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Ost-West-Aktionen im Berlin der 1950er Jahre

Potentiale und Grenzen behördlicher Überlieferungen zum Kunsthandel in der Viersektorenstadt und in der jungen Hauptstadt der DDR. (Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin, Band 20)

Schroll, Heike

(2018)

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Heike Schroll studierte Archivwissenschaften und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sie 1996 auch promovierte. Seit 1986 arbeitet sie als wissenschaftliche Archivarin, zunächst im Stadtarchiv Berlin und seit 1991 am Landesarchiv Berlin. Sie wirkt in Forschung und Lehre sowie in diversen wissenschaftlichen Gremien mit, u.a. zu Themen der Provenienzforschung und der Wirtschaftsgeschichte. Darüber hinaus ist sie Spezialistin für Berliner Verwaltungsgeschichte und für archivalische Quellen zu Wiedergutmachungsangelegenheiten. Heike Schroll studied history and archival science at Humboldt-Universität zu Berlin, where she received her PhD Degree in 1996. Since 1986 she has been working as a scientific archivist. Schroll is an expert for provenance research, economic history, history of the Berlin administration as well as for archival files in restitution matters.

Abstract

Kunsthandel und Kunstsammlungen in der DDR, ihre Besonderheiten, die Akteure, die geltenden Restriktionen und die innere Organisation, stehen erst seit Kurzem auf der Agenda der geschichts- und kulturwissenschaftlichen Forschung. Das komplexe Thema der Machenschaften eines staatlich sanktionierten Kunstraubes in der DDR und der dahinterstehenden menschlichen Schicksale wurde in der Öffentlichkeit bisher kaum wahrgenommen. Viele Ereignisse müssen noch rekonstruiert, viele Vorgänge müssen noch aufgeklärt werden. Die Provenienzforschung kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Auf welche Quellenbasis sie sich dabei stützen kann, zeigt diese Untersuchung. Sie bietet eine Darstellung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Kunsthandel im besetzten Berlin und der jungen Hauptstadt der DDR und beschreibt beispielhaft einzelne Kunsthandlungen. Mit dem detaillierten Spezialinventar ist sie zugleich ein Beleg für das Vorhandensein einer durchaus reichen archivalischen Überlieferung zur Thematik. »East-West-Operations in Berlin in the 1950s«

Art trade and art collections in the former GDR are new subjects in historical and cultural research. This volume offers a study on the legal and economic frameworks for the art trade business in occupied Berlin and the early years of the capital of the GDR. It also provides examples for art traders and a detailed inventory with archival sources in the Landesarchiv Berlin.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Zum Geleit 5
Inhalt 7
Einleitung 9
Ein paar Zahlen 11
„Reinhaltung des Kunst- und Antiquitätenhandels“ ‒ Gewerbegenehmigungen für den Kunsthandel 12
Überwachung des Kunsthandels und der Versteigerer 14
Kunsthandel in Berlin, Hauptstadt der DDR 23
1950: Ost-West-Aktion I: Schutz der Währung der Deutschen Notenbank ‒ Geschäfte mit Sitz im Westsektor und Filialen im Demokratischen Sektor 24
1952: Ost-West-Aktion II: Verordnung zur Sicherung von Vermögenswerten: Geschäfte, die sich auf Ostberliner Territorium befanden, \nderen Inhaber oder Eigentümer jedoch in Westberlin wohnten 33
Fallbeispiele für den Bereich Kunsthandel 41
1. Karst. Kunsthaus am Alexanderplatz 41
2. Wilhelm R. Schmidt, Kunsthandel 51
3. Kunsthandlung Herbert P. Ulrich 56
4. Gemälde-Galerie Franzisko 58
5. Wilhelm Lindner, Graphische Kunstanstalt für Photogravüre & Kupferdruck 63
Archivische Quellen und mögliche Forschungen 66
Zusammenfassung 67
Fundstellenliste Landesarchiv Berlin 69