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Phänomen Zeit

Versuch einer wissenschaftlichen und ethischen Bilanz

Kramer, Rolf

Erfahrung und Denken, Vol. 84

(2000)

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Abstract

Trotz einer über Jahrhunderte hinweg dauernden Beschäftigung mit der Zeit ist sie für die Menschen ein Rätsel geblieben. Aber sie ist und bleibt eine wesentliche und unverzichtbare Dimension. Um zu erfahren, was Zeit ist, bedarf es keiner begrifflichen Definition. Wichtiger ist vielmehr die Erfahrung, die der Mensch mit ihr macht, und das heißt der Umgang mit ihr. Wir stehen heute immer noch wie im Jahrhundert des ersten Zeitbewußtseins zwischen der scheinbar unveränderbaren Welt des Parmenides und des irreversiblen Ablaufs des Heraklits.

Zeit ist seit langem zu einem wichtigen Thema unseres Lebens geworden. Nicht von ungefähr erschien in den letzten Jahren eine Fülle von Zeit-Bewältigungsbüchern. Viele Menschen sehnen sich danach, mehr Zeit in ihrem Leben zu haben. Aber sie wissen, daß sie die vierundzwanzig Stunden des Tages nicht verlängern können. Darum stellt sich die Frage: Wie kann man mehr aus ihr machen? Zeit muß sinnvoll gestaltet werden. Hierbei kann Ethik helfen. Sie will mitgestalten. Da Zeit die wichtigste Ressource des Menschen ist, muß er lernen, sparsam, effektiv und intensiv mit ihr umzugehen. Zeit haben ist mit Freiheit verbunden. Wer Zeit hat, ist frei für sich und andere.

Table of Contents

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Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Einleitung: Eine kleine Geschichte der Zeitmessung 11
Kapitel 1: Der Zeitbegriff 18
I. Objektive und subjektive Zeit 18
II. Kalendarische Zeitbestimmung 20
Kapitel 2: Zeit und Ewigkeit im antiken und biblischen Denken 23
I. Die Zeitbestimmung bei Heraklit und Parmenides 23
II. Die Definition von Zeit bei Platon und Plotin 24
III. Aristoteles und die Zeit 26
IV. Biblische Zeitfestsetzung 28
1. Zyklische oder lineare Zeit? 28
2. Die Vorstellung im Alten Testament 29
a) Unterschiedliche Zeitbegriffe 29
b) Zeit als erfüllte Geschichtszeit 30
3. Zeitvorstellungen im Neuen Testament 32
V. Aurelius Augustin 35
Kapitel 3: Die Zeit-Ewigkeit-Relation moderner Theologen 40
I. Karl Barths Lehre von der Zeit 41
1. Gottes Ewigkeit 41
2. Die „erfüllte Zeit“ als Offenbarungszeit 43
a) Gottes Zeit – unsere Gnadenzeit 43
b) Die Zeit des Menschen Jesu 45
3. Die menschliche Zeit 47
4. Die Zeitbefristung 48
II. Paul Tillichs Differenzierung des Zeitbegriffs 51
1. Gottes Ewigkeit 52
2. Zeit und Schöpfung 53
3. Zeit als Kairos 55
III. Pierre Teilhard de Chardin und der Punkt Omega 56
IV. Jürgen Moltmann: Zeit der Schöpfung 59
Kapitel 4: Philosophische und naturwissenschaftliche Zeitbestimmungen 63
I. Eine philosophische Auswahl 63
1. Die Zeitauffassung bei Immanuel Kant 63
2. Georg Wilhelm Friedrich Hegel und die Zeit 65
3. Martin Heidegger und sein Zeitverständnis 67
II. Naturwissenschaftliche Vorstellungen 70
1. Das Raum-Zeit-Denken und die Wahrnehmung von Zeit 70
2. Der Zeitpfeil 72
III. Der soziale Zeitbegriff 75
Kapitel 5: Zeit als ökonomische Größe 80
I. Zeit ist Geld 80
II. Der Wert der Zeit in Geschichte und Gegenwart 82
III. Zeit als Produktionsfaktor 83
IV. Zeit als Wettbewerbsfaktor 87
V. Selbst- und Fremdbestimmung der Zeit 89
VI. Das Problem des Zeitdrucks 90
VII. Arbeitszeit- und Personalpolitik 92
1. Arbeitszeitersparnis durch Motivation und Delegation 93
2. Flexible Arbeitszeit 94
a) Gleitzeit 95
b) Unterschiedliche Arbeitszeitformen 95
c) Alters-Teilzeitarbeit 98
Kapitel 6: Die Freizeit 100
I. Definitionen von Freizeit 100
II. Inhalt der frei genutzten Zeit 102
III. Freizeit und Muße 105
IV. Die Sicherung sozialer Kontakte 106
V. Die Notwendigkeit einer Freizeitethik 108
Kapitel 7: Rückblick und Ausblick 110
I. Zeit und Ewigkeit 110
II. Das Wesen der Zeit 115
III. Umgang mit der Zeit 116
IV. Kulturabhängige Zeit 119
Kapitel 8: Definitionen 122
Literaturverzeichnis 124
Index 129