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Wettbewerb, Industrieentwicklung und Industriepolitik

Ein neuer wettbewerbstheoretischer Ansatz auf der Basis des Lebenszykluskonzepts und Implikationen für eine wettbewerbs-, wachstums- und beschäftigungsfördernde Industriepolitik

Eichner, Stefan L.

(2002)

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Abstract

Ist die gegenwärtige Form der intensiven Förderung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie eine Ursache für das Andauern der Wirtschafts- und Beschäftigungskrise? Werden sich durch die in Europa etablierte $aForm der Industriepolitik$z möglicherweise die Chancen auf ein beschäftigungsintensives Wachstum vermindern?

Diese und weitere Fragen sind in der wirtschaftswissenschaftlichen und wirtschaftspolitischen Diskussion ein zentrales Thema. Das in der Bundesrepublik und in der Europäischen Union seit vielen Jahren bestehende Beschäftigungsproblem ist auch zu Beginn des neuen Jahrtausends nicht gelöst, sondern eher noch drängender geworden. Altbewährte Lösungskonzepte erweisen sich immer mehr als wirkungslos. Neue Konzepte sind ganz offensichtlich notwendig, doch kaum in Sicht. Vor dem Hintergrund dieser Situation ist dieses Buch entstanden.

Es richtet sich an Studierende der Wirtschaftswissenschaften, Ökonomen und Wirtschaftspolitiker. Der Autor will bewusst eine neue Perspektive auf die Frage der Förderung von Wachstum und Beschäftigung einnehmen.

Als Ausgangspunkt der Suche nach differenzierten und mitunter neuen Orientierungen für die Gestaltung einer wachstums- und beschäftigungsfördernden Industriepolitik wurde das Wettbewerbsverständnis bzw. Wettbewerbsleitbild gewählt, welches der Industriepolitik zugrunde liegt. Verschiedene existierende Wettbewerbsleitbilder wurden in Bezug auf ihre Orientierungsleistung für die Gestaltung von Industriepolitik analysiert. Dabei wurden grundsätzliche Schwächen aufgezeigt, welche letztlich die Forderung nach einem neuen, evolutorischen Wettbewerbsverständnis begründeten. Im Anschluss ging es darum, vor dem Hintergrund des Konzepts der Bedarfsmarkt-Entwicklung zeitliche und räumliche Kennzeichen des Wettbewerbs zu differenzieren und daran anknüpfend das Wettbewerbsleitbild »evolutorischer Wettbewerb« zu entwickeln.

Aus dieser neuen wettbewerbstheoretischen Perspektive betrachtet, wird die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit als industriepolitischer Weg zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung fragwürdig. Darüber hinaus ergeben sich aber auch einige neue Aspekte für wettbewerbsstrategische Entscheidungen von Unternehmen.

Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsverzeichnis 7
Verzeichnis der Abbildungen 9
Verzeichnis der Tabellen 10
A. Einleitung und Problemstellung 11
B. Industriepolitik und Wettbewerb – wettbewerbstheoretische Argumente für und wider die Industriepolitik 14
I. Industriepolitik 14
1. Internationale Wettbewerbsfähigkeit und Industriepolitik 14
2. Kritik an der Industriepolitik und Ziel der Untersuchung 18
II. Wettbewerb und Ordnungspolitik 20
1. Leistungswettbewerb 24
a) „Wettbewerb“ und „Markt“ als zwei Kategorien von Merkmalen für die Beschreibung des Leistungswettbewerbs 25
b) „Arbeitsweise“ und „Wesen“ des Leistungswettbewerbs 27
2. Ordnungspolitik und Leistungswettbewerb 29
a) Erhalt des Leistungswettbewerbs durch formale Verhaltensregeln? 30
b) Zur Wirkung materialer Verhaltensregeln auf den Leistungswettbewerb 34
III. Wettbewerb und Interventionen 36
1. Vom Wettbewerbsleitbild zur Industriepolitik – Kennzeichen und Orientierungen unterschiedlicher Wettbewerbsleitbilder 36
2. Wettbewerbs- versus Industriepolitik – Die falsche Frontstellung 43
3. Industriepolitik zur Stärkung des Leistungswettbewerbs 49
C. Evolutorischer Wettbewerb 55
I. Das Konzept der Bedarfsmarkt-Entwicklung als Analyserahmen für den „evolutorischen Wettbewerb“ 55
1. Das Phasenkonzept der Produktmarkt-Entwicklung 56
2. Das Phasenkonzept der Bedarfsmarkt-Entwicklung 62
3. Begriffsbestimmungen 71
a) „Innovation“ und „Innovationsprozess“ 72
b) „Prozess- und ökonomische Entwicklungsqualität“ des Wettbewerbs und „ökonomische Signifikanz“ von Innovationen 75
II. Zeitlich und räumlich differenzierte Kennzeichen des „evolutorischen Wettbewerbs“ 80
1. Das Verhalten als Bestimmungsfaktor 82
a) Unternehmertypen und Innovation in den Phasen der Bedarfsmarkt-Entwicklung 82
b) Allgemeine Motiv- und Verhaltenstypologie von Wirtschaftssubjekten 87
c) Das Innovationsverhalten im Lebenszyklus eines Unternehmens 94
d) Unternehmensgröße und Innovationsverhalten 99
e) Marktform und Marktverhalten im Phasenablauf 108
2. Zur Wettbewerbsrelevanz der Inputfaktoren 115
3. Regionaler Entwicklungsstand und Wettbewerb 119
III. Arbeitsweise und Wesen des „evolutorischen Wettbewerbs“ 124
1. Vor- und nachstoßender Wettbewerb in der Bedarfsmarkt-Entwicklung 125
2. „Evolutorischer Wettbewerb“ und „ökonomische Signifikanz“ von Innovationen 128
3. Formen des „evolutorischen Wettbewerbs“ 130
D. Wettbewerbsstärkende Industriepolitik 133
I. Zeitliche und räumliche Differenzierung von Ansatzpunkten – Eine Zusammenfassung 133
II. Bedarfsmarkt- und Wettbewerbsanalyse und Gestaltung von Industriepolitik 137
1. Kennzeichen ökonomischen Wandels – Szenario I 139
2. Kennzeichen einer dauerhaft geringen „ökonomischen Entwicklungsqualität“ – Szenario II 142
3. Regionen mit niedrigem Entwicklungsstand 144
III. Zur Frage der adäquaten Art und Ansatzpunkte der Industriepolitik 145
1. Folgerungen bezüglich der Art industriepolitischen Handelns 145
2. Folgerungen hinsichtlich der Wahl der Ansatzpunkte für ordnungs- und prozesspolitische Maßnahmen 147
3. Handlungsorientierungen des Konzepts der Bedarfsmarkt-Entwicklung und des „evolutorischen Wettbewerbs“ 153
IV. Implikationen für die Förderung von Wachstum und Beschäftigung 156
V. Implikationen für Unternehmen 157
Literaturverzeichnis 162
Personenregister 169
Sachwortregister 170