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Arzneimittellisten und Grundrechte

Eine verfassungsrechtliche Untersuchung der Ausschlüsse von Arzneimitteln von der Verordnungsfähigkeit zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung aus der Sicht der Hersteller und der Verbraucher

Philipp, Albrecht

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 674

(1995)

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Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhalt 7
Abkürzungen 15
Einleitung 19
1. Kapitel: Die rechtlichen Regelungen zur Arzneimittelversorgung 22
A. Die Vorschriften des AMG 23
I. Entwicklung der Gesetzgebung 23
II. Die Zulassung nach dem AMG 26
1. Funktion und Ausgestaltung der Zulassung 26
2. Inhaltliche Zulassungskriterien 29
a) Qualität 29
b) Wirksamkeit 30
aa) Inhalt 30
bb) Streitpunkte 32
c) Unbedenklichkeit 34
3. Sonderregelungen für einzelne Arzneimittelgruppen 36
a) Besondere Therapierichtungen 36
b) Kombinationspräparate 38
c) Altmarkt 38
4. Nachmarktkontrolle 39
III. Marktorientierte Regelungen im AMG 41
1. Transparenzkommission 41
2. Packungsgrößen 45
B. Die Vorschriften des Sozialversicherungsrechts 46
I. Geschichte und Strukturmerkmale 46
1. Geschichtliche Entwicklung 46
2. Strukturmerkmale der heutigen GKV 51
a) Organisation 51
b) Mitgliedschaft und Beiträge 52
c) Organisation der Leistungserbringung 54
d) Die Leistungen selbst 55
aa) Der Wirtschaftlichkeitsgrundsatz 55
bb) Einzelne Leistungsarten 57
3. Kostendämpfungsversuche seit 1977 59
II. Insbesondere: Die Versorgung mit Arzneimitteln 65
1. Überblick 65
2. Die Steuerungsinstrumente im einzelnen 66
a) Rezeptblattgebühr 66
b) Preisabschläge 67
c) Festbeträge 68
d) Höchstbetrag, Richtgrößen und Malusregelung 69
e) Arzneimittel-Richtlinien und Preisvergleichsliste 71
f) Negativ- und Positivliste 74
aa) Bisherige Rechtslage 74
bb) Künftige Rechtslage 79
2. Kapitel: Vorfragen einer verfassungsrechtlichen Beurteilung 81
A. Zur grundrechtlichen Kontrolle sozialstaatlicher Gesetzgebung 81
I. Sozialgesetzgebung als Grundrechtsausgestaltung? 81
1. Soziale Grundrechte? 81
2. Objektiv-rechtliche Grundrechtsauslegung? 83
II. Grundrechte als Grenzen der Sozialgestaltung 85
III. Inhalt des Sozialstaatsprinzips im Hinblick auf die GKV 87
1. Verfassungsrechtlich vorgegebene Inhalte? 87
a) Durch Kompetenzbestimmungen des GG? 87
b) Aus sonstigen Verfassungsvorschriften 88
2. Vom Gesetzgeber selbstgesetzte Inhalte 90
IV Fazit 90
B. Zur Qualität mittelbarer Auswirkungen staatlichen Handelns als Grundrechtseingriffe 91
I. Problemeinordnung 91
II. Behandlung faktischer Grundrechtsbeeinträchtigungen in Literatur und Rechtsprechung 93
1. Exkurs: Zugrundeliegendes Grundrechtsverständnis und der \"klassische\" Eingriffsbegriff 93
a) Zugrundeliegendes Grundrechtsverständnis 93
b) Der \"klassische\" Eingriffsbegriff 96
2. Heutige Kriterien für das Vorliegen eines Eingriffs 97
a) Literatur 97
aa) Ausgangslage: Begründung und Grenzen für eine Ausweitung des Eingriffsbegriffs 97
bb) Lösungsansätze im einzelnen 100
(1) Allgemeine Kriterien mit dogmatischer Begründung 100
(2) Fallgruppenbildung 103
(3) Zuordnung zu objektivrechtlichen Grundrechtsgehalten 104
b) Rechtsprechung 105
aa) BVerfG 105
bb) BVerwG 107
cc) BSG 108
dd) BGH 108
3. Auswirkungen auf der Rechtfertigungsebene 110
III. Stellungnahme 111
1. Die Eingriffskriterien selbst 111
a) Ausgangspunkt 111
b) Folgerungen 113
2. Auswirkungen im Rahmen der verfassungsrechtlichen Rechtfertigung 115
a) Grundsatz der Verhältnismäßigkeit 115
b) Bestimmtheitsgrundsatz 116
3. Besonderheiten des Sozialversicherungsrechts 118
IV Ergebnis 119
3. Kapitel: Arzneimittellisten und Herstellergrundrechte 120
A. Berufsfreiheit 120
I. Schutzbereich 120
1. Die gängigen Voraussetzungen der Betroffenheit des Art. 12 I GG 120
2. Einordnung der Listen in Literatur und Rechtsprechung 123
3. Teilhaberecht am Gesundheitsmarkt? 123
4. Ansatzpunkte einer Lösung in Literatur und Rechtsprechung 126
a) Rückgriff auf das private Wettbewerbsrecht? 126
b) Restriktive Schutzbereichsauslegung 128
c) Rechtsprechung des BVeifG zu staatlichen Nachfragemonopolen 128
d) Gesamtbetrachtender Ansatz 129
e) Überlegungen zur grundrechtlichen Relevanz staatlicher Subventionen 131
f) Derivatives Teilhaberecht aus Art. 3 I i.V.m. 12 I GG 132
5. Stellungnahme 134
6. Zusammenfassung 138
II. Eingriff 139
1. Mögliche Zurechnungsgegenstande 139
2. Finalität 140
III. Verfassungsrechtliche Rechtfertigung unter freiheitsrechtlichen Gesichtspunkten 142
1. Verhältnismäßigkeit 142
a) Kriterien für die Verhältnismäßigkeitsprüfung 142
aa) Dreistufentheorie 142
bb) Prognosespielraum 143
cc) Staatliche Zwecksetzungen 145
b) Eignung 147
aa) Zweckmäßigkeit 147
bb) Wirtschaftlichkeit i.e.S. 149
cc) Verhältnis der Wirtschaftlichkeit i.e.S zur Zweckmäßigkeit 150
c) Erforderlichkeit 151
aa) Doppelprüfung der Wirksamkeit? 151
bb) Ausnahmeregelung als milderes Mittel 154
d) Angemessenheit 154
e) Ergebnis 155
2. Die Grenzen aus Art. 19 GG 156
3. Wesentlichkeitstheorie und Bestimmtheitsgrundsatz 157
a) Verordnungsermächtigung an den BMG 157
b) Beteiligung des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen 159
4. Vertrauensschutz 161
5. Zusammenfassung 163
IV. Verstoß gegen das grundrechtliche Teilhaberecht aus Art. 12 I i.V.m. Art. 3 I GG? 164
B. Eigentumsfreiheit 167
I. Vorbemerkungen zu Art. 14 GG 167
II. Schutzbereich 168
1. Grundlinien in der Literatur zum Leistungserbringungsrecht in der GKV bzw. zum Arzneimittelmarkt 168
a) Schutzbereich gar nicht betroffen 169
b) Betroffenheit des Schutzbereichs unter Betonung des Rechts auf Eigentumsausnutzung 169
c) Subjektiv-öffentliches Recht auf Marktzugang 169
d) Marktstellung oder -Zugang als Teil des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs 170
e) Marktstellung als eigene Rechtsposition 170
2. Zu den denkbaren Eigentumsobjekten 171
a) Marktstellung als Rechtsposition eigener Art? 171
b) Marktposition als Teil des Rechts am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb? 172
c) Marktzugangsschutz im Zusammenhang mit der Arzneimittelzulassimg 174
aa) Einfachgesetzlicher Marktzugangsanspruch? 174
bb) Zulassung als Eigentum? 175
d) Anerkennungspflicht des Gesetzgebers aus einem eigenen verfassungsrechtlichen Eigentumsbegriff heraus? 178
e) Zusammenfassung 178
3. Gewährleistungsumfang 178
C. Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit 181
D. Ergebnis zu den Herstellergrundrechten 184
4. Kapitel: Arzneimittellisten und Grundrechte der Versicherten und Kranken 185
A. Grundrechte der (Pflicht-)versicherten 186
I. Eigentumsfreiheit 186
II. Vereinigungsfreiheit 188
1. Verfassungsrechtliche Einordnung von Pflichtmitgliedschaften 188
a) Kein Grundrechtsschutz gegen Pflichtmitgliedschaften? 189
b) Schutz aus Art. 9 I GG 191
2. Legitimierende öffentliche Aufgaben 192
3. Verhältnismäßigkeit 192
III. Recht auf körperliche Unversehrtheit 194
IV. Verstoß gegen Art. 3 I GG durch Leistungsbeschränkungen? 197
B. Grundrecht aller Arzneimittelverbraucher auf körperliche Unversehrtheit 198
I. Schutzbereich 198
1. Mögliche Auswirkungen von Leistungsausschlüssen in der GKV 198
2. Generelle Erhältlichkeit von Gesundheitsleistungen als Element des Schutzbereichs von Art. 2 II 1 GG? 200
a) Untrennbarkeit von Gesundsein und Gesundwerden 200
b) Parallelen in der straf- und zivilrechtlichen Dogmatik zum ärztlichen Heileingriff 201
c) Gefahrdungssituation 202
d) Unmöglichkeit der Objektivierung von Gesundheit 203
e) Entstehungsgeschichte 205
f) Einwand: Gewährleistung von tatsächlichen Grundrechtsvoraussetzungen? 206
3. Ergebnis 207
II. Eingriff 208
1. Finalität 210
2. Unmittelbarkeit 211
3. Ergebnis 212
III. Zur verfassungsrechtlichen Rechtfertigung 212
1. Verhältnismäßigkeit 213
a) Eignung 213
b) Erforderlichkeit 214
c) Angemessenheit 214
2. Bestimmtheit 215
3. Die Grenzen aus Art. 19 GG 215
C. Ergebnis zu den Grundrechten der Versicherten und der Verbraucher 217
Schlußbemerkung 218
Literaturverzeichnis 220