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Kollektives Umwelthaftungsrecht auf genossenschaftlicher Grundlage

Wagner, Gerhard

Schriften zum Umweltrecht, Vol. 16

(1990)

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Table of Contents

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Inhalt 5
Einleitung 15
A. Zur Typologie der Umweltschäden 18
I. Schadensbilder 19
1. Gesundheitsschäden 19
2. Sachschäden 20
II. Die Verursacher der Emissionen 20
III. Hauptemissions- und Hauptimmissionsgebiete 21
IV. Schadensarten 23
1. Emittentennahe Schäden 23
2. Emittentenferne Schäden 24
3. Summationsschäden und Schäden aus ubiquitäter Verschmutzung 26
V. Probleme der Erforschung von Umweltschäden 27
1. Wirkungsschwellen 27
2. Multikausalität 27
B. Umwelthaftungsrecht de lege lata und Reformbemühungen 30
I. Die Defizite des geltenden Umwelthaftungsrechts 30
II. Ansätze zur Reform des Individual-Umwelthaftungsrechts 32
III. Verbleibende Defizite des Individual-Umwelthaftungsrechts 34
C. Funktionen des Umwelthaftungsrechts 36
I. Die Gewährleistung gerechten Schadensausgleichs 36
II. Umweltvorsorge 37
1. Der Streitstand 38
2. Die Steuerungswirkung von Haftungsrecht 39
a) Der Wirkungsmechanismus einer Haftungsandrohung 39
b) Überprüfung der Hypothese von der Steuerungswirkung des Haftungsrechts 40
3. Abschätzung der Chancen zur Steuerung umweltbezogenen Verhaltens 41
a) Die für eine Steuerung umweltbezogenen Verhaltens relevanten Größen 41
b) Eignung des Haftungsrechts zum Umweltschutz 43
4. Gefahren eines kollektiven Haftungssystems im Umweltschutz 45
5. Sonstige Instrumente des Umweltschutzes 46
III. Allokationseffizienz 47
1. Das Umweltproblem aus ökonomischer Sicht 47
2. Der Beitrag des Haftungsrechts zur Förderung der Effektivität der Ressourcenallokation 48
IV. Minimierung von Transaktionskosten 50
V. Ergebnis 51
D. Das Vorsorge- und Entschädigungssystem der gesetzlichen Unfallversicherung 52
I. Der historische Hintergrund der Einführung der gesetzlichen Unfallversicherung 52
II. Die Ausgestaltung der gesetzlichen Unfallversicherung 55
1. Voraussetzungen der Entschädigungsleistungen der gesetzlichen Unfallversicherung 56
a) Die Tatbestandsmerkmale der Versicherungsfälle 56
b) Insbesondere: Die Kausalitätsnorm 58
c) Anforderungen an den Nachweis der Versicherungsfälle 60
2. Die Verpflichtung mehrerer Unfallversicherungsträger 61
a) Verantwortlichkeit mehrerer Unfallversicherungsträger für Arbeits- und Wegeunfälle 62
b) Lastenausgleich unter den beteiligten Versicherungsträgern bei Berufskrankheiten 63
3. Die Leistungen der Unfallversicherung nach Eintritt eines Versicherungsfalles 65
a) Restitutionsleistungen 66
aa) Heilbehandlung 66
aaa) Die Regelung der RVO 66
bbb) Die Neuregelung des GRG 68
bb) Berufshilfe 69
b) Kompensationsleistungen 69
4. Verhältnis des Unfallversicherungssystems zum zivilrechtlichen Haftungsrecht 72
a) Der Ausschluß der Haftung aufgrund Privatsrechts 72
b) Ausnahmen vom Haftungsausschluß 74
5. Regreßansprüche der Träger der Unfallversicherung 75
a) Der Anspruch aus § 640 RVO 75
b) Der Anspruch aus § 116 SGB X 76
c) Das Verhältnis der §§ 640 RVO, 116 SGB X zueinander 78
d) Bedeutung der Regreßansprüche 79
6. Organisation, Gliederung und Verfassung der Träger der Unfallversicherung 79
a) Gliederung der Unfallversicherung 79
b) Die Träger der Unfallversicherung 80
c) Gliederung der Unfallversicherungsträger 80
d) Rechtsstellung der Träger der Unfallversicherung 81
e) Verfassung der Unfallversicherungsträger 81
aa) Mitgliedschaft 82
bb) Organe und Kompetenzen 83
cc) Staatsaufsicht über die Unfallversicherungsträger 83
dd) Selbstverwaltung 84
f) Verwaltungskosten 86
7. Finanzierung der Unfallversicherung 86
a) Der Kreis der Beitragspflichtigen 86
b) Der Finanzierungsbedarf 87
c) Grundsätze der Beitragsbemessung 87
d) Rücklage 91
e) Regionalisierung der Lastentragung 91
f) Lastenausgleich 92
8. Unfallverhütung 94
a) Der Erlaß von Unfallverhütungsvorschriften 94
b) Der berufsgenossenschaftliche technische Aufsichtsdienst 96
c) Sonstige Maßnahmen der Unfallverhütung 100
d) Würdigung der Leistungen der Berufsgenossenschaften im Bereich der Unfallverhütung 102
E. Ein System genossenschaftlicher Umwelthaftung 104
I. Die Reichweite genossenschaftlicher Umwelthaftung 104
1. Die Lösungsalternativen 104
2. Stellungnahme 106
a) Beurteilung anhand der Funktionen der Umwelthaftung 106
b) Das Genossenschaftsprinzip 106
c) Genossenschaftsprinzip und Reichweite des kollektiven Haftungssystems 108
d) Beteiligung von Kleinemittenten an der Finanzierung eines Systems kollektiver Umwelthaftung 109
3. Ergebnis 110
II. Das Haftungssubjekt 110
1. Die optimale Lösung in einer Null-Situation 111
a) Beurteilung anhand der drei Funktionen des Umwelthaftungsrechts 111
b) Wasserverbände 112
c) Ergebnis 114
2. Grenzen der Neuregelungsmöglichkeiten 115
3. Modifikationen des bestehenden berufsgenossenschaftlichen Systems 116
III. Der Tatbestand genossenschaftlicher Umwelthaftung 117
1. Vorbemerkung 117
2. Bestimmung der Tatbestandsmerkmale 118
3. Die Tatbestandsmerkmale im einzelnen 119
a) Das die Haftung auslösende Verhalten 119
b) Einwirkung auf die Umwelt 119
c) Schaden 120
4. Kausalzusammenhang und Grund der Haftung 121
a) Zurechnung 121
b) Der Zurechnungsgrund genossenschaftlicher Umwelthaftung 121
c) Operationalisierung des Zurechnungsgrundes 123
aa) Rechtfertigung des Erfordernisses eines Kausalzusammenhangs 124
bb) Der Begriff des Kausalzusammenhangs 125
cc) Volle Einstandspflicht oder pro-rata-Haftung? 126
dd) Das Kausalkonzept eines Systems genossenschaftlicher Umwelthaftung 130
5. Anforderungen an den Nachweis des Entschädigungstatbestandes 135
a) Begriffliche Vorklärungen 135
b) Objektive Beweislast im kollektiven Umwelthaftungsrecht 137
c) Das Beweismaß 137
6. Zusammenfassung 142
IV. Verursachung eines Umweltschadens durch mehrere Umwelteinwirkungen 143
1. Materielles Haftungsrecht 143
a) Verursachung eines Schadens durch mehrere Mitglieder einer Genossenschaft 143
b) Herbeiführung des Schadens durch Umwelteinwirkungen von Mitgliedern unterschiedlicher Genossenschaften 144
2. Die Außenhaftung in Fällen der Gesamtschuld 147
3. Der Binnenregreß 148
4. Ergebnis 149
V. Der Entschädigungsumfang 150
1. Schadensarten 150
2. Grundsätzliche Vorüberlegungen 151
a) Die Funktionen des Umwelthaftungsrechts 151
b) Einschränkungen 151
3. Der Kreis der geschützten Rechtsgüter 152
a) Enumeration von Rechtsgütern oder Generalklausel? 153
b) Vermögensschäden 153
aa) Sach- bzw. Eigentumsschäden 154
aaa) Wirtschaftliche Vertretbarkeit 155
bbb) Sonderopfer 156
bb) Sonstige Vermögensschäden 158
aaa) Unmittelbare Vermögensschäden 158
bbb) Drittschäden 159
c) Personenschäden 161
aa) Einbeziehung von Personenschäden 161
bb) Übernahme des Listenprinzips 163
d) Ökologische Schäden 165
e) Ergebnis 166
4. Der Haftungsumfang 166
a) Unmittelbare Vermögensschäden 166
b) Personenschäden 169
aa) Heilungskosten 169
bb) Vorübergehender Verdienstausfall 173
cc) Rentenleistungen 174
dd) Schmerzensgeld 175
ee) Verletzungen des Rechtsguts Leben 176
5. Mitverschulden 178
6. Zusammenfassung 178
VI. Verhältnis des Systems genossenschaftlicher Umwelthaftung zum Individual-Umwelthaftungsrecht 178
1. Das Versicherungsprinzip 179
2. Das Subsidiaritätsprinzip 180
3. Haftungsablösung oder Lückenbüßer-Rolle des Zivilrechts? 182
a) Leistungen der Genossenschaften und privatrechtlicher Schadensersatzanspruch 182
b) Die Abgeltung von Schadensspitzen 183
4. Ergebnis 186
VII. Regreßansprüche der Genossenschaften 186
1. Der Mitgliederregreß 187
a) Pro und contra Mitgliederregreß 187
b) Die Voraussetzungen des Mitgliederregresses 188
c) Ergebnis 190
2. Der Ausgleichsanspruch gegen Dritte 191
3. Ergebnis 192
VIII. Organisation, Gliederung und Verfassung der Träger eines Systems genossenschaftlicher Umwelthaftung 192
1. Die Gliederung des Systems genossenschaftlicher Umwelthaftung 192
2. Genossenschaften und Eigenunfallversicherungsträger 193
3. Gliederung der Berufsgenossenschaften 193
4. Verfassung und Selbstverwaltung der Berufsgenossenschaften und der regionalen Stellen zum Ausgleich von Umweltschäden 195
a) Verfassung und Selbstverwaltungsrecht der Berufsgenossenschaften 195
b) Verfassung und Selbstverwaltung der regionalen Entschädigungsstellen 199
5. Ergebnis 201
IX. Finanzierung des Systems genossenschaftlicher Umwelthaftung 202
1. Der finanzierungspflichtige Personenkreis 202
2. Das Finanzierungsverfahren eines Systems kollektiver Umwelthaftung 202
3. Grundsätze der Beitragsbemessung 205
4. Bonus-Malus-Verfahren 208
5. Rücklage 209
6. Regionalisierung der Lastentragung 210
7. Finanzausgleich zwischen mehreren Genossenschaften 211
X. Kompetenzen und Instrumente zur Verhütung von Umweltschäden 212
1. Einschätzung der berufsgenossenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Schadensprävention 212
2. Übertragbarkeit der Präventionserfolge der Berufsgenossenschaften 213
a) Bedenken gegen die Wiederholbarkeit der Präventionserfolge 213
b) Argumente für die Sachkompetenz der Berufsgenossenschaften im Umweltschutz 214
3. Nutzen und Kosten eines Einsatzes der Berufsgenossenschaften im Umweltschutz 216
4. Kompetenzen der Berufsgenossenschaften im Umweltschutz 219
5. Ergebnis 220
XI. Die Bewältigung der emittentenfernen Schäden, insbesondere der neuartigen Waldschäden, durch das Genossenschaftsmodell 220
1. Gewichtung der von dem Genossenschaftsmodell gelassenen Lücke im Bereich der emittentenfernen Schäden 220
2. Möglichkeiten zur Entschädigung der emittentenfernen Schäden 223
a) Entschädigung aus dem Staatshaushalt 223
b) Inanspruchnahme des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften e. V. 224
aa) Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben durch den Hauptverband 225
bb) Die Inanspruchnahme des Hauptverbandes zur Verwaltung eines Fonds für den Ausgleich der Waldschäden 226
aaa) Die Einrichtung eines Fonds beim Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften e. V. 226
bbb) Die Voraussetzungen von Entschädigungsleistungen des Fonds 227
ccc) Der Umfang der von einem Fonds zu erbringenden Leistungen 228
ddd) Finanzierung des beim Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften einzurichtenden Fonds 229
3. Ergebnis 230
F. Würdigung des Modells genossenschaftlicher Haftung für umweltbedingte Schäden 231
I. Die Gewährleistung gerechten Schadensausgleichs 231
II. Umweltvorsorge und Allokationseffizienz 233
1. Schadensverhütung und Korrektur der Preisstruktur durch Anlastung der Kosten umweltbelastender Aktivitäten 233
2. Sonstige Vorsorgeinstrumente 234
III. Der für ein System genossenschaftlicher Umwelthaftung erforderliche Aufwand 236
IV. Abwägung des Nutzens und der Kosten eines Systems genossenschaftlicher Umwelthaftung 237
1. Verhütung von Umweltschäden 237
2. Abwicklung der Entschädigungsleistungen 238
3. Finanzierung 239
4. Ergebnis 239
V. Gesellschaftspolitische Gesichtspunkte 239
VI. Abschließende Würdigung 240
VII. Endergebnis 241
G. Die Kompetenz des Bundes zur Einführung eines Systems genossenschaftlicher Umwelthaftung 243
I. Allgemeines zur Systematik der grundgesetzlichen Zuordnung der Bundes- und Länderkompetenzen 243
II. Materielles Recht 244
1. Art. 74 Nr. 1 GG, 1. Sachgebiet: Bürgerliches Recht 244
2. Art. 74 Nr. 12 GG, 2. Sachgebiet: Sozialversicherungsrecht 245
a) Der Begriff der Sozialversicherung in Art. 74 Nr. 12 GG 245
aa) Grundsätzliches zur Auslegung von Art. 74 Nr. 12 GG 245
bb) Konstitutive Merkmale des Begriffs der Sozialversicherung 246
aaa) Die spezifisch sozialversicherungsrechtliche Art der Organisation 247
bbb) Sozialer Risikoausgleich 247
cc) Ergebnis 250
b) Der Umfang der Kompetenz aus Art. 74 Nr. 12 GG 250
c) Ergebnis 252
3. Art. 74 Nr. 11 GG: Recht der Wirtschaft 252
a) Umweltschutz und Art. 74 Nr. 11 GG 252
b) Ein Vorsorge- und Entschädigungsmodell für Umweltschäden als Wirtschaftsrecht 253
c) Ergebnis 255
4. Sonstige Kompetenzen des Bundes im Bereich des Umweltschutzes 255
III. Zuständigkeitsregelungen und Verfahrensrecht 256
1. Normative Grundlagen 257
2. Schlußfolgerungen 258
IV. Zusammenfassung 261
Zusammenfassung 262
Literaturverzeichnis 266