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Kriminologie als Wirklichkeitswissenschaft

Bock, Michael

Sozialwissenschaftliche Schriften, Vol. 10

(1984)

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Table of Contents

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Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
I. Einleitung 11
II. Zur Problemlage in der Kriminologie 16
1. Wissenschaft als Grundlage kriminalpolitischer Programme 16
2. Beispiele für den Anspruch der ätiologischen Kriminologie 19
2.1. Der „praktische\" Anspruch des multifaktoriellen Ansatzes 19
2.2. Das Ziel einer allgemeinen soziologischen Kriminalitätstheorie 21
2.3. Das Ziel einer allgemeinen biochemischen Kriminalitätstheorie 23
2.4. „Humanisierung\" als Hintergrund 24
3. Zum „interpretativen Paradigma\" in der „neuen\" Kriminalsoziologie 25
3.1. Die Verkehrung eines richtigen Ansatzes in sein Gegenteil 25
3.2. Zur Rekonstruktion dieses Rückfalls 27
4. Die geisteswissenschaftliche Tradition bei juristischen Vertretern der deutschen Kriminologie 30
4.1. „Verstehen\" bei Franz Exner 30
4.2. Anthropologisch begründete Kritik am herrschenden Wissenschaftsverständnis 31
5. Zusammenfassung 32
III. Zum Wirklichkeitsverlust des „empirischen\" Wissens 34
1. Vorbemerkung 34
2. Allgemeine Grundsätze der „empirischen\" Wissenschaft 35
2.1. Die Entwertung der Erfahrung 35
2.2. „Ziel der Wissenschaft ist ein System allgemeiner Gesetze 38
2.3. „Es gibt kein Sonderproblem der Geisteswissenschaften 39
2.4. „Wissenschaft betrachtet ihren Gegenstand von außen 41
3. Kriminologische Beispiele 42
3.1. Die Gemeinsamkeit „induktiver\" und „deduktiver\" Ansätze 42
3.2. Wirklichkeitsverlust durch „verallgemeinernde\" Theoriebildung 43
3.3. Reduktionistische Tendenzen in der empirischen Forschungspraxis 46
3.4. Ungelöste Probleme multifaktorieller Vergleichsstudien 49
3.4.1. Wirklichkeitsfremde Zusammenfassungen von Einzelkorrelationen 49
3.4.2. Die problematische „Geltung\" lediglich illustrativer Einzelfallbeschreibungen 52
4. Zusammenfassung 54
IV. Max Webers Programm einer Wirklichkeitswissenschaft 56
1. Die wissenschaftsgeschichtliche Ausgangslage 56
2. Wirklichkeitswissenschaft als besondere Art der „denkenden Ordnung des Wirklichen 57
2.1. Irrationale Vorstellungen von „Persönlichkeit\" und „Freiheit 57
2.2. „Kulturbedeutung\" als Kriterium wirklichkeitswissenschaftlicher Begriffsbildung 59
3. Die Überwindung des „Subjektivismus 61
3.1. Versuche zur Ausgrenzung der Deutung aus der Wissenschaft 61
3.2. Der Vorgang der Objektivierung 62
3.2.1. Erlebnis und Begriff 62
3.2.2. Die „theoretische Wertbeziehung 63
3.2.3. Die Differenz zwischen Evidenz und Geltung 65
3.3. Die Bedeutung des Objektivierungsproblems für die Kriminologie 66
3.3.1. Die Wertbezogenheit des Gegenstandes 66
3.3.2. Evidenz und Geltung 67
3.3.3. Ausgrenzungstendenzen als Folge mangelnder Objektivierung 67
4. Anthropologische und weltanschauliche Implikationen 69
4.1. Unterschiedliche Ziele von Gesetzes- und Wirklichkeitswissenschaft 69
4.2. Konsequenzen dieser Ziele für die jeweilige Erkenntnisart 72
5. Zusammenfassung 74
V. Methodologische Grundprobleme von „Wirklichkeitswissenschaft 76
1. Einzelfall und nomologisches Wissen 76
1.1. Die Notwendigkeit nomologischen Wissens als Erkenntnismittel 76
1.2. Die Grenze des „methodologischen Individualismus 78
2. Die besondere Art der „Geltung\" nomologischen Wissens bei „sinnhaftem\" Handeln 79
2.1. Zur Problemlage in den Naturwissenschaften 79
2.2. Sonderbedingungen bei Wissenschaften von menschlichem Handeln 81
2.3. Konsequenzen dieser Sonderbedingungen für die Kriminologie 83
3. MißVerständnisse über „Verstehen\" und „idealtypische Begriffsbildung 84
3.1. Das „subjektivistische\" Miß Verständnis 84
3.2. Das „rationalistische\" Mißverständnis 86
4. „Objektive Möglichkeit\" und „adäquate Verursachung 89
4.1. Die Ermittlung der kausal wesentlichen Komponenten des Geschehens 89
4.2. Zufällige und adäquate Verursachung als Grenzbegriffe der Zurechnung 91
5. Zur Abgrenzung von der (straf)rechtlichen Lehre von der adäquaten Verursachung 93
5.1. Die Lehre von der adäquaten Verursachung zur Zeit Max Webers 93
5.2. Grundsätzliche Probleme dieser Lehre im (Straf-)Recht 95
5.3. Konsequenzen für die Kriminologie 96
6. Zusammenfassung 97
VI. Die Erfassung des „Täters in seinen sozialen Bezügen\" als Beispiel wirklichkeitswissenschaftlicher Kriminologie 99
1. Zum wissenschaftsgeschichtlichen und -theoretischen Hintergrund 99
1.1. Abgrenzung von der „empirischen\" Wissenschaft 99
1.2. Kriminologie als Wissenschaft von menschlichem Handeln 100
1.3. Zur historischen Kontinuität 103
2. Entstehung und Bedeutung des nomologischen Erfahrungswissens 105
2.1. Das Grunddilemma der herrschenden Methodologie 105
2.2. Die Besonderheit der Tübinger Jungtäter-Vergleichsuntersuchung 106
2.3. Die Konkordanz von „Sinnadäquanz und Erfahrungsprobe 110
2.4. Konsequenzen für eine selbständige, integrierende Kriminologie 113
3. Die kriminologische Kausalanalyse 114
3.1. Das Verhältnis von Einzelfall und nomologischem Wissen 114
3.2. Die logische Struktur des Verfahrens 115
4. Schwierigkeiten dieser Kausalanalyse 117
4.1. Die Unmöglichkeit einfacher Subsumtionsschlüsse 117
4.2. Die Gefahr zirkulärer Begründungen 119
4.3. Die Unentbehrlichkeit von Erfahrung, Intuition und Verantwortung 119
5. Zusammenfassung 121
VII. Die praktische Bedeutung einer kriminologischen Wirklichkeitswissenschaft 123
1. Werturteilsfreiheit als Bescheidung der Wissenschaft 123
2. Theorie und Praxis in den herrschenden Schulen der Kriminologie 124
2.1. Die latenten normativen Ansprüche „wertfreier\" Wissenschaft 124
2.2. Ein kriminologisches Beispiel: Resozialisierung als Vollzugsziel 126
2.3. Ähnliche Argumente bei der „neuen\" Kriminalsoziologie 128
3. Die (Kultur-)Bedeutung einer kriminologischen Wirklichkeitswissenschaft 129
4. Zusammenfassung 131
VIII. Schluß 132
Literaturverzeichnis 137