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Die Infrastrukturabgabe

Eine Untersuchung der Verfassungsmäßigkeit und Unionsrechtskonformität der ersten Straßenbenutzungsabgabe für Personenkraftwagen in der Bundesrepublik Deutschland

Heffinger, Matthias

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 1374

(2018)

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About The Author

Matthias Heffinger studierte von 2009 bis 2014 Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken mit dem Schwerpunkt Deutsches und Europäisches Finanz- und Steuerrecht. Von Januar 2015 bis August 2017 war er dort wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht, deutsches und europäisches Finanz- und Steuerrecht von Prof. Dr. Christoph Gröpl. Seit September 2017 absolviert er den juristischen Vorbereitungsdienst am Saarländischen Oberlandesgericht. Matthias Heffinger studied law from 2009 to 2014 at Saarland University in Saarbrücken with a focus on German and European financial and tax law. From January 2015 to August 2017 he worked as a research assistant to Prof. Dr. Christoph Gröpl at the chair for constitutional and administrative law, German and European financial and tax law at Saarland University. Since September 2017 he completes his legal clerkship at the Higher Regional Court of Saarland.

Abstract

Das Infrastrukturabgabengesetz war eines der umstrittensten Gesetzesvorhaben seit langer Zeit. Damit wurde die erste Straßenbenutzungsabgabe für Pkw in der Bundesrepublik Deutschland beschlossen. Die Untersuchung widmet sich zunächst der Frage, welcher Abgabenart die Infrastrukturabgabe unterfällt. Dabei lässt sich konstatieren, dass die Infrastrukturabgabe eine Doppelnatur aufweist, also sowohl Gebühr als auch Beitrag ist. Die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes, insbesondere die Gesetzgebungskompetenz des Bundes aus Art. 74 Abs. 1 Nr. 22 GG und die Vereinbarkeit mit Art. 3 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 1 GG, wird ausführlich untersucht und bejaht. Schließlich wird vor allem die Kombination aus der Einführung der Infrastrukturabgabe und der gleichzeitigen Senkung der Kraftfahrzeugsteuer auf ihre Unionsrechtskonformität, insbesondere auf die Vereinbarkeit mit Art. 92 und Art. 18 AEUV, geprüft und festgestellt, dass das Infrastrukturabgabengesetz in vollem Umfang unionsrechtskonform ist. »The Infrastructure Charge«

This thesis examines the constitutionality and compliance with EU law of the german Infrastrukturabgabengesetz (infrastructure charge law). By this highly controversial law the first road tax for passenger cars in the Federal Republic of Germany is implemented. The author is paying particular attention to the legal admissibility of the implementation of the infrastructure charge and the cut of german motor vehicle tax, both implemented at the same time.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsübersicht 9
Inhaltsverzeichnis 11
Abkürzungsverzeichnis 22
1. Teil : Einführung, Abgrenzung und dogmatische Grundlagen 29
A. Einleitung und Gang der Untersuchung 29
I. Einleitung 29
II. Gang der Untersuchung 31
III. Entwicklung der Straßenbenutzungsabgaben für Personen‑ und Lastkraftwagen in Deutschland 33
1. Geschichte der Straßenbenutzungsabgaben für Personenkraftwagen und der Kraftfahrzeugsteuer in Deutschland im späten 19. und 20. Jahrhundert 33
a) 1871 bis 1933 33
aa) Deutsches Kaiserreich 33
bb) Weimarer Republik 34
b) 1933 bis 1945 36
c) 1945 bis 1969 37
d) 1969 bis 1990 38
e) Regelungen zu Straßenbenutzungsgebühren in der DDR 40
f) 1990 bis heute 42
aa) Politische Initiativen für Straßenbenutzungsgebühren für Personenkraftwagen bis zum Jahr 2014 43
bb) Änderung der Ertragskompetenz für das Aufkommen aus der Kraftfahrzeugsteuer im Jahr 2009 44
cc) Historie der Einführung der Infrastrukturabgabe 44
2. Kurzer Abriss zur Lkw-Maut 45
IV. Das Infrastrukturabgabengesetz und die Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes im Einzelnen 47
1. Das Infrastrukturabgabengesetz 47
a) Infrastrukturabgabenpflicht und Höhe der Infrastrukturabgabe 47
b) Begriff des Kraftfahrzeugs 48
c) Schuldner der Infrastrukturabgabe 49
d) Infrastrukturabgabebehörde und Überwachung der Infrastrukturabgabenpflicht 49
e) Verfahren bei der Erhebung der Infrastrukturabgabe 49
f) Beginn der Erhebung der Infrastrukturabgabe 50
2. Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes 50
V. Bewertung dieser Entwicklungen und Vorschläge 52
B. Dogmatische Grundlagen der Infrastrukturabgabe 53
I. Abgabe 53
1. Begriff 54
2. Die Infrastrukturabgabe als Abgabe 54
II. Steuer 56
1. Steuerbegriffe und Lenkungsteuern 56
a) Ausgangspunkt: Definition der Steuer im einfachen Recht 57
b) Übertragbarkeit auf den verfassungsrechtlichen Steuerbegriff 57
c) Lenkungsteuer 58
d) Merkmale des verfassungsrechtlichen Steuerbegriffs 59
aa) Geldleistungen 59
bb) Leistung an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts 60
cc) Hoheitliche Auferlegung 60
dd) Deckung des Finanzbedarfs der Körperschaften des öffentlichen Rechts 60
ee) Kein Zusammenhang mit einer öffentlichen Leistung – „Voraussetzungslosigkeit“ 61
2. Ergebnis 62
III. Sonderabgabe 62
1. Definition des Bundesverfassungsgerichts 63
2. Abgrenzung zur Steuer 64
3. Ergebnis 65
IV. Die Infrastrukturabgabe als Steuer oder Sonderabgabe 65
1. Die Infrastrukturabgabe als Steuer 66
a) Hoheitlich auferlegte Geldleistung zur Deckung des allgemeinen Finanzbedafs 66
b) Lenkungswirkung 67
c) Öffentliche Leistung 67
2. Die Infrastrukturabgabe als Sonderabgabe und Ergebnis 69
V. Vorzugslast 69
1. Gebühr 70
a) Begriff 70
aa) Gebührenbegriffe aus jüngerer Zeit 70
bb) Traditioneller Gebührenbegriff 72
b) Rechtfertigung der Gebühr 73
c) Stellungnahme 74
d) Abgrenzung zur Steuer 77
e) Einfachrechtliche Kategorisierung 79
f) Ergebnis 79
2. Beitrag 79
a) Begriff 80
b) Abgrenzung zur Gebühr 80
aa) Die Auffassung des Bundesverfassungsgerichts 81
bb) Die Auffassung Dieter Wilkes und die Kritik daran 82
cc) Gründe für die Unterscheidung von Beitrag und Gebühr 84
c) Abgrenzung zur Steuer 85
d) Rechtfertigung des Beitrags 86
3. Ergebnis zum Begriff der Gebühr und des Beitrags 87
VI. Die Infrastrukturabgabe als Gebühr oder Beitrag 87
1. Exkurs: Erhebungsformen von Straßenbenutzungsgebühren 88
a) Vignette 88
b) Maut 89
c) Folgerungen für das Infrastrukturabgabengesetz 90
2. Abgrenzung zwischen Gebühr und Beitrag anhand der Infrastrukturabgabe 90
3. Doppelnatur der Infrastrukturabgabe 92
a) Doppelnatur 92
b) Dogmatische Probleme der Doppelnatur 93
aa) Einordnung der Infrastrukturabgabe als Gebühr 93
bb) Einordnung der Infrastrukturabgabe als Beitrag 94
4. Ergebnis 96
2. Teil: Vereinbarkeit der Infrastrukturabgabe mit dem Grundgesetz 97
A. Formelle Verfassungsmäßigkeit des Infrastrukturabgabengesetzes 97
I. Zuständigkeit des Bundes für den Erlass des Infrastrukturabgabengesetzes 97
1. Gesetzgebungskompetenz für Steuern 97
2. Gesetzgebungskompetenz für die Erhebung und Verteilung von Straßenbenutzungsgebühren 98
a) Grammatische Auslegung 99
b) Systematische Auslegung 100
c) Historische Auslegung 101
aa) Einfügung in das Grundgesetz im Jahr 1969 101
bb) Änderung im Jahr 2006 102
d) Teleologische Auslegung 103
e) Erforderlichkeit des Infrastrukturabgabengesetzes 104
aa) Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse 104
bb) Wahrung der Rechtseinheit 105
cc) Vergleich zur Wahrung der Wirtschaftseinheit 105
dd) Rechtszersplitterung als Merkmal der Wahrung der Rechtseinheit 106
f) Zwischenergebnis 108
g) Art. 74 Abs. 1 Nr. 22 Fall 3 GG 109
aa) Beschränkung auf Bundesfernstraßen 110
bb) Sperrwirkung durch Art. 74 Abs. 1 Nr. 22 Fall 4 GG 110
h) „Ungeschriebene“ Gesetzgebungskompetenzen 111
aa) Kompetenz kraft Natur der Sache 111
bb) Annexkompetenz 112
cc) Kompetenz kraft Sachzusammenhangs 112
i) Inhaltliche Bindung der Gesetzgebers für die Ertragsverteilung 113
3. Zwischenergebnis 114
4. Negative Kompetenzabgrenzungsvorschrift 115
a) Regelungen zur Ausführung des Infrastrukturabgabengesetzes 115
b) Merkmale des Art. 84 Abs. 1 Satz 7 GG und die Einordnung des Infrastrukturabgabengesetzes 116
c) Umgehung des Schutzzwecks des Art. 84 Abs. 1 Satz 7 GG 117
aa) Hauptzwecke 118
bb) Umgehung der Organisationshoheit der Länder 119
cc) Umgehung des Schutzes für die Kommunen vor finanziellen Belastungen ohne Ausgleich 119
(1) Lastenverteilung zwischen Bund und Ländern 120
(2) Lastenverteilung zwischen Ländern und Kommunen 121
dd) Ergebnis 122
5. Ergebnis 122
II. Verfahren bei Erlass des Infrastrukturabgabengesetzes 122
1. Zustimmungsbedürftigkeit 123
a) Art. 105 Abs. 3 GG 124
b) Art. 87 Abs. 3 Satz 2 GG 124
c) Art. 84 Abs. 1 Satz 5 und 6 GG 125
aa) Das Verwaltungsverfahren und die Einrichtung der Behörden 125
bb) § 9 Abs. 3 und 4 InfrAG 126
cc) § 9 Abs. 5 InfrAG 128
dd) § 9 Abs. 6 InfrAG 129
ee) Abweichungsverbot nach Art. 84 Abs. 1 Satz 5 GG 130
d) Zwischenergebnis 132
2. Ergebnis 132
III. Einhaltung der Formvorschriften 132
IV. Ergebnis 133
B. Materielle Verfassungsmäßigkeit des Infrastrukturabgabengesetzes 133
I. Vereinbarkeit mit Grundrechten 133
1. Berufsfreiheit 133
a) Schutzbereich 133
b) Eingriff 134
aa) Unmittelbarer Berufsbezug 134
bb) Objektiv berufsregelnde Tendenz 134
(1) Rechtsprechungsentwicklung und Literaturmeinung zu Lenkungsabgaben 134
(2) Anwendung auf das Infrastrukturabgabengesetz 136
cc) Ergebnis 137
c) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung 137
d) Ergebnis 138
2. Eigentumsfreiheit 138
a) Schutzbereich 138
aa) Eigentumsbegriff 139
bb) Schutz des Vermögens 139
(1) Meinungen innerhalb des Bundesverfassungsgerichts 140
(2) Meinungen in der Literatur 141
(3) Eigene Auffassung 142
cc) Schutz vermögenswerter Rechtspositionen 142
(1) Kritik an diesem Ansatz 143
(2) Belastungs- und Gestaltungswirkungen von Abgaben 144
(3) Erdrosselnde Wirkung 145
(4) Zwischenergebnis 146
b) Eingriff in den Schutzbereich 146
aa) Innehaben einer vermögenswerten Rechtsposition bei Haltern und Führern 147
bb) Erdrosselnde Wirkung 148
cc) Druck zur Verhaltensänderung 148
(1) Halter in Deutschland zugelassener Kraftfahrzeuge 148
(2) Halter und Führer im Ausland zugelassener Kraftfahrzeuge 149
(3) Bestimmung der Erheblichkeitsschwelle für einen Eingriff bei Haltern und Führern im Ausland zugelassener Kraftfahrzeuge 150
(4) Zwischenergebnis 151
c) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung 152
d) Ergebnis 152
3. Allgemeine Handlungsfreiheit 152
a) Schutzbereich 153
b) Eingriff 153
c) Verfassungsrechtliche Rechtfertigung 155
aa) Legitimer Zweck der Kostendeckung 156
(1) Verfolgung dieses Zwecks durch den Gesetzgeber 156
(2) Ermittlung der Kosten 157
(3) Geeignetheit zur Erreichung dieses Zwecks 159
bb) Legitimer Zweck des Vorteilsausgleichs und Geeignetheit 160
(1) Verfolgung dieses Zwecks durch den Gesetzgeber 160
(2) Geeignetheit zur Erreichung dieses Zwecks 161
cc) Erforderlichkeit 161
dd) Angemessenheit 162
(1) Angemessenheit der Infrastrukturabgabe insgesamt 162
(2) Zumutbarkeit für Halter im Inland zugelassener Kraftfahrzeuge 163
(3) Zumutbarkeit für Halter und Führer im Ausland zugelassener Kraftfahrzeuge 164
(4) Zwischenergebnis 165
d) Ergebnis 166
4. Allgemeiner Gleichheitssatz 166
a) Keine Anwendbarkeit eines besonderen Gleichheitssatzes 166
b) Ungleichbehandlung 168
aa) Relative Unterschiede innerhalb der einzelnen Vignettenarten 170
bb) Unterschiedliche Geltungsbereiche der Vignetten 170
cc) Abgabepflicht bei Zulassung des Kraftfahrzeugs und verpflichtender Erwerb einer Jahresvignette 171
dd) Weitere Ungleichbehandlungen im Infrastrukturabgabengesetz 171
ee) Einbeziehung der Kraftfahrzeugführer in die Ungleichbehandlung 171
ff) Zwischenergebnis 172
c) Rechtfertigung der Ungleichbehandlungen und Typisierungen 172
aa) Prüfungsmaßstab 173
bb) Unterschiede bei den Vignettenpreisen 173
cc) Differenzierung beim Geltungsbereich 175
(1) Beeinträchtigung des kleinen Grenzverkehrs 175
(2) Reduzierung der Kontrollen 176
(3) Ausdehnung der Abgabenpflicht auf Bundesstraßen 177
(4) Benachteiligung durch die Ungleichbehandlung 177
dd) Verpflichtender Erwerb der Jahresvignette 178
(1) Gründe für die Ungleichbehandlung 178
(2) Anforderungen an die Typisierung 179
(3) Genauigkeit der Typisierung im Infrastrukturabgabengesetz 180
(4) Verhältnismäßigkeit der Typisierung 182
(5) Zwischenergebnis 183
ee) Fehlende Auswahl bei Vignetten 184
ff) Weitere Ungleichbehandlungen im Infrastrukturabgabengesetz 185
d) Ungleichbehandlung nach der Fahrzeugart 185
aa) Leichte Lastkraftwagen 186
bb) Busse 186
e) Ergebnis 188
II. Vereinbarkeit mit sonstigem Verfassungsrecht 188
1. Verstoß gegen Art. 90 Abs. 3 GG 188
a) Ausführung des Infrastrukturabgabengesetzes 189
b) Reichweite der Bundesauftragsverwaltung in Art. 90 Abs. 3 GG 189
c) Ergebnis 191
2. Verstoß gegen das Bestimmtheitsgebot \nfür Verordnungsermächtigungen 191
a) Tatbestand des Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG 192
b) Verordnungsermächtigungen des Infrastrukturabgabengesetzes 193
c) Ergebnis 195
III. Ergebnis 195
3. Teil: Vereinbarkeit des Infrastrukturabgabengesetzes mit dem Recht der Europäischen Union 196
A. Zuständigkeit 197
B. Verstoß gegen Art. 92 AEUV 198
I. Geschichte der Vorschrift und Auslegung durch den EuGH 199
II. Anwendbarkeit des Art. 92 AEUV 200
1. Sachliche Anwendbarkeit 201
2. Persönliche Anwendbarkeit 201
a) Verkehrsunternehmer 201
aa) Anwendungsbereich des Infrastrukturabgabengesetzes 202
bb) Unerheblichkeit der konkreten Nutzung des Kraftfahrzeugs 203
b) Zulässigkeit einer typisierenden Betrachtung des Art. 92 AEUV 204
c) Voraussetzungen für eine typisierende Betrachtung 205
d) Typisierung durch das Infrastrukturabgabengesetz 205
aa) Sachgerechtigkeit 205
bb) Verwaltungsvereinfachung 207
(1) Erhöhter Verwaltungsaufwand im Infrastrukturabgabengesetz 208
(2) Vermeidung der Typisierung durch Ausnahmen für ausländische Verkehrsunternehmer 208
(3) Vermeidung der Typisierung durch Belastung der inländischen Verkehrsunternehmer 209
(4) Vermeidung der Typisierung durch Wegfall der Steuerentlastung 209
(5) Typisierung und effet utile des Unionsrechts 210
e) Ergebnis 211
III. Inhaltliche Voraussetzungen des Art. 92 AEUV 211
1. Unmittelbare oder mittelbare Auswirkungen 211
a) Wirtschaftliche Gesamtbetrachtung mehrerer Maßnahmen 211
b) Infrastrukturabgabengesetz 213
c) Zweites Verkehrsteueränderungsgesetz 214
aa) Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer nach § 3 Nr. 13 Satz 1 KraftStG 214
bb) Ausnahme von der Befreiung nach § 3 Nr. 13 Satz 2 KraftStG 214
cc) Befreiung durch Doppelbesteuerungsabkommen 215
dd) Zulässigkeit einer alleinigen Senkung der Kraftfahrzeugsteuer 216
d) Gesamtbetrachtung beider Maßnahmen 216
aa) Offensichtliche Gründe für eine Gesamtbetrachtung 217
bb) Inhaltliche Verknüpfungen beider Maßnahmen 218
cc) Erwägungen gegen eine wirtschaftliche Gesamtbetrachtung 219
dd) Zwischenergebnis 221
2. Ungünstigere Gestaltung von Vorschriften im Vergleich von ausländischen zu inländischen Verkehrsunternehmern 221
a) Statische Auslegung 222
b) Dynamische Auslegung 223
aa) Verhinderung von Übergriffen der Union in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten 224
bb) Möglichkeit der Beseitigung von Wettbewerbsverzerrungen 224
cc) Isolierte Senkung der Kraftfahrzeugsteuer als Verstoß gegen Art. 92 AEUV in der statischen Auslegung 225
dd) Erhöhung der Kompromissbereitschaft der Mitgliedstaaten 225
ee) Kein Bedürfnis für die statische Auslegung 226
c) Stellungnahme 227
aa) Bedeutung des Art. 92 AEUV bei der dynamischen Auslegung 227
bb) Verhältnis zwischen in- und ausländischen Verkehrsunternehmern 228
cc) Auswirkungen auf die Rechtsetzung durch die EU 230
dd) Problematik einer isolierten Senkung der Kraftfahrzeugsteuer 230
d) Zeitpunkt für den Vergleich 233
aa) Mehrere mögliche Vergleichszeitpunkte 233
bb) Statische und dynamische Auslegung bei der Rechtslage des Jahres 1958 234
cc) Zwischenergebnis 235
3. Inhaltliche Vereinbarkeit der Maßnahmenkombination mit Art. 92 AEUV 235
a) Ausgangslage 235
aa) Einbeziehung verschiedener Steuern in die Betrachtung der Lage 235
bb) Auswirkungen der wirtschaftlichen Gesamtbetrachtung auf die Einbeziehung von Steuern 237
b) Aktuelle Situation 238
aa) Verkehrsunternehmer mit im Ausland zugelassenen Kraftfahrzeugen 239
bb) Verkehrsunternehmer mit im Inland zugelassenen Kraftfahrzeugen 239
cc) Zwischenergebnis 240
c) Statische Auslegung 240
aa) Verkehrsunternehmer mit im Ausland zugelassenen Kraftfahrzeugen 240
bb) Verkehrsunternehmer mit im Inland zugelassenen Kraftfahrzeugen 241
cc) Zwischenergebnis 241
d) Stellungnahme: Vorzug der dynamischen Auslegung 241
e) Rechtfertigung einer Beeinträchtigung des Art. 92 AEUV 242
IV. Ergebnis 243
C. Verstoß gegen die Grundfreiheiten des Unionsrechts 244
I. Warenverkehrsfreiheit 244
1. Ein- und Ausfuhrzölle sowie Abgaben gleicher Wirkung 245
2. Mengenmäßige Beschränkung oder Maßnahme gleicher Wirkung 247
a) Dassonville und Cassis de Dijon 247
b) Die Keck-Rechtsprechung und deren Fortentwicklung 248
aa) Das Urteil des EuGH im Fall Keck 248
bb) Einschränkung durch den EuGH im Jahr 2009 248
cc) Beurteilung der Infrastrukturabgabe 248
3. Zwischenergebnis 250
4. Verstoß gegen das Verbot der Erhebung höherer Abgaben für Waren aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union 250
a) Abgabe auf Waren 250
b) Beeinträchtigung der Wettbewerbsneutralität 252
II. Arbeitnehmerfreizügigkeit 253
1. Arbeitnehmersicht 254
2. Arbeitgebersicht 254
III. Niederlassungsfreiheit 255
1. Zuzug von Unionsbürgern nach Deutschland 255
2. Wegzug aus Deutschland 256
3. Zwischenergebnis 257
IV. Dienstleistungsfreiheit 257
1. Ausschluss der Dienstleistungsfreiheit 258
2. Beschränkungsverbot 258
3. Diskriminierungsverbot 259
V. Ergebnis 259
D. Verstoß gegen Art. 18 AEUV 260
I. Anwendbarkeit 260
1. Persönlicher Anwendungsbereich 260
2. Sachlicher Anwendungsbereich 260
3. Anwendbarkeit auf das Infrastrukturabgabengesetz 261
II. Diskriminierung 262
1. Unmittelbare Diskriminierung 263
a) Infrastrukturabgabengesetz 263
b) Zweites Verkehrsteueränderungsgesetz 264
c) Gesamtbetrachtung 265
d) Ergebnis 265
2. Mittelbare Diskriminierung 265
a) Gleichzeitige Entlastung bei der Kraftfahrzeugsteuer 266
aa) Ungleichbehandlung 266
bb) Benachteiligung 268
(1) Benachteiligung durch die staatliche Gewalt 268
(2) Gesamtbetrachtung und kritische Würdigung 268
(3) Die Motivation des Gesetzgebers als Argument für das Vorliegen einer Benachteiligung 270
cc) Zwischenergebnis 271
b) Preisgestaltung der Kurzzeitvignetten 272
c) Gültigkeit der Vignette nur für Bundesautobahnen 273
d) Erhebung der Infrastrukturabgabe bei Ausländern 274
e) Zwischenergebnis 275
III. Rechtfertigung 275
1. Rechtfertigung der Preisgestaltung 276
a) Objektiver Grund 276
b) Verhältnismäßigkeit 277
aa) Maßstäbe 277
bb) Infrastrukturabgabengesetz in der Fassung bis Mai 2017 278
(1) Niedrigste Preiskategorie 279
(2) Mittlere Preiskategorie 279
(3) Höchste Preiskategorie 280
(4) Angemessenheit 280
cc) Infrastrukturabgabengesetz in der Fassung ab Mai 2017 281
(1) Niedrigste Preiskategorien 281
(2) Mittlere Preiskategorien 282
(3) Höchste Preiskategorien 283
(4) Angemessenheit 283
dd) Ergebnis 284
2. Rechtfertigung der gleichzeitigen Entlastung durch die Kraftfahrzeugsteuer 284
a) Lastenausgleich 285
aa) Grundgedanke 285
bb) Kohärenz als Rechtfertigungsgrund im Unionsrecht und Vergleichbarkeit zum Lastenausgleich 285
cc) Unmittelbarer Zusammenhang zwischen Be- und Entlastung 287
(1) Maßstab 287
(2) Zusammenhang im Unionsrecht 288
(3) Wirtschaftliche und rechtliche Betrachtung 288
(4) Keine Beseitigung einer Inländerdiskriminierung durch Lastenausgleich 290
dd) Ergebnis 291
b) Belastungsgleichheit 291
c) Umweltschutz 292
3. Zwischenergebnis 293
4. Verhältnismäßigkeit 293
IV. Ergebnis 295
E. Verstoß gegen Art. 107 AEUV 295
I. Begünstigung ohne Gegenleistung 295
II. Selektivität der Begünstigung 297
III. Ergebnis 298
F. Fazit zur Vereinbarkeit des Infrastrukturabgabengesetzes mit dem Recht der Europäischen Union 299
Thesen 300
Literaturverzeichnis 305
Sachwortverzeichnis 318