundrechtlich geschützte Maßnahmen 264
a) Tendenzbestimmung 264
b) Tendenzverwirklichung 265
aa) Personelle Angelegenheiten 265
bb) Sonstige Angelegenheiten 266
3. Zusammenfassung und Ergebnis 269
II. Eingriff 270
1. Allgemein 270
2. Einzelfälle 270
a) Tendenzbestimmung 270
b) Tendenzverwirklichung 271
c) Anhörungs- und Informationsrechte 271
III. Rechtfertigung 274
1. Möglichkeit der Rechtfertigung 274
a) Tendenzgrundrechte mit Gesetzesvorbehalt 274
aa) Tarifvertragsgesetz als Ermächtigung 274
bb) Kollision 275
cc) Gesetzesvorbehalte als Tarifvorbehalte 275
dd) Wesentlichkeitstheorie 276
b) Tendenzgrundrechte ohne Gesetzesvorbehalt 277
2. Schrankenziehung durch Tarifvertrag 278
a) Abwägung 278
aa) Art. 9 Abs. 3 GG als materielle Eingriffslegitimation? 278
bb) Tarifvertraglich geschützte Rechtsgüter 279
cc) Tendenzsplitter 280
b) Wesensgehalt 280
c) Unterschiedliche Schutzintensität 280
C. Die Wirkungsweise des Tendenzschutzes im Tarifrecht 281
I. Meinungsstand 281
II. Eigene Ansicht 282
III. Ergebnis 283
Teil 4: Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse 284
Literaturverzeichnis 288
Sachregister 308