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Private Rechtsbelehrungspflichten

Fremdkörper im teilweise europäisierten deutschen Vertragsrecht

Giller, Sascha M.

Schriften zum Bürgerlichen Recht, Vol. 486

(2018)

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About The Author

Sascha Giller ist seit Oktober 2017 Rechtsreferendar am Oberlandesgericht Bamberg. Seine Dissertation entstand während seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte bei Professor Dr. Bernd Mertens an der Juristischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg nach dem ersten Staatsexamen. Von Oktober 2009 bis Juli 2015 absolvierte der Autor einen deutsch-französischen Doppelstudiengang der Rechtswissenschaften an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Rennes I. Sascha Giller, who currently serves his legal traineeship (Rechtsreferendariat) at the Higher Regional Court of Bamberg, wrote this dissertation during his profession as a reserach assistant to Professor Bernd Mertens (Chair of Civil Law, German and European Legal History, University of Erlangen-Nuremberg). He graduated from the double degree programme »Deutsch-Französisches Recht« (French and German Law) at the universities of Erlangen-Nuremberg and Rennes prior to this research project.

Abstract

Dass der Gesetzgeber eine Vertragspartei verpflichtet, die andere Vertragspartei über ihr zustehende Rechte oder Obliegenheiten aufzuklären, ist ein relativ neues Phänomen unserer Zivilrechtsordnung. Es verbreitet sich vorwiegend durch EU-Richtlinienvorgaben in weiten Bereichen des deutschen Vertragsrechts, insbesondere im Verbraucherschutzrecht. Mit der Arbeit wird erstmals der Versuch unternommen, eine systematische Zusammenschau der mittlerweile vorhandenen privaten Rechtsbelehrungspflichten vorzunehmen, deren Entwicklungsgang und die hierbei vom Gesetzgeber verfolgten Ziele zu klären. Dabei ist insbesondere der Frage nachzugehen, inwieweit die verstreuten Tatbestände und Rechtsfolgen solcher privater Rechtsbelehrungspflichten sich zu einem stringenten und sinnvollen System zusammenfügen. Der Autor kommt im Ergebnis zum Eindruck einer widersprüchlichen und inkonsequenten Gesetzgebung. Die Untersuchung wird durch das Aufzeigen von Reform- und Alternativvorschlägen komplettiert. »Information Requirements Concerning Contractual Rights in Private-Law Contracts«

This thesis scrutinizes the information requirements that relate to the contractual rights of the contracting parties to a private-law contract. It critically analyses the relevant statutory provisions and the legal consequences in cases of failure to provide the relevant information. The author concludes that these information requirements should be adjusted due to systematic inaccuracies/deficiencies and therefore submits proposals for reform.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungsverzeichnis 20
Einführung 25
§ 1 Problemstellung 25
§ 2 Terminologische Ein- und Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes 27
I. Der Forschungsrahmen 27
II. Begriffsdefinition der privaten Rechtsbelehrungspflicht 29
III. Die Rechtsbelehrungspflicht als spezielle Informationspflicht 30
IV. Die Rechtsaufklärungspflicht als spezielle Aufklärungspflicht 31
V. Zusammenfassung 32
§ 3 Gang der Untersuchung und Forschungsfragen 33
§ 4 Ein historisch unbekanntes Rechtsinstrument im Lichte der Irrtumsdogmatik 34
I. Der Begriff des Rechtsirrtums 35
1. Die Unterscheidung von Tatsachen- und Rechtsirrtum 35
2. Die Unkenntnis im Rahmen der Irrtumslehre 36
a) In tatsächlicher Hinsicht 36
b) In juristischer Hinsicht 36
II. Zur Behandlung des Rechtsirrtums 37
1. Von der römischrechtlichen Nachteilszuweisung bei Rechtsirrtümern 37
a) Ignorantia iuris nocet 38
b) Ius civile scriptum est vigilantibus 38
c) Synthese 39
2. Zu einer Verpflichtung zur Gesetzeskenntnis in verschiedenen Kodifikationen 39
a) Allgemeines Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794 40
b) Badisches Landrecht von 1809 40
c) Österreichisches ABGB von 1811 40
d) Sächsisches BGB von 1863 40
e) Zusammenfassung 41
3. Die aktuelle Lage 41
a) Die Konzeption des BGB 41
b) Die Nichtnormierung von Restitutionsmöglichkeiten für Rechtsirrende 43
c) Gegenläufige Entwicklung einer Rechtspolitik der privaten Rechtsbelehrung 45
III. Stellungnahme 46
Teil 1 48
Die Entwicklung privater Rechtsbelehrungspflichten bis ins geltende Recht 48
§ 1 Identifikation, Darstellung und Analyse einschlägiger Gesetzgebungen 48
I. Soziales Mietrecht 48
1. Hinweis auf das Widerspruchsrecht bei Kündigung 48
a) Das dritte Mietrechtsänderungsgesetz von 1967 48
b) Hintergrund 49
c) Das Mietrechtsreformgesetz von 2001 50
2. Hinweis auf den Härteeinwand bei Modernisierungsmaßnahmen 50
a) Das Mietrechtsänderungsgesetz von 2013 50
b) Hintergrund 51
3. Stellungnahme 51
II. Investmentrecht 53
1. Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften und Auslandsinvestmentgesetz 53
a) Regelung 53
b) Hintergrund 53
2. Investmentgesetz 54
3. Kapitalanlagengesetzbuch 54
4. Stellungnahme 55
III. Kreditrecht 56
1. Abzahlungsgesetz samt Novellierungen 56
a) Regelung 56
b) Hintergrund 56
2. Verbraucherkreditgesetz 57
a) Regelung 57
b) Hintergrund 58
3. Die zunehmende Integration des VerbrKrG in das BGB 59
a) Allgemeine Vereinheitlichungstendenzen des deutschen Gesetzgebers 59
b) Die Schuldrechtsreform von 2002 59
c) Reparaturnovelle 59
4. Die Einführung einer deutschen Muster-Widerrufsbelehrung 60
a) Anlage 2 zu § 14 BGB-InfoV a. F. 60
aa) Eine Gesetzgebung im vermeintlichen Interesse des Belehrungspflichtigen 60
bb) Zur Funktionsweise des Musters 61
b) Ein misslungener Versuch aus der ex-post-Betrachtung 61
aa) Kritik an der Muster-Widerrufsbelehrung 61
(1)\tMangelnde Handhabbarkeit 62
(2)\tGesetzliche Nonkonformität 62
bb) Der gewählte Normtypus als Schwachpunkt 63
(1)\tDie BGB-InfoV als Rechtsverordnung 63
(2)\tKeine andere Beurteilung durch nachträgliche legislative Änderungen 64
c) Zur Fortentwicklung des Musters 65
aa) Abänderungen in Reaktion auf die Kritik aus Rechtsprechung und Literatur 65
bb) Fortbestehende Wirksamkeitszweifel 66
d) Vertrauensschutz der Verwender? 66
aa) Ein Machtwort des BGH zur Gesetzlichkeitsfiktion 66
bb) Die engen Voraussetzungen des Vertrauensschutzes 67
cc) Auswirkungen und Weiterentwicklung der Rechtsprechung 68
dd) Stellungnahme 69
e) Zwischenergebnis 70
5. Die neue Verbraucherkreditrichtlinie 71
a) Regelung 71
b) Europarechtlicher Hintergrund 72
c) Die deutsche Umsetzung 73
aa) Regelung 73
bb) Probleme einer Rückverweisung aus § 506 BGB 74
cc) Die Verleihung von Gesetzesrang als legislative Antwort auf frühere Probleme 76
6. Richtlinie über Wohnimmobilienkreditverträge 77
a) Regelung 77
b) Europarechtlicher Hintergrund 78
c) Umsetzung 78
d) Nationaler Hintergrund 80
7. Stellungnahme 81
IV. Arbeitsrecht 83
1. Bekanntmachungspflicht zur Gleichbehandlung am Arbeitsplatz 83
a) Erste Regelungen 83
b) Hintergrund 84
c) Umsetzung 84
d) Werdegang der Bekanntmachungspflicht 85
2. Unterrichtungspflicht bei Betriebsübergang 86
a) Regelung 86
b) Hintergrund 87
c) Umsetzung 88
3. Stellungnahme 89
V. Fernunterrichtsschutzrecht 91
1. Das ursprünglich autonome Fernunterrichtsschutzgesetz 91
a) Regelung 91
b) Hintergrund 91
2. Sukzessive Annäherung an das BGB seit der Jahrtausendwende 92
a) Anbindung 92
b) Folgeanpassungen 92
3. Stellungnahme 94
VI. Recht der besonderen Vertriebsformen und Verbraucherverträge im Allgemeinen 95
1. Haustürwiderrufsgesetz 95
a) Regelung 95
b) Hintergrund 95
2. Haustürwiderrufsrichtlinie 96
a) Regelung 96
b) Hintergrund 97
3. Fernabsatzrichtlinie 98
a) Regelung 98
b) Europarechtlicher Hintergrund 98
c) Umsetzung 99
d) Nationaler Hintergrund und Folgeentwicklung 100
4. Fernabsatzrichtlinie für Finanzdienstleistungen 101
a) Regelung 101
b) Hintergrund 101
c) Umsetzung 102
5. Verbraucherrechterichtlinie 103
a) Regelung 103
b) Hintergrund 104
c) Umsetzung 105
aa) Die Belehrung über das Widerrufsrecht 105
(1)\tStationärer Handel 105
(2)\tFernabsatzverträge und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge 106
bb) Die Belehrung über das gesetzliche Gewährleistungsrecht 109
(1)\tSchaffung einer neuen privaten Rechtsbelehrungspflicht? 109
(2)\tBelehrungsform und Belehrungsinhalt 111
6. Stellungnahme 113
VII. Reisevertragsrecht 114
1. Erste Pauschalreiserichtlinie 114
a) Regelung 114
b) Hintergrund 115
c) Umsetzung 116
2. Zweite Pauschalreiserichtlinie 116
3. Stellungnahme 118
VIII. Versicherungsvertragsrecht 119
1. Zur ersten Widerrufsbelehrung im VVG 119
a) Regelung 119
b) Hintergrund 120
2. Zentrale Folgeänderungen 120
a) Vorgaben der Lebensversicherungsrichtlinien 120
aa) Regelung 120
bb) Hintergrund 121
b) Das Dritte Gesetz zur Durchführung versicherungsrechtlicher Richtlinien 122
c) Fortführung der Zersplitterungspolitik 123
3. Die VVG-Reform von 2008 123
4. Stellungnahme 125
IX. Teilzeitnutzungsrecht 126
1. Erste Teilzeitnutzungsrechterichtlinie 126
a) Regelung 126
b) Hintergrund 127
c) Umsetzung und zentrale Folgeentwicklungen 128
2. Zweite Teilzeitnutzungsrechterichtlinie 129
a) Regelung 129
b) Hintergrund 129
c) Umsetzung 130
3. Stellungnahme 131
X. Verbrauchsgüterkaufrecht 132
1. Verbrauchsgüterkaufrichtlinie 132
a) Regelung 132
b) Hintergrund 133
c) Umsetzung 134
2. Stellungnahme 135
XI. Zahlungsverzugsrecht 136
1. Zahlungsverzugsrichtlinien 136
2. Nationale Sonderregelung für Verbraucher im Verzugsrecht 136
a) Regelung 136
b) Hintergrund 137
3. Stellungnahme 137
XII. Zahlungsdiensterecht 139
1. Erste Zahlungsdiensterichtlinie 139
a) Regelung 139
b) Hintergrund 140
c) Umsetzung 141
2. Zweite Zahlungsdiensterichtlinie 142
3. Stellungnahme 143
XIII. Werk- und Bauvertragsrecht 144
1. Regelung 144
2. Hintergrund 145
3. Stellungnahme 145
§ 2 Übergreifende Beobachtungen, basierend auf der Entwicklung 146
I. Die Entstehung eines komplexen Normengeflechts aus nationalen und europäischen Regelungen 146
1. Originär nationale Vorstöße als Ausgangspunkt privater Rechtsbelehrung 146
a) Nationale Gesetzgebung ohne europäischen Einfluss 146
b) Das Schutzbedürfnis der rechtsunkundigen Partei als auffindbare Begründung des Gesetzgebers 147
c) Ein teilweises Eingeständnis der Unmöglichkeit einer allumfassenden Rechtskenntnis 148
aa) Rechtsfülle als bekanntes Problem der Rechtssetzung 148
bb) Daten zur Belegung der unbändigen Gesetzesproduktion 149
cc) Einschränkung 150
dd) Empirische Erkenntnisse zur Rechts(un)kenntnis am Beispiel der Widerrufsrechte 150
2. Europa als Motor einer Weiterentwicklung 152
a) Der wachsende Einfluss Europas auf die Rechtsbelehrungspolitik mittels Richtlinien 152
b) Fragwürdige Trendwende im Harmonisierungsgrad 152
c) Zur fehlenden Darlegung der Motivation europarechtlich veranlasster Rechtsbelehrungen 155
aa) Vereinbarkeit mit der Begründungspflicht nach Art. 296 Abs. 2 AEUV 155
bb) Unbefriedigende Lage aus rechtstheoretischer Sicht 156
3. Synthese 157
II. Spezielle Anknüpfungspunkte einer Legitimation privater Rechtsbelehrungen 158
1. Belehrungsempfänger 158
a) Die Verbraucher als zentrale Zielgruppe 158
aa) Von einem speziellen zu einem allgemeinen Verbraucherschutz 158
bb) Das Verbraucherleitbild 159
b) Keine verbraucherschutzspezifische Rechtspolitik 160
c) Der Ausgleich gestörter Vertragsparität 161
aa) Ungleichgewichte durch Informationsasymmetrien 161
bb) Informationsasymmetrie auch im Rahmen von Rechten? 162
d) Fazit 164
2. Belehrungsgegenstand 164
a) Die vergleichsweise kurze Bedenkzeit von Widerrufsrechten 164
b) Drohende Verwirrung 167
c) Existenzielle Bedeutung 169
d) Komplexität der Rechtslage 170
e) Fazit 172
III. Rechtssetzungsfragen und Entwicklungstendenzen in der Ausgestaltung 173
1. Rechtsunkenntnis als zwingende Voraussetzung einer Belehrung? 173
2. Unterschiede in der inhaltlichen Art und Weise der Information über das Recht 174
3. Gesonderte Bestätigung einer Rechtsbelehrung? 176
4. Formale Auffälligkeiten 177
a) Anpassungen an den modernen Rechtsgeschäftsverkehr 177
b) Spezielle Belehrungsformen 181
5. Kritische Entfernung von dem bloßen Hinweis auf das Recht 182
6. Die Integration von Rechtsbelehrungen in Informationspflichtenkataloge und ihre Folgen 183
a) Das Ergebnis europäischer Verbraucherschutzpolitik durch Information 183
b) „Information overload“ als Ausgestaltungsproblem 185
c) Teilweise Einschränkungen im Bereich der rechtlichen Information 186
7. Der moderne Trend hin zu Mustern als „Unternehmerschutzpolitik“ 188
a) Die gesetzgeberische Intention hinter der Schaffung von Mustern 189
b) Muster sind keine Allheilmittel 190
aa) Fehlerhaftigkeit von Mustern und ihre Folgen 190
bb) Verwendungsschwierigkeiten im Umgang mit Mustern 192
c) Vereinheitlichungstendenzen und fehlende Kohärenz 195
§ 3 Zusammenfassende Übersicht 196
Teil 2 198
Die Rechtsfolgen bei der Verletzung privater Rechtsbelehrungspflichten 198
§ 1 Einführung 198
§ 2 Belehrungsspezifisch geregelte Rechtsfolgen 199
I. Auswirkungen auf die Frist im Mietrecht 199
1. Verstoß gegen § 568 Abs. 2 BGB 199
2. Verstoß gegen § 555c Abs. 2 BGB 199
II. Auswirkungen auf die Frist für Verbraucherverträge mit Widerrufsrecht 200
1. Grundsätzliches zur Funktionsweise 200
2. Modalitäten der jeweiligen Vertragstypen 200
a) Europäischer Rahmen 200
aa) Regelungen 201
bb) Analyse 201
b) Nationale Umsetzung 203
aa) Regelungen 203
bb) Analyse 204
(1)\tDas Problem der Verknüpfung von Belehrung mit Fristbeginn 204
(2)\tDas Problem der Verweisungen mit Blick auf die formalen Belehrungsanforderungen 206
(3)\tDas Problem der Auswirkung einer Nichtbeifügung des Muster-Widerrufsformulars 207
3. Die systemfremde Sanktion der ewigen Ausübbarkeit des Widerrufsrechts 210
a) Zur Einführung des ewigen Widerrufsrechts 211
aa) Die Rechtssache Heininger 211
bb) Eine überobligatorische Reaktion des deutschen Gesetzgebers und deren Auswirkungen 212
b) Die teilweise Wiederabschaffung des ewigen Widerrufsrechts 213
aa) Die Verbraucherrechterichtlinie und ihre Umsetzung 213
(1)\tEU-Ebene 213
(2)\tNationale Ebene 214
(3)\tStellungnahme 216
bb) Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie und ihre Umsetzung 216
(1)\tEU-Ebene 216
(2)\tNationale Ebene 216
(3)\tEuroparechtliche Zulässigkeit einer nationalen Erlöschensregelung 218
(4)\tStellungnahme 220
cc) Verfassungsrechtliche Bedenken rückwirkender Erlöschensregelungen 221
(1)\tEchte oder unechte Rückwirkung 221
(2)\tZulässigkeitsvoraussetzungen 222
c) Alternative Lösungsmodelle 223
aa) Verwirkung 224
(1)\tUmstandsmoment 224
(2)\tZeitmoment 225
(3)\tFazit 225
bb) Rechtsmissbräuchliche Ausübung 226
cc) Nachbelehrung 226
d) Fazit 227
III. Auswirkungen auf die Frist im Arbeitsrecht 228
1. Verstoß gegen § 613a Abs. 5 BGB 228
2. Fazit 229
IV. Auswirkungen auf die Frist im Versicherungsvertragsrecht 230
1. Nachwirkungen des europarechtswidrigen § 5a Abs. 2 S. 4 VVG a. F. 230
2. Die generelle ewige Widerrufbarkeit nach § 8 Abs. 2 VVG 231
3. Verwirkung als mögliche Grenze? 232
4. Stellungnahme 233
V. Zum diesbezüglichen Modellcharakter staatlicher Rechtsbelehrungspflichten 233
1. Verwaltungsverfahren 234
2. Strafverfahren 235
3. Zivilverfahren 236
4. Stellungnahme 237
VI. Spezielle Befreiungsregeln 238
VII. Das teilweise Nichtvorliegen ausdrücklich geregelter Sanktionen 239
VIII. Fazit 240
§ 3 Rechtsfolgen über allgemeine Rechtsinstitute 241
I. Vorfrage: Rechtsbelehrung als bloße Obliegenheit oder als echte Rechtspflicht? 241
1. Begriffsbestimmungen 241
2. Einordnung der privaten Rechtsbelehrungspflichten 242
a) Mietrechtliche Belehrungspflichten 242
b) Widerrufsbelehrungspflichten 243
c) Belehrungspflichten über gesetzliche Gewährleistungsrechte 245
d) Arbeitsrechtliche Belehrungspflichten 245
e) Belehrungspflichten im Zahlungsverzugs- und Werkvertragsrecht 246
f) Sonstige europarechtliche Belehrungspflichten 247
3. Stellungnahme 247
II. Erfüllungsanspruch auf Belehrung 248
III. Vertragsnichtigkeit 248
IV. Schadensersatz 249
1. (Vor-)Vertraglich 249
a) Haftungsgrundlage 249
b) Problematik des durch die Verletzung der Belehrungspflicht kausal verursachten Schadens 250
c) Rechtsfolgen und Anwendbarkeitsfragen 252
2. Deliktisch 254
3. Fazit 255
V. Rücktritt 256
VI. Anfechtung 256
§ 4 Kollektivrechtliche Absicherungsmechanismen 257
I. UKlaG 257
1. Die Nicht-/Fehlbelehrung als verbraucherschutzgesetzwidrige Praktik 257
2. Ansprüche bei Vorliegen einer verbraucherschutzgesetzwidrigen Praktik 258
II. UWG 260
1. Die Nicht-/Fehlbelehrung als unlautere geschäftliche Handlung 260
a) § 3a UWG 260
b) § 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 und Nr. 7 UWG 261
c) § 5a Abs. 3 Nr. 5 und Abs. 4 UWG 262
2. Ansprüche bei Vorliegen einer unlauteren geschäftlichen Handlung 263
III. AGG 264
1. Klagerecht von Gewerkschaften und Betriebsrat zur Verwirklichung der Ziele des AGG 264
2. Voraussetzungen des Klagerechts 264
IV. Stellungnahme 265
Teil 3 266
Alternativvorschläge für eine Revision privater Rechtsbelehrungspflichten 266
§ 1 Alternativen in der Gesetzgebung 266
I. Heranziehung externer Muster 266
II. Reduktion der Komplexität der Rechtslage 267
1. Plädoyer gegen eine Reduktion der Gesetzeskomplexität 267
2. Plädoyer für eine Reduktion der Belehrungskomplexität 269
III. Schaffung eines widerspruchsfreien Systems 271
IV. Kritische Hinterfragung der Erforderlichkeit von privater Rechtsbelehrung 273
§ 2 Alternativen zu der Gesetzgebung 275
I. Geschickter Einsatz von Massenkommunikationsmitteln 276
1. Massenmedien als potenziell geeignete Kenntnisquellen 276
2. Zukunftsträchtige Formen von Rechtsbelehrung im Internet 277
II. Etablierung eines flächendeckenden obligatorischen Rechtskundeunterrichts 279
III. Zurverfügungstellung von Sonderveröffentlichungen 281
IV. Individuell zugeschnittene Rechtsberatungstätigkeit von Verbänden 281
1. Grundlegendes zu Verbraucherzentralen 282
2. Überlegenheit einer Rechtsbelehrung durch Verbraucherzentralen 283
V. Regelungsvorschlag zur Komplettierung alternativer Rechtsbelehrungsformen 284
1. Zur Idee einer „Wiedereinsetzung materiell-rechtlicher Art“ de lege ferenda 284
2. Detailerläuterungen 285
VI. Fazit 286
Schlussbetrachtung 288
Literaturverzeichnis 294
Stichwortverzeichnis 316