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Politisches Denken. Jahrbuch 2017

Editors: Gerhardt, Volker | Kauffmann, Clemens | Kraus, Hans-Christof | Kroll, Frank-Lothar | Nitschke, Peter | Ottmann, Henning | Thompson, Martyn P.

Politisches Denken. Jahrbuch, Vol. 27

(2018)

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About The Author

Hans-Christof Kraus studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Georg-August-Universität zu Göttingen. 1992 Promotion im Fach Mittlere und Neuere Geschichte. Berufliche Tätigkeit und akademische Lehre an verschiedenen Forschungsinstitutionen und Hochschulen, u.a. in Berlin, München, Speyer, Stuttgart, Jena. 2002 Habilitation für das Fach Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2007 Ordinarius und Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Passau. Mitglied u.a. der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Kommission für die Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, der Historischen Kommission zu Berlin, der Preußischen Historischen Kommission.

Frank-Lothar Kroll studierte Geschichte, Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie und Religionswissenschaften in Bonn und Köln. 1987 Promotion; 1992 Präsident der Werner Bergengruen-Gesellschaft e.V.; 1995 Habilitation in Erlangen; 1996 Louis Ferdinand Preis des Preußeninstituts; Professurvertretungen an den Universitäten Erlangen und Dresden; 2000 Professurvertretung und spätere Berufung auf die Professur für Neuere und Neueste Geschichte / Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der TU Chemnitz. Seit 2006 Vorsitzender der Preußischen Historischen Kommission und seit 2011 1. Vorsitzender der Prinz-Albert-Gesellschaft e.V.; u.a. Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Zeitgeschichte München, der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V. und der Ranke-Gesellschaft.

Peter Nitschke, Dr. phil. habil., Studium der Neueren Geschichte, der Philosophie und der Politikwissenschaft an der Universität Münster (1981–89). Preisträger der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, hist.-philos. Klasse (1989). Habilitationsstipendiat der Fritz Thyssen Stiftung (1990–93), Gastprofessuren in Münster, Essen und am Kulturwissenschaftlichen Institut (1994–97). Universitätsprofessor für Wissenschaft von der Politik an der Universität Vechta seit 1997, Gründungsdirektor des Instituts für Sozialwissenschaften (2000), Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung (2002–04), Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens (DGEPD) seit 2007. Forschungsschwerpunkte in der Politischen Theorie und Ideengeschichte, der Europapolitik und der Globalisierung.

Martyn P. Thompson is Associate Professor and Senior Political Theorist in the Department of Political Science. His main fields of interest are the history of political thought since the Renaissance, literature and politics, and contemporary German political philosophy. Professor Thompson has two doctorates, the first from the London School of Economics, the second (the Habilitation) from Tuebingen University. He has been a faculty member in the universities of London, Cambridge and Tuebingen. His honors include a Fellow Commonership at Churchill College, Cambridge University; Fellowships at the Huntington Library and the William Andrews Clark Library in California; and honorary life membership of the R.G. Collingwood Society. Professor Thompson founded the Deutsche Gesellschaft zur Erforschung des politischen Denkens in 1989. He was President of the International Conference for the Study of Political Thought from 1995 to 2002 and he was President of the Michael Oakeshott Association from 2008 to 2010.

Abstract

Der 27. Band des Jahrbuchs Politisches Denken versammelt Beiträge, die erneut nachhaltig belegen, dass sich das politische Denken in der Breite seiner Artikulationen nur dem interdisziplinär geschulten Verständnis und der epochen- und fächerübergreifenden Forschung erschließt. Ein Blick auf die Quellen, mit denen sich die Autoren auseinandersetzen und zu denen wie selbstverständlich auch die Belletristik gehört, macht die Spannweite bereits deutlich – auch hinsichtlich der methodischen Konsequenzen.

Zu den Autoren, die Gegenstand der Analyse sind, gehören diesmal unter anderem Carl Schmitt, Friedrich Nietzsche, Friedrich Dürrenmatt, Joseph von Radowitz, Jürgen Habermas und H. G. Wells, das Themenspektrum der Aufsätze reicht von biopolitischen und geopolitischen Themen über hermeneutische Fragestellungen und methodische Aspekte der Erforschung des politischen Denkens bis hin zum Themenfeld Europa.
»Yearbook of Political Thought«

The 27th volume of the »Jahrbuch Politisches Denken« (»Yearbook of Political Thought«) collects contributions that once again prove that in terms of the range of its articulations, political thought covers only an understanding that is developed through interdisciplinary means, as well as research spanning different epochs and areas of specialism. A glance at the sources studied by the authors, which naturally also include fiction, already clearly reveals this breadth of range – including with regard to the methodological consequences.

This time, the authors who are the subject of the analysis include Carl Schmitt, Friedrich Nietzsche, Friedrich Dürrenmatt, Joseph von Radowitz, Jürgen Habermas and H. G. Wells, among others, while the topics discussed in the essays range from biopolitical and geopolitical issues to questions relating to hermeneutics and methodological aspects of research in political thought, through to Europe.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis 5
Clemens Kauffmann: Editorial 7
I.  Aufsätze 9
Martin Beckstein: Eigentum verpflichtet. Joseph von Radowitz und die intellektuelle Vorbereitung des Wohlfahrtsstaats 11
I. Einleitung 11
II. Waldheims eigenwilliger Konservatismus 13
III. Das Adelsreformgespräch 17
IV. Wer ist Waldheim? 21
1. Das merkwürdige Vorwort 23
2. Radowitz über Waldheim 24
3. Die Möglichkeit einer versteckten Botschaft 25
4. Die Meinungsänderung 27
5. Vom frühen zum späten Radowitz 29
6. Die sechste Position 31
V. Schlussbetrachtungen 33
Literatur 36
Hauke Behrendt: Unbestimmtheit. Eine Kritik an Habermas’ Prozeduralismus 39
I. 39
II. 41
III. 43
IV. 48
Literatur 49
Hans-Ludwig Buchholz: „Uns kommt nur noch die Komödie bei“. Friedrich Dürrenmatts „Dramaturgisches Denken“ als Methode der Politischen Theorie 53
I. Politik und Literatur 53
II. Politik und Literatur bei Friedrich Dürrenmatt 55
1. Labyrinth und Sisyphos: Dürrenmatts Weltsicht und Menschenbild 57
2. Distanz, Verbildlichung und das Aushalten von Widersprüchen: \nDie Funktionen der Komödie 59
3. Dramaturgisches Denken 64
III. Methodische Schlussfolgerungen 67
Literatur 69
Heinz-Joachim Müllenbrock: Der Cockney als Welterretter. H. G. Wells’ politische Mission 73
I.  Darstellungsziel und methodisches Vorgehen 73
II.  Hinterhof 75
III.  Emanzipation durch Science Fiction 77
IV.  „Anticipations“: Wells als politischer Essayist 79
V.  Kosmopolis: Wells als Sozialingenieur in „A Modern Utopia“ 83
VI.  Kosmopolitismus als Universalgeschichte: „The Outline of History“ 88
VII.  Erweiterung der medialen Palette 90
VIII.  Wells’ Aktualität 95
Literatur 99
Richard Saage: „Beyond Therapy“. Anmerkungen zur technischen Aufrüstung des Menschen 101
I. 102
II. 106
III. 109
Literatur 114
Samuel Garrett Zeitlin: Propaganda und Kritik: Eine Einführung in Carl Schmitts „Land und Meer“ 115
I. Entstehung 117
II. Schmitt und der Molotov-Ribbentrop-Pakt 120
III. Der Mensch 122
IV. Der Pirat und der Kapitalisten-Korsar 124
V. Carl Schmitt über den „Islam“ 128
VI. Visionen und Revisionen: Die Ausgaben von 1954 und 1981 130
VII. Die Elemente der Weltgeschichte 134
VIII. Schluss 139
Literatur 140
Igor P. Smirnov: Politische Romantik im Vergleich. Carl Schmitt und die Romantikrezeption in Russland 145
Literatur 156
Giuseppe Duso: Wie lässt sich eine europäische Verfassung begreifen? 159
I. Wie kann man die Europäische Union \nals politische Einheit begreifen? 159
II. Welche Methode für die Analyse der politischen Begriffe? 163
III. Die Entstehung der modernen politischen Begriffe 164
IV. Europa jenseits der Souveränität 171
Literatur 177
Hasso Hofmann: Nietzsche-Zarathustras Gleichnis \nvon den „letzten Menschen“ 181
I. Zarathustra – Nietzsches Maske 181
II. Zarathustra spricht zum Volk vom Übermenschen und vom letzten Menschen 183
III. Abbruch und Neubeginn: Zarathustra spricht zu seinen Jüngern – Von der Eschatologie zur Politik 185
IV. Politisch-ideologische Ausbeutung des „Zarathustra“ 190
V. Die letzten Menschen als politisches Feind- und als kulturelles Schreckbild 193
Literatur 198
II.  Gastbeitrag 203
Rüdiger Voigt: „Staatsverständnisse“: Konzept – Verlauf – Ausblick 205
I. Varianz und Bedeutung von Staatsverständnissen 205
II. Abschied vom Nationalstaat? 206
III. Der abendländische Staat 206
IV. Die Leitidee der „Staatsverständnisse“ 207
V. Wiederaneignung der Klassiker 208
VI. Alte und junge Klassiker des Staatsdenkens 209
VII. Denkschulen und Wirkungsgeschichte des Staatsdenkens 210
VIII. Staatsutopien und realer Staat 210
IX. Staatspraxis und Länderstudien 211
X. Deutsch als Wissenschaftssprache und Zielgruppe der Reihe 211
XI. Aktualität staatstheoretischer Überlegungen 212
III.  Rezensionsessays 215
Hans-Christof Kraus: Neues von und über Max Weber 217
Literatur 224
Reinhard Mehring: „Vergeben Sie ihm bitte, mein lieber Herr Professor Jaspers“. Heidegger-Schüler in der Korrespondenz mit Karl Jaspers 225
I. 225
II. 227
III. 229
IV. 232
V. 233
Literatur 234
Thomas Meyer: Zu neuerer Literatur über Leo Strauss 235
I. 235
II. 237
III. 239
IV. 242
Literatur 243
IV.  Rezensionen 245
Peter Nitschke: Quentin Skinner: Thomas Hobbes und die Person des Staates 247
Frank-Lothar Kroll: Jan Christoph Elfert: Konzeptionen eines „dritten Reiches“: Staat und Wirtschaft im jungkonservativen Denken 1918 – 1933 249
Hans-Christof Kraus: Thomas Arne Winter: Traditionstheorie. Eine philosophische Grundlegung 252
Michael Holldorf: Martin Schwarz/Karl-Heinz Breier/Peter Nitschke: Grundbegriffe der Politik. 33 zentrale Politikbegriffe zum Einstieg 254
Autorenverzeichnis 259