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Die Deregulierung der Mobilfunkmärkte Deutschlands

Geschichtliche Entwicklung und erste Wirkungsanalyse auf der Basis der Kollektivgütertheorie und des Koordinationsmängel-Diagnosekonzeptes

Kurtsiefer, Jörn

Schriften zur wirtschaftswissenschaftlichen Analyse des Rechts, Vol. 31

(1997)

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Abstract

Die Postreformen in Deutschland haben zu Beginn der 90er Jahre einen bis dahin monopolistischen Markt sukzessive dereguliert. In der vorliegenden Arbeit wird die Frage beantwortet, welche meßbaren Effekte der Strukturbruch für die Wettbewerbssituation auf den Mobilfunkmärkten Deutschlands hatte. Ausgehend von einer retrospektiven Betrachtung der Entwicklung der Telekommunikationsmärkte wird beschrieben, welche Änderungen durch die Postreformen I-III in Gang gesetzt wurden. Dem wird die Wettbewerbsentwicklung in den USA, in Großbritannien und in Japan gegenübergestellt.

Mit der Kollektivgütertheorie wird ein Sollkonzept für die Bereitstellung von Mobilfunkleistungen in einer Volkswirtschaft entwickelt. Der empirischen Analyse der Wettbewerbssituation auf den Mobilfunkmärkten wird der größte Raum gewidmet. Anhand des Koordinationsmängel-Diagnosekonzeptes werden die fünf Funktionen des Wettbewerbs untersucht und bewertet. Den Abschluß der Arbeit bilden die Darstellung der noch immer bestehenden Wettbewerbsmängel auf den Mobilfunkmärkten Deutschlands sowie Vorschläge zu ihrer Behebung.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Inhaltsverzeichnis VII
Tabellenverzeichnis XII
Abbildungsverzeichnis XIV
Abkürzungsverzeichnis XV
Kapitel 1: Ziel und Gang der Untersuchung 1
Kapitel 2: Historische Entwicklung der Post und der neueren Postreformen 4
A. Der geschichtliche Ursprung des staatlichen Monopols auf dem Gebiet der Telekommunikation in Deutschland 4
I. Post des Hauses Taxis 4
II. Aufstieg der Preußischen Post 7
III. Post des Bismarckreiches 8
IV. Deutsche Reichspost und Deutsche Bundespost 10
V. Der Weg der Post in der DDR bis zur Vereinigung 11
VI. Der rechtliche Rahmen für den Telekommunikationssektor 12
VII. Zusammenfassung 14
B. Beschreibung der Post vor der ersten Strukturreform 15
I. Leitung und Gestalt der Post 15
II. Verhalten der Post gegenüber der Umwelt 20
1. Verhalten der Post gegenüber den Benutzern 20
2. Verhalten der Post gegenüber anderen Telekommunikationsunternehmen 24
3. Verhalten der Post gegenüber dem Staat 29
III. Aufgaben der Post im Bereich der Telekommunikation 30
C. Der Weg der Deregulierung in Deutschland 32
I. Konzeption der Bundesregierung zur Neuordnung der Telekommunikation 33
II. Das Poststrukturgesetz oder Postreform I 37
III. Postreform II 41
IV. Bewertung der Postreform II und Vorschläge für eine Postreform III. 42
Kapitel 3: Postentwicklung und Postreformen in Großbritannien, den USA und Japan 48
A. Die Entwicklung der Telekommunikationsmärkte in Großbritannien 49
I. Der Zustand der Telekommunikationsmärkte in ihrer traditionellen Struktur 49
II. Entscheidende Deregulierungsmaßnahmen in den siebziger und achtziger Jahren 52
III. Marktstruktur und Regulierung heute 56
IV. Fazit 59
B. Die Entwicklung der Telekommunikationsmärkte in den USA 62
I. Der Zustand der Telekommunikationsmärkte in ihrer traditionellen Struktur 62
II. Entscheidende Deregulierungsmaßnahmen in den siebziger und achtziger Jahren 65
III. Marktstruktur und Regulierung heute 68
IV. Fazit 72
C. Die Entwicklung der Telekommunikationsmärkte in Japan 73
I. Der Zustand der Telekommunikationsmärkte in ihrer traditionellen Struktur 73
II. Entscheidende Deregulierungsmaßnahmen in den siebziger und achtziger Jahren 75
III. Marktstruktur und Regulierung heute 77
IV. Fazit 81
D. Erkenntnisse aus dem Ländervergleich für Deutschland 83
Kapitel 4: Die Bereitstellung von Mobilfunkleistungen im Lichte der Kollektivgütertheorie 86
A. Grundlagen 86
B. Beschreibung der Struktur der Mobilfunkmärkte Deutschlands 87
I. Grobstruktur der Mobilfunkmärkte 87
II. Beschreibung der Märkte für Übertragungsleistungen von Mobilfunknetzen 90
1. Die Dienstleistung, ihre Nutzungsmöglichkeiten sowie ihre Substitute 90
2. Marktabgrenzung und Marktsegmentierung 95
III. Nachfragerorientierte Marktbeschreibung 98
1. Beschreibung der Nachfrager 98
2. Die Determinanten der Nachfrage 99
3. Kollektivgütertheoretische Konkretisierung des mobilen Telefonierens aus der Sicht der Nachfrager 101
IV. Anbieterorientierte Marktbeschreibung 102
1. Beschreibung der Anbieter 102
2. Kollektivgütertheoretische Konkretisierung des mobilen Telefonierens aus der Sicht eines Versorgungsverbandes 105
3. Das mobile Telefonieren aus der Sicht der Zulieferer 108
V. Institutionenorientierte Marktbeschreibung 109
C. Beschreibung der Art und Anzahl der Nutzer sowie der Ausstattungs- und Bereitstellungseinheiten 112
D. Messung des Rivalitätsgrades bei Mobilfunknetzen 115
I. Definition des Rivalitätsgrades 115
II. Die Nutzungselastizität bei digitalen Mobilfunknetzen 116
III. Die Mengenelastizität bei digitalen Mobilfunknetzen. 119
IV. Abschätzung des Rivalitätsgrades bei Mobilfunknetzen 124
1. Betragsmäßige Entwicklung 124
2. Drei-Phasen-Schema 128
E. Ermittlung der wohlfahrtsoptimalen Tarifierungsform in Abhängigkeit von der Entwicklungsphase des Auslastungsgrades 130
F. Festlegung des erforderlichen Extensionsniveaus 132
I. Diskussion zur Wahl stehender Extensionsniveaus 132
II. Optimale organisatorische Ausgestaltung des Versorgungsverbandes 134
III. Sonderaspekte 135
G. Soll-Ist-Vergleich mit der aktuellen Situation der Mobilfunkmärkte in Deutschland 138
Kapitel 5: Analyse der Koordinationseffizienz der Mobilfunkmärkte über den Zeitraum 1985 bis 1994 mittels des Koordinationsmängeldiagnose-Konzeptes 141
A. Das Koordinationsmängeldiagnose-Konzept als Instrument zur Messung der Koordi-nationseffizienz des Wettbewerbs auf Märkten 141
B. Analyse des Markträumungsprozesses auf den Mobilfunkmärkten Deutschlands 143
I. Der idealtypische Ablauf des MRP 143
1. Individualgütermärkte 143
2. Kollektivgütermärkte 145
II. Auswahl und Beurteilung denk- und verfügbarer Ideal- und Hilfsindikatoren für die Prozeßmusterprüfung des MRP I 149
1. Konzeption der Indikatordefinition unter besonderer Berücksichtigung der Besonderheiten auf Mobilfunkmärkten 149
2. Herleitung der Indikatoren für die Regelgröße des MRP I 151
a) Definition relevanter Kapazitätsbegriffe 152
b) Idealindikator 154
c) Berechnung der Indikatorwerte für die Regelgröße des MRP I 158
3. Herleitung der Indikatoren für die Stellgröße des MRP I 161
a) Definition der Indikatoren 161
b) Berechnung der Indikatorwerte für die Stellgröße des MRP I 163
III. Prozeßmusteranalyse des MRP I 168
IV. Auswahl und Beurteilung denk- und verfügbarer Ideal- und Hilfsindikatoren für die Prozeßmusterprüfung des MRP II 170
1. Herleitung der Indikatoren für die Regelgröße des MRP II 170
2. Herleitung der Indikatoren für die Stellgröße des MRP II 171
V. Prozeßmusteranalyse des MRP II 172
VI. Prüfung der Prozeßmuster auf Plausibilität 173
VII. Prüfung der Funktionsweise auf Niveaudefekte 178
VIII. Zusammenfassende Beurteilung der MRP I und II 179
C. Analyse des Renditenormalisierungsprozesses auf den Mobilfunkmärkten Deutschlands 182
I. Der idealtypische Ablauf des RNP 182
1. Individualgütermärkte 182
2. Kollektvgütermärkte 183
II. Auswahl und Beurteilung denk- und verfügbarer Ideal- und Hilfsindikatoren für die Prozeßmusterprüfung 185
1. Herleitung der Indikatoren für die Regelgröße des RNP 185
a) Gesamtkapital 188
b) Operativer Gewinn 189
c) Überrendite 193
2. Herleitung des Indikators für die Stellgröße des RNP 194
III. Prüfung des Prozeßmusters auf Plausibilität 196
IV. Prüfung der Funktionsweise auf Niveaudefekte 198
V. Zusammenfassende Beurteilung des RNP 198
D. Analyse des Übermachterosionsprozesses auf den Mobilfunkmärkten Deutschlands 199
I. Der idealtypische Ablauf des ÜEP 200
1. Individualgütermärkte 200
2. Kollektvgütermärkte 201
II. Auswahl und Beurteilung denk- und verfügbarer Ideal- und Hilfsindikatoren für die Prozeßmusterprüfung 202
1. Herleitung der Indikatoren für die Regelgröße des ÜEP 202
a) Theoretische Herleitung 203
b) Abschätzung der Indikatorwerte 206
2. Herleitung der Indikatoren für die Stellgröße des ÜEP 213
III. Prozeßmusteranalyse 213
IV. Prüfung der Prozeßmusterentwicklung auf Plausibilität 215
V. Prüfung der Funktionsweise auf Niveaudefekte 218
VI. Zusammenfassende Beurteilung des ÜEP 220
E. Analyse des Produktfortschrittsprozesses auf den Mobilfunkmärkten Deutschlands 224
I. Der idealtypische Ablauf des PFP 224
II. Auswahl und Beurteilung denk- und verfügbarer Ideal- und Hilfsindikatoren für die Prozeßmusterprüfung 228
III. Prozeßmusteranalyse 233
1. Indikatorabschätzung für den Untersuchungsmarkt 233
2. Indikatorabschätzung für den Vergleichsmarkt 236
IV. Prüfung der Prozeßmusterentwicklung auf Plausibilität 240
V. Prüfung der Funktionsweise auf Niveaudefekte 246
VI. Zusammenfassende Beurteilung des PFP 247
F. Analyse des Verfahrensfortschrittsprozesses auf den Mobilfunkmärkten Deutschlands 249
I. Der idealtypische Ablauf des VFP 249
II. Auswahl und Beurteilung denk- und verfügbarer Ideal- und Hilfsindikatoren für die Prozeßmusterprüfung 251
III. Prozeßmusteranalyse 257
IV. Prüfung der Prozeßmusterentwicklung auf Plausibilität 260
V. Prüfung der Funktionsweise auf Niveaudefekte 264
VI. Zusammenfassende Beurteilung des VFP 264
Kapitel 6: Wirtschaftspolitische Schlußfolgerungen 266
A. Mängeldiagnose aufgrund der Analyse der Mobilfunkmärkte Deutschlands 266
B. Vorschläge für Verbesserungen 271
Kapitel 7: Zusammenfassung und Ausblick 277
Literaturverzeichnis 284
Sachwortregister 295