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Die verfassungsgerichtliche Kontrolle der Außen- und Sicherheitspolitik

Ein Verfassungsvergleich Deutschland - USA

Schwarz, Henning

Schriften zum Öffentlichen Recht, Vol. 673

(1995)

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Table of Contents

Section Title Page Action Price
Vorwort 5
Inhaltsübersicht 7
Inhaltsverzeichnis 9
Abkürzungen und Zitierweise 18
Einleitung 19
Erster Teil: Gegenstand und Grenzen der verfassungsgerichtlichen Kontrolle im außen- und sicherheitspolitischen Bereich 24
A. Außen- und Sicherheitspolitik: Die Rolle Deutschlands und der USA im internationalen System 24
I. Staat und internationales System 24
II. Stellung Deutschlands und der USA in der internationalen Politik 28
1. Deutschland 28
2. USA 32
III. Äußere Sicherheit und Sicherheitspolitik 34
1. Sicherheit und Sicherheitspolitik 34
2. Sicherheit und Souveränität 35
3. Zielsetzungen der Sicherheitspolitik und Erweiterung des Sicherheitsbegriffs 38
a) Allgemeine Zielsetzungen 38
b) Abschreckung und Entspannungspolitik 39
c) Kollektive Sicherheit und kollektive Verteidigung 40
d) Erweiterter Sicherheitsbegriff und Stellungnahme 42
IV. Sicherheitspolitik und Auswärtige Gewalt 43
B. Entwicklung der Grundpositionen zu den Grenzen der Verfassungsgerichtsbarkeit 46
I. Recht und Politik 46
1. Gegenüberstellung von Recht und Politik 48
2. Politische Verfassungsgerichtsbarkeit 49
II. Funktionell-rechtlicher Ansatz 52
1. Kriterien des funktionell-rechtlichen Ansatzes 53
2. Gewaltenteilungsverständnis und Funktion der Verfassungsgerichtsbarkeit 54
3. Zwei Dimensionen funktionell-rechtlicher Argumente 58
4. Normativität des funktionell-rechtlichen Ansatzes und die Verantwortung der Verfassungsgerichtsbarkeit 63
Zweiter Teil: Supreme Court, Foreign Affairs und War Powers 65
A. Zugang zum Gericht und Justiziabilitätsdoktrinen 65
I. Grundlagen nach der US-Verfassung – Judicial Review und Judicial Restraint 65
II. Political question doctrine im außen- und sicherheitspolitischen Bereich 68
1. Zentrale Kriterien der political question doctrine nach Baker v. Carr 69
2. Spruchpraxis zur political question doctrine im außen- und sicherheitspolitischen Bereich 70
a) Rechtsprechung seit dem Vietnam-Krieg – War Powers Cases 72
b) Golfkrieg 73
aa) Ange v. Bush 74
bb) Dellums v. Bush 75
c) Goldwater v. Carter 76
3. Die political question doctrine im System der richterlichen Entscheidungsfindung 78
a) Normative Fundierung der political question doctrine 78
b) Zum Verständnis der verfassungsmäßigen Zuweisung an \"die\" politischen Gewalten (constitutional considerations) 80
c) Zu weiteren pragmatischen Baker-Kriterien (prudential consideration) 82
d) Restriktion des Anwendungsbereichs und Alternativen zur political question doctrine 83
III. Standing und Equitable Discretion Doctrine 85
1. Allgemeine Standing-Kriterien 85
2. Congressional Standing 86
3. Equitable Discretion Doctrine – eine spezielle Doktrin für den Organstreit 91
4. Standing, Equitable Discretion und Judicial Restraint 93
III. Ripeness und Mootness 95
1. Ripeness 95
2. Mootness 97
3. Konsequenzen 98
IV. Zusammenwirken der Justiziabilitätsdoktrinen 100
1. Ausgestaltung nach richterlichem Ermessen 100
2. Unmittelbare Bezugnahme auf die Gewaltenteilung und konkurrierende Grundpositionen zur Verfassungsgerichtsbarkeit 101
B. Foreign Affairs und War Powers nach der US-Verfassung 104
I. Vorgaben durch die US-Verfassung 104
1. Grundlagen der Kompetenzverteilung 104
a) Rechtsquellen 104
b) Grundkategorien der Kompetenzverteilung 106
2. Verfassungsbestimmungen im Uberblick 107
3. War Powers – \"The Competition for Power 110
II. War Powers zwischen Präsident und Kongreß 112
1. Extensive Auffassung: Sole Organ Theorie im Bereich der War Powers 112
2. Rechtfertigungstopoi der Exekutive in praktisch relevanten Fallgruppen 114
3. Bindung der Exekutive an eine Ermächtigung durch den Kongreß: Balanced Institutional Participation 117
4. Konsequenzen 119
5. Haltung der Rechtsprechung 122
III. \"Youngstown\" (Steel Seizure Case) und \"Curtiss-Wright\" - zwei konträre Sichtweisen des Supreme Court zur Gewaltenteilung im Bereich der auswärtigen Gewalt 126
1. Curtiss-Wright: Sole Organ Power 127
2. Youngstown: Balanced Institutional Participation 130
3. Das Konzept einer \"dynamischen Kompetenzverteilung\" und seine Tragfähigkeit 133
a) Curtiss-Wright 133
b) Youngstown 135
c) \"Dynamische Kompetenzverteilung 136
d) Tragfähigkeit 139
IV. Legislative Gestaltung der Kompetenzordnung und verfassungsgerichtliche Kontrolle 142
1. Parlamentarische Regelungsbefugnis im Bereich der auswärtigen Gewalt 142
2. Problematik der War Powers Resolution von 1973 143
a) Hintergrund und Zweck 143
b) Regelungstechnik 144
c) Ausgestaltung der verfassungsmäßigen Kompetenzordnung 145
d) Funktionsfähigkeit der Kontrollmechanismen 147
aa) Automatische Beendigung des Streitkräfteeinsatzes nur in Abhängigkeit von der Berichterstattung des Präsidenten 147
bb) Weitere Defizite 148
e) Verfassungsmäßigkeit der Kontrollmechanismen 149
aa) Beendigung des Streitkräfteeinsatzes durch eine Resolution des Kongresses 149
bb) INS v. Chadha 149
cc) Bedeutung für die War Powers Resolution 150
f) Haltung der Gerichte und Reformbemühungen 152
3. Parlamentarische Regelungsbefugnis nach \"Dames & Moore 154
a) Dames & Moore 154
b) Exekutivkompetenz aus quasi-constitutional custom 155
c) Gesetzesinterpretation 156
V. Zwischenergebnis 158
Dritter Teil: Bundesverfassungsgericht und Außen- und Sicherheitspolitik 161
A. Zentrale Entscheidungen im außen- und sicherheitspolitischen Bereich 161
I. Überblick 161
II. Hintergrund der Verfahren zum Auslandseinsatz der Bundeswehr 163
1. Adria 163
2. AWACS 164
3. Somalia 165
Β. Zugang zum Gericht – Verfahrensarten und Zulässigkeitsvoraussetzungen (Formellrechtliche Grenzen der Verfassunsgerichtsbarkeit) 167
I. Überblick 167
II. Kein verfassungsgerichtliches Gutachtenverfahren 169
III. Organstreit 171
1. Verfahrenszweck 171
2. Antrag 174
3. Antragsgegenstand 176
4. Antragsberechtigung (Parteifähigkeit) 176
5. Antragsbefugnis 179
a) Minderheitenschutz durch Prozeßstandschaft 179
b) Rechtsverletzung 181
c) Verfahren zum Streitkräfteeinsatz 184
aa) Mitwirkung an einer Verfassungsänderung 184
bb) Mitwirkung an einer Entsendeentscheidung 186
cc) Mitwirkung an einer Ausgestaltung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der Bundesrepublik und bei der Übertragung bzw. Beschränkung von Hoheitsrechten 187
6. Rechtsschutzbedürfnis 187
a) Meinungsstand 187
b) Ausgestaltung des Rechtsschutzbedürfnisses im Organstreit 189
c) Mißbrauch 190
d) Subsidiarität 191
e) Begrenzung der Anforderungen an das Rechtsschutzbedürfnis 193
IV. Normenkontrolle und Verfassungsbeschwerde 195
1. Normenkontrolle 195
2. Verfassungsbeschwerde 196
V. Zwischenergebnis 200
C. Einschätzungsprärogative der politischen Gewalten im außen- und sicherheitspolitischen Bereich (Materiell-rechtliche Grenzen der Verfassungsgerichtsbarkeit) 202
I. Regelungs- und Kontrolldichte – zur Methodik der verfassungsgerichtlichen Kontrolle 203
1. Unterschiedliche Kontrollmaßstäbe nach der Rechtsprechung 204
2. Evidenzkontrolle im außen- und sicherheitspolitischen Bereich 205
II. Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes 208
1. Bedeutung im außen- und sicherheitspolitischen Bereich 208
2. Streitgegenstand und Prüfungsmaßstab 209
3. Einschätzungsspielraum und Folgenabwägung im Streit um den Grundlagenvertrag 210
a) Erste Entscheidung 211
b) Zweite Entscheidung 213
c) Konsequenzen für die funktionell-rechtlichen Grenzen der Verfassungsgerichtsbarkeit 214
4. Einschätzungsspielraum und Folgenberücksichtigung im Streit um den Einsatz der Bundeswehr 215
a) AWACS-Entscheidung 215
aa) Folgenabwägung 215
bb) Grundlagen der Folgenabwägung 216
cc) Konsequenzen für die funktionell-rechtlichen Grenzen 217
b) Somalia-Entscheidung 218
aa) Folgenabwägung 218
bb) Entscheidung 220
(1) Sicherungszweck 220
(2) Inhaltliche Ausgestaltung 221
cc) Konsequenzen 222
5. Zusammenfassung 223
III. Auslegungsgrundsätze im außen- und sicherheitspolitischen Bereich 225
1. Berücksichtigung der politischen Ausgangslage und Folgenberücksichtigung 225
a) Spruchpraxis 225
b) Stellungnahme 228
2. Verfassungskonforme Auslegung 229
a) Grundlagen 229
b) Grundlagenvertrag 230
c) Maastricht 232
d) Bedeutung für den außen- und sicherheitspolitischen Bereich 233
3. Integrationsprogramm 235
a) Eurocontrol 235
b) Nachrüstung 237
c) Maastricht 238
d) Bedeutung für den außen- und sicherheitspolitischen Bereich 240
aa) Anwendungsbereich 240
bb) Ausgestaltung der Prüfung 241
cc) Vertragliche Bindungen 242
4. Völkerrechtsfreundliche Auslegung und internationale Offenheit des Grundgesetzes 242
5. Internationale Offenheit des Grundgesetzes und das Verfassungsziel der internationalen Kooperation 247
6. Wertungs- und Prognosespielraum und Sachverhaltsaufklärung 250
a) Rechtsprechung zum Wertungs- und Prognosespielraum 250
b) Sachverhaltsaufklärung als Kompetenzproblem 253
7. Stellungnahme 255
D. Einschätzungsprärogative bei der Entscheidung über den Einsatz der Streitkräfte 259
I. Konsequenzen für den Streit um die Auslegung der Art. 87a Abs. 2 und 24 Abs. 2 GG 260
1. Politische Stellungnahmen und Meinungsstand in der Verfassungsrechtslehre 260
2. Regelungsbereich des Art. 87a GG 262
3. Einsatz 264
4. Verteidigung und Ausdrücklichkeitsvorbehalt 266
a) Gleichsetzung von Verteidigung und Verteidigungsfall 266
b) Verteidigung als Friedenssicherung gemäß der UNO-Charta 268
c) Vermittelnde Auffassung 269
II. Konsequenzen für die Kompetenzverteilung (Organkompetenz) im außen- und sicherheitspolitischen Bereich 273
1. Auswärtige Gewalt – Prärogative der Exekutive oder kombinierte Gewalt? 273
a) Bestimmungen des Grundgesetzes 273
b) Widerstreitende Auffassungen im Schrifttum 273
c) Rechtsprechung zur horizontalen Gewaltenteilung 276
d) Rechtsprechung zur vertikalen Gewaltenteilung 279
2. Justizielle Konkretisierung der Kompetenzverteilung nach funktionell-rechtlichen Gesichtspunkten 281
3. Organkompetenz bei der Entscheidung über den Auslandseinsatz der Bundeswehr 284
a) Parlamentsvorbehalt de constitutione lata? 285
b) Parlamentsvorbehalt de constitutione ferenda 287
Vierter Teil: Grenzen der Verfassungsgerichtsbarkest im außen- und sicherheitspolitischen Bereich – Rechtsvergleich 289
A. Stellung und Funktion der Verfassungsgerichtsbarkeit im Gefüge der Staatsgewalten 289
I. Gemeinsame Verfassungsgrundsätze 289
II. Rechtsprechung im herkömmlichen Sinn, Rechtsprechung besonderer Art oder Teilhabe an der Regierungsfunktion? 290
1. Zentralisierte Verfassungsgerichtsbarkeit in Deutschland 291
2. Dezentralisierte Verfassungsgerichtsbarkeit in den USA 292
3. Konsequenzen für die Autorität der richterlichen Entscheidung 293
III. Funktion nach dem Rechtsstaatsprinzip 294
IV. Funktion nach dem Demokratieprinzip 298
V. Konsequenzen 299
B. Ausprägung einer political question doctrine in Deutschland? 300
I. Regelung des Zugangs zur verfassungsgerichtlichen Entscheidung und political question doctrine 300
II. Lehre vom justizfreien Hoheitsakt, political question doctrine und Einschätzungsspielraum 302
1. Rechtsprechung und herrschende Lehre 302
2. Lehre vom justizfreien Hoheitsakt 303
3. Gemeinsame funktionell-rechtliche Grundlagen von amerikanischer political question doctrine und deutscher Lehre vom Einschätzungsspielraum 304
III. Unterschiedliche Sichtweise der internationalen Ordnung 306
IV. Legitimierungseffekt versus kalkulierte Unsicherheit 308
V. Political question doctrine und Einschätzungsspielraum: Rechtsbindung 310
C. Dynamische Kompetenzverteilung oder justizielle Ausgestaltung 314
I. Lindauer Abkommen 315
II. Dynamische Kompetenzverteilung in Deutschland? 318
III. Kompetenzverteilung zwischen Parlament und Regierung im außen- und sicherheitspolitischen Bereich 319
D. Sicherung der Autorität des Rechts und Politik im System 321
Fünfter Teil: Verfassungsgerichtsbarkeit und Außen- und Sicherheitspolitik – Zusammenfassung und Ausblick 325
A. Zusammenfassung: Parallelen und Divergenzen der deutschen und der amerikanischen Verfassungsgerichtsbarkeit 325
Β. Die Zukunft der bundesverfassungsgerichtlichen Kontrolle der Außen- und Sicherheitspolitik nach dem Urteil vom 12. Juli 1994 332
I. Zulässigkeit 335
II. Verfassungsmäßigkeit von Auslandseinsätzen gemäß Art. 24 Abs. 2 GG 338
III. Bindung an einen konstitutiven Bundestagsbeschluß 340
1. Dogmatische Begründung des Parlamentsvorbehalts 340
2. Verfassungsmäßige Ausgestaltung des Parlamentsvorbehalts durch ein Entsendegesetz 342
3. Vorrang der politischen Gewalten 343
IV. Zustimmungserfordernis gemäß Art. 59 Abs. 2 GG bei gewandelter Vertragsauslegung? 345
1. Grundlagen 345
2. Nicht tragende Auffassung 346
3. Tragende Auffassung 347
V. Bundesverfassungsgericht und Außen- und Sicherheitspolitik 349
Literaturverzeichnis 351