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Die Europäisierung der AGB-Kontrolle von Preisänderungsklauseln

Gutkin, Lilian

Schriften zum Europäischen Recht, Vol. 183

(2018)

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About The Author

Lilian Gutkin studierte Rechtswissenschaften an der Universität Augsburg. Während ihres Studiums verbrachte sie ein Auslandssemester an der University of North Carolina School auf Law in Chapel Hill, wobei der Aufenthalt durch den Deutschen Akademischen Auslandsdienst gefördert wurde. Während ihrer Promotion an der Universität Augsburg arbeitete sie dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Wurmnest und in einer internationalen Wirtschaftskanzlei in München. Derzeit absolviert sie ihren juristischen Vorbereitungsdienst am OLG München. Lilian Gutkin studied law at the University of Augsburg. During her studies she spent a semester abroad at the University of North Carolina School of Law in Chapel Hill, supported by the German Academic Exchange Service. During her doctorate at the University of Augsburg, she worked there as a research assistant at the chair of Prof. Dr. Wurmnest and in an international law firm in Munich. She is currently completing her legal traineeship at the Higher Regional Court of Munich.

Abstract

»The Europeanisation of the Control of Price Adjustment Clauses in General Terms and Conditions«

Although the GTC control has been superimposed by the unfair terms directive 93/13/EC for more than 22 years, the GTC regime has only experienced a clear Europeanisation for a few years. The question of the effective structuring of certain GTC clauses focused in particular on price change clauses. There has been a lively debate in German jurisdiction and literature since the 1980s about the effective structuring of price change clauses, which has gained new momentum as a result of the new case law of the European Court of Justice.
Obgleich die deutsche AGB-Kontrolle seit mehr als 20 Jahren von der Klauselrichtlinie 93/13/EG überlagert wird, erfährt das AGB-Regime erst seit wenigen Jahren eine deutliche Europäisierung. Insbesondere Vorlagen von Mitgliedsstaaten, die einseitige Preisänderungsrechte des Verwenders betrafen, haben den EuGH dazu bewegt, seine selbstauferlegte Zurückhaltung aufzugeben und sich in zahlreichen Verfahren zu den gemeinschaftsrechtlichen Wirksamkeitsanforderungen von Preisänderungsklauseln in AGB zu äußern. In der deutschen Rechtsprechung und Literatur herrschte bereits seit den 80er Jahren eine lebhafte Debatte über die wirksame Ausgestaltung von Preisänderungsklauseln. Die jüngste Rechtsprechung des EuGH gibt folglich Anlass dazu die Rechtsprechung des EuGH zur Klauselrichtlinie auf ihre Konformität mit der Rechtsprechung der deutschen Gerichte zum AGB-Recht zu überprüfen und darauf aufbauend die nationalen und europarechtlichen Wirksamkeitsvoraussetzungen von Preisänderungsklauseln als Bestandteil von AGB zu definieren.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 7
Inhaltsübersicht 9
Inhaltsverzeichnis 13
Abkürzungsverzeichnis 27
Einleitung 31
A. Anlass und Ziel der Untersuchung 31
B. Systematisierung von Preisanpassungsklauseln 36
I. Systematisierung in der Rechtsprechung und Literatur 36
II. Eigene Systematik 39
1. Preisanpassungsklauseln als Oberbegriff 39
2. Preisbestimmungsvorbehalte 40
3. Preisänderungsklauseln 41
a) Allgemeines 41
b) Differenzierung nach dem Anpassungsmodus 42
aa) Automatikklauseln 44
(1) Kostenelementeklauseln 45
(2) Marktpreisklauseln 47
(3) Spannungsklauseln 47
(4) Gleitklauseln 48
bb) Preisänderungsvorbehalte 49
(1) Allgemeines 49
(2) Tatbestand 50
(3) Rechtsfolge 51
(a) Bestimmtheit 52
(b) Ausübungskontrolle 54
III. Zusammenfassung 54
C. Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes 55
D. Gang der Untersuchung 57
Teil 1: Allgemeiner Teil 59
Kapitel 1: Bedeutung der Klauselrichtlinie bei Verbraucherverträgen 59
A. Gebot der richtlinienkonformen Auslegung 59
B. Kompetenzverteilung zwischen dem EuGH und den nationalen Gerichten im Rahmen der Inhaltskontrolle 61
I. Die Anfänge 63
1. Océano Grupo 63
2. Würdigung 64
II. Der verweigerte Dialog 66
1. Freiburger Kommunalbauten 66
a) Sachverhalt und wesentliche Gründe 66
b) Würdigung 68
2. Mostaza Claro und Pannon GSM 71
3. Zwischenfazit 73
III. Der Beginn eines Dialogs 75
1. VB Pénzügyi Lízing Zrt. 76
2. Distanzierung von Freiburger Kommunalbauten 77
IV. Ergebnis 79
C. Rechtliche Bindungswirkung der Vorlageentscheidungen des EuGH 80
Kapitel 2: Die Auslegung der Klauselrichtlinie 82
A. Auslegung der Klauselrichtlinie 82
I. Wortlaut 83
II. Systematik 85
1. Bedeutung der systematischen Auslegung 85
2. Systematische Auslegung im Rahmen der Klauselrichtlinie 88
III. Telos 89
IV. Historie 92
B. Bedeutung des Richtlinienanhangs 94
C. Zusammenfassung 99
Teil 2: Transparenzkontrolle 101
Kapitel 3: Grundlagen 101
A. Europarechtliche Vorgaben 101
I. Systematischer Standort des Transparenzprinzips in der Richtlinie 103
1. Zuordnung zur Einbeziehungskontrolle 104
2. Zuordnung zur Missbräuchlichkeitskontrolle 104
3. Intransparenz als informationelles Missverhältnis 106
4. Rechtsprechung des EuGH 108
II. Umfang der Transparenzkontrolle 109
1. Deklaratorische Klauseln nach Art. 1 Abs. 2 RL 109
a) Reichweite von Art. 1 Abs. 2 RL 110
b) Transparenzkontrolle von Klauseln i. S. v. Art. 1 Abs. 2 RL 111
2. Hauptleistungs- und Preisbestimmungsklauseln nach Art. 4 Abs. 2 RL 112
3. Mündliche und schriftliche Klauseln nach Art. 5 S. 1 RL 114
4. Zusammenfassung 115
III. Transparenzmaßstab 116
1. Verbraucherleitbild 116
a) „Normal informierter, angemessen aufmerksamer und verständiger Durchschnittsverbraucher“ als Verbraucherleitbild 116
b) Verständnishorizont eines „normal informierten, angemessen aufmerksamen und verständigen Durchschnittsverbrauchers“ 120
2. Berücksichtigung von Individualumständen 124
a) Kontrollmaßstab der Richtlinie 124
b) Berücksichtigungsfähige Individualumstände im Rahmen der Transparenzkontrolle 127
aa) Berücksichtigung der Individualaufklärung 127
bb) Berücksichtigung der individuellen Verständnismöglichkeiten des Verbrauchers 130
3. Transparenz in formeller und materieller Hinsicht 132
IV. Schranken des Transparenzgebots 134
1. Praktikabilitätsvorbehalt 134
2. Keine Pflicht zur Rechtserläuterung 135
V. Zusammenfassung 138
B. Anwendung in der nationalen Rechtspraxis 139
I. Umsetzung 140
1. Umsetzung von Art. 5 S. 1 RL 140
2. Umsetzung von Art. 4 Abs. 2 RL 141
II. Systematische Einordnung des Transparenzgebots 143
1. Transparenzkontrolle und Einbeziehungskontrolle 144
a) § 305 Abs. 2 Nr. 2 BGB 144
b) § 305 c Abs. 1 BGB 146
2. Transparenzkontrolle und Auslegung 147
3. Transparenzkontrolle und Inhaltskontrolle 148
III. Transparenzmaßstab 150
1. Verbraucherleitbild 151
2. Berücksichtigung von Individualumständen 153
a) Kombinationslösung 153
b) Berücksichtigungsfähige Individualumstände im Rahmen der Transparenzkontrolle 155
aa) Berücksichtigung der Individualaufklärung 155
bb) Berücksichtigung der individuellen Verständnismöglichkeiten des Verbrauchers 157
3. Transparenz in formeller und materieller Hinsicht 158
IV. Schranken des Transparenzgebots 159
1. Praktikabilitätsvorbehalt 159
2. Keine Pflicht zur Rechtserläuterung 160
C. Schlussfolgerungen 161
I. Vergleich der europäischen Vorgaben mit der Anwendung im nationalen Recht 161
II. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln im Allgemeinen 163
Kapitel 4: Formelle Transparenz 164
A. Europarechtliche Vorgaben 164
I. Verständlichkeit in formeller Hinsicht 164
II. Verständlichkeit in grammatikalischer Hinsicht 166
1. Vertragssprache 167
2. Fachsprache 168
3. Bezugnahme auf Rechtsnormen ohne Wiedergabe ihres Inhalts 169
III. Zusammenfassung der formellen Transparenzanforderungen an Preisänderungsklauseln nach der Klauselrichtlinie 171
B. Anwendung in der nationalen Rechtspraxis 172
I. Verständlichkeit in formeller Hinsicht 172
II. Verständlichkeit in grammatikalischer Hinsicht 174
1. Vertragssprache 174
2. Fachsprache 174
3. Bezugnahme auf Rechtsnormen ohne Wiedergabe ihres Inhalts 176
a) Allgemeines 176
b) Verweisungen im Rahmen von Preisänderungsklauseln 177
aa) Kein Hinweis auf die Möglichkeit einer Billigkeitskontrolle nach § 315 Abs. 3 BGB erforderlich 177
bb) Ende der Leitbildrechtsprechung 181
C. Schlussfolgerungen 183
I. Vergleich der europäischen Vorgaben mit der Anwendung im nationalen Recht 184
II. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln im Allgemeinen 184
III. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln in Energielieferungsverträgen 185
Kapitel 5: Materielle Transparenz 186
A. Europarechtliche Vorgaben 186
I. Irreführungsverbot 186
II. Bestimmtheitsgebot 189
1. Unbestimmte Begriffe 189
2. Konkretisierung von Preisänderungsklauseln 190
a) Vorgaben aus der Klauselrichtlinie und anderen Richtlinien 190
aa) Nr. 1 lit. j und l des Anhangs der Klauselrichtlinie 190
(1) Anwendungsbereich 191
(2) Angabe eines triftigen Grundes 193
bb) Vorgaben aus anderen sektorspezifischen Richtlinien 194
b) Die Rechtsprechung des EuGH 196
c) Konkretisierung von Anlass und Modus 200
d) Abwicklungstransparenz 202
III. Keine Kompensation der Abschlussintransparenz 202
IV. Zusammenfassung der materiellen Transparenzanforderungen an Preisänderungsklauseln nach der Klauselrichtlinie 206
B. Anwendung in der nationalen Rechtspraxis 207
I. Irreführungsverbot 207
II. Bestimmtheitsgebot 208
1. Grundlagen 208
2. Konkretisierung von Preisänderungsklauseln im Allgemeinen 210
a) Konkretisierungserfordernis von Preisänderungsklauseln im Allgemeinen 210
b) Konkretisierungsfähigkeit von Preisänderungsklauseln 213
3. Konkretisierung des Anlasses der Preisänderung 215
a) Unbestimmte Ereignisse 215
b) Kostenänderungen 217
aa) Kostenelementeklauseln in Form von Automatikklauseln 217
(1) Anforderungen der Rechtsprechung 218
(2) Bewertung 220
(a) Wiedergabe einer realitätsgetreuen Kostenkalkulation 221
(b) Bindung des Preisänderungsrechts an in Erfahrung zu bringende Referenzwerte 223
(c) Schutz des Betriebsgeheimnisses 224
(d) Verständnishorizont eines angemessen verständigen Durchschnittskunden 225
(e) Zusammenfassung 226
(3) Lösung 227
bb) Preisänderungsvorbehalte 230
(1) Geringere Konkretisierungsanforderungen bei Preisänderungsvorbehalten 231
(2) Anforderungen der Rechtsprechung 234
(3) Bewertung 236
(a) Keine abschließende Aufzählung aller preisbildenden Faktoren und ihres relativen Gewichts erforderlich 236
(b) Bezugnahme auf betriebsinterne Faktoren 237
(c) Rein rechnerische Möglichkeit einer zusätzlichen Gewinnererzielung irrelevant 238
(d) Information über die veränderten preisbildenden Faktoren 240
(4) Zusammenfassung 241
c) Steigerung des Wertes der Leistung und Wertverfall der Gegenleistung 242
4. Konkretisierung des Modus der Preisanpassung 243
a) Automatikklauseln 243
b) Preisänderungsvorbehalte 244
aa) Modus 244
bb) Umfang 244
c) Zusammenfassung 247
5. Abwicklungstransparenz 247
III. Keine Kompensation der Abschlussintransparenz 248
1. Benennung einer Obergrenze für den Umfang der Anpassung 248
2. Keine Kompensation durch Einräumung eines Lösungsrechts 249
a) Kompensation bei „unüberwindbaren Schwierigkeiten“ einer transparenten Formulierung 249
b) Bewertung der Kompensationsmöglichkeit bei „unüberwindbaren Schwierigkeiten“ einer Konkretisierung 250
aa) Die mit einer Kompensationsmöglichkeit verbundenen Risiken 251
bb) Keine Erforderlichkeit einer Kompensationsmöglichkeit 252
cc) Keine Vereinbarkeit der Kompensationsmöglichkeit mit der Rechtsprechung des EuGH 253
dd) Zusammenfassung 255
C. Schlussfolgerungen 255
I. Vergleich der europäischen Vorgaben mit der Anwendung im nationalen Recht 255
1. Einzelaspekte des materiellen Transparenzgebots 256
a) Irreführungsverbot 256
b) Bestimmtheitsgebot 257
2. Keine Kompensation der Abschlussintransparenz 258
3. Bedeutung der Rechtsprechung des EuGH zu Preisänderungsklauseln 259
II. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln im Allgemeinen 259
1. Irreführungsverbot 259
2. Konkretisierung des Anlasses 260
a) Kostenänderungen 260
aa) Automatische Kostenelmenteklauseln 260
bb) Preisänderungsvorbehalte 261
b) Wertsteigerungen der Leistung sowie dem Wertverfall der Gegenleistung 262
3. Konkretisierung des Modus 262
4. Abwicklungstransparenz 263
5. Keine Kompensation der Abschlussintransparenz 263
III. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln in Energielieferungsverträgen 263
Teil 3: Inhaltskontrolle 265
Kapitel 6: Grundlagen 265
A. Europarechtliche Vorgaben 265
I. Umfang der Inhaltkontrolle 266
1. Deklaratorische Klauseln 266
2. Hauptleistungs- und Preisbestimmungsklauseln 267
II. Missbräuchlichkeitsmaßstab 268
1. Verhältnis von Missverhältnis und Gebot von Treu und Glauben 269
2. Prüfungskriterien 272
a) Erhebliches und ungerechtfertigtes Missverhältnis der Rechte und Pflichten zum Nachteil des Verbrauchers 272
aa) Dispositives, nationales Recht als Vergleichsmaßstab 273
bb) Hinreichend schwerwiegende Beeinträchtigung der rechtlichen Stellung des Verbrauchers 275
cc) Berücksichtigung von materiell-rechtlichen und prozessualen Verteidigungsmöglichkeiten 277
dd) Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln 278
b) Gebot von Treu und Glauben 279
aa) Harmonisierter Maßstab von Treu und Glauben 279
bb) Objektives Verständnis von Treu und Glauben 280
cc) Verhältnismäßigkeitsprüfung 282
dd) Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln 283
c) Bedeutung des Richtlinienanhangs 284
d) Kontrollmaßstab nach Art. 4 Abs. 1 RL 285
aa) Der Vertragsgegenstand 285
bb) Die den Vertragsschluss begleitenden Umstände 286
cc) Vertragskontext 287
dd) Das Preis-Argument 288
III. Zusammenfassung 289
B. Anwendung in der nationalen Rechtspraxis 291
I. Umsetzung 291
1. Umsetzung von Art. 3 Abs. 1 RL in § 307 Abs. 1, 2 BGB 291
2. Umsetzung von Art. 4 Abs. 1 RL 293
3. Umsetzung des Richtlinienanhangs 294
II. Kontrollmaßstäbe der Inhaltskontrolle von einseitigen Preisänderungsklauseln 295
1. Schranken des § 309 Nr. 1 BGB 296
a) Umsetzung von Nr. 1 lit. l und j in § 309 Nr. 1 BGB 296
b) Voraussetzungen des § 309 Nr. 1 BGB 297
2. § 307 BGB als Prüfungsmaßstab für Preisänderungsklauseln in langfristigen Verträgen 299
a) Legitimes Interesse an der Verwendung von Preisänderungsklauseln in langfristigen Verträgen 299
b) § 307 Abs. 1 S. 1 BGB als Prüfungsmaßstab von Preisänderungsklauseln 302
C. Schlussfolgerungen 304
I. Vergleich der europäischen Vorgaben mit der Anwendung im nationalen Recht 304
II. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln im Allgemeinen 305
Kapitel 7: Wahrung des vereinbarten Äquivalenzverhältnisses 306
A. Europarechtliche Vorgaben 306
I. Zulässige sachliche Gründe für die Preisanpassung 307
II. Begrenzung des Umfangs der Preisänderung 309
III. Zusammenfassung 311
B. Anwendung in der nationalen Rechtspraxis 312
I. Zulässige sachliche Gründe für die Preisanpassung 312
1. Allgemeine Kriterien 313
a) Nachträgliche, unkalkulierbare Preisänderungen 313
b) Laufzeit des Vertrages 314
c) Erhebliche Veränderungen der Umstände 316
2. Änderungen der für die Preisbildung relevanten Kosten 316
3. Steigerung des Werts der Leistung 321
a) Anknüpfung an den Marktpreis 321
b) Zulässigkeit von Spannungsklauseln 324
aa) Zulässigkeitsvoraussetzungen 324
bb) HEL-Klauseln 325
4. Wertverfall der Gegenleistung 327
5. Zusammenfassung 328
II. Begrenzung des Umfangs der Preisänderung 329
1. Quantitative Begrenzung des Umfang der Preisänderung 330
a) Verbot einer überproportionalen Anpassung 330
b) Wahrung von Preisvorteilen 331
c) Erhaltung der Leistungsfähigkeit 331
d) Ausstrahlungswirkung der Preise für Neuabschlüsse 332
e) Preissenkungspflicht 334
aa) Ausdrückliche Rechtspflicht zu Preissenkungen 334
bb) Gleichbehandlung von Preissteigerung und -senkung in Hinblick auf Anlass, Umfang und Zeitpunkt 336
cc) Begrenzung der Preissenkungspflicht 338
f) Saldierungsgebot 339
g) Zusammenfassung 341
2. Zeitliche Begrenzung des Änderungsrechts 343
C. Schlussfolgerungen 343
I. Vergleich der europäischen Vorgaben mit der Anwendung im nationalen Recht 343
II. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln im Allgemeinen 344
1. Zulässige sachliche Gründe für Preisänderungen 344
2. Begrenzung des Umfangs der Preisänderung 345
III. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln in Energielieferungsverträgen 347
Kapitel 8: Erforderlichkeit eines Lösungsrechts 348
A. Europarechtliche Vorgaben 348
I. Keine Kompensation einer missbräuchlichen Klausel durch Einräumung eines Lösungsrechts 348
II. Erforderlichkeit eines Lösungsrecht 349
1. Lösungsrecht nur bei überhöhten Preiserhöhungen 349
2. Zu hohe Preiserhöhung im Verhältnis zum ursprünglichen Preis 351
III. Angemessene Ausgestaltung des Lösungsrechts 353
IV. Zusammenfassung 355
B. Anwendung in der nationalen Rechtspraxis 356
I. Keine Kompensation inhaltlich unangemessener Klauseln durch Einräumung eines Lösungsrechts 356
II. Erforderlichkeit eines Lösungsrechts 358
1. Lösungsrecht nur bei überhöhten Preiserhöhungen 358
2. Zu hohe Preiserhöhung im Verhältnis zum ursprünglichen Preis 361
III. Angemessene Ausgestaltung eines Kündigungsrechts 362
1. Formale Ausgestaltung 362
2. Keine wirtschaftlichen oder faktischen Hindernisse bei der Ausübung 363
IV. Lösungsrecht des Verwenders 366
C. Schlussfolgerungen 366
I. Vergleich der europäischen Vorgaben mit der Anwendung im nationalen Recht 366
II. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln im Allgemeinen 368
III. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln in Energielieferungsverträgen 369
Teil 4: Rechtsfolgen unwirksamer Preisänderungsklauseln 370
Kapitel 9: Rechtsfolgen missbräuchlicher Klauseln 370
A. Europarechtliche Vorgaben 370
I. Unverbindlichkeit missbräuchlicher Klauseln 370
II. Vertragswirksamkeit im Übrigen 374
III. Rechtsfolgen missbräuchlicher Preisänderungsklauseln 377
B. Anwendung in der nationalen Rechtspraxis 377
I. Umsetzung des Art. 6 Abs. 1 RL 378
II. Rechtsfolgen unangemessener Preisänderungsklauseln 380
1. Rückzahlungsanspruch infolge unwirksamer Preisänderungsklausel 380
2. Gesamtnichtigkeit des restlichen Vertrages 381
C. Schlussfolgerungen 383
I. Vergleich der europäischen Vorgaben mit der Anwendung in der nationalen Rechtsprechung 383
II. Schlussfolgerungen für Preisänderungsklauseln im Allgemeinen 384
Kapitel 10: Ergänzende Vertragsauslegung bei unwirksamen Preisänderungsklauseln 385
A. Europarechtliche Vorgaben 385
I. Vorüberlegungen 386
1. Verbot der geltungserhaltenden Reduktion 386
2. Ersetzung einer missbräuchlichen Klausel durch dispositives Recht 388
3. Unzulässigkeit der Beschränkung der Restitutionswirkung missbräuchlicher Klauseln 389
II. Zulässigkeit einer ergänzenden Vertragsauslegung 391
1. Auffassung der Literatur 391
2. Stellungnahme 393
a) Zulässigkeit einer ergänzenden Vertragsauslegung 393
b) Voraussetzungen einer zulässigen ergänzenden Vertragsauslegung 396
III. Ergänzende Vertragsauslegung bei unwirksamen Preisänderungsklauseln 398
B. Anwendung in der nationalen Rechtspraxis 400
I. Vorüberlegungen 400
1. Verbot der geltungserhaltenden Reduktion 400
2. Ersetzung einer missbräuchlichen Klausel durch dispositives Recht 402
II. Zulässigkeit einer ergänzenden Vertragsauslegung 402
III. Ergänzende Vertragsauslegung bei unwirksamen Preisänderungsklauseln 405
1. Voraussetzungen der ergänzenden Vertragsauslegung 405
a) Ergänzungsbedürfnis 405
b) Verschärfung der Voraussetzungen durch das Unzumutbarkeitskriterium in Energielieferungsverträgen 408
aa) Das Unzumutbarkeitskriterium 408
bb) Bewertung des Unzumutbarkeitskriteriums 411
(1) Keine Vereinbarkeit mit dem nationalen Recht 411
(2) Keine Vereinbarkeit mit der Rechtsprechung des EuGH 412
(3) Fazit 414
2. Maßstab der ergänzenden Vertragsauslegung 415
a) Ausschluss der ergänzenden Vertragsauslegung bei unwirksamen Preisänderungsklauseln 416
b) Die „Fristenlösung“ des BGH im Rahmen von Rückforderungsansprüchen 417
aa) Maßstab der „Fristenlösung“ 417
bb) Bewertung der „Fristenlösung“ 419
(1) Keine Vereinbarkeit der Fristenlösung mit dem Maßstab der ergänzenden Vertragsauslegung 420
(a) Benachteiligung des Verbrauchers durch Rügeobliegenheit 421
(b) Perpetuierung einer unangemessenen Klausel 422
(c) Versteckte geltungserhaltende Reduktion 423
(2) Keine Vereinbarkeit der Fristenlösung mit der Klauselrichtlinie 425
(a) Unzulässige Beschränkung der Restitutionswirkung missbräuchlicher Klauseln 426
(b) Unzulässige geltungserhaltende Reduktion 427
(c) Unzulässige Beschränkung des Effektivitätsgrundsatz 428
(d) Verstärkung des Machtgefälles zwischen den Parteien 429
cc) Fazit 430
C. Schlussfolgerungen 432
I. Vergleich der europäischen Vorgaben mit der Anwendung im nationalen Recht 433
II. Schlussfolgerungen für die Ersetzung unwirksamer Preisänderungsklauseln im Allgemeinen 434
III. Schlussfolgerungen für die Ersetzung unwirksamer Preisänderungsklauseln in Energielieferungsverträgen 436
Teil 5: Ergebnisse 438
A. Vergleich der europäischen Vorgaben mit der Anwendung im nationalen Recht 438
I. Transparenzkontrolle 438
1. Das Transparenzgebot als separat geregelte Kategorie der Missbräuchlichkeit 438
2. Transparenzmaßstab 439
a) „Normal informierter, angemessen aufmerksamer und verständiger Durchschnittsverbraucher“ als Transparenzmaßstab 439
b) Berücksichtigung der Individualaufklärung im Rahmen der Transparenzkontrolle 440
3. Praktikabilitätsvorbehalt 440
4. Arten der Transparenz 441
a) Formelle Transparenz 441
Literaturverzeichnis 462
Sachregister 481