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Theorie eines Elternschaftsrechts

Reuß, Philipp M.

Das Bürgerliche Recht. Habilitationen, Vol. 3

(2018)

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Philipp M. Reuß studierte Rechtswissenschaften an der LMU München (Staatsexamen) und der Oxford University (MJur); 2006 Erste Jur. Staatsprüfung (München); 2010 Promotion an der LMU München; 2012 Zweite Jur. Staatsprüfung (München); 2018 Habilitation an der LMU München. Derzeit Akadem. Rat a.Z. am Institut für Int. Recht – Rechtsvergleichung der LMU München und Lehrstuhlvertreter an der Universität Bonn. Undergraduate resp. postgraduate studies in law at LMU Munich (state examination) and Oxford University (MJur). 2006 First State Examination (Munich); 2010 award of the degree Dr. iur. at LMU Munich; 2012 Second State Examination (Munich); 2018 Habilitation at LMU Munich. Currently Akad. Rat a.Z. at the Institute of International Law – Comparative Law at LMU Munich and teaching at Bonn University (Lehrstuhlvertretung).

Abstract

Das Abstammungsrecht steht heute vor neuen Herausforderungen. Familienverhältnisse werden in vielgestaltigen Formen gelebt. Kinder werden immer häufiger in gleichgeschlechtlichen Familien, Stief- und Reproduktionsfamilien sowie in Familien nicht miteinander verheirateter Eltern oder in Ein-Elternfamilien groß. Vermehrt kommt es zu Pluralisierung von Elternschaft, d.h. einem Auseinanderfallen genetischer, biologischer, sozialer und rechtlicher Elternschaft. Es fragt sich, wer in diesem Fall als rechtlicher Elternteil angesehen werden sollte. Die Fragestellungen werden im internationalen Kontext noch komplexer. Streben Paare ins Ausland, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen (Reproduktions- bzw. Leihmutterschaftstourismus), stellen sich bei deren Rückkehr schwierige Anerkennungsfragen. Philipp Reuß widmet sich den genannten Fragestellungen und entwickelt auf intra- und interdisziplinärer sowie auf rechtsvergleichender Grundlage die normativen Elemente eines modernen Abstammungsrechts.

Die Habilitationschrift wurde ausgezeichnet mit dem mit dem Stiftungspreis 2019 des Instituts für familienrechtliche Grundlagenforschung.
»A Theory of Parentage Law«

The frequent appearance of alternative family forms, an increased emergence of pluralised forms of parentage and phenomena like reproductive tourism or surrogate motherhood nowadays challenge parentage laws. Philipp Reuß develops the normative elements of a modern law of parentage. He is dealing with the said questions on intra- and interdisciplinary basis and from a comparative law perspective.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsübersicht 9
Inhaltsverzeichnis 11
Abkürzungsverzeichnis 23
Einführung 25
A. Status Quo und Herausforderungen 25
B. Ziel der Arbeit 31
C. Inter- und intradisziplinäre Aspekte 31
D. Rechtsvergleichende Aspekte 34
E. Gang der Untersuchung 35
Teil 1: Abstammung, Elternschaft und das Abstammungsrecht 36
§ 1 Abstammung und Elternschaft 36
A. Begrifflichkeiten und sozialer Wandel 36
I. Allgemeinsprachliches Verständnis von Abstammung und Elternschaft 36
II. Abstammungs- und Elternschaftsverhältnisse in der Gegenwart 39
1. Familialer Wandel 40
a) Funktionswandel der Familie 40
b) Wandel familialer Lebensformen 41
aa) Kernfamilie verheirateter Eltern 42
bb) Kernfamilie nichtehelicher, verschiedengeschlechtlicher Lebenspartner 43
cc) Alleinerziehende 46
dd) Gleichgeschlechtliche Familien 48
ee) Reproduktionsfamilien 53
ff) Stieffamilien 57
gg) Adoptionsfamilien 59
hh) Pflegefamilien 60
c) Wandel der Familienleitbilder 60
aa) Leitbild des Lebens in festen, stabilen und langandauernden Partnerschaften 61
bb) Leitbild des Zusammenlebens von Eltern mit ihren Kindern 62
cc) Leitbild verantwortete Elternschaft 64
dd) Familienleitbilder der großen christlichen Kirchen in Deutschland 64
(1) Evangelische Kirche in Deutschland 65
(2) Katholische Kirche 68
2. Segmentierung und Pluralisierung von Elternschaft 71
a) Was ist Segmentierung und Pluralisierung von Elternschaft? 71
b) Elternschaftssegmente im Einzelnen 73
c) Zeitliche Dimension 75
d) Pluralisierung von Elternschaft in heute gelebten Familienformen 75
aa) Kernfamilien verheirateter und nichtverheirateter Eltern 76
bb) Alleinerziehende 77
cc) Gleichgeschlechtliche Familien 78
(1) Gleichgeschlechtliche Stieffamilien 78
(2) Geplante gleichgeschlechtliche Familien 81
dd) Reproduktionsfamilien 85
ee) Stieffamilien 90
ff) Adoptionsfamilien 91
gg) Pflegefamilien 92
3. Zusammenfassung 93
B. Signifikanz von Abstammung und Elternschaft 94
I. Signifikanz genetischer Abstammung 94
1. Humangenetische Aspekte 94
2. Entwicklungspsychologische Aspekte 97
a) Relevanz der Kenntnis der genetischen Abstammung für die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen 97
b) Bedeutung von Offenheit im Umgang mit der Abstammungswahrheit in besonderen Familienkonstellationen 100
3. Kulturelle Aspekte 103
a) Ahnenkult und Ahnenverehrung in Japan 104
aa) Ausprägung von Ahnenkult und Ahnenverehrung in Japan 104
bb) Auswirkungen auf Abstammung und Elternschaft 107
b) Das Prinzip des „Whakapapa“ bei Stämmen der Maori 108
aa) Ausprägung des Prinzips des „Whakapapa“ 108
bb) Auswirkungen auf Abstammung und Elternschaft 109
II. Signifikanz biologischer Abstammung 112
1. Humanmedizinische und epigenetische Aspekte 112
2. Psychologische Aspekte 114
III. Signifikanz von sozialer Elternschaft 117
1. Entstehen und Funktion von sozialen Bindungen 117
2. Potentielle Bindungspersonen 120
3. Einfluss von sozialen Bindungen auf die Kindesentwicklung 121
IV. Schlussfolgerungen: Gleichbedeutender Einfluss aller Elternschaftssegmente auf die Eltern-Kind-Beziehung 124
C. Zusammenfassung 125
§ 2 Abstammungsrecht 129
A. Abstammungsrechtliche Grundlagen 129
I. Aufgabe und Natur des Abstammungsrechts 130
1. Abstammungsrecht als Statusrecht 130
2. Alternativkonzepte 132
II. Bedeutung abstammungsrechtlicher Eltern-Kind-Zuordnung 134
III. Grundprinzipien des Abstammungsrechts und Systembrüche 136
1. Statuswahrheit 137
a) Primat der genetischen Abstammung 137
b) Systembrüche 139
c) Rechtsvergleichende Betrachtung 141
d) Zusammenfassung 145
2. Statuserkennbarkeit und -klarheit 147
3. Statusbeständigkeit 149
4. Höchstpersönlichkeit statusrechtlicher Rechtspositionen 153
5. Privatautonomie und zwingendes Recht 155
6. „Ein-Vater“- und „Eine-Mutter“-Prinzip 160
a) Verständnis als „Zwei-Eltern“-Prinzip 161
b) Abweichungen vom „Zwei-Eltern“-Prinzip 163
c) Rechtsvergleichende Betrachtung 164
d) Zusammenfassung 167
7. Zuordnungszeitpunkt 167
B. Wandelbarkeit des Rechts 171
I. Natur, Aufgabe und Funktion von Recht 171
II. Wandelbarkeit von Recht 175
III. Leitlinien für eine Anpassung des Rechts an gesellschaftlichen Wandel 178
C. Zusammenfassung 181
I. Abstammungsrechtliche Grundlagen 181
II. Wandelbarkeit des Rechts 184
Teil 2: Theorie eines Elternschaftsrechts 187
§ 3 Struktur eines modernen Elternschaftsrechts 188
A. Vorbemerkung 188
I. Zur Begriffswahl: Elternschaftsrecht 188
II. Anforderungen an ein modernes Elternschaftsrecht 189
B. Verfassungsrechtliche, menschenrechtliche und supranationale Vorgaben 192
I. Verfassungsrechtliche Gewährleistungen 192
1. Elternrecht, Art. 6 II GG 192
a) Gewährleistungsgehalt 192
b) Korrespondieren von Elternrecht und Elternpflicht 193
c) Träger des Elternrechts 194
aa) Grundlagen 194
bb) Leitlinien für die gesetzgeberische Ausgestaltung der rechtlichen Eltern-Kind-Zuordnung – insbesondere der verfassungsrechtliche Elternbegriff 196
2. Recht auf Fortpflanzung, Art. 6 I, IV GG 201
3. Recht des Kindes auf elterliche Pflege und Erziehung, Art. 2 I i.V.m. Art. 6 II GG 202
a) Recht auf Zuordnung zu zwei rechtlichen Elternteilen? 203
b) Recht auf Zuordnung zu den genetischen Eltern? 205
4. Weitere wichtige Verbürgungen mit elternschaftsrechtlicher Relevanz 206
5. Beschränkbarkeit der Grundrechte und Beurteilungsspielraum des Gesetzgebers 208
II. Menschenrechtliche Verbürgungen 209
1. Schutz des Privat- und Familienlebens gem. Art. 8 EMRK 209
a) Gewährleistungsgehalt 209
b) Beschränkbarkeit 215
2. Weitere menschenrechtliche Verbürgungen 215
III. Unionsrechtliche Vorgaben 217
C. Konzeptionelle Grundausrichtung eines modernen Elternschaftsrechts 220
I. Elternschaftsrecht als Statusrecht 220
II. Orientierungslinien eines modernen Elternschaftsrechts 223
1. Gleichwertigkeit genetischer, biologischer und sozialer Elternschaft 223
a) Begründung der These 224
b) Schlussfolgerungen mit Blick auf die Zuordnungssystematik 225
aa) Abkehr vom Primat genetischer Elternschaft 225
bb) Gestaltungen des Zuordnungs- und Korrektursystems anhand der Gleichwertigkeit aller Elternschaftssegmente 226
cc) Berücksichtigung positiver und negativer Konflikte von Trägern einzelner Elternschaftssegmente 231
2. Höchstpersönlichkeit der Eltern-Kind-Beziehung und besondere Relevanz privatautonomer Willensentschließung 232
a) Begründung der These 232
b) Schlussfolgerungen mit Blick auf die Zuordnungssystematik 233
aa) Gewährleistung privatautonomer Gestaltbarkeit der Elternzuordnung 233
(1) Überlegungen mit Blick auf die Beachtlichkeit privatautonomer Gestaltung 235
(2) Überlegungen zur Verbindlichkeit der privatautonomen Gestaltung 237
(3) Überlegungen zu Aufklärung, Freiwilligkeit und Form privatautonomer Gestaltung 237
bb) Unverzichtbarkeit elternschaftsrechtlicher Positionen und Ausschluss gewillkürter Stellvertretung 239
cc) Minimierung staatlicher Einwirkung auf die Elternschaftszuordnung und die Zuordnungskorrektur 240
3. Orientierung am Verantwortlichkeitsprinzip 241
a) Begründung der These 241
b) Schlussfolgerungen mit Blick auf die Zuordnungssystematik 243
4. Relevanz des Kindeswohls 244
a) Begründung der These 245
b) Schlussfolgerungen mit Blick auf die Zuordnungssystematik 245
aa) Maximal- vs. Minimalstandard 245
bb) Im Grundsatz abstrakt-generelle Berücksichtigung von Kindeswohlerwägungen 247
cc) Konkret-individuelle Beachtung von Kindeswohlerwägungen in Ausnahmefällen? 248
5. Unerheblichkeit von Geschlecht und sexueller Orientierung der Eltern 251
a) Begründung der These 251
aa) Sexuelle Orientierung 251
bb) Geschlecht 257
b) Schlussfolgerungen mit Blick auf die Zuordnungssystematik 261
6. Unbeachtlichkeit der Zeugungsumstände 262
a) Begründung der These 263
aa) Gesellschaftliche Ausgangslage 263
bb) Zugang zu und Zulässigkeit von medizinisch-assistierter Reproduktion – insbesondere Reproduktionstourismus 264
cc) Unbeachtlichkeit der Zeugungsumstände im geltenden deutschen Abstammungsrecht 265
dd) Rechtsvergleichende Betrachtung 265
ee) Wertende Betrachtung 268
b) Schlussfolgerungen mit Blick auf die Zuordnungssystematik 271
7. Orientierung am „Zwei-Eltern“-Prinzip 272
a) Begründung der These 273
b) Schlussfolgerungen mit Blick auf die Zuordnungssystematik 280
D. Zusammenfassung 283
I. Anforderungen an ein modernes Elternschaftsrecht 283
II. Verfassungsrechtliche, menschenrechtliche und unionsrechtliche Vorgaben 285
III. Konzeptionelle Grundausrichtung eines modernen Elternschaftsrechts 287
§ 4 Zuordnungssystematik eines modernen Elternschaftsrechts 294
A. Zuordnung des Elternteils (erste Elternstelle) 294
I. Begründung des Anknüpfungskriteriums 294
1. Derzeitige Rechtslage 294
2. Rechtsvergleichende Betrachtung 296
3. Geburt als Kriterium der rechtlichen Eltern-Kind-Zuordnung 298
II. Formulierungsvorschlag 300
B. Zuordnung des weiteren Elternteils (zweite Elternstelle) 301
I. Zuordnung aufgrund Ehe bzw. eingetragener Lebenspartnerschaft mit dem Elternteil 302
1. Begründung der Anknüpfungskriterien 302
a) Derzeitige Rechtslage 302
b) Rechtsvergleichende Betrachtung 305
aa) Vaterzuordnung kraft Ehe bzw. eingetragener Lebenspartnerschaft 306
bb) Mit-Mutterzuordnung aufgrund Ehe bzw. eingetragener Lebenspartnerschaft 309
c) Ehe bzw. eingetragene Lebenspartnerschaft als Kriterien der rechtlichen Eltern-Kind-Zuordnung 311
aa) Begründung der Wahl der Zuordnungskriterien 311
bb) Anknüpfung an die nichteheliche Lebensgemeinschaft? 314
2. Zuordnungsvoraussetzungen und Formulierungsvorschlag 315
a) Zuordnungsvoraussetzungen 315
b) Formulierungsvorschlag 317
II. Zuordnung aufgrund Elternschaftsanerkennung 318
1. Begründung des Anknüpfungskriteriums 318
a) Derzeitige Rechtslage 318
aa) Anerkennungserklärung als nicht empfangsbedürftige Willenserklärung 319
bb) Formvoraussetzung des § 1597 I BGB 321
cc) Widerruflichkeit der Anerkennungserklärung 322
dd) Zustimmungserklärungen von Mutter und Kind gem. § 1595 BGB 322
ee) Höchstpersönlichkeit und Anerkennung bzw. Zustimmung bei fehlender oder beschränkter Geschäftsfähigkeit 326
ff) Präventive Anerkennungskontrolle zur Verhinderung missbräuchlicher Vaterschaftsanerkennungen, § 1597a BGB 329
gg) Beschränkte Unwirksamkeit der Anerkennung und Heilung von Mängeln gem. § 1598 BGB 330
b) Rechtsvergleichende Betrachtung 331
aa) Vaterzuordnung durch Anerkennung 332
(1) England und Wales 332
(2) Frankreich 333
(3) Niederlande 335
(4) Österreich 337
bb) Mit-Mutterzuordnung durch Anerkennung 337
(1) England und Wales 338
(2) Frankreich 338
(3) Niederlande 338
(4) Österreich 339
c) Elternschaftsanerkennung als Zuordnungskriterium 339
aa) Begründung der Wahl des Zuordnungskriteriums 339
bb) Alternativkonzepte 340
2. Zuordnungsvoraussetzungen und Formulierungsvorschlag 340
a) Zuordnungsvoraussetzungen 340
b) Formulierungsvorschlag 346
III. Zuordnung aufgrund gerichtlicher Feststellung der Elternschaft 347
1. Begründung des Anknüpfungskriteriums 347
a) Derzeitige Rechtslage 347
b) Rechtsvergleichende Betrachtung 352
aa) England und Wales 353
bb) Frankreich 354
cc) Niederlande 356
dd) Österreich 357
c) Gerichtliche Feststellung der Elternschaft als Zuordnungskriterium 358
2. Zuordnungsvoraussetzungen und Formulierungsvorschlag 359
a) Zuordnungsvoraussetzungen 359
aa) Feststellungsgründe 359
(1) Zuordnung der Person, die mit Blick auf die Übernahme der Elternrolle in die Zeugung eingewilligt hat 360
(2) Zuordnung des genetischen Elternteils 364
(3) Erweiterung des Ausschlusses des klassischen Samenspenders auf alle klassischen Gameten- und Embryonenspender, einschließlich Mitochondrienspende 365
(4) Ausweitung von § 1600d IV BGB auf private Spenden 366
bb) Antragsberechtigungen 367
cc) Elternschafts-Konflikte 369
(1) Positiver Elternschafts-Konflikt eines genetischen und eines sozialen Elternteils 369
(2) Positiver Elternschafts-Konflikt zweier genetischer Elternteile 370
(3) Negativer Elternschafts-Konflikt 371
b) Formulierungsvorschlag 371
IV. Statuswechsel durch qualifizierte Anerkennung 373
1. Scheidungsakzessorischer Statuswechsel durch qualifizierte Anerkennung 373
2. Statuswechsel durch qualifizierte Anerkennung in Fällen der §§ 1592 Nr. 1, 1593 BGB unabhängig vom Scheidungsverfahren 377
3. Statuswechsel durch qualifizierte Anerkennung in Fällen des § 1592 Nr. 2 BGB 379
4. Formulierungsvorschlag 380
C. Zuordnungskorrektur 381
I. Korrektur der Elternschaft des Elternteils (erste Elternstelle) 381
1. Derzeitige Rechtslage 382
2. Rechtsvergleichende Betrachtung 382
3. Begründung der Unanfechtbarkeit der Elternschaft des Elternteils 383
II. Korrektur der Elternschaft des weiteren Elternteils (zweite Elternstelle) 387
1. Korrigierbarkeit der zweiten Elternstelle durch Elternschaftsanfechtung 387
a) Derzeitige Rechtslage 387
b) Rechtsvergleichende Betrachtung 387
c) Schlussfolgerungen für die Korrektursystematik 388
2. Anfechtungsgegenstand 388
a) Derzeitige Rechtslage 388
b) Rechtsvergleichende Betrachtung 390
c) Schlussfolgerungen für die Korrektursystematik 391
3. Anfechtungsgrund 392
a) Derzeitige Rechtslage 392
b) Rechtsvergleichende Betrachtung 394
c) Schlussfolgerungen für die Korrektursystematik und Formulierungsvorschlag 395
4. Anfechtungsberechtigung 397
a) Derzeitige Rechtslage 397
b) Rechtsvergleichende Betrachtung 400
c) Schlussfolgerungen für die Korrektursystematik und Formulierungsvorschlag 402
aa) Anfechtungsrecht der Person, die das Kind geboren hat (Elternteil) 402
bb) Anfechtungsrecht des Kindes 404
cc) Anfechtungsrecht der Person, deren Elternschaft nach § 1592 Nr. 1 und 2, § 1593 BGB besteht (weiterer Elternteil) 406
dd) Anfechtungsrecht des genetischen, nicht rechtlichen Elternteils des Kindes 407
ee) Anfechtungsrecht des sozialen, nicht rechtlichen Elternteils des Kindes 411
ff) Anfechtungsrecht einer Behörde 412
gg) Formulierungsvorschlag 412
5. Ausschluss der Anfechtung bei konsentierter Zeugung im heterologen System 414
a) Derzeitige Rechtslage 414
b) Rechtsvergleichende Betrachtung 416
c) Schlussfolgerungen für die Korrektursystematik und Formulierungsvorschlag 417
6. Befristung der Anfechtung 419
a) Derzeitige Rechtslage und rechtsvergleichende Betrachtung 420
b) Schlussfolgerungen und Formulierungsvorschlag 424
7. Keine erhöhten Schlüssigkeitsanforderungen (Anfangsverdacht) 425
8. Wirkungen der erfolgreichen Anfechtung 426
D. Sonderfall Leihmutterschaft 427
I. Bestandsaufnahme 428
1. Fallzahlen 428
2. Motivation der Wunscheltern 429
3. Leihmutterschaftskonstellationen und Begrifflichkeiten 430
II. Derzeitige Rechtslage und rechtsvergleichende Betrachtung 431
III. Rechtfertigung eines generellen Leihmutterschaftsverbots 435
1. Ausgangspunkt: Fortpflanzungsfreiheit der Wunscheltern 435
2. Interessen der Leihmutter 437
3. Kindesinteressen 440
a) Menschenwürdegarantie und Lebensschutz des Kindes 440
b) Kindeswohl 441
c) Verbot von Kinderhandel Art. 35 KRK und Art. 1 2. ZP-KRK 443
d) Recht auf Kenntnis der genetischen Abstammung Art. 2 I i.V.m. Art. 1 I GG, Art. 8 I EMRK 444
4. Fazit: Keine Rechtfertigung des generellen Leihmutterschaftsverbots 444
IV. Ausgestaltungsvorschlag für eine Regelung von Leihmutterschaftsfällen im Inland 445
1. Rechtsvergleichende Betrachtung 445
a) Niederlande 446
b) England und Wales 447
c) British Columbia 447
2. Elternschaftsübertragung durch gerichtlichen Beschluss 448
a) Zuordnungssystematik 448
b) Zuordnungsvoraussetzungen 451
E. Sonderfälle der Kindes-, Gameten- und Embryonenvertauschung 455
I. Kindesvertauschung 455
1. Derzeitige Rechtslage 455
2. Regulierungsvorschlag 457
II. Embryonen- bzw. Gametenvertauschung 457
1. Derzeitige Rechtslage 457
2. Regulierungsvorschlag 458
F. Künftige Herausforderungen aufgrund reproduktionsmedizinischer Entwicklungen 458
G. Zusammenfassung 460
I. Zuordnung des (ersten) Elternteils 460
II. Zuordnung des weiteren Elternteils 461
1. Automatische Zuordnung aufgrund Ehe/eingetragener Lebenspartnerschaft 461
2. Elternschaftsanerkennung 462
3. Gerichtliche Feststellung der Elternschaft 463
4. Statuswechsel durch qualifizierte Anerkennung 465
III. Zuordnungskorrektur 465
1. Erste Elternstelle 465
2. Zweite Elternstelle 467
IV. Sonderfall Leihmutterschaft 468
V. Sonderfälle der Kindes-, Gameten- und Embryonenvertauschung 469
VI. Künftige Herausforderungen 469
§ 5 Das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung bzw. Abkömmlinge 470
A. Verfassungsrechtliche und menschenrechtliche Grundlagen 470
I. Verfassungsrechtlicher Schutz gem. Art. 2 I i.V.m. Art. 1 I GG 470
1. Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung und Recht der Eltern auf Kenntnis der eigenen Abkömmlinge 470
2. Kein Recht auf Nichtkenntnis der Abstammung 471
3. Schutz vor Vorenthaltung erlangbarer Informationen 472
4. Schranken 473
II. Menschenrechtliche Verbürgungen 474
1. Art. 8 I EMRK 474
2. Art. 7 KRK 474
B. Auskunftsansprüche 475
C. Registerlösungen zur Durchsetzung des Rechts auf Kenntnis der eigenen Abstammung 477
I. Samenspenderregister 477
II. Geburtenregistrierung 479
1. Reproduktionsvermerk im Geburtenregister 479
2. Anonyme und vertrauliche Geburt, Babyklappe 480
D. Statusfolgenloses Abstammungsklärungsverfahren 483
I. Anspruchsberechtigungen und -verpflichtungen 484
II. Gestaltung des § 1598a BGB als umfassendes statusfolgenloses Abstammungsklärungsverfahren 486
1. Erweiterung des Kreises der Anspruchsberechtigten und -verpflichteten 486
2. Klärungsanspruch auch bei medizinisch-assistierter Zeugung 487
3. Keine Erforderlichkeit einer Abstammungsbegutachtung im gerichtlichen Verfahren mit Feststellungsbeschluss 488
4. Allgemeine Feststellungsklage keine Alternative 488
5. Formulierungsvorschlag 489
E. Zusammenfassung 490
§ 6 Sachverhalte mit Auslandsbezug 492
A. Bestimmung des anwendbaren Rechts der rechtlichen Eltern-Kind-Zuordnung 492
I. Qualifikationsfragen 493
1. Abstammungsfeststellung für kryokonservierte Embryonen 493
2. Elternschaftsbegründung bei gleichgeschlechtlichen weiblichen Paaren („Mit-Mutterschaft“) 494
3. Elternschaftsbegründung bei Leihmutterschaft 495
4. Statuswechsel durch qualifiziertes Anerkenntnis 495
II. Anknüpfungssystematik des Art. 19 EGBGB 496
1. Alternativität der Anknüpfungsvarianten 496
2. Probleme bei konkurrierender Elternschaftszuordnung 498
a) Lösungsansätze 499
aa) Priorität 499
bb) Genetische Elternschaft 500
cc) Wahlrecht 500
dd) Vorrang gesetzlicher Zuordnung 500
ee) Kindeswohl 501
ff) Tatsächliche Verantwortungsträgerschaft 501
b) Maßgeblicher zeitlicher Anknüpfungspunkt der Gleichzeitigkeit 503
3. Wandelbarkeit 504
B. Anerkennung von im Ausland zustande gekommenen Eltern-Kind-Zuordnungen 505
I. Anerkennungssystematik 505
1. Konstellationen 505
2. Voraussetzungen kollisionsrechtlicher Anerkennung 506
3. Voraussetzungen verfahrensrechtlicher Anerkennung 507
4. Keine Anerkennung von Rechtslagen im EU-Recht 507
II. Ausgewählte Sachverhaltskonstellationen 509
1. Anerkennung von im Ausland zustande gekommenen Mit-Mutterschaften 509
2. Anerkennung der rechtlichen Elternschaft in Leihmutterschaftskonstellationen 510
a) „Ordre public“-Fragen 511
b) Schwierigkeiten kollisionsrechtlicher Anerkennung und Ansätze zu deren Behebung 514
3. Anerkennung von Mehrelternschaft 518
C. Zusammenfassung 519
Zusammenfassung und Ausblick 521
Literaturverzeichnis 544
Sachregister 587