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Die Privatstrafe - eine Untersuchung privater Strafzwecke

Zivilrechtlicher Schutz vor Zwangskommerzialisierung

Klumpp, Steffen

Schriften zum Bürgerlichen Recht, Vol. 266

(2002)

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Table of Contents

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Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Teil 1: Darstellung der Privatstrafe 13
A. Die Aktualität der privaten Strafe 13
B. Was ist Privatstrafe? 16
I. Phänomenologie der Privatstrafe 16
1. Merkmale der Strafe 17
a) Strafe als Übelauferlegung 17
b) Strafe als zwangsläufige Reaktion auf normbrecherisches Verhalten 19
c) Adressat: Der schuldhafte Normbrecher 20
2. Zweck der Strafe 21
a) Strafe als bloße Reaktion auf eine Rechtsverletzung 22
b) Relative Strafzwecke: Speziai- und Generalprävention 25
aa) Spezialprävention 25
bb) Generalprävention 27
cc) Vereinigung der Strafzwecke in der strafrechtlichen Praxis 29
3. Die private Strafe 30
a) Offensichtliche Unmöglichkeit einer privaten Strafe? 30
b) Die vollkommene Privatstrafe 31
c) Struktur einer modernen Privatstrafe 32
aa) Zivilrechtliche Strafwürdigkeit 33
bb) Verhängung der Strafe 33
cc) Der Anspruch aus Privatstrafe 35
dd) Legitimation durch Strafgrund 36
II. Zusammenfassung 36
C. Die Privatstrafe im historischen Überblick 37
I. Germanisches Recht 37
II. Römisches Recht 38
D. Privatstrafe in anderen Rechtssystemen 39
I. USA - punitive damages 40
1. Besondere Voraussetzungen für die Gewährung von punitive damages 40
2. Funktionen der punitive damages 41
3. Kritik an punitive damages 42
4. Punitive damages und Persönlichkeitsrechtsverletzungen 43
II. England 44
III. Frankreich 45
IV. Ergebnis 46
E. Verfassungsrechtliche Fragen und systematische Fragen 46
I. Verfassungsrechtliche Probleme 46
II. Systematische Vorüberlegungen 49
1. Notwendigkeit einer systematischen Einordnung 49
2. Elemente (Prinzipien) des inneren Systems 53
3. Einordnung der Privatstrafe in das äußere System des Schuldrechts 54
Teil 2: Private Strafzwecke 55
A. Privatstrafgrund der Prävention 56
I. Vorfragen 56
1. Prävention durch Zivilrecht? 56
2. Prävention durch Verhaltenssteuerung 56
3. Begründung einer Leistungspflicht als Mittel der Verhaltenssteuerung 59
4. Prävention durch Rechtsverlust 60
a) Inventaruntreue, § 2005 BGB 61
b) Erbunwürdigkeit, § 2339 BGB 61
c) Kondiktionsausschluß § 817 Abs. 1 Satz 2 BGB 62
II. Bestandsaufnahme: Zivilrechtliche Leistungspflichten mit Präventionszweck 64
1. Die Vertragsstrafe 64
2. Schadensersatz 67
a) § 830 Abs. 1 Satz 1 BGB 67
b) § 288 Abs. 1 BGB 68
c) Dreifache Schadensberechnung bei Verletzung von Immaterialgüterrechten 69
d) GEMA-Fälle und Aufwendungen für Überwachungskosten 70
e) Diskriminierungsentschädigung des § 611 a Abs. 2 BGB 71
f) Schmerzensgeld gemäß § 847 BGB 73
g) Verhaltenssteuerung durch Schadensersatz? 75
aa) Präventive Wirkung der Haftungsbegründung 75
bb) Präventive Wirkung durch Haftungsausfüllung 76
cc) Prävention durch Ausweitung des Schadensbegriffes? 77
dd) Prävention als Funktion des Schadensersatzes neben dem Ausgleich 79
h) Zwischenergebnis 81
3. Strafzuschläge 83
4. Zusammenfassung für die Privatstrafe 84
III. Legitimation der präventiven Privatstrafe 85
1. Systematische Einordnung 85
2. Wirkung und Begründung von Schuldverhältnissen 87
a) Rechtswirkungen eines Schuldverhältnisses 87
b) Begründung eines Schuldverhältnisses - Die Privatstrafe als heteronomes Schuldverhältnis 88
3. Die Legitimation von Rechtsfolgen des Schuldverhältnisses 89
a) Willenslegitimierte rein präventiv ausgelegte Schuldverhältnisse 89
aa) Der Wille als Legitimationsgrund 89
bb) Die Vertragsstrafe 90
b) Rechtsfolgenlegitimation bei heteronom begründeten Schuldverhältnissen 93
4. Prinzip der qualitativen Relativität 93
a) Ausprägungen und Durchbrechung der quantitativ-relativen Leistungsbeziehung 93
b) Die qualitative Relativität bei außervertraglichen Schuldverhältnissen 97
aa) Ausgangspunkt: Zivilrecht als System des Interessenausgleichs 98
bb) Erscheinungsform der iustitia commutativa 100
c) Von der qualitativen Relativität getragene Rechtsfolgen 102
aa) Ausgangspunkt: Die unerlaubte Handlung 104
bb) Der Zuordnungsbereich des Rechtssubjekts (Rechtskreis) 105
cc) Die Begrenzung des Handlungsspielraumes bei unerlaubter Handlung 107
d) Die heteronome Obligation als Gleichgewichtslösung 110
5. Einordnung der Prävention 111
a) Unterscheidung zwischen monofunktionaler Prävention und Prävention als Reflexwirkung 111
b) Verstoß einer generalpräventiv orientierten Leistungspflicht gegen den Grundsatz der Relativität 114
c) Verstoß einer spezialpräventiv orientierten Leistungspflicht gegen den Grundsatz der Relativität 115
6. Gerechtfertigte Durchbrechung des Prinzips der Relativität im Falle der präventiv orientierten Privatstrafe? 117
a) Grundsätzliche Geeignetheit der Privatstrafe zur Verhaltenssteuerung 118
b) Unsicherheitsfaktor: Einsatz der Privatstrafe 119
c) Unsicherheitsfaktor: Präventionswirksame Bemessung der Privatstrafforderung 123
d) Zwischenergebnis 124
7. Möglichkeiten der Gewinnhaftung bei Zwangskommerzialisierung 125
a) Mögliche Grundlagen der Haftung 125
b) Der Grund der Haftung 126
aa) Zuweisungsgehalt 126
(1) Grundsätzliches 126
(2) Besondere Persönlichkeitsrechte 128
(a) Das Recht am eigenen Bild 128
(b) Das Recht am Namen 131
(3) Die Zwangskommerzialisierung der Persönlichkeit 132
(a) Das allgemeine Persönlichkeitsrecht als alleiniges Abwehrrecht 132
(b) Die dualistische Auffassung 133
(c) Die monistische Auffassung 134
(d) Entscheidende Kriterien für den Zuweisungsgehalt 135
(aa) Nutzungsmöglichkeit durch Einwilligungsvorbehalt 136
(bb) Anerkennenswerter Marktwert 138
(e) Der fehlende Kommerzialisierungswillen 138
(4) Zwischenergebnis 139
bb) Tatbestandsmerkmale der angemaßten Eigengeschäftsführung 139
c) Der Haftungsumfang 140
aa) Lizenzanalogie - zur Prävention nicht geeignet 140
bb) Die Gewinnhaftung 141
(1) Grundlagen 141
(2) Die Gewinnberechnung 142
IV. Ergebnis 145
B. Der Strafzweck der Genugtuung 145
I. Entwicklung der Genugtuung 146
1. Gesetzgebungs- und Rechtsprechungsgeschichte des § 847 BGB 147
2. Die Doppelfunktionslehre des BGH 148
II. Was ist Genugtuung? 151
III. Kritik der Genugtuung 155
1. Der spezielle Subjektivismus der Genugtuung 155
2. Keine Rechtfertigung durch den Ausgleichsgedanken 157
3. Das Interesse an Genugtuung ist rechtlich nicht zu schützen 158
4. Keine interessengerechten Ergebnisse 159
5. Genugtuung als Funktion der Vertragsstrafe? 160
6. Zwischenergebnis 161
IV. Entschädigung bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen jenseits der Genugtuung 162
1. Grundlage der Entschädigungszahlung 162
2. Bemessung der Entschädigung 164
a) Der Nichtvermögensschaden nach § 847 BGB 164
b) Die rein objektive Schadensbestimmung 167
c) Stellungnahme 169
3. Folgen für die Verletzung des Persönlichkeitsrechtes 171
V. Zusammenfassung 173
C. Strafzweck der Vergeltung 173
I. Die Verschuldenshaftung, Ausgang für eine Vergeltungs- oder Sühnefunktion? 173
1. Die Schuld im Strafrecht 174
2. Der zivilrechtliche Verschuldensbegriff 176
3. Objektiver Verschuldensmaßstab 177
a) Der objektive Fahrlässigkeitsmaßstab 177
b) Vorwerfbarkeit bei Vorsatz? 179
4. Das Alles-oder-Nichts-Prinzip 180
II. Ergebnis 182
Teil 3: Ergebnisse 183
A. Die Privatstrafe 183
B. Der private Strafgrund der Prävention 183
C. Der Strafgrund der Genugtuung 184
D. Die Verschuldenshaftung hat keine dem Strafrecht vergleichbare vergeltenden Elemente 185
E. Die Privatstrafe ist nicht zu rechtfertigen 186
Literaturverzeichnis 187
Sachwortverzeichnis 202